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  1. Registriert seit
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    Stirnrunzeln Ungerechtigkeiten beim Optiker

    Hallo,
    ich trage meist Kontaktlinsen, habe aber seit kurzem eine randlose Brille, die ich als Alternative sehr mag und die mich auch nicht unbedingt hässlicher macht.
    Ich war heute beim Optiker einer grossen Kette, die gerade Werbung mit Sonnenbrillen mit Stärke macht, für einen sehr attraktiven Preis.
    Das gilt aber leider nur für Dioptrien bis Minus 6, ich habe aber leider Minus 8! Also darf ich zahlen, und zwar fast 500 Euro, die billigste Brille hätte höchstens 80 Euro weniger gekostet.
    Schlimmer ist aber: eine Kollegin hat auf einem Auge eine Sehschwäche von Minus 13, die Kontaktlinsen, die sie am besten verträgt, gibt es nur bis zu Minus 12, da es nicht genung Abnehmer für diese Stärken gibt.
    Dass für Menschen mit grossen Sehproblemen Sehhilfen lebensnotwendig sind, brauche ich wohl nicht extra zu betonen.
    It's all about money, oder?

  2. Inaktiver User

    AW: Ungerechtigkeiten beim Optiker

    Es ist eh nicht zu begreifen, warum Zahnfüllungen von der Krankenkasse bezahlt werden, Sehhilfen aber nicht.
    Bei entsprechender Zahnpflege wären Zahnfüllungen vermeidbar. Entsprechende Augenpflege, die angeborene Kurzsichtigkeit und Altersweitsichtigkeit vorbeugen könnte, gibts dagegen nicht.

    Und Löcher in den Zähnen oder Lücken im Gebiss beeinträchtigen die Arbeitsfähigkeit nicht, abgesehen vom ästhetischen Anspruch. Kann ich aber ohne Brille nicht mehr lesen und nicht mehr scharf sehen, bin ich in 99% der Fälle schlicht arbeitsunfähig.

    Alles, was mit Fehlsichtigkeit zusammen hängt, ist von der KK nicht mehr erstattungsfähig. Auch das Verordnungsrezept beim Augenarzt muss ich selbst bezahlen. Da ich auch noch schiele und eine Hornhautverkrümmung habe, kann ich auch nicht einfach zum Optiker gehen. Der schickt mich postwendend zum Augenarzt zurück.

    Wie machen das eigentlich Hartz 4 Empfänger? Ich glaub nicht, dass Sehhilfen vom Regelsatz bezahlen kann. Und mit einer nichtagepassten Billigbrille vo m Drogeriediscounter kann man sich die Augen so richtig versauen.

    Aber das ist irgendwann mal beschlossen worden, weil man der Meinung war, die Optiker und die Augenärzte verdienen zu wenig.

  3. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Ungerechtigkeiten beim Optiker

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kann ich aber ohne Brille nicht mehr lesen und nicht mehr scharf sehen, bin ich in 99% der Fälle schlicht arbeitsunfähig.
    Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Allerdings ist der Optiker Kaufmann. Dass er sein Angebot nicht uneingeschränkt gilt, sondern nur mit Einschränkungen, ist seine ureigene kaufmännische Entscheidung. Ungerechtigkeiten kann ich da nicht erkennen.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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  4. AW: Ungerechtigkeiten beim Optiker

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist eh nicht zu begreifen, warum Zahnfüllungen von der Krankenkasse bezahlt werden, Sehhilfen aber nicht.
    Bei entsprechender Zahnpflege wären Zahnfüllungen vermeidbar. Entsprechende Augenpflege, die angeborene Kurzsichtigkeit und Altersweitsichtigkeit vorbeugen könnte, gibts dagegen nicht.
    Werde ich auch nie begreifen - meinen Beruf kann ich notfalls ohne Zähne ausüben, aber keinesfalls ohne Brille.

    Der Zustand meiner Zähne kann bis zu einem gewissen Grad von mir beeinflusst werden, nicht aber der meiner Augen.

