Ich bin noch immer im Fassungslos-Modus, auch noch am 3.11. Ich gewöhne mich ja langsam an die Geister, die "süßes oder saures" motzenden Kinder, die Kürbisse, die Hexenkostüme allenthalben.
Als ich aber letztens schniefend und fiebernd in der Apotheke stand, fühlte ich mich irgendwie verar***t. Die Angestellten hatten "lustige" Hexenhüte auf, schwarze Spinnennetze über die weißen Kittel drapiert, vor der Tür wurden Luftballons in schwarz und orange an die Kinde verteilt nebst einer handvoll Hustenbonbons.
Ich weiß noch immer nicht, was ich davon halten soll. Ich bin verstört. Apotheke hat für mich was mit Kompetenz, Vertrauen, Glaubwürdigkeit zu tun - irgendwie bekomme ich das nicht mit diesen Kostümen zusammen. Vor mir eine ältere Dame, die sich die Wechselwirkungen ihrer verschiedenen Medikamente erklären ließ, von einer Angestellten mit einer Kürbismütze auf dem Kopf...
"Die Krebsmedikamente gibt Ihnen der Kollege mit dem Totenkopf... und das Heparin die Kollegin im Vampirkostüm... die Neuroleptika besorgt unser nettes Gespenst..."
Ganz abgesehen von dieser (sicher nicht beabsichtigten) Assoziation zur Hexenküche...
Nennt mich humorlos, aber ich brauch das nicht ...
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Ergebnis 1 bis 10 von 47
Thema: Hexenküche in der Apotheke
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03.11.2012, 00:27
Hexenküche in der Apotheke
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03.11.2012, 05:26Inaktiver User
AW: Hexenküche in der Apotheke
Diese Aktion stellte wohl Neukundenacquise in der Altersklassse unter 16 Jahren dar, wenn Hustenbonbons und Luftballons verteilt wurden. Menschen in weissen Kitteln wirken auf Kinder eher angsteinfloessend, das war eine nette Idee, Schwellenaengste abzubauen.
Wenn Dein Vertrauen in die Kompetenz eines Apothekers mit den unbefleckten weissen Kitteln untrennbar verbunden ist, empfehle ich ganz dringend "Der Hauptmann von Koepenik" zu lesen. Man sollte sich nicht zu sehr von den Uniformen blenden lassen, sondern darauf achten, ob die Person wirklich kompetent handelt.
Im uebrigen wuensche ich gute Besserung.
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03.11.2012, 07:26
AW: Hexenküche in der Apotheke
schade das man nun jeden unfug mitmachen muss.
vielleicht sollten die apotheken lieber zu sankt martin laternen ins
fenster stellen die sehen besser als die kürbissfratzen aus.Zeige den Menschen die Realität und sie werden dich beschimpfen, dich schlagen, dich verachten, dich ignorieren...
Zeige ihnen eine Lüge, an der sie kaputt gehen und du bist ihr Gott...
Am 13.juli 2013 hab ich nach
6 jahren meinen 5000.beitrag geschrieben.viele
Mädels schaffen das bei der BRI an einem Tag
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03.11.2012, 09:02
AW: Hexenküche in der Apotheke
@Nathalie
Ja, ja der Umsatz rechtfertigt alles.
Mit der Beratung war ich ja bisher zufrieden. Mein Sohn hatte auch nie Schwellenängste, gab ja immer Zuckerchen und bunte Heftchen. Vielleicht haben sie es geschafft, ein paar Neukunden u16 zu akquirieren, fürchte aber auch, dass sie ein paar alte damit vergraulen.
Es sind nicht die Kittel, es ist der Ort der Apotheke und das Verhalten der Mitarbeiter, wo ich Professionalität erwarte. Das paßt für mich nicht zusammen. Ich finde es einfach albern. Ich finde auch Weihnachtsmützen an der Fleischtheke albern, fehlt nur noch, dass mich mein Hausarzt zum Fasching mit Prinzessinnenkostüm und Konfetti empfängt und mein Bankberater zu Ostern im Hasenkostüm zum Gespräch lädt (mal etwas überspitzt).

