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    Grinsen Fassungslos beim Bücherkauf!

    Beim Bücherstöbern findet man ein interessantes Buch zu einem ziemlich hohen Preis. Mir wäre es 20 Euro wert gewesen, 25 Euro hielt ich für angemessen, auf dem Preisschild standen 28. Gut, ich gehe also damit zur Kasse, zusammen mit noch zwei anderen Büchern. Nach dem Bezahlen stelle ich aber fest, dass man mir ganz dreist dafür 29,90 Euro abkassiert hat.

    O.k. ich reklamiere das bei der Kassiererin. Die lässt einen erst mal warten, erkennt dann den Fehler, erklärt ihn mit Preiserhöhungen und der Buchpreisbindung und guckt einen dann an wie eine eklige Kakerlake, als man den Preis nicht akzeptieren will und das Geld zurückverlangt.

    Dafür muss dann noch ganz umständlich ein Formular mit den persönlichen Daten ausgefüllt und unterschrieben werden.

    Was bildet sich dieses arrogante Buchhändler-Pack eigentlich ein? Erst versuchen sie einen zu betrügen und wenn man sie dabei erwischt, sind sie auch noch beleidigt!

    Ciao Meyersche Buchhandlung! Ich kaufe demnächst meine Bücher woanders! Vermutlich online! Da gibt es keine falsch ausgezeichneten Preise.

    Anstatt froh zu sein, den Ladenhüter loszuwerden.....

  2. Inaktiver User

    AW: Die kleinen Fassungslosigkeiten des Alltags

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Beim Bücherstöbern findet man ein interessantes Buch zu einem ziemlich hohen Preis. Mir wäre es 20 Euro wert gewesen, 25 Euro hielt ich für angemessen, auf dem Preisschild standen 28. Gut, ich gehe also damit zur Kasse, zusammen mit noch zwei anderen Büchern. Nach dem Bezahlen stelle ich aber fest, dass man mir ganz dreist dafür 29,90 Euro abkassiert hat.

    O.k. ich reklamiere das bei der Kassiererin. Die lässt einen erst mal warten, erkennt dann den Fehler, erklärt ihn mit Preiserhöhungen und der Buchpreisbindung und guckt einen dann an wie eine eklige Kakerlake, als man den Preis nicht akzeptieren will und das Geld zurückverlangt.

    Dafür muss dann noch ganz umständlich ein Formular mit den persönlichen Daten ausgefüllt und unterschrieben werden.

    Was bildet sich dieses arrogante Buchhändler-Pack eigentlich ein? Erst versuchen sie einen zu betrügen und wenn man sie dabei erwischt, sind sie auch noch beleidigt!

    Ciao Meyersche Buchhandlung! Ich kaufe demnächst meine Bücher woanders! Vermutlich online! Da gibt es keine falsch ausgezeichneten Preise.

    Anstatt froh zu sein, den Ladenhüter loszuwerden.....



    Jau, das ist genau diese Art von Kunden, die dran schuld ist, daß immer mehr Buchhändler in der Burn Out-Falle landen....




    Ad eins kann es Dir selbstverständlich auch im online - Handel passieren, daß Bücher falsch ausgezeichnet sind und dann dementsprechend zum neuen Preis ausgeliefert werden.


    Ad zwei ist es vollkommen unerheblich, welchen Preis für dieses Buch Du persönlich für "angemessen" hälst - da Du vermutlich weder von Autorenhonoraren noch Kosten für Papier, Druck, Titelschutz etc pp Anhnung hast, kannst Du das ohnehin nicht beurteilen - , es gibt glücklicherweise die Buchpreisbindung, an die die Buchhändlerinnen sich zu halten haben und wenn Dir das nicht paßt, dann leih' Dir halt das erwünschte Buch in der Bücherei oder überdenke Deine finanziellen Prioritäten, aber höre auf, die armen Buchhändlerinnen dumm anzumachen, die können nix für Dein eigenwilliges Anspruchsdenken !!
    (Nebenbei einen herzlichen Glückwunsch an die Kolleginnen der Meyerschen, die künftig hoffentlich wirklich eine Kundin weniger haben, bei der man sich fragt, wozu die denn überhaupt Bücher kauft...)

