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    Was lernen Koch-Azubis heutzutage?

    Hallo zusammen,

    ich habe mich die Tage mit einer Köchin unterhalten die im Prüfungsausschuß der Koch-Azubis bei der IHK sitzt.
    Sie hat mir erzählt, dass es ein Trauerspiel sei da die überwiegende Zahl der Prüflinge gar nicht mehr richtig kochen lerne. In den meisten Ausbildungsbetrieben würde soviel mit Convenience-Produkten gekocht dass die Lehrlinge z.B. eine Hollandaise nur noch aus der Tüte kennen
    Für die Prüfung bekommen sie vier Wochen vorher ihren Warenkorb aus dem sie dann ein Menü kochen müssen - VIER Wochen Zeit zu üben!
    Sie müssen also gar nicht unter Beweis stellen dass sie wirklich kochen gelernt haben sondern sich einfach nur gut vorbereiten.
    Es steht und fällt also alles mit dem Ausbilder, ist das in anderen Berufen auch so????

    Mal abgesehen davon dass ich weiß wie hart der Beruf des Koches ist, keine Frage.... macht es mich dennoch fassungslos dass die Ausbildung oft nicht über Schnitzel braten und Tüten öffnen hinaus geht.

    Wie seht ihr das?
    "Wenn du eine Entscheidung treffen musst und triffst sie nicht, ist das auch eine Entscheidung."
    William James

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    AW: Was lernen Koch-Azubis heutzutage?

    schau dir an, was für lächerliche summen der/die durchschnittsdeutsche bereit ist (vor allem in der nordhälfte), im restaurant zu zahlen und dort an phantasielosem zeug erwartet. und dann wunderst du dich?

    ich könnte da auch regelmäßig in dauerdepressionen verfallen.


  3. Inaktiver User

    AW: Was lernen Koch-Azubis heutzutage?

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    schau dir an, was für lächerliche summen der/die durchschnittsdeutsche bereit ist (vor allem in der nordhälfte), im restaurant zu zahlen
    Im Restaurant oder für Lebensmittel, genau dies wollte ich auch schreiben. Über die Nordhälfte müssten wir uns aber noch einmal unterhalten ;- ) Zumindest im Raum HH und ich denke auch in SH wird einigermaßen Geld für Essen und Essen gehen ausgegeben.

    Man könnte aber auch über die IHK-Maßstäbe zum Bestehen einer Prüfung diskutieren. Wenn das Öffnen einer Packung dazugehört - Halleluja ...

  4. Inaktiver User

    AW: Was lernen Koch-Azubis heutzutage?

    Zitat Zitat von wikiwiki Beitrag anzeigen

    Mal abgesehen davon dass ich weiß wie hart der Beruf des Koches ist, keine Frage.... macht es mich dennoch fassungslos dass die Ausbildung oft nicht über Schnitzel braten und Tüten öffnen hinaus geht.

    Wie seht ihr das?
    Im Grunde "lernen" die das, was in geschätzt 98% der Restaurants Usus ist. Tüte auf, rein in Topf, umrühren, fertig. Insofern ist die Ausbildung praxisnah. Von der romantischen Vorstellung wie der Koch hinten den Rotkohl schnippelt oder die Bechamel anrührt, muss man sich verabschieden. Restaurants sind heute fast durchgehend humanoide Mikrowellen.

    Deswegen gehe ich auch nicht wirklich mehr ausserhalb essen. Tütensuppen gibt es bei REWE deutlich billiger.

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    AW: Was lernen Koch-Azubis heutzutage?

    Naja, naiv wie ich bin dachte ich immer die lernen zumindest die Grundkenntnisse der Kochkunst.
    Dazu gehört für mich auch sowas wie z.B. Hollandaise zubereiten.

    Mit den Restaurants habt ihr recht, es ist tatsächlich oft so.
    Ein Schnitzel in die Friteuse , Pommes dazu und liebloser Salat mit Fertigdressing.
    Das kann ich zuhause besser.

    Ich frag mich halt nur - und deshalb hab ich hier gepostet - warum die Prüfung nicht wenigstens ein Mindestmaß an Kochwissen verlangt, mal abgesehen von der Theorie.
    Ein Elektriker muss doch auch seine Leitungen richtig klemmen können und das auch unter Beweis stellen.
    "Wenn du eine Entscheidung treffen musst und triffst sie nicht, ist das auch eine Entscheidung."
    William James

  6. Inaktiver User

    AW: Was lernen Koch-Azubis heutzutage?

    Ich hab mir mal den Prüfungsablauf angeschaut. Da werden mitnichten nur Klopse aufgewärmt. Also kochen müssen die sehr wohl und müssen auch einiges an Grundwissen mitbringen, damit kein Matsch rauskommt. Sie bekommen einen Hauptkorb mit Hauptzutaten und einen Nebenkorb mit Gewürzen etc.. Daraus muss man dann was Essbares erzeugen. Dazu muss man schon mehr wissen als die Auftauzeiten von McCain Pommes. Wenn ich das so lese scheinen die meisten Koch Azubis bei der Prüfung das erste Mal richtig zu kochen während der Ausbildung. Für danach nutzt das Wissen allerdings kaum noch was, wenn man nur noch Tüten aufwärmt.

