Auch deutsche Adoptionen haben lange Verfahrenswege.
"Nach Eingang des Adoptionsantrags fordert das Vormundschaftsgericht die erforderlichen Unterlagen an. Die Kinder des Annehmenden bzw. ihr gesetzlicher Vertreter werden schriftlich angehört. Ferner wird geprüft, ob die gesetzlich vorgesehene angemessene Probezeit vorangegangen ist. Diese ist bei Kleinkindern kurz zu bemessen. Im Falle von Wiederverheiratung und anschließender Adoption des Kindes des einen Ehegatten durch den anderen Ehegatten (Stiefkindadoption) wird in der Regel eine Probezeit von einem Jahr verlangt. Anschließend wird das Jugendamt um gutachtliche Stellungnahme gebeten. Je nach Belastung der Jugendämter ist für die Erstellung der gutachtlichen Stellungnahme mit einer Dauer von 4 bis 6 Monaten zu rechnen.
Nach Eingang der Stellungnahmen setzt das Vormundschaftsgericht einen Termin zur persönlichen Anhörung des Kindes und des Annehmenden an.
Die Dauer des Verfahrens bei Gericht kann ca. 8 bis 11 Monate in Anspruch nehmen. Treten während dieser Dauer Änderungen ein, so müssen diese berichtigt werden."
aus einer Rechtsanwaltskanzlei. Darf ich nicht verlinken (Reklame).
Solange kein Adoptionsvertrag vorliegt, können beide Seiten: annehmenden Eltern und das Kind (oder sein bis dahin gesetzlicher Vertreter) vom Verfahren zurücktreten.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 107
-
12.04.2010, 11:17
AW: US -Eltern schicken Adoptiv Kind alleine zurück...
Geändert von Opelius (12.04.2010 um 11:21 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
-
12.04.2010, 12:10
AW: US -Eltern schicken Adoptiv Kind alleine zurück...
Ich glaube, dass so ein Verhalten auch durch das "Kinder-Shopping" der Prominenten begünstigt wird. Sie machen den Leuten ja vor, dass man sich, wenn die Karriere stockt, man sich langweilt oder wieder in die Schlagzeilen möchte, mal eben ein Kind aus einem möglichst fernen Land "kauft".
Das amerikanische Elternpaar hat das wörtlich genommen und das Kind bei Nichtgefallen zurückgegeben - wie eine Ware.
Mich regt dieser Adoptionswahn schon lange auf. Wohin verschwinden eigentlich die adoptierten Prominentenkinder, wenn sie nicht mehr klein und süß sind und man sie nicht mehr als schickes Accessoire herumschleppen kann?? Sicher werden sie nicht zurück in die Heimat geschickt, sondern verschwinden in Internaten etc. Wo sind denn z.B. die beiden Adoptivkinder von Tom Cruise und Nicole Kidman abgeblieben? Heute zeigen sich die beiden nur noch mit ihrem eigenen Nachwuchs, als hätte es die Adoptivkinder nie gegeben.
-
12.04.2010, 12:37Inaktiver User
AW: US -Eltern schicken Adoptiv Kind alleine zurück...
Die Kinder leben bei Tom Cruise und seiner neuen Frau Katie Holmes.
Mittlerweile sind sie alt genug um selbst zu entscheiden ob sie sich in der Öffentlichkeit zeigen oder nicht.
Aber es gibt auch Fotos von ihnen.
Ebenso wurde auch schon oft berichtet, daß sie regelmäßig auch bei Nicole Kidman sind.
Und wenn ich mir Brangelina anschaue, die reisen immer im großen Tross.
Es ist nicht richtig, daß alle Promis ihre Adoptivkinder als Ware betrachten.
Pauschalisierungen sind nie besonders hilfreich.
-
12.04.2010, 18:41
AW: US -Eltern schicken Adoptiv Kind alleine zurück...
-
12.04.2010, 19:01
AW: US -Eltern schicken Adoptiv Kind alleine zurück...
ich sehe keinen grund, prominenten einen unlauteren grund fuer ihren adoptionswunsch zu unterstellen. ich sehe eher einen gewissen neid von seiten der "kleinen buerger", die es mit der familienplanung oft weniger leicht haben.
promis koennen sich locker nannys leisten, die fuer die kinder da sind, wenn die eltern ihren beruflichen pflichten nachgehen. einem kind aus desolaten verhaeltnissen - sofern es nicht schwer psychisch gestoert ist - kann im grunde nichts besseres passieren, als von prominenten adoptiert zu werden. diesen kinder erwaechst nicht nur ein betraechtlicher wohlstand, sondern sie fuehren auch sonst ein leben voller privilegien. davon koennen kinder aus normalo-familien oft nur traeumen.
-
13.04.2010, 07:25
AW: US -Eltern schicken Adoptiv Kind alleine zurück...