    Ad drei ist das Umgehen der Preisbindung eine Straftat, die mit einer hohen Geldstrafe belegt ist und im Wiederholungsfall dazu führen kann, daß der betreffende Laden schließen muß ( weil er weder vom Großhandel noch von den Verlagen noch beliefert wird) !
    Gerade die großen Buchhandelsketten wie die Meyersche oder Hugendubel oder Osiander haben es nahezu wöchentlich mit Testkäufern zu tun, die die Einhaltung der Preisbindung und auch des EVTs überwachen, es ist vollkommen unvorstellbar, daß da jemand ein solches Risiko eingeht und sich nicht an diese Vorgaben hält.

    --- > Du hast nicht wirklich ernsthaft von der Kassiererin verlangt, daß sie Deinetwegen eine Straftat begeht, oder ????????

    Da stellt sich mir dann doch die Frage, wer hier denn bitte arrogant ist und versucht hat, zu betrügen....
    Die Kassiererin war's bestimmt nicht und ich kann mir durchaus vorstellen, daß Du ihren Blick ganz richtig interpretiert hast....


    Ad vier kannst Du davon ausgehen, daß die WW der Meyerschen die Entstehung von Ladenhütern weitgehend verhindert und selbst wenn: Lieber die 29,90 € an Dich zurückzahlen, als mehrere 10 000 € Konventionalstrafe blechen zu müssen, von allen anderen Konsequenzen mal abgesehen.


    Ganz klar gehe ich mit Dir konform, daß es ein Unding ist, daß die Kassiererin Dich nicht auf den neuen Preis aufmerksam gemacht hat und es sollte eigentlich auch nicht vorkommen, daß Kunden lange warten müssen - aber so wie Du hier schreibst, frage ich mich, ob Du Dich eigentlich für Deine Reklamation wieder an der Kasse angestellt hast oder ob Du möglicherweise in die Kaufabwicklung mit anderen Kunden reingeplatzt bist und deshalb warten mußtest, bis Du wieder an der Reihe warst.... ?!?!




    Die meisten Buchhändler sind in diesem Beruf, weil sie Bücher lieben und alles, was sie in ihrem Laden haben, mit Herzblut ausgesucht haben und mit genauso viel Herzblut versuchen, den richtigen Käufer für ihre Bücher zu finden bzw natürlich auch umgekehrt.
    Nicht immer und nicht bei allen Büchern, aber doch sehr oft, hat man als Buchhändlerin so ein bißchen das Gefühl " man gäbe (s)ein Kind aus dem Haus", wenn man seine Schätzchen verkauft und hofft natürlich, daß sie es " in ihrem neuen Zuhause gut haben werden", aber so, wie Du hier schreibst, ist es wohl besser, daß wir einander niemals auf den zwei Seiten einer Ladentheke begegnen werden : Du hättest von mir kein einziges Buch verkauft bekommen.

  3. VIP

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    AW: Die kleinen Fassungslosigkeiten des Alltags

    Hui.... da ist aber jemand in Fahrt.


    Ebayfan,

    bei einer Differenz von 1,90 € von "betrügen" und von "Buchhändler-Pack" zu reden, halte ich auch für unangemessen.
    Fehler passieren überall. Ärgerlich, ja. Aber mehr auch nicht.

    Vielleicht wären in Deinem Fall Online-Einkäufe für beide Seiten nevenschonender.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  4. gesperrt

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    AW: Die kleinen Fassungslosigkeiten des Alltags

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nicht immer und nicht bei allen Büchern, aber doch sehr oft, hat man als Buchhändlerin so ein bißchen das Gefühl " man gäbe (s)ein Kind aus dem Haus", wenn man seine Schätzchen verkauft und hofft natürlich, daß sie es " in ihrem neuen Zuhause gut haben werden", aber so, wie Du hier schreibst, ist es wohl besser, daß wir einander niemals auf den zwei Seiten einer Ladentheke begegnen werden : Du hättest von mir kein einziges Buch verkauft bekommen.
    Erstens mal - bei mir haben es die Bücher recht gut und ich schätze sie wirklich.

