Wenn ich hier kurz einhaken darf: Ich habe das "völlig klar" auf die Tatsache bezogen, dass man in diesen Berufsfeldern weniger verdient. Ob das gerechtfertigt ist, ist damit ja noch nicht beurteilt.
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08.07.2010, 15:46
AW: Wie doof sind Frauen eigentlich??
Was ich zu sagen hätte, lässt sich durch Schweigen viel besser ausdrücken!
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08.07.2010, 15:49
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08.07.2010, 15:55
AW: Wie doof sind Frauen eigentlich??
Wie schon gesagt denke ich, bei dieser neuen Studie wurde nach den Gehaltsunterscheiden bei identischen Jobs gefragt. Habe dazu einen Artikel auf sueddeutsche.de in Hinterkopf, falls das jemand googlen möchte.
Davon abgesehen möchte ich auch Exzellenz beipflichten. Es ist für mich nicht ersichtlich, wieso z.B. eine Erzieherin, die täglich die Verantwortung für 25 Kinder hat, weniger verdienen soll als z.B. ein Arbeiter, der bei VW am Fließband Autoteile zusammen schraubt.
Und es braucht mir keiner damit kommen, dass Männer-Arbeiten grundsätzlich (körperlich) anstrengender wären. Stichwort Altenpflege.“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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08.07.2010, 16:08
AW: Wie doof sind Frauen eigentlich??
Hi,
derzeit bin ich gerade dabei, mich zu bewerben. Bzw., habe gerade damit angefangen und mache mir auch so meine Gedanken um Gehaltsforderungen etc.
Meine Gedanken dazu sind - und das ist keine Wertung von irgendeinem Punkt, sondern NUR meine persönlichen Gedanken dazu:
- Grundsätzlich vermute/befürchte ich, dass ich ein paar Nachteile habe als Frau. Bin im "gebährfähigen Alter", und zwar schon nicht mehr so ganz am Anfang=Anfang 30 und dazu kinderlos. Insofern glaube ich, das ist schon mal ein Punkt, weswegen man vielleicht unbewusst niedrigere Gehaltsforderungen stellt: Man versucht, diesen gefühlten Nachteil bei der Jobsuche durch ein geringeres Gehalt zu kompensieren.
- Dazu kommt so ein wahrscheinlich typisches Frauen-Problem: Ich leg da gar nicht so irre viel Wert drauf, das höchstmögliche Gehalt rauszuschlagen. Nicht, weil ich so "unmaterialistisch" wäre, ich nehme gerne Geld, wenn ich es bekomme
- aber: Mein Beruf ist für mich nicht nur ein reines Geldverdienen, sondern ich suche darin auch ein bisschen mich selbst/Erfüllung/eine Berufung. Daher bin ich durchaus bereit, am Gehalt Einbußen zu haben, wenn ich einen Job finde, der mich rundum begeistert. Einen Job, den ich nicht so gerne mache, würde ich mir dann eher mehr bezahlen lassen wollen.
Unterm Strich würde ich also sagen: Das Gesamtpaket muss stimmen. Abstriche in Bezug auf den Inhalt der Arbeit würde ich mir mit mehr Geld ausgleichen lassen. Einen perfekten Job würde ich auch für weniger Geld machen. Und ich glaube, das ist ein bisschen frauen-typisch; ein Mann würde vielleicht trotzdem hoch pokern und vielleicht sogar damit durchkommen. Das könnte daran liegen, dass für Männer das Gehalt einfach wichtiger ist.
Dass es allerdings Frauen gerecht finden, wenn sie für die gleiche Arbeit weniger Geld als Männer bekommen, finde ich sehr schräg - habe mir gerade mal den Artikel durchgelesen und kann es kaum fassen
Sehr merkwürdig. Mich würde mal das gesamte Untersuchungsdesign interessieren... EDIT: Habe gerade gesehen, offenbar sind sowohl Männer als auch Frauen dieser Ansicht. Mmmh...?!
Schönen Gruß
Faience << vielleicht "ein bisschen" doof
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08.07.2010, 17:34Inaktiver User
AW: Wie doof sind Frauen eigentlich??
Danke, genau so habe ich das gemeint.
Warum werden Beschäftige im sozialen Bereich (überwiegend Frauen) schlechter bezahlt als diejenigen in der Industrie z.B.? Man könnte die Frage auch so stellen: Warum wählen Frauen so häufig Berufe, in denen sie schlecht bezahlt werden? Jede/r, der sich um eine Ausbildung Arzthelferin oder Erzieherin bemüht, weiß doch, welches Gehalt in etwa er/sie danach zu erwarten hat. Ich vermute mal ins Blaue, dass hier traditionelle Zukunftserwartungen eine Rolle spielen - als Frau ist es ja meistens legitim, den Beruf einige Zeit nicht auszuüben und stattdessen Kinder zu erziehen, um danach ggf. "dazuzuverdienen". Ergo ist das Gehalt nicht sooo wichtig.
Aber welche Chancen hat denn ein Altenpflegeschüler bei der Partnersuche, mal etwas überspitzt ausgedrückt? Ohne jetzt eine Quelle nennen zu können, bin ich mir ziemlich sicher, dass Frauen üblicherweise "nach oben" heiraten, sprich einen besserverdienenden Mann, der früher oder später die Familie ernähren kann. Ein Mann "muss" also einen halbwegs gutbezahlten Job haben.
Oh, bin ich jetzt sehr abgeschweift?
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08.07.2010, 17:36
AW: Wie doof sind Frauen eigentlich??
Ich glaube hier liegen Ursache und Wirkung sehr nah zusammen. Wäre es Frauen wichtiger, würden sie vielleicht mehr darum kämpfen und hätten auch höhere Löhne in typischen Frauenberufen.
Aber es gibt glaube ich immer noch weit verbreitet die Idee (auch von Frauen!) der Mann wäre schließlich der Hauptverdiener, Frauen würden nur etwas MITarbeiten und DAZUverdienen.
Ich habe vor ein paar Jahren mal eine Studentin sagen hören: Männer würden ihr leid tun, die müssten ihren Studienfach nach den Verdienstmöglichkeiten aussuchen, Frauen könnten etwas studieren was Spaß macht"
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08.07.2010, 18:10
AW: Wie doof sind Frauen eigentlich??
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08.07.2010, 18:12
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08.07.2010, 19:35Inaktiver User
AW: Wie doof sind Frauen eigentlich??
Naja, da gibt es aber eine Reihe von Berufen, bei denen auch "nichts" produziert wird, die aber weit besser bezahlt sind, z. B. Ärzte, Notare, Lehrer, Politiker ... Das Geld, diese Leute zu bezahlen, ist ja auch da. Aber die Arbeit eine "Kindergärtnerin" wird gering geschätzt. Und Frauen nehmen das in Kauf.
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08.07.2010, 19:51
AW: Wie doof sind Frauen eigentlich??
Ärzte, Notare und Lehrer haben wahrscheinlich auch eine aufwändigere Ausbildung als eine Erzieherin hinter sich. Außerdem ging es mir nicht darum ob etwas produziert wird oder nicht.
Mich würde vor allem mal interessieren ab wann ein Gehalt "angemessen" ist für einen Job. Wer definiert das?
Da haben doch wahrscheinlich auch viele eine unterschiedliche Meinung.
Und bei den Ärzten und Lehrern hört man ja auch öfter, dass die eigentlich zu schlecht bezahlt sind.
Mir scheint es in Deutschland entweder nur über- oder unterbezahlte Jobs zu geben.
Und ich bin übrigens auch der Meinung, dass Erzieherinnen mehr Geld bekommen sollten.


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