    Ich brauche also meine Arbeit, um meine Brille bezahlen zu können, und ich brauche meine Brille, um meine Arbeit machen zu können.

    Beißt sich irgendwie die Katze in den Schwanz.

    Wenn ich überlege, welche Leute für was alles in Kur fahren und in welchem Alter und die, die ne Brille zum Erhalt Ihrer Arbeitskraft brauchen, müssen alles selbst zahlen - da krieg ich die Krätze.



  5. Registriert seit
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    337

    AW: Ungerechtigkeiten beim Optiker

    Dein Problem kenne ich nur zu gut.

    Viele Jahre hatte ich immer nur ein Brille - aus Kostengründen.
    Ich fiel auch regelmäßig durch jedes Angebot.
    Dazu kam noch der Wunsch die Gläser noch dünner sein sollten, entspiegelt , etc.

    ich mag aber Brillen, liebe die Abwechslung sie ist für mich auch modischer Begleiter.
    Im Job hat ich einen Klassiker, ebenso bei der Sonnenbrille mit Stärke.

    Kontaklinsen trage ich gerne, aber selten.

    Ganz ehrlich, ich bin irgendwann zum Online Optiker übergegangen.
    Mein Augenarzt war da sehr offen und hat mir den Tipp gegeben. Er hat mir vor der ersten Bestellung genau gesagt was ich wie ausfüllen muss.
    Nicht mal 10 % ( !!!! ) vom Optiker Preis zahle ich im Schnitt für eine Brille für den privaten Bereich.
    Bei den ersten Bestellungen hatte ich ein schlechtes Gewissen, aber bitte wie kommt ein so riesen Unterschied zu stande ?? Die andere Brille konnte ich mir nicht leisten. Immer die Angst das sie kaputt geht und. Ich hatte neben dem Wunsch mal wechseln zu können, auch das Gefühl, ich kann mir meinen Augenfehler nicht leisten.
    Wie weit sind wir gekommen ?!
    Das fand ich am schlimmsten.

    Mein Brille sind von der Qualität top. Die Gläser immer perfekt. Die Gestelle passen immer perfekt. Ich werde oft gefragt was ich für eine tolle Brille anhabe.

    Am Wochenende habe ich mir wieder eine bestellt - für die Arbeit. Statt 850 ( !!!! ) Euro ( das günstigste Angebot bei einer großen Kette - ging bis 1200 Euro ) habe ich 225 Euro bezahlt.
    ( Markengestell und Gläser entspiegelt gehärtet, UV, Knststoff, extra dünn und s. w. )
    Viele Grüße
    Martha


    Ich gehöre nur mir
    Geändert von Martha16 (22.05.2012 um 15:21 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Ungerechtigkeiten beim Optiker

    @Nuria
    500 Euro ist viel zu teuer, wenn es nur die Gläser sind.
    Die allerdünnsten Gläser (1,74 asphärisch) dürften nicht mehr als rund 250-270 Euro das Paar kosten. Das Paar, komplett vergütet mit Entspiegelung, Hartschicht und Lotoseffekt. Diese Gläser gibt es für diesen Preis bis -12 Dioptrien.
    @Ina
    Erwachsene bekommen nur noch Brillen von der GKV bezahlt, wenn sie MIT BRILLE weniger als 30% Sehleistung erreichen.
    ALGII-Empfänger bekommen allenfalls ein Darlehen und das auch nicht immer. Tatsächlich sollen die sich den Kaufpreis einer Brille aus Regelsätzen ansparen. Eine unglaubliche Sauerei!

    Selbstverständlich kann ein Optiker auch Hornhautverkrümmungen und Phorien (Schielstellungen) messen. Allein deshalb muss man keinesfalls zum Augenarzt!! Und Fertigbrillen gibt es sowieso nur mit Sammellinsen (Plusgläser), also nicht für Kurzsichtige.

