Ich bin und war schon immer eine Nachteule, mit meinem Beruf ließ sich das immer gut in Einklang bringen, weil meine Arbeitszeiten unregelmäßig waren, mal musste ich früh aufstehen, am nächsten Tag wieder später, so glich sich alles wieder aus.
Jetzt ist der Super-Gau eingetreten: Ich muss jeden Morgen um 7:30 Uhr anfangen zu arbeiten!Das bedeutet in meinem Falle vor Leuten stehen und unterrichten, ich muss also fit, wach und konzentriert sein. Meine beste Anfangszeit ist übrigens zwischen 9 und 10 Uhr, da bin ich voll da und überstehe den Tag gut und ohne Durchhänger, aber die frühe Zeit jetzt geht gar nicht. Nach fast zwei Wochen klappt zwar das Aufstehen um 5:30 Uhr, aber wenn ich nachmittags zu Hause bin, falle ich erst mal tot aufs Sofa und schlafe wie ein Stein, abends muss ich mich noch mal an den Schreibtisch setzen, weil der nächste Tag auch geplant sein will. Stressig ist es vor allem deshalb, weil ich noch zusätzliche Stunden übernehmen musste wegen eines längerfristig erkrankten Kollegen.
Dazu kommt noch ein Umzug in einigen Wochen, derzeit muss ich mich auch noch um alle möglichen anderen Dinge kümmern und das Schlimmste steht noch bevor. Mir schwant Böses, denn heute bin ich mit einer fetten Erkältung aufgewacht, wenn das so weiter geht, liege ich demnächst flach und ich gehöre eigentlich nicht zur kränkelnden Fraktion.
Ab Mitte Oktober wird alles entspannter, aber wie kriege ich bis dahin mein Leben geregelt? Wie geht ihr mit solchen Situationen um?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 15
-
19.08.2008, 22:13
Wie überstehe ich am besten die nächsten Monate?
-
20.08.2008, 10:42Inaktiver User
AW: Wie überstehe ich am besten die nächsten Monate?
ich kann Dich gut verstehen, "morgens" ist wahrlich auch nicht meine Tageszeit!
Aber angesichts der turbulenten Monate, die auf Dich zukommen:
Lass Dich nicht schon im Vorfeld davon überrennen- nach dem Motto "Ogottogott, das schaffe ich eh nicht".
Eins nach dem anderen, der Tag hat nur 24 Stunden, daran wirst auch Du nichts ändern.
Wenn Du nach Deinem Vormittag so kaputt bist, dann hau Dich eben eine Stunde lang hin- Pausen sind nichts Negatives!
Laß den einen oder anderen Umzugskarton ungepackt und verschnauf lieber mal. Danach geht es einem ja meist besser und man packt's wieder schwungvoller.
Im Übrigen wird die Welt nicht untergehen, wenn Du nicht alles geregelt kriegst.
Betrachte die Dinge, die Du geregelt kriegst, mal als was Positives und nicht nur als Last.
-
23.08.2008, 22:39
AW: Wie überstehe ich am besten die nächsten Monate?
Danke für deine aufmunternden Worte!
Ja, ich lerne gerade zwangsläufig, auch mal Dinge liegen zu lassen oder mir eine Pause zu gönnen, dennoch fühle ich mich die ganze Zeit über schlapp und übernächtigt, weil ich die ganze Zeit gegen meinen Rhythmus lebe. Kennen das noch andere und möchten mir ihre Erfahrungen mitteilen?
-
28.08.2008, 16:19Inaktiver User
AW: Wie überstehe ich am besten die nächsten Monate?
Wieso musst du schon um 5.30 aufstehen, wenn du um 7.30 arbeiten musst?
Zitat von Sehnsuchtsvolle
Kinder zu versorgen? Gute 1 Stunden Anfahrt?
Wenn nicht, versuche dir das doch so zu organisieren, dass du später aufstehen kannst, um deinem Rythmus besser gerecht zu werden.
Also am Abend alles fertig rauslegen, evtl. auch Duschen usw.
