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  1. Inaktiver User

    Wegwerfarbeiter?

    Eben im ZDF-Auslandsjournal: Der französische Energiekonzern EDF beschäftigt für Arbeiten an Atomkraftwerken mit hohem Strahlenrisiko Leiharbeiter für einen Hungerlohn von 1700€ brutto. Wenn sie die zulässige Strahlenmenge erreicht oder überschritten haben werden sie ohne jegliche Entschädigung einfach entlassen. Für Spätfolgen kommt natürlich auch niemand auf.

    „…Dabei arbeiten nahezu alle internationalen Energiekonzerne mit billigen Subfirmen und Leiharbeitern, um ihre Atomkraftwerke zu warten. Der französische Staatskonzern EDF beschäftigt in den 59 Kernkraftwerken des Landes 20.000 Leiharbeiter und somit so viele wie Festangestellte. Ein bislang wenig diskutiertes Risiko. Besonders bei dem gefährlichen Austausch der Brennstäbe würden die „Nuklear-Nomaden“ eingesetzt. „Wir verstehen unser Handwerk“, sagt Gewerkschafter Andrade. „Aber natürlich haben wir nicht dieselbe Ausbildung und die kontinuierliche Praxis wie die Festangestellten.“ (…) „Wir sind das radioaktive Fleisch“, sagt Andrade. Nähert sich ein „Nuklear-Nomade“ der gesetzlich zulässigen Lebens-Strahlung von 20.000 Millisievert, verliert er von einem Tag auf den anderen seine Arbeit. „Die Energiekonzerne nehmen dann für den nächsten Auftrag einfach den nächsten Arbeiter, bis der seine Dosis voll hat.“ Selbst die französische Atomaufsichtsbehörde ASN, die als wenig transparent gilt, bemängelte im Januar die ausufernde Leiharbeit. „Es ist zu überprüfen, ob die persönliche Situation der Arbeiter nicht Fehler begünstigt“, heißt es in einer ASN-Mitteilung…“

    Quelle: Frankfurter Rundschau vom 4.4.2011

  2. gesperrt

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    AW: Wegwerfarbeiter?

    Da fehlen einem echt die Worte.

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    AW: Wegwerfarbeiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eben im ZDF-Auslandsjournal: Der französische Energiekonzern EDF beschäftigt für Arbeiten an Atomkraftwerken mit hohem Strahlenrisiko Leiharbeiter für einen Hungerlohn von 1700€ brutto. Wenn sie die zulässige Strahlenmenge erreicht oder überschritten haben werden sie ohne jegliche Entschädigung einfach entlassen. Für Spätfolgen kommt natürlich auch niemand auf.
    Reizend
    Aber sozial ist ja bekanntlich, was Arbeit schafft. Und wenn sie verstrahlt sind, werden sie wohl nicht mehr lange in den "Genuss" von irgendwelchen Sozialleistungen kommen.
    Ich warte schon auf die ersten, die das total klasse finden
    Alles Liebe, Nellie

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    WEDER HARTZER NOCH ARBEITSLOS. Trotzdem prügel ich nicht auf diese ein

  4. Inaktiver User

    AW: Wegwerfarbeiter?

    Das ist wirklich erschreckend und Menschenunwürdig, was da beschrieben wird.

    Was aber den Lohn angeht, das ist auch in Deutschland ein durchaus üblicher Lohn , z.B. für Gesundheits- und Sozialberufe.

  5. Inaktiver User

    AW: Wegwerfarbeiter?

    Gibt es denn irgendwelche Hinweise darauf, dass es jemals wirklich "Spätfolgen" gegeben hat?

    Auch ich finde dies, so wie es beschrieben ist, nicht gut. Wenn es denn so stimmt ....

    Aber es auf jeden Fall richtig - und übrigens auch per Gestz vorgeschrieben!! - , Arbeiter, die die erlaubte Dosis errericht haben, nicht weiter in strahlungsgefährdeten Bereichen einzusetzen. Und auch der Bericht unterstellt nicht, dass die Leute "verstrahlt" wären, sondern dass sie die erlaubte Dosis erreicht haben.

    Und die erlaubte Dosis ist vom Gesetzgeber als unbedenklich festgeschrieben.

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    AW: Wegwerfarbeiter?

    Ach, der Gesetzgeber meint, die Strahlung wäre unbedenklich.
    Na, dann ist es ja gut. Wenn es der Gesetzgeber meint, dann muss es ja stimmen
    Alles Liebe, Nellie

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    WEDER HARTZER NOCH ARBEITSLOS. Trotzdem prügel ich nicht auf diese ein

  7. Inaktiver User

    AW: Wegwerfarbeiter?

    Aber wenn kleinenellie meint, es sei gefährlich, dann stimmt das??



    Ich kenne die französischen Grenzwerte nicht, aber die Grenzwerte in Deutschland sind seit Rot/Grün - also unter der Verantwortung von Herrn Trittin - nicht erhöht worden ...

  8. gesperrt

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    AW: Wegwerfarbeiter?

    Selbst WENN es denn so sein sollte, dass die Strahlung im unbedenklichen Bereich bleibt, was ich mir nicht vorstellen, muss doch allein die psychische Belastung für die Arbeiter immens sein. Denn wer will nachweisen, wenn man in paar Jahren an Krebs erkrankt, dass diese Strahlenbelastung die Ursache war oder auch nicht.
    Und wenn eine Arbeit extrem belastend ist, gerade dann muss dies doch auch entsprechend honoriert werden, das ist doch das Allermindeste, was man den Arbeitern schuldig ist!
    Und wenn man nicht mal bereit ist, den Arbeitern einen angemessenen Lohn und, falls sie krank werden, eine angemessene Rente zu zahlen, sorry, da kann ich auch kein Vertrauen haben, dass die Menschen und deren Gesundheit überhaupt noch was wert sind.
    Die Leihsklavenbranche für sich genommen zeigt das ja schon.
    Letztens gab es auch einen Beitrag über Arbeiter, die in den ganzen AKW´s Reinigungsarbeiten erledigen, ein Wahnsinsszeitdruck, da nimmt man es mit der Sicherheit auch nicht immer ganz genau. Und die Leute erkranken alle an Leukämie.

    Ich warte nur noch drauf, bis vielleicht mal jemand auf die glorreiche Idee kommt, Menschen ab 65, die aus finanziellen Gründen noch arbeiten müssen, hierzu heranzuziehen, dann hätte man doch gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Man hätte Arbeitskräfte, der Staat spart sich die Rente, man spart Kosten im Gesundheitswesen. Und außerdem, die können sowieso jetzt mal langsam ihren Platz räumen. Das wär´s doch.

  9. Inaktiver User

    AW: Wegwerfarbeiter?

    Wenn wirklich "alle" an Leukemie erkranken würden, dann wäre dies längst eine hochpolitische Sache, die von allen Medien auf den ersten Seiten präsentiert würde.

    Das wäre selbst dann der Fall, wenn es auch nur einen statistisch signifikanten Anstieg von Erkrankungen in der exponierten Gruppe gäbe.

    Ist aber kein Thema.

    Warum?

  10. gesperrt

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    AW: Wegwerfarbeiter?

    Ist doch nicht wahr. Das interessiert doch keinen Menschen! Wenn jucken denn die vielen erkrankten Arbeiter von Tschernobyl, von denen fast alle schon gestorben sind, oder jetzt in Japan, wen, die Politiker etwa?

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