Antworten
Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 34
  1. Inaktiver User

    AW: Kündigung wegen Organspende

    Zitat Zitat von kleinenellie Beitrag anzeigen
    Der kranke Mann tut mir sehr leid, so schwer krank und dann eine solche Aufregung im Vorfeld der OP.
    Naja, die Öffentlichkeit scheint man ja nicht zu scheuen:

    "Ende März 2010 - nachdem die Frau etwa ein Jahr im Unternehmen beschäftigt war - hat sie nach Angaben ihres Anwalts ein Gespräch mit dem Arbeitgeber geführt und ihm gesagt, dass die Niere Ende Mai transplantiert werden solle und sie aufgrund der Operation und der Regenerationszeit etwa fünf Wochen ausfallen werde. Auch damals habe der Arbeitgeber zugestimmt. Dafür liege ebenfalls eine eidesstattliche Versicherung vor - diesmal von einer ARD-Journalistin der TV-Sendung "Brisant", die das Paar schon seit mehreren Wochen aufgrund der geplanten Transplantation begleitet. "

  2. Inaktiver User

    AW: Kündigung wegen Organspende

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich würde mal vermuten, daß man bei einer Lebendspende wartet, bis es brisant wird.
    Wobei 2 Wichen weniger dabei keine Rolle spielen sollten.
    Vielleicht konnte die Klinik keinen anderen Termin anbieten. Ich stelle mir vor, dass man da einiges organisieren muss, OP Team etc.

    Was mich wundert: ich dachte, Organspenden von Angehörigen sind in Deutschland verboten?

  3. Inaktiver User

    AW: Kündigung wegen Organspende

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was mich wundert: ich dachte, Organspenden von Angehörigen sind in Deutschland verboten?
    Andersrum:
    Lebendspenden sind nur bei nahen Angehörigen, bzw. nahstehenden Empfängern erlaubt, damit Organhandel unterbunden wird.

  4. User Info Menu

    AW: Kündigung wegen Organspende

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also, hiernach ging es dem AG um die Kurzfristigkeit, mit der sie das bekannt gab, nicht darum, daß er grundsättzlich was dagegen hatte:



    Das der AG wenigstens 14 Tage Vorlauf haben wollte, ist wohl nachvollziehbar.

    Und auch wenn's herzlos klingt:

    Der AG muß Lohn fortzahlen, wenn der AN krank wird. Hier ist sie aber nicht krank, sondern spendet ihrem LG eine Niere.
    Von daher fand ich es schon recht großzügig, daß der AG überhaupt bereit war, sie dafür frei zu stellen.

    Wie schon geagt wurde: Es gibt nicht nur Großunternehmen, die locker mal auf einen AN ein ppar Wochen verzichten können.
    Zum ersten wissen wir ja nun, dass der AG aller Wahrscheinlichkeit nach doch früher bescheid wusste, und, ganz ehrlich, wenn sie nur einen Tag vorher bescheid gegeben hätte, wäre das aus moralischer Sicht für mich immer noch ein absolutes Unding! Auch wenn es für den AG unter Umständen Schwierigkeiten bzgl. Planung d. Geschäftsabläufe gibt u.s.w.. Was, wenn nicht die Rettung eines Menschenlebens berechtigt einen denn sonst zu so einer Aktion?

    AG mit unter 30 Beschäftigten zahlen eine monatliche Umlage (U1) um genau solche Dinge abzufangen. Dort können sie unter 3 Sätzen wählen und in entsprechender Höhe erfolgt dann eine Rückerstattung der Krankenkassen im Krankheitsfall des ANs.

    Alle Unternehmen mit über 30 ANs zaheln diese Umlage nicht, weil sie in der Lage sein sollten, eine gewisse Anzahl von Krankheitsfällen abfangen zu können.

    Mir wäre es an Stelle dieser Frau piepegal, ob mich dieses Unternehmen entlassen würde. Was ist denn, wenn es 14 Tage später bereits zu spät ist? Soll man allen Ernstes das Leben eines Menschen aufs Spiel setzen, um den AG nicht über Gebühr zu belasten? Ich wäre an Ihrer Stelle auch an Öffentlichkeit gegangen.

    Da bin ich echt mal richtig fassungslos!

  5. Inaktiver User

    AW: Kündigung wegen Organspende

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Andersrum:
    Lebendspenden sind nur bei nahen Angehörigen, bzw. nahstehenden Empfängern erlaubt, damit Organhandel unterbunden wird.
    Bist Du sicher? Ich wollte mal Blut spenden für einen Angehörigen, der eine OP vor sich hatte. Da hat man mich nicht gelassen - eben mit der Begründung, dass ich eine Angehörige sei.

    Wenn ich mich richtig erinnere, will man mit dem Verbot vermeiden, dass Angehörige unter Druck gesetzt werden.

  6. Inaktiver User

    AW: Kündigung wegen Organspende

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bist Du sicher? Ich wollte mal Blut spenden für einen Angehörigen, der eine OP vor sich hatte. Da hat man mich nicht gelassen - eben mit der Begründung, dass ich eine Angehörige sei.
    Doch, es stimmt: Lebendspenden nur bei nahen Angehörigen.

    Das mit dem Blut mag eine andere Geschichte sein - ich denke, es liegt daran, daß es mit anderen Spenden gepoolt und dann auf Krankheiten untersucht wird.
    Willst Du nur für Deine Oma spenden, müßte man Dein Blut gesondert untersuchen.

  7. Inaktiver User

    AW: Kündigung wegen Organspende

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bist Du sicher?
    Aus dem Transplantationsgesetz:

    "[...]Die Entnahme von Organen, die sich nicht wieder bilden können, ist darüber hinaus nur zulässig zum Zwecke der Übertragung auf Verwandte ersten oder zweiten Grades, Ehegatten, Verlobte oder andere Personen, die dem Spender in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig nahestehen.[...]"

  8. Inaktiver User

    AW: Kündigung wegen Organspende

    @_maddin und Lorelei

    Danke, wieder was gelernt

  9. Inaktiver User

    AW: Kündigung wegen Organspende

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun ja, das hat Tradition. Schon mal gearbeitet und ein Kind gehabt, das Krebs hatte?

    Ja.
    Ich habe auch meinen Job deswegen verloren.
    Und ein gutes Jahr später die dazugehörige "Betriebswohnung".
    Und wurde dann auch gleich mit dem Anwalt gedroht, falls wir dagegen aufbegehren wollen (haben immerhin 11 Jahre dort gewohnt)

    So viel zur Tradition in der Arbeitswelt.


    P.S.: Das Arbeitgeberpaar hat übrigens im selben Zeitraum etwa ein erw. "Kind" an den Krebs verloren.
    Geändert von Inaktiver User (04.06.2010 um 11:35 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Kündigung wegen Organspende

    Was mich wundert:
    wieso hat die Frau ihrem Arbeitgeber überhaupt gesagt,das sie ein Organ spendet.

    Wenn ich mich einer OP unterziehe,sage ich meinem Arbeitgeber doch nicht,was für eine OP das ist.
    Geht den doch nichts an.


    Dann sage ich,wann die OP ansteht und wie lange ich voraussichtlich ausfalle.


    charmy

Antworten
Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •