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  1. Inaktiver User

    AW: Pränataldiagnostik - ganz aktuell

    Malina in einer schönen neuen Welt würde kein Kind mehr geboren werden was im laufe seines Leben an einer schwerer Krankheit erkranken würde....

    Nur noch gesunde Menschen, die wahrscheinlich auch ewig leben werden - und weil wir dann ziemlich lange oder sogar ewig leben müßten wir wohl noch einige andere Planeten erorbern....

  2. Inaktiver User

    AW: Pränataldiagnostik - ganz aktuell

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Entscheidung für ein Kind oder dagegen - so gings mir - wäre nicht davon anhängig ob krank oder gesund....
    über die Frage "dafür oder dagegen" habe ich auch oft nachgedacht... ich weiß nicht wie ich entschieden hätte wenn...

    ich bin froh und dankbar niemals vor dieser Entscheidung gestanden zu haben!

  3. Inaktiver User

    AW: Pränataldiagnostik - ganz aktuell

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    über die Frage "dafür oder dagegen" habe ich auch oft nachgedacht... ich weiß nicht wie ich entschieden hätte wenn...

    ich bin froh und dankbar niemals vor dieser Entscheidung gestanden zu haben!
    Genau - ich wollte nie Kinder, da war es natürlich einfach für mich.

    Keine Kinder, keine Gedanken über mögliche Behinderungen...

    Der Umgang mit Behinderten nimmt einem aber auch die Angst davor - und vielleicht sollte man dann mal so eine Einrichtung besuchen (Martinshof z.B.) oder eine Blindenwerkstatt keine Ahnung.

    "Unwertes" Leben ist ja sehr nationalsozialistisch geprägt - in der Natur gibt es keine Überlebenschance für behinderte Tiere...aber wir sind keine Tiere (jedenfalls meist nicht!)

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    AW: Pränataldiagnostik - ganz aktuell

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    In einem Zeit-Artikel steht:

    Quelle

    Das finde ich irreführend. Denn Trisomie 21 ist eine Genmutation/Chromosomenabberation. Das heißt es kann jedem passieren. Ein höheres Risiko ein Kind mit Trisomie 21 zu bekommen haben Frauen/Männer, die selbst die Trisomie haben oder Menschen, bei denen Trisomie 21 häufig (also mehr wie 1x) in der Familie vorkommt. Diese können sich selbst einer Genanalyse unterziehen, um dies festzustellen. Dann läge die Entscheidung nicht mehr bei der Abtreibung, sondern gehe ich bewusst das Risiko ein, ein behindertes Kind zu bekommen?
    Die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Trisomie 21 zu bekommen, steigt deutlich mit dem Alter der Mutter. Daher sind Spätgebärende die Hauptrisikogruppe.

    Das Problem vieler nicht-invasiver Tests ist, daß sie nur Wahrscheinlichkeiten ergeben. So kann eine verkürzte Femurlänge im Ultraschall auf eine Trisomie21 hindeuten, sicher ist es aber nicht. D.h. bei einer Entscheidung für eine Abtreibung muß man damit leben, mit einer großen Wahrschenlichkeit ein gesundes Kind abgetrieben zu haben. Sicher sein kann man nur mit genetischen Methoden, diese sind aber invasiv und stellen eine Gefahr für das ungeborene Kind dar.

    Die sinnvollste Vorgehensweise ist, mittels nicht-invasiver Methoden zu schauen, ob eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für genetische Schäden vorliegt. Falls ja, dann mit invasiven Methoden Sicherheit erlangen. Und dann überlegen, wie man mit dem Ergebnis umgeht (und das ist klar der schwierigste Teil).

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  5. Inaktiver User

    AW: Pränataldiagnostik - ganz aktuell

    Eine Freundin von mir hat einen 1 1/2 jährigen Sohn mit Down-Syndrom.

    Sie musste sich schon vor Markteinführung des Tests dafür rechtfertigen, ihn behalten zu haben.

    Das Kind quält sich nicht, ist Putzmunter und immer am lachen - wie die meisten Down-Knirpse.

