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  1. Inaktiver User

    AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun, man muss den Kindern ja Hanni und Nanni und Co ja nicht als 1. Wahl verkaufen.

    Aber wenn, dann eben mit "parental guidance".
    Wie gesagt: Die Hanni und Nanni Geschichten sind schon vor dreißig Jahren massiv umgeschrieben worden und ein Großteil sind Auftragsarbeiten für den Schneider-Verlag, die überhaupt nicht von Blyton stammen.

    Es ist schon witzig, wenn ausgerechnet diese Büchern plötzlich zum schützenswerten Kulturgut erklärt werden.

  2. Inaktiver User

    AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (btw, sonst fangen wir doch bitte gleich mit der Bibel an.... die ist sicherlich keinesfalls mehr politisch korrekt, weder im Bezug auf das Frauenbild noch sonstwo...)
    Deswegen gibt es die doch auch schon in "gerechter Sprache"

  3. Inaktiver User

    AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    1. Natürlich ist das Zensur. Was denn sonst?
    Unter "Zensur" versteht man, kurz gesagt, die Kontrolle von Medien durch staatliche Stellen. Das hat mit dem Thema überhaupt nichts zu tun. Ein Verlag ist keine staatliche Stelle und eine Überarbeitung eines Kinderbuchklassikers hat mit dem Verbot oder der Indizierung von Büchern überhaupt nichts gemein.

    Wenn eine Cover-Band den Beatles-Klassiker "Penny Lane" neu aufnimmt und den Text verändert und eine Plattenfirma den Mist verkauft, dann ist das zwar ein Sakrileg, aber kein Akt der Zensur. Ich finde es bedenklich, dass der Begriff Zensur so inflationär und schlampig verwendet wird.


    2. Kinderbibeln: und welche Frauenrollen gibts denn da? Gibts da ne Ursünde o.Ä.?
    Es gibt aberhunderte von Kinderbibeln, und die werden sich wohl inhaltlich sehr stark voneinander unterscheiden.

    Soll man die Kinderbibeln nun Deiner Meinung nach verbieten? Weil sie einen Eingriff in einen Klassiker und somit einen "Akt der Zensur" darstellen?

  4. Inaktiver User

    AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Unter "Zensur" versteht man, kurz gesagt, die Kontrolle von Medien durch staatliche Stellen. Das hat mit dem Thema überhaupt nichts zu tun. Ein Verlag ist keine staatliche Stelle und eine Überarbeitung eines Kinderbuchklassikers hat mit dem Verbot oder der Indizierung von Büchern überhaupt nichts gemein.

    Wenn eine Cover-Band den Beatles-Klassiker "Penny Lane" neu aufnimmt und den Text verändert und eine Plattenfirma den Mist verkauft, dann ist das zwar ein Sakrileg, aber kein Akt der Zensur. Ich finde es bedenklich, dass der Begriff Zensur so inflationär und schlampig verwendet wird.



    Es gibt aberhunderte von Kinderbibeln, und die werden sich wohl inhaltlich sehr stark voneinander unterscheiden.

    Soll man die Kinderbibeln nun Deiner Meinung nach verbieten? Weil sie einen Eingriff in einen Klassiker und somit einen "Akt der Zensur" darstellen?
    Deine definition von Zensur deckt sich nicht mit meiner und schon gar nicht mit der von Wikipedia, die Zensur des Staates nur als ein Beispiel sieht.

    Kritik an Politikal Correctness und sich daraus ergebender Zensur kann man hier auch nachlesen. Da bin ich nicht die Einzige oder gar die Erste, die sich daran stört.

    Politische Korrektheit

    Was die Bibel oder andere PC-editierte Outputs anbelangt: da erwarte ich schon ne Kennzeichnung.
    "Frei nach" oder "nach" oder ein PC-Label wäre ok für mich. So wie "neue Rechtschreibung" halt auch.

    Und spätestens bei der Bibel wäre parental guidance gefordert (Rolle der Frauen,Wunder...)

  5. gesperrt

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    AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt

    ich pers. finde auch das Bücher ganz genauso bleiben sollen. wie sie geschrieben wurden ... so polit. Unkorrkt wie sie sind .. Kinderbücher genaus, wie jede Literatur ...

    der darin steckende Zeitgeist soll erhalten bleiben.

    Kommen solche Bücher dann mal aus der Mode, weil sich die Welt weiterdreht und die Menschheit umdenkt und sehe ich darin kein Problem ... dann ist das halt so.


    dann ist die Pipi Langstumpf mit ihren Strapsen eben auch irgendwann mal out ... nicht mehr auf der höhe der Zeit und "überlebt".


    Dann liest man manchen Autor und manches Buch nicht mehr so gerne und gibt es Kindern weniger oft ... es ist ja nicht so daß der Buchmarkt leer wäre und man keine polit korrekten Kinderbücher vorfinden würde.
    Gebt den modernen Kinderbuchautoren eine Chnace, sie schaffen auch gute und lesenswerte Kinderliteratur und deren Helden möchten auch Kinderbuchklassiker werden ...