"Adoption auf Probe" kann man auch Pflegeverhältnis nennen. Da weiß das Kind, daß es evtl. nicht für immer dort lebt, bekommt nichts erzählt von wegen "ich bin jetzt deine Mama und du bist mein Kind" und weiß, wo es steht. Wenn es klappt, muß eine Adoption ja nicht ausgeschlossen sein. Aber ein Kind erst mal zu entwurzeln und in eine fremde Welt zu stopfen und dann wieder zurückzuschicken, das ist einfach nur kalt! Selbst wenn der Junge aggressiv war, mir kann keiner erzählen, daß es in den USA keinen russisch sprechenden Kinderpsychologen gibt! Und sorry, eine erwachsene Frau, die sich vor einem Siebenjährigen fürchtet, das ist ja wohl lächerlich!
Ich hoffe, diese ganze Publicity kommt dem Jungen zugute, daß er jetzt von Russen adoptiert wird, die ihn verstehen, und die amerikanischen Eltern kriegen ordentlich eins übergebraten!
-
13.04.2010, 09:02Inaktiver User
AW: US -Eltern schicken Adoptiv Kind alleine zurück...
Du hast vollkommen recht. Das würde sehr viel Sinn machen.
Abgesehen davon, dass es tatsächlich Siebenjährige gibt, vor denen man sich fürchten muss, gibt es Menschen, die absolut nicht zusammenpassen.
Mein Mann hat einen Adoptivbruder, die Geschichte ist eine einzige Katastrophe gewesen, von Anfang an. Er passte in keinster Weise in die Familie, weder physisch noch psychisch noch intellektuell - heute hat er fast keinen Kontakt mehr zur Adoptivfamilie, und mein Mann würde sich mit Händen und Füßen gegen eine Adoption wehren, sollte ich ihm das vorschlagen....
-
13.04.2010, 09:19
AW: US -Eltern schicken Adoptiv Kind alleine zurück...
Als Quelle dafür, dass das Kind ach so gestört sein soll, habe ich immer nur die Frau gehört,die das Kind loswerden wollte...
Und mal ehrlich, so ganz dicht, kann jemand, der ein Kind zwecks loswerden in ein Flugzeug verfrachtet und auf 'nen anderen Kontinent schickt, nicht sein.
-
13.04.2010, 09:36
AW: US -Eltern schicken Adoptiv Kind alleine zurück...
ein bisschen OT:
Meine Tochter hatte in Vancouver eine frz. Au-Pair als Freundin, mit
der sie viel unternahm. Das Mädchen war in einem wohlhabenden Haushalt mit einem kleinen Jungen, den sie betreuen sollte (ca. 5 - 6 Jahre), der sie täglich massiv angriff (verbal und tätlich). Z.B. mit schweren harten Gegenständen bewarf. Die Mutter, Oma
und andere Familienangehörige waren dabei und sagten nichts dazu.
Zudem wunderte sich das Mädchen, dass die Familie überhaupt
ein Au-Pair brauchte, da Mutter und Oma meist da waren.
Das Mädchen hatte auch blaue Flecken von den Angriffen
des sehr aggressiven Jungens und fühlte sich dort
schrecklich, obwohl sie in einer tollen Wohngegend wohnte und
es sonst eine Traumgegend war, die ganz Umgebung und das
kulturelle Angebot. Sie hatte jedesmal ein seltsames Gefühl, wenn sie zu der Familie musste. Meine Tochter bekam das alles mit und war
entrüstet darüber, auch die anderen Freunde dort. Die Französin wechselte deshalb in eine andere Familie nach 2-3 Monaten und ging in eine verlassene Gegend in die Rockies und fühlte sich dort wohler.
Sie hatte sich eigentlich sehr auf die Tätigkeit und Umgebung
gefreut, wäre dieser Junge nicht gewesen und seine
merkwürdige Familie. Als sie wieder in Frankreich
war, schrieb sie, dass sie lange braucht, um das zu verdauen und
sowas nie mehr erleben möchte. Sie war ganz normal nach
Schilderungen meiner Tochter, also nicht überempfindlich.
-
13.04.2010, 11:20
AW: US -Eltern schicken Adoptiv Kind alleine zurück...
ich weiss nicht, warum ein kind in eine fremde welt "gestopft" wird, wenn es aus aus einem sibirischen waisenhaus, in dem es traumatisiert wurde, in eine richtige familie kommt, die auch noch wohlhabend ist und dem kind viel bieten kann. fuer die meisten kinder waere das weniger ein "stopfen" als eine befreiung und eine chance fuers leben.
das ist ueberhaupt nicht laecherlich, wenn der kleine tyrann in deinem haus lebt. ein siebenjaehriger waere, wenn er wollte, auch locker in der lage, das haus abzufackeln oder anderen schweren schaden anzurichten. und in ein kellerloch einsperren kann man ihn auch nicht.


Zitieren