    Und zweitens - ich fasse es als Betrugsversuch auf, wenn man mir einen Preis berechnet, der vom ausgezeichneten abweicht, ohne darüber nur das kleinste Wörtchen zu verlieren. Und dann ganz arrogant die volle Summe abzukassieren, ist für mich Betrug, das kannst du drehen und wenden wie du willst.

    Klar, Fehler können passieren, aber ich erwarte dann eine Entschuldigung und eine blitzschnelle Korrektur und kein Herausreden und absichtliche Behinderung des Kundens. Die Buchpreisbindung ist für mich sowieso ein Ärgernis und ich wundere mich immer wieder, warum manche Bücher unverschämt teuer, andere dagegen beinahe spottbilig daherkommen. Manchmal frage ich mich wirklich, ob die Preise erwürfelt werden?

    In diesem speziellen Fall ging es um ein Buch, welches für mich nur für ca. 2/3 des Inhalts interessant war. Der Rest richtete sich mehr an Spezialisten und weniger an Einsteiger wie mich. Daher der für mich abweichende niedrigere, subjektive Wert, wodurch ich aber den noch höheren Preis nicht mehr akzeptieren wollte. Irgendwo hat jeder doch seine Schmerzgrenze, auch bei Büchern.

    Aber wenn jemand sich von seinen Büchern nicht trennen möchte, soll er eine Privatsammlung aufbauen und nicht mit Büchern handeln. Ein Händler, der nicht handeln will, hat seinen Beruf verfehlt!

    Abgesehen davon ist das Gefühl, sich nicht von seinen "Kindern" trennen zu wollen, zwar nachvollziehbar, aber in Zeiten der superschnellen Druckmaschinen und der Flut gedruckter Papiererzeugnisse einfach lächerlich und sentimental. Denn was unterscheidet das "Baby" Buch rein technisch gesehen von einem banalen Verkaufskatalog, der spätestens am Jahresende in den Altpapiercontainer wandert?

    Oft ist sogar der Katalog aufwendiger als das Buch. Schon wegen der Bilder.

    Aber mal ganz davon abgesehen: Ein falsch ausgezeichnetes Produkt, das an der Kasse stillschweigend zum Normalpreis berechnet wird, ist für mich ein Betrugversuch und das Verhalten des Verkaufspersonals ist völlig unakzeptabel. In einem solchen Laden kaufe ich dann erst mal nicht mehr ein.

    Dabei ist es eigentlich völlig egal, ob es sich bei dem Produkt um ein Buch, einen Pullover oder eine Packung Klopapier handelt. Preisänderungen müssen einfach rechtzeitig angekündigt werden. Denn sonst ist - ganz banal - kein gültiger Kaufvertrag zustande gekommen - man ist sich nämlich über die wesentlichen Punkte nicht einig.

    Und dieser rechtliche und kaufmännische Grundsatz gilt auch für Buchhändler und ihre Ware. Da können die noch so arrogant aus der Wäsche gucken!

    Und eins sollte man dabei nie vergessen: Neben der erwähnten Alternative Bibliothek gibt es heutzutage auch noch einen recht lebendigen Gebrauchtmarkt für Bücher. Glücklicherweise!

    Recht häufig kann man auch - bei besonders unverschämter Preisgestaltung - das entsprechende Buch einfach in einer anderen Sprache bestellen. Ohne Preisbindung und oft deutlich günstiger. Sogar bei der Meyerschen - online.

  5. VIP

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    AW: Die kleinen Fassungslosigkeiten des Alltags

    Ich bin gerade sehr dankbar dafür, nicht im Einzelhandel zu arbeiten.

    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  6. Inaktiver User

    AW: Die kleinen Fassungslosigkeiten des Alltags

    echt jetzt... bücher in einer anderen sprache sind billiger als die ins deutsche übersetzten? alle achtung: dann mache ich anscheinend etwas falsch, denn wenn ich das englischsprachige original gekauft habe, war es immer teurer. nun ja, aber es war für mich ja noch bezahlbar, und ich wollte es unbedingt. so what?

    im übrigen bin ich jetzt doch verwirrt. heißt es denn nicht generell, daß der preis an der ware gilt und nicht der am regal (buchpreisbindung hin oder her)? - allerdings würde ich anhand des einen unangenehmen erlebnisses nicht alle, die in buchhandlungen arbeiten, als pack bezeichnen.