    Sie erzählt mir von Situationen mit diesen nervigen Überfällen im Supermarkt:

    fremde Frau stürzt sich mit 'achwiesüüüüüß Gutschgutschiguuu.....' auf den Kinderwagen.
    Das kennen wohl die meisten Kinderwagenschieberinnen... meine Schwester flucht auch darüber.
    Beim Down Knirps zucken diese Gestalten dann plötzlich zurück mit einem Entsetzten 'iiiih, was ist das denn?'
    Es fallen Sprüche wie 'Sowas muss man heutzutage doch nicht mehr austragen'... einfach so, zwischen Butter und Joghurt, von völlig Fremden Menschen.

    ich gehe fest davon aus, in spätestens ein, zwei jahren ist dieser test Standard bei jeder Schwangerschaft. über 35 zählt doch heute schon als Risikoschwangerschaft, und da auch die Wahrscheinlichkeit für Trisomie21 mit dem Alter steigt, wird er für diese Altersgruppe ganz schnell standard, der rest wird nicht lange auf sich warten lassen.
    Werden Mütter von Down-Kindern dann ncoh unterstützt, oder eher zur Abtreibung gedrängt?



    ich würde in keinem Fall ein Kind austragen. auch kein gesundes. Nicht bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen in deutschland. aber eine Behinderung ist für mich kein Abtreibungsgrund.

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    AW: Pränataldiagnostik - ganz aktuell

    Das ist jetzt aber auch übertrieben.

    Ich glaube nicht, dass nun zukünftig alle zu diesem Test gezwungen werden. Es wird auch niemand zur Fruchtwasseruntersuchung gezwungen.
    Ich kann mich als Frau sämtlichen Untersuchungen widersetzen, muss dann aber ggfs. "Überraschungen", in welcher Form auch immer, im Kreissal in Kauf nehmen.

    Wer es nicht wissen will, macht diese Untersuchungen nicht. Der muss dann auch keine Entscheidung treffen.

    Derjenige, der es wissen will, wird diese Untersuchungen einfordern und sich sicher vorher auch schon überlegt haben "was machen wir, wenn diese oder jene Diagnose bestätigt wird".

    Diese Wahlfreiheit kann man niemandem absprechen.

  7. Inaktiver User

    AW: Pränataldiagnostik - ganz aktuell

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich überlege jetzt schon seit ich von diesem "neuen" Test gelesen habe...

    ich bin ziemlich sicher, dass ich einen solchen Bluttest schon habe machen lassen, als ich mit meinem ersten Kind schwanger war... der Test wurde damals allerdings nicht im Rahmen der normalen Vorsorge angeboten, sondern auf freiwilliger Basis... kann es sein, dass es damals (1987) so etwas wie eine "Proberunde" dafür gab?

    oder war das doch noch was anderes... ich weiß es wirklich nicht mehr genau... es ging aber auf jeden Fall auch damals um das Down-Syndrom... *grübel* ...
    Diese Blutuntersuchung kenne ich auch (Schwangerschaften 97 und 99). Wenn das Ergebnis auffällig war musste aber zur Sicherheit noch eine Fruchtwasseruntersuchung gemacht werden.

    Da ich noch nicht alles gelesen habe weiß ich jetzt nicht, ob schon erklärt wurde was an diesem neuen Test jetzt anders ist.

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    AW: Pränataldiagnostik - ganz aktuell

    Zitat Zitat von parfum Beitrag anzeigen
    Diese Wahlfreiheit kann man niemandem absprechen.
    Ich kann die Wahlfreiheit absprechen, indem man der werdenden Mutter gesagt, wenn Du den Test nicht machen lässt und dann ein behindertes Kind bekommt, werden wir für die Folgekosten nicht aufkommen. Das ist ein Horrorszenaria zugegeben, aber für völlig undenkbar halte ich sowas nicht. Es wird ja immer mal wieder überlegt, Menschen für Risiken, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können, haftbar zu machen.

    Zudem ist es eben auch etwas anderes, wenn es für ein behindertes Kind ausreichend Fördermöglichkeiten gibt, weil es eben noch genug Behinderte gibt, so dass es sich lohnt, derartige Einrichtungen zu unterhalten. Wenn Behinderte irgendwann die ganz große Ausnahme sind, wird es so was vielleicht auch nicht mehr geben. So wie man heute Krankheiten, die hierzulande ausgerottet sind, kaum mehr diagnostieren kann.