Dann am Morgen nur schnell angezogen, fertigmachen, kurzes Frühstück, Sachen gegriffen - und los.
-
28.08.2008, 23:15
AW: Wie überstehe ich am besten die nächsten Monate?
Liame, nee, leider ist an 5:30 nicht zu rütteln.
. Ich muss eine Stunde später das Haus verlassen und 60 Minuten brauche ich morgens einfach für alles... .
-
29.08.2008, 07:38Inaktiver User
AW: Wie überstehe ich am besten die nächsten Monate?
Hast Du Dich inzwischen an das frühe Aufstehen gewöhnt?
Wenn nicht, Du wirst sehen, nach einiger Zeit macht es Dir nichts mehr aus. Ich stehe 4x die Woche um 5.00 Uhr auf, 1x die Woche um 3.45 Uhr. Daheim bin ich so gegen 17.00/17.30 Uhr und muss mich dann schon zur "2. Schicht" überwinden. Wenn ich gleich auf der Couch lande, geht gar nichts mehr. Also erledige ich erst alles für den Abend und den nächsten Tag und was im Haushalt so anliegt. Gegen 20.00 Uhr ist dann klar Schiff und erst dann gehts zum gemütlichen Teil über. So komme ich gut zurecht. Wenn ich nach dem Heimkommen eine Pause einlegen würde, würde sicher gar nichts mehr gehen. Klar, zum Wochenende hin - wie heute - merke ich schon, dass das schlaucht. Aber der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier.
-
02.09.2008, 22:00
AW: Wie überstehe ich am besten die nächsten Monate?
Pusteblume, mittlerweile geht es ein bisschen besser, aber toll ist es nach wie vor nicht. Am späten Nachmittag bin ich zu nichts zu gebrauchen und muss mich arg quälen, um nicht zu schlafen. Abends bin ich auch nach wie vor nicht recht müde und liege meistens bis mindestens 11 Uhr wach. Hoffentlich wird das bald besser! (Wenn ich z.B. um 9 Uhr anfangen muss, ist es für mich perfekt, ich komme gut durch den Tag und habe nur ein kleines Nachmittagstief. Ins Bett abends um 12 und aufstehen zwischen 7 und 8 ist für mich perfekt!)
Schaffst du es eigentlich in der Woche Freunde zu sehen oder Hobbys nachzugehen? Das kriege ich nämlich überhaupt nicht mehr hin... .
-
04.09.2008, 08:44
AW: Wie überstehe ich am besten die nächsten Monate?
Hallo Sehnsuchtsvolle,
ich kann Dich gut verstehen!! Auch ich habe so ein "ideales Zeitfenster", das weit jenseits von 5.30 h liegt. Wenn ich immer um 9 mit der Arbeit beginnen könnte, wäre ich deutlich fitter und motivierter. Auch für die Kinder wäre das besser (es gibt ja sogar Untersuchungen über den idealen Schulbeginn).
Wenn ich zu wenig Schlaf bekomme, kriege ich die ersten Stunden des Tages noch irgendwie geregelt, aber ab mittags ist dann Schluss. Es ist oft wirklich so, dass ich mich nachmittags hinlegen MUSS, weil mein Kreislauf verrückt spielt, mir übel wird, mein Kopf dröhnt, ich mich nicht mehr konzentrieren kann... Kennst Du das?? Meist reichen 20 Minuten, um wieder auf die Füße zu kommen, ein Kaffee dazu, dann ist es okay. Leider hat man nicht immer die Gelegenheit für solche Pausen. Letztes Jahr war ich in Mutter-Kind-Kur und habe da gelernt, dass man sich Auszeiten (und auch Tages-Schläfchen) gönnen kann und MUSS, wenn man merkt: es tut einem gut. Jeder hat halt einen anderen Biorhythmus und eine andere "innere Batterie"! Der Nachteil, wenn man sich tagsüber zu spät oder zu lange selbst aus dem Verkehr zieht: man ist abends zu wach. Habe ich auch hin und wieder, außerdem genieße ich einfach die ruhigen Abendstunden ohne Verpflichtungen, aber es ist okay; um am Nachmittag nicht völlig abzutauchen, stelle ich mir den Wecker. Mir hilft es auf jeden Fall, wenn ich morgens weiß: okay, ich bin völlig platt, aber ich kann mich ja später aufs Ohr hauen. Wenn das terminlich nicht geht, bin ich schnell genervt und fühle mich unter Druck.