Danke, es geht schon besser.
Beim nächsten Gang in besserer Verfassung bekommen sie von mir auf jeden Fall noch eine Rückmeldung.
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03.11.2012, 09:39
AW: Hexenküche in der Apotheke
mich würde das jetzt nicht wirklich stören ... wenn in der Apotheke mal so ein "Aktionstag" wäre ...
wieso auch nicht .. wenn es das Betriebsklima fördert .. oder als Kindertag gedacht ist ... wieso denn nicht ???
Ich zweifele ja nun auch nicht wegen dem Weltspartag für Kinder mit Maskottchen und Geschenken und Comics an der Seriösität meiner Bank ...
oder am Kinderarzt, setzt der am Fasching für die Visite eine rote Nase auf ...
Nachdem ich den Service und die Kompetenz des Personals ja nun auch seit vielen Jahren kenne, würde ich nicht daran zweifeln, wenn da mal Weihnachtsmützchen oder Hexenhüte oder sonstwas auftauchen...
Neukunden können ja nun auch rasch feststellen, ob ihnen die nötige Info auch mit Verkleidung zu Teil wird ...
Ansonsten empfehle ich mittlerweile schon auch die OnlineApotheke...
den Medikamentengroßhandel mit Lieferung bequem nach Hause.
Damit habe ich bisher auch nur gute Erfahrungen gemacht ..
ich benötige oft gar keinen Apotheker und keine Beratung für die meisten Sachen, die ich oder meine Kinder so brauchen.. mich interessiert hauptsächlich der Preis.
Ich mag auch nicht durch den Besuch in der Apotheke krank werden und meide gerne so Orte, wo die Leute schniefend und fiebrig neben mir stehen und mit mir warten...
Nein, ich muß nicht alles mies finden, wenn andere mal eine ungewohnte Initiative ergreifen.
Bin ich halt mal nicht Zielgruppe.
Wenn mich etwas wirklich befremdet steht es mir aber jederzeit frei, den Laden zu wechseln und dort eben nicht zu kaufen.
Apotheken gibt es überall, irgendwo muß immer eine offen sein ... man kann zur Konkurrenz gehen!
und das habe ich auch schon getan .. allerdings wegen so übereifrigen Verkaufspersonal, das einen jedesmal endlos zutextete und ungefragt den halben Beipackzettel runterrasselte ...
Gruß, B.Geändert von Blondine (03.11.2012 um 13:09 Uhr)
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03.11.2012, 10:17Inaktiver User
AW: Hexenküche in der Apotheke
Regenblau, ich verstehe völlig, was du meinst. Nur, die Apothekenmitarbeiter haben ja immer noch das gleiche Wissen und die gleiche Kompetenz wie im weißen Kittel, daran hat sich durch den Hexenhut nichts geändert.
Solltest du langjährige Kundin sein und zufrieden - warum nicht vorsichtig das Thema ansprechen? Grundsätzlich würde ich darüberstehen.
Bleibt abzuwarten, was Weihnachten ansteht.
suzie
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03.11.2012, 10:20Inaktiver User
AW: Hexenküche in der Apotheke
ich sehe das nicht so ernst- denn wie schon geschrieben wurde: die kompetenz bzw. nicht- kompetenz zeigt sich nicht durch einen weissen kittel bzw. einen schwarzen hut. ich kenne meine apotheke und ich vertraue den leuten. und wenn sie an einem tag im jahr mit einer roten clownsnase herumlaufen- das bricht an ihrer kompetenz keinen millimeter ab.
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03.11.2012, 16:57
AW: Hexenküche in der Apotheke
Meine Guete, von einer lustigen Verkleidung bist du ernsthaft 'verstoert'?

Alle Kolleginnen und ich, im medizinischen Bereich taetig, mit vielen Patienten, verkleiden uns an halloween.
Das tut unserer Kompetenz nicht den geringsten Abbruch, den Patienten bringts ein bisschen Aufhellung in ihre chronisch kranke Welt, und es ergeben sich prima, mal nicht so ernste Gespraeche...
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03.11.2012, 19:17Inaktiver User
AW: Hexenküche in der Apotheke
Apotheken sind noch immer "Hexenküchen", ein Apotheker muss selbst Medikamente herstellen können.
Und wenn er dazu noch ein Lächeln oder ein wenig gute Laune in den ungesunden Alltag zaubert, dann dient das auf ganz preiswerte Art der Gesundheit.
Natürlich nur bei denen, die Kompetenz nicht an einem weissen Kittel oder einer Uniform festmachen.
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03.11.2012, 19:53
AW: Hexenküche in der Apotheke
In eine Apotheke gehen die Menschen, wenn sie sich gerade nicht so wohl fühlen. Da find ich so ´ne Kostümierung auch eher unpassend. Insbesondere, wenn ich mich über Medikamente einer schweren Erkrankung beraten lassen muss.
Die Steigerung wäre, wenn sich die Mitarbeiter eines Hospizdienstes jahreszeitlich kostümieren.
Obwohl... die Klinikclowns fand mein krankes Kind echt gut...


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