    meist werde ich nämlich zuvorkommend behandelt (bis auf die eine ausnahme bei hugendubel, wo man sich geweigert hat, mir ein buch zu bestellen, mit der begründung, ich würde es dann doch nicht nehmen --- bei thalia wusste ich z.b. nicht, welches sachbuch zum thema schlangen ich haben will, und dann wurden drei unterschiedliche bestellt, die ich mir anschauen durfte, auch auf die gefahr hin, dass ich nur eines brauche)

    deshalb nochmal meine frage: hätte der in ebayfans beispiel genannte preis von 28,-- (auf dem Preisschild standen 28) gegolten?

  7. Inaktiver User

    AW: Die kleinen Fassungslosigkeiten des Alltags

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    deshalb nochmal meine frage: hätte der in ebayfans beispiel genannte preis von 28,-- (auf dem Preisschild standen 28) gegolten?
    Nein.

  8. Inaktiver User

    AW: Die kleinen Fassungslosigkeiten des Alltags

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Die Buchpreisbindung ist für mich sowieso ein Ärgernis und ich wundere mich immer wieder, warum manche Bücher unverschämt teuer, andere dagegen beinahe spottbilig daherkommen. Manchmal frage ich mich wirklich, ob die Preise erwürfelt werden?

    Denn was unterscheidet das "Baby" Buch rein technisch gesehen von einem banalen Verkaufskatalog, der spätestens am Jahresende in den Altpapiercontainer wandert?

    Oft ist sogar der Katalog aufwendiger als das Buch. Schon wegen der Bilder.

    :


    Ich glaube, es ist nicht gut für meinen Blutdruck, wenn ich mich länger mit Dir und Deinen Aussagen befasse.


    Nein, natürlich werden die Preise NICHT erwürfelt !!!!!!
    Daß ein Buch höherpreisig ist, liegt entweder daran, daß es in der Ausstattung hochwertiger ist ( Brockhaus hatte für das vorletzte 24bändige Lexikon sogar ein spezielles Papier entwickeln lassen, das wirklich nur für dieses eine Werk verwendet wurde) oder daß es vom Thema her spezieller ist, sprich: kein Werk für Massen.

    Oder - als dritte Möglichkeit - es ist eben genau ein Massenprodukt, mit dessen Einnahmen der Verlag dann die Herausgabe von Werken wie " Die Besonderheiten des dritten Vokals in der zweiten Zeile im altjapanischen Haiku" ermöglicht, das zwar auch nicht für die Allgemeinheit von Interesse ist, aber doch einen wichtigen Teil im kulturellen Schaffen unserer Zeit darstellt.

    Und weißt Du was ??
    Ich zahle liebend gerne ein paar Euro mehr, wenn dafür unsere kulturelle Vielfalt erhalten bleibt - in Zeiten von DSDS, GNTM und Konsorten, bin ich um jeden altjapanischen Haiku und jedes ostfriesische Lied, das vor dem Vergessen bewahrt wird, mehr als dankbar !
    Wohin die fortschreitende Banalisierung uns führt, sieht man ja täglich....


    Dein anderer von mir zitierter Vergleich verschlägt mir dann tatsächlich die Sprache.
    Wenn Du in der Lage bist, ein Buch "rein technisch" zu betrachten, haben es weder Bücher gut bei Dir noch sehe ich Dich dann - in meiner ganzen, von Dir ja ohnehin schon als Kennzeichen meines Berufsstandes ausgemachten - Arroganz als adäquaten Gesprächspartner für mich an.
    Abgesehen davon, gibt es tatsächlich massenhafte Unterschiede im technischen Bereich, sei es nun bei der Papierqualität oder bei der Bindung.


    Für alles weitere empfehle ich Dir eine Kontaktaufnahme mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt, die können Dir ganz präzise weitere Gründe für die berechtigte Beibehaltung der Buchpreisbindung darlegen.
    Aber - laß mich raten - darüber wirst Du Dich sicher eher nicht informieren, weil es Dir letztlich gar nicht darum geht und es doch eher hinderlich wäre, Deine schönen Vorurteile durch Wissen ersetzen zu müssen, oder ?