Gönn Dir Deine Pausen, freu Dich drauf, sieh es als notwendig an! Das ist halt Dein momentaner Rhythmus. Ich glaube nicht, dass sich Leute wie wir "zwingen" können, sich umzustellen und mit weniger Schlaf oder anderen Schlafzeiten auszukommen. Ich habe eine Zeitlang im Schichtdienst gearbeitet und es hat nie wirklich funktioniert. Ich gewöhne mich da an nix.
Das Problem, kaum Zeit und Energie für Freunde und Hobbies zu haben, kenne ich ebenfalls! Ich bin immer noch auf der Suche nach Lösungen. Phasenweise läuft es besser, da bin ich nicht so kaputt und kriege mehr geregelt. Vielleicht muss man akzeptieren, dass es eben Phasen GIBT. Mal so, mal so.
Heute ist mein Sohn krank, liegt im Bett und schläft, ich kann nicht zur Arbeit. Und auf einmal liegen ein paar freie Stunden vor einem... man kann in Ruhe die Wäsche machen, die Treppe putzen (das allerdings eher NICHT), ein Buch (vor-)lesen, eine Wand streichen, die Balkonblumen überarbeiten... lauter Sachen, die man sonst unter Zeitdruck oder gar nicht macht. Da wird einem deutlich, welches Mammutprogramm sonst andauernd bewältigt werden muss und wie wohltuend es ist, mal etwas Druck rauszunehmen. Vieles im Leben ist eine Frage der Balance, der Organisation. Hm. Meinen "idealen Tagesablauf" suche ich immer noch. Ich taste mich langsam ran. Zumindest weiß ich, dass Pausen darin vorkommen müssen, das hätte ich mir vor 2 Jahren noch nicht zugestanden.
Ich wünsche Dir, dass Du Dich in Zukunft möglichst fit fühlst und Deinen Rhythmus findest!!!
-
04.09.2008, 11:30Inaktiver User
AW: Wie überstehe ich am besten die nächsten Monate?
was mir noch einfällt: plane gleich ordentliche Ernährung ein - notfalls halt auch mit Vitaminergänzung. Wenn du Stress hast, isst du wohl eher nicht/on the go - und da muss man vor/nachsorgen.
(mir geht's selbst so: Mo-Do unterwegs, fast nur schnelles Essen/Kantine. Am WE dafür Obst/Gemüse soviel möglich, damit alles wieder in Schwung kommt).
-
07.09.2008, 21:26
AW: Wie überstehe ich am besten die nächsten Monate?
Bei Powerproblemen helfen mir Ginseng-Tabletten. Aber erstmal vorsichtig dosieren (1 Tablette am Tag), manche Leute kriegen Kopfschmerzen oder leiden unter Übelkeit und Durchfall von diesem Präparat.
Gibt`s in teuer und billig in Drogeriediscountern.Der Mensch - ein Sackgassenerfindung der Evolution?


Das bedeutet in meinem Falle vor Leuten stehen und unterrichten, ich muss also fit, wach und konzentriert sein. Meine beste Anfangszeit ist übrigens zwischen 9 und 10 Uhr, da bin ich voll da und überstehe den Tag gut und ohne Durchhänger, aber die frühe Zeit jetzt geht gar nicht. Nach fast zwei Wochen klappt zwar das Aufstehen um 5:30 Uhr, aber wenn ich nachmittags zu Hause bin, falle ich erst mal tot aufs Sofa und schlafe wie ein Stein, abends muss ich mich noch mal an den Schreibtisch setzen, weil der nächste Tag auch geplant sein will. Stressig ist es vor allem deshalb, weil ich noch zusätzliche Stunden übernehmen musste wegen eines längerfristig erkrankten Kollegen.
Zitieren