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  1. VIP Avatar von Zuza.
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    Autogenes Training

    Hallo zusammen,

    ich schwanke, ob es Sinn macht, jemandem ein Buch + CD o.ä. zum Thema Autogenes Training zu schenken, der das aber noch nicht gemacht hat, oder ob es notwendig ist, das richtig zu lernen. Bei diesem Jemand handelt es sich um meinen Sohn, der in der Endphase seines Studiums steckt und im Sommer bedenkliche Anzeiche zeigte, die in Richtung Panikattacken gingen (Benommenheit, Schwindel, nicht richtig atmen können, Kopf zu, Konzentrationsprobleme, Schlafprobleme). Organisch ist er gesund, er hat sich durchchecken lassen. Aber er steht unter Strom und kommt schlecht runter, hat Kopfkino (ich muss, ich muss, ich muss ...) Ich denke, Entspannungstechniken zu lernen und zu praktizieren, wird da nicht das Verkehrteste sein.

    Es gibt einen Wust von Angeboten, allerdings fällt es mir schwer zu erkennen, was gut ist und was nicht. Auf Leserrezensionen im Shop gebe ich nicht viel.

    Kann jemand hier etwas empfehlen, was gut ist? (Und bitte keine Shoplinks, die muss Ganda löschen, einfach Namen/Autor etc. nennen, ich finde das.)

    Danke.

    LG,
    Zuza
    .
    Glück ist ein Tuwort.
    Geändert von Zuza. (28.11.2018 um 14:10 Uhr)

  2. Avatar von Strassenkatze
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    AW: Autogenes Training

    Hallo Zuza!

    Ich empfehle Produkte von Minddrops. Du findest davon auch einiges an Hörproben im Netz.
    Noch besser als das Autogene Training wirkt bei mir die CD mit der Atementspannung.
    Die Sprecherin hat eine wirklich wunderschöne Stimme. Sehr zu empfehlen!

    LG Strasenkatze

  3. Avatar von LulaMae
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    AW: Autogenes Training

    Ich persönlich finde Kurse besser, weil einem da viel erklärt wird und weil man zusammen übt. Ist natürlich nervig, weil zeitaufwendig, wenn man eh schon ständig unter Strom steht.

    Wenn CD, dann würde ich drauf achten, dass der Sprecher eine angenehme Stimme hat, wie Strassenkatze bereits schrieb.
    Bevor ich mich jetzt aufrege,
    isses mir lieber egal.

  4. Avatar von taggecko
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    AW: Autogenes Training

    Muskelrelaxation nach Jacobson ist einfacher zu erlernen als autogenes Training. Und für jemand mit Panikattacken und Somatisierung ohne Anleitung auch nicht so geeignet, da die Betroffenen sowieso in ihren Körper sehr reinhören. Da wäre etwas wie asiatische Kampfsportarten, Thai Chi, Klettern, Bogenschiessen besser geeignet- verbindet Bewegung mit Fokussierung auf Atmung und meditativen Elementen.

  5. Avatar von linsemo
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    AW: Autogenes Training

    Besser als AT ist Yoga. Da wird man ruhig und ausgeglichen Ich kenne beides aber ich schwöre auf Yoga, auf Vinyasa-Yoga. Da gibt es bei youtube tolle Videos, die man ohne immer hingucken zu müssen, nur mit der Awleisung nachmachen kann.

    Vor einigen Jahren habe ich AT bei der VHS gemacht. Ich fand es ziemlich mühselig, wogegen man beim Yoga auch für körperliche Fitness sorgt. Man wird beweglicher im Körper und so auch beweglicher im Geist, im Denken. Yoga sorgt für guten Atem, der Atmen ist das A und O beim Yoga, man wird konzentrierter, gelassener, entspannter, denkt klarer und das wichtigste überhaupt man wird ruhiger.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Ich bin heute so blöd, ich könnte Amerika regieren.
    Oma ist so dick, weil sie so voller Liebe steckt.

  6. Avatar von Hair
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    AW: Autogenes Training

    Ich kenne beides, Yoga und Autogenes Training. Für einen Mann würde ich als Schnelllösung in der derzeitigen Situation AT bevorzugen.
    Und in der Tat einen Kurs. ME würde es ein Crash Kurs am WE tun. Einmal die Reihenfolge der Techniken lernen, ausprobieren.
    Dann merkt man schnell ob es paßt.
    Bei AT könnte ich mir vorstellen, dass man das auch mit einem Hörbuch lernen kann.
    Es treten aber immer mal Fragen auf, komische Situationen, wo man am Anfang sich wundert, oder sogar besorgt ist. Da ist ein Lehrer hilfreich.
    Gibt es das nicht an der Uni? Auf jeden Fall im VHS.