    Aber wir "gucken arrogant" .
    Ja nee, is klar.

  9. Inaktiver User

    AW: Die kleinen Fassungslosigkeiten des Alltags

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    echt jetzt... bücher in einer anderen sprache sind billiger als die ins deutsche übersetzten? alle achtung: dann mache ich anscheinend etwas falsch, denn wenn ich das englischsprachige original gekauft habe, war es immer teurer. nun ja, aber es war für mich ja noch bezahlbar, und ich wollte es unbedingt. so what?

    Wenn Du nicht gerade bei einer Buchhandlung kaufst, die entweder selber eine Niederlassung im Ausland hat ( wie z.B. Osiander in Amerika) oder ein Buch möchtest, daß ohnehin über die ausländischen Großhändler in Deutschland zu beziehen ist, wird Dein bestelltes Buch vermutlich tatsächlich teurer sein als die deutsche Ausgabe; das liegt dann an den horrenden Beschaffungskosten, die normalerweise zu einem (geringen !!) Anteil auf den Kunden umgelegt werden.

    Ansonsten sind vor allem die englischen Bücher meistens wirklich billiger, das liegt am schlechteren Papier und der Tatsache, daß die englischen Hardcover eine grausige bzw gar keine Bindung haben, da wird normalerweise nur der Buchblock in den Umschlag eingeschlagen, eine ernsthafte Bindung muß der Käufer dann selber vornehmen lassen. Historisch erklärt sich das darin, daß es früher in Englangdsehr beliebt war, alle Bücher einheitlich binden zu lassen, damit die heimische Bibliothek ordentlich aussah und weil das natürlich jede Familie anders handhabte, gab es eben nur Buchblock mit Schutzumschlag, was dann natürlich billiger war.

  10. gesperrt

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    AW: Die kleinen Fassungslosigkeiten des Alltags

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, natürlich werden die Preise NICHT erwürfelt !!!!!!
    Daß ein Buch höherpreisig ist, liegt entweder daran, daß es in der Ausstattung hochwertiger ist ( Brockhaus hatte für das vorletzte 24bändige Lexikon sogar ein spezielles Papier entwickeln lassen, das wirklich nur für dieses eine Werk verwendet wurde) oder daß es vom Thema her spezieller ist, sprich: kein Werk für Massen.
    O.k. hochwertiger - das kann ich gut akzeptieren. Aber nur wenn ein Buch langfristig interessant ist. Für einfachen, amüsanten Lesestoff für den Strandurlaub sehe ich das jetzt nicht ein. Da sollte es so einfach und preiswert wie möglich sein, so dass man es nach dem Lesen evtl. noch mit anderen Urlaubern tauschen kann.

    Das mit dem speziellen Thema, das war wohl auch das Problem bei "meinem" Buch. Dass solche Bücher teuerer sind, ist nachvollziehbar, aber trotzdem ärgerlich. Denn gerade auf dem Gebiet ist die Auswahl beschränkt.



    Oder - als dritte Möglichkeit - es ist eben genau ein Massenprodukt, mit dessen Einnahmen der Verlag dann die Herausgabe von Werken wie " Die Besonderheiten des dritten Vokals in der zweiten Zeile im altjapanischen Haiku" ermöglicht, das zwar auch nicht für die Allgemeinheit von Interesse ist, aber doch einen wichtigen Teil im kulturellen Schaffen unserer Zeit darstellt.
    Und da hört für mich der Spaß langsam auf. Warum soll ich mit meinen Käufern Bücher quersubventionieren, die mich überhaupt nicht ansprechen? Und auf der anderen Seite suche ich wie blöd nach Literatur zu "meinen" Themen und muss dann vom Verlag erfahren, dass der angekündigte Titel nun doch nicht herausgegeben wird, weil er sich nicht rechnet. Dann darf ich im Ausland recherchieren und mir unbesehen die entsprechenden Bücher schicken lassen.

    [QUOTE]

    Und weißt Du was ??
    Ich zahle liebend gerne ein paar Euro mehr, wenn dafür unsere kulturelle Vielfalt erhalten bleibt - in Zeiten von DSDS, GNTM und Konsorten, bin ich um jeden altjapanischen Haiku und jedes ostfriesische Lied, das vor dem Vergessen bewahrt wird, mehr als dankbar !
    Wohin die fortschreitende Banalisierung uns führt, sieht man ja täglich....[`/QUOTE]

    DU kannst das gerne tun, ich sponsore lieber andere Dinge, die für mich wichtig sind.

