Es macht mich sicher nicht fassungslos aber es bringt mich zum grübeln.
Die Bauern bekommen jetzt eine Entschädigung weil sie ihr Gemüse durch die Empfehlungen des RKI (EHEC) nicht verkaufen konnten. Aber was ist z.B. mit der selbständigen Friseurin, die zwar Gurken, Tomaten und Salat gemieden hat aber trotzdem an EHEC erkrankt ist und ihr dadurch Einnahmen fehlen, die ihre Existenz gefährden? Oder ihre Stammkundinnen sind erkrankt und ihr fehlen so die Einnahmen oder oder oder? Also es gibt nicht nur die Bauern, die durch diese Epidemie finanziell geschädigt wurden. Bekommen die auch was?
Weiter frage ich mich ob es nicht ungerecht anderen Unternehmern gegenüber ist. Jede Firma die sich nur auf einen großen Auftraggeber festlegt kennt das Risiko und muss damit selbst klar kommen. Fällt dieser Auftraggeber weg passiert es oft genug, dass diese Firmen dann Konkurs anmelden müssen. Wie sieht das hier aus mit den Bauern, die sich auf ihre Monokulturen festlegen? Ist das nicht eigentlich auch ihr eigenes Risiko?
Ich habe letztens ein Interview mit einer Biobäuerin gehört, die meinte, dass sie die Umsatzeinbußen zwar spüren, aber es nicht ihre Existenz bedroht weil sie ja noch viele andere Gemüse- und Obstsorten anbauen. Das nennt man dann auch Risikostreuung.
Hier werden jetzt wieder Millionen an Geld ausgegeben die diese Monokulturen bzw. diese Gemüseanbauweise fördern. Wäre es nicht an der Zeit dieses Prozedere zu überdenken?
Erklärt mir jetzt mal, warum das Handeln dieser Bauern durch die "Allgemeinheit" finanziert werden soll und andere Firmen Konkurs anmelden müssen weil sie diese Unterstützung oder die Möglichkeit der Risikoabwälzung nicht haben.
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15.06.2011, 08:52Inaktiver User
Entschädigung für Bauern - EHEC
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15.06.2011, 09:15
AW: Entschädigung für Bauern - EHEC
Es sind 60 Millionen an Schaden entstanden - stand gestern in der Zeitung.
210 Millionen Entschädigung wirds geben... In meinem nächsten Leben werde ich Bauer.Ich hab meine Ernährung umgestellt.
Die Chips stehen jetzt links von der Tastatur.
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15.06.2011, 09:57
AW: Entschädigung für Bauern - EHEC
Mach mal, es suchen ja noch genügend Jungbauern eine Frau, die das außerordentlich gemütliche Bauerndasein mit ihnen teilen wollen.
Die 210 Millionen sind auch für die spanischen, italienischen, holländischen und polnischen Bauern gedacht, die ihre Erzeugnisse vernichten mussten. Es wird kaum ihre Verluste abdecken. Frau Aigner hat ihnen zinsgünstige Darlehen zugesagt, sie kriegen es nicht geschenkt.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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15.06.2011, 10:37Inaktiver User
AW: Entschädigung für Bauern - EHEC
DAS würde mich auch interessieren.
Auch würde ich gerne wissen, in welcher Höhe z. B. Länder wie Russland, die sofort ein Einfuhrverbot verhängten, als die ersten Warnungen in HH ausgesprochen wurden, Ausgleichszahlungen an deutsche Exporteure leisten wollen ? Weiß' da jemand Näheres ?
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15.06.2011, 10:39Inaktiver User
AW: Entschädigung für Bauern - EHEC
Das bekommen sie "geschenkt". Weiter unten in dem Artikel steht dann noch, dass günstige Kredite angeboten werden. Das ist also nur ein zusätzliches Angebot.Nach Aigners Angaben sollen von Umsatzverlusten betroffene Bauern 50 Prozent von dem zurückbekommen, was sie im Durchschnitt in den vergangenen drei Jahren verdient hätten.
Quelle:
EU beschliet EHEC-Entschdigung - Bauern unzufrieden - N24.de
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15.06.2011, 10:44
AW: Entschädigung für Bauern - EHEC
Die Bauern werden nur soviel bekommen wie ihnen zusteht und soviel Schaden auch wirklich entstanden ist.
Dafür gibt es ellenlange Anträge und das muss dann erst geprüft werden.
Der einzelne kleine Bauer wird mit Sicherheit noch immer genug aus der eigenen Tasche draufzahlen müssen.
Und die Bauern die diese Entschädigung erhalten bekommen diese, weil sie eigentlich nicht Schuld sind an der EHEC-Kriese. Wäre wirklich das Gemüse Schuld gewesen, hätten sie nix bekommen.
Der Betrieb in Bienenbüttel wird nix erhalten. Er ist ja der Auslöser und hat es selber verschuldet.
Und eine Frisörin die Sprossen gegessen hat und deshalb EHEC bekommen hat, kann ja den Betrieb in Bienenbüttel auf Schadensersatz verklagen.Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
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15.06.2011, 10:45
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15.06.2011, 10:48Inaktiver User
AW: Entschädigung für Bauern - EHEC
Und wie abhängig man von Wind und Wetter und den Schwachmaten der EU ist.
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15.06.2011, 10:51
AW: Entschädigung für Bauern - EHEC
Opelius,
zum ersten Absatz. Ja sehr gemütlich. Wir arbeiten von 5 Uhr morgens bis 22 Uhr abends, oft auch länger. Kommt drauf an ob wir noch ernten oder Felder bestellen müssen. Da kann es auch noch mehr werden. Und das von Mo - So. Wir haben kein Wochenende. Und wir hatten seit 14 Jahren keinen Urlaub.
Sicher gibt es auch Bauern die das können. Aber in den meisten Fällen geht es nicht. Außer du bist ganz groß oder ganz klein. Das hast du entsprechend viele Angestellte die das mal überbrücken können.
Zum zweiten Absatz. Jep. Genauso ist es. 210 Millionen sind für die gesamte EU. 60 Millionen sind die Verluste der deutschen Bauern. Die aber nicht den gesamten Schaden ersetzt bekommen.Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
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15.06.2011, 10:53
AW: Entschädigung für Bauern - EHEC
Nicht nur von denen der EU.
Alleine was wir für Milch bekommen treibt dir schon die Tränen in die Augen. Da kommt nix bei rum.
Aber leider bist du von den Wasserköpfen abhängig die oben in der Chefetage sich was ausdenken.
Die Molkerein zahlen wenig und mal eben gehen kannst du auch nicht.Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!


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