    Da ich so davon überzeugt bin, habe ich sogar mal versucht, es meinen Kindern beizubringen.

    Als erstes haben wir im Kurs diese Progressive Muskelentspannung gelernt. Das ist sehr gut für die Entspannung. Das kann man durch ein Buch bestimmt lernen.

    Alles Gute für Deinen Sohn.

  7. VIP Avatar von Zuza.
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    AW: Autogenes Training

    Ich danke euch sehr.

    Einige CDs von Minddrops hatte ich auch gesehen und freue mich über dein positives Feedback, Straßenkatze. Ich denke, mit einer Atementspannung wird mein Sohn nichts falsch machen können, die ist gut angeleitet. Ich habe bei Youtube mal reingehört, das klingt gut und die Sprecherin hat wirklich eine sehr angenehme Stimme. Erinnert mich an die Tiefenentspannung nach einer Yogastunde.

    Das mit dem Autogenen Training lasse ich mal sein, was das Selbst-Erlernen mit Buch/CD angeht, werde ihm aber ans Herz legen, da mal ein paar Stunden für einen Kurs zu investieren. Ich hatte mal geschaut, das kostet ja nicht die Welt. Die VHS bei ihm bietet Kurse an, die aktuellen laufen aber oder sind schon durch. Ob seine Uni was anbietet, müsste er fragen.

    Sport treibt er regelmäßig, er läuft und er fährt Rennrad, im Winter "wohnt" sein Rad im Wohnzimmer und er fährt dort mit Hilfe eines Rollentrainers. Er ist jemand, bei dem viel über den Kopf läuft. Er macht sich leider oft unnötigen Druck, ist sehr zielstrebig und inzwischen auch recht ehrgeizig. Das ist ja nicht zwangsläufig etwas Schlechtes, aber an der Dosierung muss er noch feilen; ein bisschen der in seiner Schulzeit von ihm unbewusst praktizierten 80-20-Regel würde ihm jetzt gut tun.

    Mit Yoga werde ich ihm nicht kommen müssen, hatte ich auch schon angeregt. Ich übe Yoga selbst seit gut 7-8 Jahren und weiß, wie es wirkt und was man damit erzielen kann, wenn man sich darauf einlässt und regelmäßig übt. Aber sobald ich das Wort in den Mund nehme, verdreht er die Augen (da kommt er auf meinen Mann ). Yoga ist für ihn irgendwas zwischen esoterischem Om und sich Verrenken, und da kann ich erklären, was ich will, das geht links rein und rechts raus, da schaltet er auf Durchzug. Vielleicht kommt er mit 50 auf den Trichter, bis dahin hat er noch 25 Jahre.

    Nachtrag: PMR von Jacoben! Das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, da haben wir evtl. sogar noch ein Buch mit CD hier, fällt mir gerade ein. Mein Mann durfte das vor Jahren auch mal lernen, aus ähnlichen Gründen.
    .
    Glück ist ein Tuwort.

  8. Avatar von WhiteTara
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    AW: Autogenes Training

    Egal was man da nun üben will zur Entspannung, ich finde es grundsätzlich geschickter, erstmal irgendwie mit einem Menschen zu lernen. Das Buch oder die CD kann einem keine Rückmeldung geben, wenn Unsicherheit auftaucht. ein Wochenendworkshop zum Ausprobieren bringt genügend Einblick, ob das gewählte was für einen ist und man in der Richtung weiter machen will oder nicht. Und dann kann man auch gleich Tipps mit nach Hause nahmen, wie man allein üben kann.

    Was genau nun für deinen Sohn passend währe, ahne ich nicht, weil ich ihn gar nicht kenne. Da muss er wohl einfach irgendetwas mal ausprobieren, um zu sehen, ob es gut tut.
    Ich höre immer sehr viel "Oh Yoga ist klasse" oder "Progressive Muskelentspannung hilft total gut" --> jaaa, das würde ich niemals bestreiten, beides gutes Möglichkeiten runter zu kommen und Entspannung zu finden, aber für mich persönlich ist es genau nicht das richtige; die Progressive Muskelentspannung macht mich regelrecht agressiv...Yoga (verschiedenen Varianten bereits ausprobiert) kann ich machen, hinterlässt aber den Eindruck "und nu ???"...kann ich machen, kann ich aber auch einfach lassen Ich selbst bin mit den Jahren über Tai Chi Chuan beim Qi Gong gelandet, was ich regelmäßig mache. Aber da muss wirklich jeder für sich ausprobieren, was einem liegt.

