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  1. Registriert seit
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    Gesundheit der Kinder nach IVF

    Ich habe kürzlich diesen Artikel über die Folgen einer Kinderwunschbehandlung für das Kind gelesen:

    Kunstliche Befruchtung: Diese Kinder sind doch nicht so gesund | ZEIT ONLINE

    Was haltet Ihr davon?


  2. Registriert seit
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    AW: Gesundheit der Kinder nach IVF

    Mein Englisch ist nicht gut genug, um die Originalstudie richtig zu lesen und einzuschätzen.

    Im Ärzteblatt war ebenfalls ein Artikel.

    Ich sehe es so: wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen wurden ( genetisch bedingte Herz- Kreislaufprobleme, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung) sollte man das weiter Beobachten und betroffene Kinder von Geburt an hinsichtlich dieser Probleme engmaschig überwachen, damit rechtzeitig eingegriffen werden kann, bevor es dauerhafte Schäden gibt.

  3. Avatar von Mambi
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    AW: Gesundheit der Kinder nach IVF

    Vielleicht haben diese Kinder einfach einen hohen Blutdruck, weil sie öfter Helikoptereltern haben, die sie mit ständiger Sorge stressen ...? Die das so schwer "erarbeitete" Kind (vielleicht verständlicherweise) einfach über-umsorgen?
    Nur mal so in den Raum geworfen.
    Die "Kinder" (inzwischen Erwachsene), die ich kenne und die auf diese Art gezeugt wurden, sind so normal und gesund wie alle anderen.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

  4. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Gesundheit der Kinder nach IVF

    Es scheint sich schon um Mechanismen in den Gefäßwänden zu handeln, die auch tierexperimentell gezeigt werden konnten. Es sind noch relativ kleine Studien, aber die Tendenz scheint sich anzudeuten, dass die Kinder, die mit reproduktionsmedizinischer Hilfe gezeugt wurden, eine schnellere Gefäßalterung aufweisen. Man wird u.a. größere Studien mit genauerer Aufschlüsselung nach besonderen Risiken (Mehrlingsgeburten, mütterliche Eklampsie, Schwangerschaftsdiabetes, arteriellem Hochdruck) abwarten müssen.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"


  5. Registriert seit
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    AW: Gesundheit der Kinder nach IVF

    Hm, das liest man natürlich 5 Wochen vor ET mit einem ICSI-Baby nicht so gern

    Meine Gedanken dazu:
    - grundsätzlich denke ich, dass jeder, der eine unterstützte Befruchtung in Angriff nimmt, sich dazu Gedanken macht (machen sollte), was die Folgen sein könnten. Einmal für die behandelte Frau - die Hormondosen sind ja auch nicht ohne - einmal natürlich für die Kinder. Dass bislang keine negativen Folgen bekannt sind/waren, heißt ja noch lange nicht, dass es sie nicht gibt, sondern nur, dass die Forschung noch keine entdeckt hat. Ich kann nur für uns sprechen, aber wir haben das durchaus abgewogen.
    - allerdings kann man natürlich nur nach aktuellem Info-Stand entscheiden; und da sieht es ja bislang so aus, dass zumindest keine massiven, gravierenden und deutlich sichtbaren/spürbaren Probleme auftauchen. Vor dem Hintergrund, dass man durchaus auch ohne unterstützte Befruchtung Gesundheitsrisiken "mitgibt", schien uns das Risiko damit vertretbar.
    - rein wissenschaftlich finde ich das sehr interessant (losgelöst von meiner aktuellen Situation), die Ursachensuche ist sicher sehr spannend für die beteiligten Forscher, genauso wie es ja immer noch sehr viele offene Fragen nach dem "Warum" von Unfruchbarkeit gibt, ich denke, dass ist noch ein sehr großes&spannendes (wenn auch teilweise ethisch nicht ganz einfaches) Forschungsfeld. Ich habe auch schon mal eine Studie gelesen, nach der Kryo-Babies tendenziell bei der Geburt größer sind, da weiß man auch nicht so genau, warum. Es gibt schon noch sehr viele unerforschte Prozesse...
    - die wichtigste Frage scheint mir aber zu sein, was man mit der Erkenntnis macht. Erst mal sicher noch weiter absichern/validieren, die Fallzahlen sind ja nicht so wahnsinnig groß und wer weiß, ob es nicht verzerrende Faktoren gibt. Aber dann, was ist die Konsequenz? Es gibt sicher einige, die das sofort als Grund sehen, IVF/ICSI per se abzulehnen, allerdings - wo hört man dann auf? Dürfen dann auch Familien, in denen z.B. Krebs gehäuft auftritt, keine Kinder mehr bekommen? Oder Familien, in denen psychische Erkrankungen, Diabetes oder Bluthochdruck auftreten? Schwierig. Ich sehe das wie @Sasapi - sofern sich das belegen lässt, sollte man dann solche Kinder bzw. später Erwachsenen besser überwachen. Letztendlich sind es auch "nur" Wahrscheinlichkeiten oder Risiken.

  6. Moderation
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    AW: Gesundheit der Kinder nach IVF

    Die Frage ist ja auch: Welche Schlüsse zieht man aus solchen Erkenntnissen? Man hat ja normalerweise nicht die Wahl: "will ich ein ICSI-Baby oder doch lieber ein natürlich gezeugtes?"

    Jeder Mensch, der Kinder bekommt, gibt ihnen auch Risiken mit, die reichen von Kurzsichtigkeit oder Fettleibigkeit bis hin zum schweren Gendefekt. Manche sind auch selbst verantwortet und trotzdem akzeptiert - auch Rauchern rät man ja nicht vom Kinderkriegen ab.

    Aber die Forschung ist auf jeden Fall interessant und sicher notwendig.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  7. Avatar von Mambi
    Registriert seit
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    AW: Gesundheit der Kinder nach IVF

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Aber die Forschung ist auf jeden Fall interessant und sicher notwendig.
    Ich sehe da eher einen negativen Touch - noch weiter hin zum perfekten Kind.
    "Wenn Du dies und das beachtest, dann wird das Kind garantiert gesund." führt meiner Meinung nach zur Ausgrenzung von Eltern mit kranken oder behinderten Kindern, die von außen und sich selbst Vorwürfe in Richtung "warum habt ihr das nicht verhindert" hören ...
    Von daher sehe ich das eher kritisch.
    Was wäre denn die Konsequenz?
    "Wir können kein gesundes Kind garantieren, also raten wir von IVF ab?"
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"


  8. Registriert seit
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    AW: Gesundheit der Kinder nach IVF

    So sehe ich es auch.
    Wenn es tatsächlich an solchen Dingen wie z.b. der Nährlösung liegen sollte ist dem ja leicht abzuhelfen.


  9. Registriert seit
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    AW: Gesundheit der Kinder nach IVF

    Wie bitte?

    Das ist doch nicht "leicht", die richtige Nährlösung zu finden!


  10. Registriert seit
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    AW: Gesundheit der Kinder nach IVF

    Ich finde solche Forschung und Erkenntnisse ja auch im Hinblick auf die Social-Freezing-Debatte interessant, weil sie die Situation noch mehr differenzieren.

    Vielleicht könnte aus solchen und ähnlichen Erkenntnissen auch eine Debatte entstehen, wie die Lebenssituation von jungen Paaren so gestaltet sein könnte/müsste, dass auch eine frühere Schwangerschaft (mit dann geringerer Wahrscheinlichkeit für die Notwendigkeit unterstützender Maßnahmen) häufiger in Frage kommt.

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