    Dein letzter Satz ist voll daneben! Warum sollte es uns Optikern nützen, wenn eine Brille mangels Kapital nicht gekauft werden kann? Das kommt insbesondere bei Rentnern immer häufiger vor. Es ist doch eher unser Schaden. Du kannst Dich darauf verlassen, dass wir versuchen werden, die Brille wieder in den Leistungskatalog aufzunehmen, da sie
    a) mindestens so nützlich ist wie eine "Zweitfrisur" für Krebspatienten
    b) dem Versicherten auf Grundlage der Heil- und Hilfsmittelrichtlinien eigentlich zusteht
    Dort heißt es nämlich, dass Hilfsmittel dann eine Kassenleistung sind, wenn sie zur "Teilhabe am gesellschaftlichen Leben" vonnöten sind.

    @Martha
    Der Augenarzt haftet für die Brille! Ich hoffe, Dein Arzt weiß das! Wer misst den Augenabstand, die Zentrierhöhe? Wer errechnet den nötigen Rohglasdurchmesser und wer passt die Brille an?
    Sorry, ich glaube, dass die Online-"Optiker" preiswerter sind als der Optiker vor Ort, der eine ganz andere Kalkulationsgrundlage haben muss, aber 10% glaube ich bei vergleichbarer Ware IM LEBEN NICHT!


  7. Registriert seit
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    AW: Ungerechtigkeiten beim Optiker

    Ich zahl richtig viel für meine Brille wegen ungewöhnlicher Stärken.
    Trotzdem geh ich zu einem vernünftigen Optiker und meide sogar die Billigketten.

    Mit der Brille erwerbe ich nämlich ein "Rundum-Sorglos-Paket". Was der mir schon alles wieder (nahezu) kostenlos grad gebogen hat, das schafft der Online-Optiker nicht. Und schon gar nicht so schnell.

  8. Moderation
    Registriert seit
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    AW: Ungerechtigkeiten beim Optiker

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist eh nicht zu begreifen, warum Zahnfüllungen von der Krankenkasse bezahlt werden, Sehhilfen aber nicht.
    Ich würd das hier nicht als ein Nullsummenspiel aufziehen. Anderswo sterben die Leute an kaputten Zähnen, oder lassen sie vorbeugend ausreißen.

    Sehschwache Hartz4-Empfänger haben vermeidbare Unfälle, weil sie nichts sehen, Minilohnarbieter kollidieren mit der Friteuse oder fassen in Scherben, weil sie nichts sehen, und die Weihnachstspendenaktion der Lokalzeitung hat jedes Jahr mindestens einen Rentner, der mangels Brille seine Wohnung nicht mehr verlassen kann.

    Leute könnt' man erschlagen, wenn man Zeit hätte...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  9. Registriert seit
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    AW: Ungerechtigkeiten beim Optiker

    @Martha
    Der Augenarzt haftet für die Brille! Ich hoffe, Dein Arzt weiß das! Wer misst den Augenabstand, die Zentrierhöhe? Wer errechnet den nötigen Rohglasdurchmesser und wer passt die Brille an?
    Sorry, ich glaube, dass die Online-"Optiker" preiswerter sind als der Optiker vor Ort, der eine ganz andere Kalkulationsgrundlage haben muss, aber 10% glaube ich bei vergleichbarer Ware IM LEBEN NICHT![/QUOTE]



    Ich habe das bei einem 2. Augenarzt anfangs kontrollieren lassen.
    Die Brille stimmt.

    So letzte Rechnung rausgeholt - Brille privat, Gestell, Gläser dünner etc. 39,90 die andere 59,90 Eure
    Viele Grüße
    Martha


    Ich gehöre nur mir
    Geändert von Martha16 (22.05.2012 um 15:23 Uhr)

  10. Avatar von marta
    Registriert seit
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    AW: Ungerechtigkeiten beim Optiker

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber das ist irgendwann mal beschlossen worden, weil man der Meinung war, die Optiker und die Augenärzte verdienen zu wenig.
    Das war der Grund?

    Dann hab ich das bisher falsch verstanden. Ich dachte, die Krankenkassen wollten mit diesen massiven Leistungskürzungen sparen.


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