    Gruß,

    Malina

  9. User Info Menu

    AW: Pränataldiagnostik - ganz aktuell

    Ich denke nicht, dass es soweit kommen wird, Malina. Down Syndrom Menschen haben bislang genauso ein Recht auf medizinische Versorgung wie gesunde Menschen, was man daran sieht, wie alt sie mittlerweile werden. Früher wurden Leute mit Down Syndrom maximal 20 Jahre alt, weil man Ihnen Hightech-Operationen am offenen Herzen verweigerte. Down Syndrom geht nämlich immer auch mit Organschäden einher und beschränkt sich nicht auf die geistige Leistungsfähigkeit. Heute haben diese Leute eine höhere Lebenserwartung, eben weil Herzfehler, Nierenschäden etc. entsprechend korrigiert werden können.

    Übrigens gibt es in der Tat Medikamente, bei denen man vorab die Verhütungsmethode darlegen muss (wird einem mehr oder weniger aufdiktiert), man vorab eine Abtreibungseinverständniserklärung unterschreibt und man im Ernstfall für alle Kosten selber aufkommen muss, eben weil die fruchtschädigende Wirkung bestätigt ist. Bestes Beispiel: Roaccutan. Inklusive monatliche Schwangerschaftstests in der Arztpraxis, um an ein neues Rezept zu kommen.
    Absolut richtig so und absolut begründet - jede Frau weiß, worauf sie sich einlässt, wenn sie dieses Medikament nimmt. Kein Arzt und kein Pharmakonzern möchte hinterher verklagt werden, nur weil Frau vor Gericht lügt und behauptet, ihr hätte niemand gesagt, dass sie damit ein behindertes Kind bekommt.

  10. gesperrt

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    AW: Pränataldiagnostik - ganz aktuell

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich kann die Wahlfreiheit absprechen, indem man der werdenden Mutter gesagt, wenn Du den Test nicht machen lässt und dann ein behindertes Kind bekommt, werden wir für die Folgekosten nicht aufkommen. Das ist ein Horrorszenaria zugegeben, aber für völlig undenkbar halte ich sowas nicht. Es wird ja immer mal wieder überlegt, Menschen für Risiken, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können, haftbar zu machen.

    Zudem ist es eben auch etwas anderes, wenn es für ein behindertes Kind ausreichend Fördermöglichkeiten gibt, weil es eben noch genug Behinderte gibt, so dass es sich lohnt, derartige Einrichtungen zu unterhalten. Wenn Behinderte irgendwann die ganz große Ausnahme sind, wird es so was vielleicht auch nicht mehr geben. So wie man heute Krankheiten, die hierzulande ausgerottet sind, kaum mehr diagnostieren kann.

    Gruß,

    Malina
    Denkbar ist vieles. Muss man alles Denkbare als Horrorszenario und Angstmacherei auch beschreiben? Im TV laufen auch dauernd Filmchen über Riesentsunamis und Meteoriteneinschläge, die das Ende der Welt bedeuten. Die haben sogar noch dramatische Musikuntermalung.

    Ich meine, was soll das, Dinge zu beschreiben, die der Realität überhaupt nicht entsprechen und noch nicht mal im Ansatz ernsthaft diskutiert werden?

    Es scheint eine einfache Sache zu sein, Angstmacherei zu betreiben.
    Ich fände es angebrachter, diese Energie für Dinge zu nutzen, die real tatsächlich anstehen. Es gibt z.Zt. genügend fragwürdige, demokratische Grundwerte bedrohende Vorgänge.
    Dafür gehen zu wenig auf die Straße. Anstelle dessen werden irgendwelche BlaBla-Diskussionen geführt.

    Fruchtwasseruntersuchungen sind ein relativ großes Risiko. Die Diskussion darüber ist inhaltlich schon längst gelaufen. Dieser Test jetzt ist eine logische Entwicklung, die diese Untersuchung zweistufig werden lässt. Die Entscheidung dafür oder dagegen ist nach wie vor eine individuelle.

    Welche Grüppchen auch immer jetzt wieder versuchen, die ganze Diskussion von vorne aufzurollen, ich denke, man muss nicht jedem Stöckchen intensiv hinterherspringen. Manches ist einfach durch und heute auf einem anderen Stand als früher. da kann man dann weiterdiskutieren - aber doch bitte realistisch.

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