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    Gossenjounalismus

    Wie zu erwarten, nutzt das "Nachrichtenmagazin" DER SPIEGEL die Gunst der Stunde, um zu demonstrieren, was wahrer Gossenjournalismus ist.

    Schon 2002 machte man sich mit Post-mortem-Homestorys zum eilfertigen Erfüllungsgehilfen herostratischer Psychopathen - warum also 2009 sich was Neues einfallen lassen?

    Bedauerlich nur, dass ich dieses bigotte Schundmagazin schon vor 10 Jahren abbestellt habe - sonst könnte ich es jetzt tun.

    Gibt es eigentlich noch jemanden, dem diese Art von Journalismus so dermaßen auf den Zeiger geht?
    Geändert von Halbmast... (14.03.2009 um 15:51 Uhr) Grund: grammatikalische Inkongruenz korrigiert und mich geschämt

    ...praeter gallum, qui cantat.

  2. Inaktiver User

    AW: Gossenjounalismus

    Was müssen die Eltern von Tim empfinden, wenn sie das Bild ihres Kindes auf dem Titelbild sehen - mit diesem unsäglichen Titel.

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    AW: Gossenjounalismus

    Und was ein anderer verstörter unglücklicher Jugendlicher, der sich nicht gesehen fühlt?
    Drink in your summer, gather your corn
    M. Jagger

  4. Inaktiver User

    AW: Gossenjounalismus

    SZ: Wie hoch sind die Nachahmungseffekte bei Amokläufern?

    Bannenberg: Sehr hoch. Auch wegen der Medien, die das Gesicht des Täters, seine Waffen, seine schwarze Kleidung zeigen und ein mystisches Bild von ihm zeichnen. Das wirkt wie ein Vorbild. Bei Selbstmorden sind die Medien sehr zurückhaltend, um nicht Nachahmer zu provozieren. Bei Amokläufen gilt leider das Gegenteil. Ab jetzt besteht die große Gefahr, dass wir es in den nächsten Wochen oder Monaten mit einem Nachahmungstäter zu tun bekommen.
    Süddeutsche

    Wieviele kommen erst durch diese Art von Berichterstattung auf solche Gedanken?

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    AW: Gossenjounalismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Süddeutsche

    Wieviele kommen erst durch diese Art von Berichterstattung auf solche Gedanken?
    Das meinte ich mit meinem Beitrag. Zum Heulen.
    Drink in your summer, gather your corn
    M. Jagger

  6. Inaktiver User

    AW: Gossenjounalismus

    Dennoch finde ich es nicht vorwerfbar, dass über ein Ereignis, das das ganze Land erschüttert hat, berichtet wird. Ich bin sicher, dass Winnenden auch am Donnerstag im "Stern" und vielen anderen Zeitungen die Titelstory sein wird.

    Aber dieses Bild mit dem Ausdruck "Killer" erinnert mich doch eher an eine ganz bestimmte Tageszeitung.

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    AW: Gossenjounalismus

    Natürlich wird über die Tat berichtet...aber es gehört einfach kein Bild vom Täter aufs Titelbild! Über den Täter sollte nur höchst verhalten und anonymisiert berichtet werden.
    Drink in your summer, gather your corn
    M. Jagger

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    AW: Gossenjounalismus

    Zitat Zitat von Halbmast... Beitrag anzeigen
    Wie zu erwarten, nutzt das "Nachrichtenmagazin" DER SPIEGEL die Gunst der Stunde, um zu demonstrieren, was wahrer Gossenjournalismus ist.

    Schon 2002 machte man sich mit Post-mortem-Homestorys zum eilfertigen Erfüllungsgehilfen herostratischer Psychopathen - warum also 2009 sich was Neues einfallen lassen?

    Bedauerlich nur, dass ich dieses bigotte Schundmagazin schon vor 10 Jahren abbestellt habe - sonst könnte ich es jetzt tun.

    Gibt es eigentlich noch jemanden, den diese Art von Journalismus so dermaßen auf den Zeiger geht?
    Der "Spiegel" schreibt sehr souverän und ich finde es bestens, dass das Nachrichtenmagazin hierzu die Bevölkerung informiert. Das ist kein Gossenjournalismus, sondern notwendige Berichterstattung.
    Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Søren Kierkegaard)

    Ein wahrer Freund ist der, der dein Lächeln sieht, aber weiß, dass deine Seele weint.

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    AW: Gossenjounalismus

    Zitat Zitat von Halbmast... Beitrag anzeigen
    Gibt es eigentlich noch jemanden, den diese Art von Journalismus so dermaßen auf den Zeiger geht?
    Ja. Mir. Und vorgestern warf sich Günther Jauch mit in diese Journalistenjauche. Das erste was man nach so einer Tat machen muss ist ja, Mitschüler des Täters ins Studio zu schleifen.

    Bedauerlicherweise hatte sich "zu allem Überfluss" -so Jauch- ein Mensch vor den Zug geworfen, der die Kandidaten zum Auspressen zu ihm transportieren sollte. Schade. Aber die Freischaltung gelang dann -Gott sei Dank !- doch noch. Jauch konnte ihnen ein paar überflüssige Fragen in die unversehrte Weste ballern.
    Mündliche Vereinbarungen sind das Papier nicht wert auf dem sie stehen (Mike Skinner)

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    AW: Gossenjounalismus

    Das "Auspressen" beherrscht ja ansonsten ganz meisterlich das besonders wenig mit Skrupeln behaftete Betroffenheitsflittchen Beckmann. Unvergessen seine Interviews von Überlebenden nach dem Tsunami ("wie war das, als Sie Ihre Frau im Stich ließen, um Ihr Kind zu retten?).
    Drink in your summer, gather your corn
    M. Jagger

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