    Aber wenn es dir bei der Entscheidung hilft Zuza: Die Tiefenentspannung, die man beim Autogenen Training anstrebt, die kann man vermutlich auch mit einer CD finden. Ein Bekannter von mir bietet schon seit vielen Jahren unter anderem Autogenes Training an und er macht das z.B. auch per Telefon-Coaching . Das heißt, man muss nicht irgendwo zu einem Kurs laufen und mühsam etwas erlernen, sondern die Anleitung, wo man selbst seine Aufmerksamkeit im Körper gerade hinlenken soll, um Entspannung zu finden, kann auch einfach übers Telefon kommen -> Köpfhörer ins Handy stöpseln, sich hinlegen und los geht es (oder Telefon auf Lautsprecher stellen). Der Vorteil so einer Anleitung ist: man muss sich selbst keine Gedanken darüber machen, was man jetzt wo im Körper erspüren sollte, wie man atmet oder grübeln, wie es nun im Buch stand etc. weil der andere einem genau das abnimmt und sagt, was als nächstes kommt und wie man es machen sollte. Falls du die Telefonnummer gerne haben möchtest (vielleicht auch einfach um den Fachmann zu fragen, ob er eine CD/Buch besonders empfehlen könnte) kannst du mir eine PN schreiben.
    LG WhiteTara

  9. Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Autogenes Training

    Zuza, danke für den vorsorglichen Hinweis auf Shoplinks. Zum Thema gleich noch.

    Zitat Zitat von taggecko Beitrag anzeigen
    Muskelrelaxation nach Jacobson ist einfacher zu erlernen als autogenes Training. Und für jemand mit Panikattacken und Somatisierung ohne Anleitung auch nicht so geeignet ...
    Da werden dir die Fachleuts heftig widersprechen, taggecko. Auch ich kenne PMR - nach eigenen Erfahrungen mit Panikattacken - als einfach erlernbares und wunderbares Mittel, Attacken dauerhaft in den Griff zu bekommen.

    Zitat Zitat von WhiteTara Beitrag anzeigen
    Egal was man da nun üben will zur Entspannung, ich finde es grundsätzlich geschickter, erstmal irgendwie mit einem Menschen zu lernen.
    Volle Zustimmung. Und zwar erst mal mit einer realen Person im gleichen Raum. Telefon und CDs kommen später.
    Es ist nicht nur wichtig, dass die Übungen vor- und mitgemacht werden, sondern auch, dass der Lernende im Auge behalten werden kann. Beim autogenen Training und bei der Muskelentspannung kann's zu überraschenden körperlichen Reaktionen, die den "Schüler" erschrecken, aber völlig harmlos sind. Da reicht ne einfache Erklärung vorher oder während der Übung. Kann aber auch sein, dass die Reaktion einem Bereich entspricht, die zeigt, dass der "Schüler" für diese Entspannungstechnik nicht geeignet ist. Dann braucht er eine andere Form. Das erkennt aber nur ein erfahrener Therapeut.

    die Progressive Muskelentspannung macht mich regelrecht agressiv.

    Ist die Ausnahme. Es kann auch was schief gelaufen sein bei deiner Anleitung. Die meisten Leute sind wirklich danach tiefenentspannt, es gibt Zustände von gelöstem Kichern bis zu tiefem Schnarchen.^^ Aber Aggression? Eher im Gegenteil.


    Zuza, Muskelentspannung ist gerade für Anfänger schon ne super Sache. Ich tendiere dazu. Weil sie schnell Erfolge bringt und mit ein paar Sitzungen schon selbständig zu machen ist. Ich würde ich in zum Hausarzt schicken. PMR wird bei Panikattacken von der Krankenkasse unterstützt. Es gibt Listen von Therapeuten, zu denen er gehen kann. Oder die Luxus-Variante: Ihr schenkt ihm einen ganz privaten Einzel-Kurs. Danach kann er es mit und ohne CD auch alleine. - Und wenn es ihm nicht liegt, AT probieren, jedenfalls diesen Druck und die Spannung angehen, bevor er wirklich krank wird. Das wird schon, aber er muss dran bleiben. Viel Erfolg!
    Empörungsmob
    John Malkovich über Social Media und Co, Interview Augsburger Allgemeine Zeitung, 15.12.2018

    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
    Arnulf Rating

  10. Avatar von taggecko
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    AW: Autogenes Training

    Ganda- da hatte ich mich missverständlich ausgedrückt. AT kann bei Panikattacken schwierig sein, weil die Leute eh sehr in sich reinhorchen. PMR ist besser geeignet.

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