    Also, ich bin dafür, die Werke im geschichtlichen Kontext auch so zu erhalten, wie sie geschrieben wurden .. die Autoren dachten und schrieben so und das war o.K. für sie ...
    auch wenn wir manches heute nicht mehr nachvollziehen können und wollen und anders formulieren würden



    Gruß, B.
    Geändert von Blondine (08.01.2013 um 16:39 Uhr)

  6. Moderation

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    AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt

    Zitat Zitat von sanctuary Beitrag anzeigen
    Kleine Anmerkung: Wohl eher von nationalistischem Gedankengut, denn die Autorin der Bücher, Else Ury, war kein Nazi, sondern preussisch-nationalistisch eingestellt. Sie war auch Jüdin und wurde im KZ ermordet.
    Das weiß ich, aber ich fand es trotzdem nationalsozialistisch - hast du es gelesen ?
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  7. User Info Menu

    AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt

    Ich habe diese Diskussion in den Medien auch verfolgt und ehrlich gesagt den Kopf geschüttelt. Ich behaupte mal, kein einziges Kind hat je das Wort "Neger" als Schimpfwort benutzt, weil es das bei Pippi Langstrumpf gelesen hat.

    Ich habe meinem Sohn sehr lange vorgelesen und dabei mit ihm auch viel über das Gelesene gesprochen ... Ein paar Ungereimtheiten sind ihm nämlich in diversen Büchern auch aufgefallen (z.B. dass in den Märchen auch in höchster Not einfach nie jemand zum Handy gegriffen hat ). Dass dargestellte Frauenbilder heute teilweise überholt sind, erklärt sich eigentlich von selbst. Aber wenn es für das Verständnis nötig wird, dafür Kinderbuchklassiker umzuschreiben, dann läuft wohl in der Kommunikation einiges schief.

    Ich finde, Bücher regen wunderbar die Phantasie an, man taucht in andere Welten ab, kann überirdisches Erleben und zusammen mit dem Helden der Geschichte praktisch unlösbare Aufgaben lösen. Dass man dafür ab und zu den Boden der Realität verlassen muss, gehört doch wohl dazu. Kleinen Kindern muss man durchaus hinterher mal ein bisschen erklären, dass so einiges "im echten Leben" natürlich so nicht funktioniert. Und genauso sollte man es mit dem Frauenbild, mit überholten Bezeichnungen und ähnlichem halten. Nicht jeder Zwerg (sorry, Kleinwüchsige) ist böse - das kann durchaus beim Vorlesen erwähnen.

  8. Inaktiver User

    AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt

    @yvi68,
    ein wichtiger Aspekt: Phantasie und sich Lösen aus der Realität halte ich für ganz wichtig, auch für Erwachsene.

    Mich stören (OT) auch diese modernen Opern-Inszenierungen mit normalen Klamotten und moderner Handlung: für mich absolut ätzend.

    Ich hab mal im Fernsehen ne technisch perfekte Fernseh-Austrahlung vom Hänsel und Gretel gesehen:
    Jogginganzüge und Proll-Eltern.
    Ich hab dann abgeschaltet, weil der Zauber fehlte.

  9. Inaktiver User

    AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt

    Zitat Zitat von yvi68 Beitrag anzeigen
    Ich finde, Bücher regen wunderbar die Phantasie an, man taucht in andere Welten ab, kann überirdisches Erleben und zusammen mit dem Helden der Geschichte praktisch unlösbare Aufgaben lösen. Dass man dafür ab und zu den Boden der Realität verlassen muss, gehört doch wohl dazu. Kleinen Kindern muss man durchaus hinterher mal ein bisschen erklären, dass so einiges "im echten Leben" natürlich so nicht funktioniert. Und genauso sollte man es mit dem Frauenbild, mit überholten Bezeichnungen und ähnlichem halten. Nicht jeder Zwerg (sorry, Kleinwüchsige) ist böse - das kann durchaus beim Vorlesen erwähnen.
    Hast Du Deinem Sohn auch das Märchen vom Juden im Dorn vorgelesen und anschließend pflichtschuldig erwähnt, dass nicht jeder Jude kriminell ist und aufgehängt werden muss? Wahrscheinlich nicht, oder?

    Beim Vorlesen wird man doch immer eine gewisse Auswahl treffen und ein Kind im Vorschulalter nicht auf Teufel komm raus mit den Themen Rassismus, Antisemitismus, Weltkrieg oder Folter konfrontieren.

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    AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Das weiß ich, aber ich fand es trotzdem nationalsozialistisch - hast du es gelesen ?
    Nein, ich habe dieses Buch von ihr nicht gelesen, aber mal ein anders, was ich als Kind geschenkt bekommen habe - ist schon eine Weile her .

    Inwiefern fandest Du es denn nationalsozialistisch?

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