    Und wenn andere Leute gern DSDS oder GNTM sehen wollen (und nicht lesen können/möchten ), ist das doch ihre Entscheidung.



    Dein anderer von mir zitierter Vergleich verschlägt mir dann tatsächlich die Sprache.
    Wenn Du in der Lage bist, ein Buch "rein technisch" zu betrachten, haben es weder Bücher gut bei Dir noch sehe ich Dich dann - in meiner ganzen, von Dir ja ohnehin schon als Kennzeichen meines Berufsstandes ausgemachten - Arroganz als adäquaten Gesprächspartner für mich an.
    Ein Buch ist ein lesbares Druckerzeugnis. Darin kann etwas Gutes stehen oder aber auch völliger Mist. Genau wie in Zeitungen auch. Nur weil etwas in einem Buch steht, ist es noch längst nicht automatisch richtiger oder höher stehend, als Gedanken, die woanders ausgedrückt werden.

    Als eifrige Nutzerin diverser Bibliotheken begegnen mir häufiger Bücher mit dubiosen Inhalten. Bücher, die ich zwar schon mal lese, aber nicht kaufen würde. Das ist überhaupt der Vorteil von Bibliotheken: Dass man auch mal nach links und rechs lesen kann, ohne später in einer vollgestopften Wohnung und mit überzogenem Bankkonto dazustehen.

    Abgesehen davon, gibt es tatsächlich massenhafte Unterschiede im technischen Bereich, sei es nun bei der Papierqualität oder bei der Bindung.
    Natürlich gibt es die. Meine englischen Bücher sind z.B. oft von so schlechter Qualität, dass die Seiten schnell vergilben. Das ist aber nicht so schlimm, da sie nach einmal lesen meist im Regal landen. Bücher, die man aber häufiger braucht, sollten qualitativ besser sein.

    Leider ist es häufig umgekehrt: Da findet man Lehrwerke mit billigem, schlabbrigen Einband, aber gewisse Romane haben eine unverwüstliche Ausstattung. Wer sich sowas ausdenkt? Vermutlich will man Lehrbücher möglichst billig halten, aber mich ärgert das schon ein wenig.



    Für alles weitere empfehle ich Dir eine Kontaktaufnahme mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt, die können Dir ganz präzise weitere Gründe für die berechtigte Beibehaltung der Buchpreisbindung darlegen.
    Aber - laß mich raten - darüber wirst Du Dich sicher eher nicht informieren, weil es Dir letztlich gar nicht darum geht und es doch eher hinderlich wäre, Deine schönen Vorurteile durch Wissen ersetzen zu müssen, oder ?
    Och, mit denen bin ich schon längst durch und habe mich dann von dem Gedanken verabschiedet, neben meinem sonstigen Sortiment noch ein paar thematisch passende Bücher zusätzlich anzubieten. Es wäre nett gewesen, muss aber nicht unbedingt sein. Stattdessen bekommen meine Kunden bei Bedarf Buchempfehlungen.

    Ach ja, und noch etwas: Wenn ich mich bei der Preisgestaltung vertan habe, trage ich den Schaden und bürde ihn nicht meinem Kunden auf. Denn ich als Händlerin bin dafür verantwortlich und wenn ich Bockmist mache, stehe ich dafür gerade. Besonders auch dann, wenn es nicht nur um Kleinbeträge von 1,90 Euro geht. Denn ich möchte, dass meine Kunden zufrieden sind.

    Und genau das und kein bisschen mehr erwarte ich auch, wenn ich Kunde bin und bei einem anderen Händler einkaufe.



    Aber wir "gucken arrogant" .
    Ja nee, is klar.
    Nicht ihr, sondern nur die beiden von der Meyerschen, die meine Verärgerung über ihren laxen Umgang mit den Preisen nicht nachvollziehen wollten.

    Bei einem Fehler ist nicht Arroganz sondern eine aufrichtige Entschuldigung angesagt.

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