  7. Inaktiver User

    AW: Was lernen Koch-Azubis heutzutage?

    Grundsätzlich wehre ich mich dagegen, zu sagen, der Verbraucher habe an allem Schuld.

    Weil die Leute Billiges essen gehen, gibt es nur noch dieses. So ist es nicht.

    Ich denke, es liegt daran, dass teilweise die Informationen einfach nicht da sind.

    Bis vor 10 Jahren wussten auch informierte Verbraucher wenig über z.B. Glutamat und so ist diese Tütenküche immer größer geworden.

    Bei entsprechendem Angebot wird nach meiner Meinung auch die höhere Qualität gewürdigt.

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    AW: Was lernen Koch-Azubis heutzutage?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hab mir mal den Prüfungsablauf angeschaut. Da werden mitnichten nur Klopse aufgewärmt. Also kochen müssen die sehr wohl und müssen auch einiges an Grundwissen mitbringen, damit kein Matsch rauskommt. Sie bekommen einen Hauptkorb mit Hauptzutaten und einen Nebenkorb mit Gewürzen etc.. Daraus muss man dann was Essbares erzeugen. Dazu muss man schon mehr wissen als die Auftauzeiten von McCain Pommes. Wenn ich das so lese scheinen die meisten Koch Azubis bei der Prüfung das erste Mal richtig zu kochen während der Ausbildung. Für danach nutzt das Wissen allerdings kaum noch was, wenn man nur noch Tüten aufwärmt.
    Sicher müssen die in ihrer Prüfung kochen.
    Allerdings kennen sie diesen Korb mit den Zutaten schon vier Wochen vorher und haben somit alle Zeit der Welt entsprechend zu üben.
    Ich finde das sagt nicht wirklich viel über die Kochkünste aus.
    "Wenn du eine Entscheidung treffen musst und triffst sie nicht, ist das auch eine Entscheidung."
    William James

  9. Inaktiver User

    AW: Was lernen Koch-Azubis heutzutage?

    Ach so war das gemeint. Gut, das geht natürlich auch. In 4 Wochen sollte man selbst als Ungeübter das einigermaßen hinbekommen. Aber die Frage ist was sollte man anders machen? Denkbar wäre dass die Azubis direkt am Tag der Prüfung 1 Stunde vorher die Zutaten bekommen und sich dann was ausdenken müssen um das 1 Stunde später zu kochen. Würde ich nicht als unzumutbar empfinden, zumal die Zutaten auch vollkommen normal sind wie Fischfilets oder Reis. 4 Wochen lang Fischfilet auf Reis üben, da sollte wohl jeder die Prüfung bestehen, auch wer garnicht 3 Jahre vorher gelernt hat.

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    AW: Was lernen Koch-Azubis heutzutage?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ach so war das gemeint. Gut, das geht natürlich auch. In 4 Wochen sollte man selbst als Ungeübter das einigermaßen hinbekommen. Aber die Frage ist was sollte man anders machen? Denkbar wäre dass die Azubis direkt am Tag der Prüfung 1 Stunde vorher die Zutaten bekommen und sich dann was ausdenken müssen um das 1 Stunde später zu kochen. Würde ich nicht als unzumutbar empfinden, zumal die Zutaten auch vollkommen normal sind wie Fischfilets oder Reis. 4 Wochen lang Fischfilet auf Reis üben, da sollte wohl jeder die Prüfung bestehen, auch wer garnicht 3 Jahre vorher gelernt hat.
    Genau das meinte ich.
    Ich kann nicht wirklich gut kochen.
    Aber wenn ich vier Wochen vorher alle Zutaten kenne und üben kann dann krieg ich das mit Sicherheit hin.
    In den Ausbildungsbetrieben ist wohl einfach keine Zeit mehr um den Azubis wirklich die Kochkunst beizubringen. Um nochmal auf die Hollandaise zu kommen: sie lernen dann den Spargel zuzubereiten aber die Soße kommt aus der Packung. Und niemand ist da der ihnen zeigt wie man das anders machen kann.
    So in etwa.

    Die Köchin die mir das erzählt hat hat ein kleines feines Lokal. Sie kocht ausschließlich mit frischen Zutaten ohne convenience. Es dauert was länger, die Speisekarte ist nicht sehr umfangreich aber von allem was dabei. Und immer saisonabhängig. Und lecker
    Genau damit wirbt sie auch und der Laden läuft richtig gut.

    Klar geht das nicht immer und überall.
    Aber lobenswert und da trag ich auch gern mein Geld mal hin.
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    William James

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