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  1. Registriert seit
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    Fühlt ihr euch in eurer Kinderwunschklinik gut aufgehoben?

    Moin Moin,

    wir sind im dritten Zyklus in der Kinderwunschklinik. Ich habe 2013 die Pille abgesetzt, seitdem tut sich nichts (edit - bei meinem Mann ist alles in Ordnung), die KiWu Klinik hat nun PCOS diagnostiziert - wir stimmulieren mit Gonal F (87,5), lösen mit Ovitrelle aus und haben dann GvnP. Soweit so gut. Außer dem Gefühl von Dauer-PMS (was sich bei mir v.a. durch Heulerei äußert), läuft das eigentlich auch alles problemlos. Aber ich weiß nicht, ob ich mich in der Praxis so gut aufgehoben fühle und ich weiß nicht, wie lange ich das Spielchen da mitspielen mag.

    Auf den ersten Gesprächstermin haben wir über ein halbes Jahr gewartet - soweit okay. Waren dann zum Erstgespräch bei Chef A, der auch den zweiten Schall gemacht hat. Dritter Schall war dann bei Gyn C ("Chef A ist nicht da, ist es in Ordnung, wenn Gyn C schallt?" - was will man da sagen? Nein? Ich komm dann übernächsten Dienstag wieder? Danke?), vierter Schall wieder bei Chef A. Der hat dann entschieden, dass wir in Schall zwei und drei auf einer Zyste rumgemessen haben, hat links (das ist meine "PCOS Seite", der rechte Eierstock ist schön, links typisch auffällig) einen gewachsenen Follikel ausgemacht, mich noch zehn Tage spritzen lassen und dann ohne weiteren Schall ausgelöst.
    Zweiter Zyklus erster Schall bei Gyn D, dann Termin zur Eileiterdurchlässigkeit, da hieß es dann Chef A sei an dem Tag nicht im Haus, ob Gyn C das machen könne. Ja klar. Gemacht hat es dann Gyn D, die fand dann den linken Eierstock nicht (der versteckt sich immer ein bisschen) und plopp stand plötzlich Chef A im Raum, stocherte ein bisschen und sagte "Alles schön". Da habe ich mich schon ein bisschen vereiert gefühlt... offensichtlich war "nicht im Haus" ja wohl eher "Kann gerade nicht" - ich mag mich nicht so gerne anlügen lassen. Dann wollte Gyn D im Anschluss noch Blut abnehmen... nach 45 Minuten im Wartezimmer kam dann eine MFA mit meinem Rezept und meinte, ich könne dann gehen. "Und was ist mit Blut?" "Ach, wollte Gyn D nochmal abnehmen?" - nee, ich sitze aus lauter Spaß hier rum, ich hab Urlaub, ist so hübsch bei ihnen. Dritter Schall, schöner Follikel, schön gewachsen, ausgelöst.
    Dritter Zyklus, Termin bei Gyn D ("Chef A hat Urlaub"). Wer holt mich im Wartezimmer ab? Chef B. "Oh, der Follikel ist aber groß für Zyklustag 10. Na, nehmen wir den doch. Bis morgen noch spritzen und Mittwoch auslösen." Heute war ich zum Test da... und habe 45 Minuten im Wartezimmer gesessen, als das Wartezimmer dann das zweite Mal leer war, habe ich mal vorsichtig nachgefragt, ob man mich (wieder) vergessen hat. "Frau Pinguin? Oh. Ja. Sieht so aus. Bleiben Sie mal hier, dann nimmt die Kollegin Sie gleich mit."

    Ist das normal, so ohne Vorwarnung von einem Arzt zum nächsten durchgeschoben zu werden? Ist das normal, dass man "ständig" vergessen wird, weil die offensichtlich eine verpeilte Praxisorganisation haben? Mir ist ja klar, dass die Babys am Fließband machen und ich bin ja mit der Behandlung prinzipiell auch zufrieden (es tut sich was, dass es bisher nicht gefruchtet hat, ist halt Pech), aber das Drumherum? Ich möchte eigentlich schon gerne wissen, wer mich behandelt (und gerne auch mehr als 60 Sekunden vorher) und einen festen Ansprechpartner hätte ich eigentlich auch gerne.

    Bekommt ihr eure Blutwerte? Außer "Ihre Follikelreserve ist zehn Jahre jünger als Sie, das ist bei PCOS oft so" und "Ihr TSH war beim letzten Blutabnehmen ein bisschen hoch, aber wenn Sie sich gut eingestellt fühlen, dann spielen wir bei Hashimoto lieber nicht direkt dran rum" habe ich nie was mitgeteilt bekommen. Das halbe Internet wirft immer mit irgendwelchen Werten um sich... ich wüsste meine gar nicht.

    Mit abfinden? An das Hin und Her gewöhnen? Wechseln? Ich weiß es nicht...
    Ist das bei euch ähnlich? Anders? Fühlt ihr euch gut aufgehoben? Oder ist euch das egal, weil es am wichtigsten ist, dass es am Ende funktioniert?


  2. Registriert seit
    07.03.2014
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    AW: Fühlt ihr euch in eurer Kinderwunschklinik gut aufgehoben?

    Hi Pinguine-haben-Knie (witziger Nick ),

    das klingt ja wirklich eher mittelprächtig. Ich kann dir nur sagen, wie es bei uns war. War eine größere und renommierte Klinik auch mit mehreren Chefs
    Wir hatten einen behandelnden Arzt, aber ich hatte auch mal US bei anderen. Das wurde mir aber vor der Terminvergabe gesagt ("Dr. x ist an dem Tag nicht im Haus, wollen sie den Termin nehmen oder lieber einen anderen"), oder in einigen wenigen Fällen war es kurzfristig, weil Dr. x im Stau stand oder länger im OP war - da konnte ich mir dann aussuchen, ob ich warte oder zu jemand anderem gehe. Bin dann i.d.R. zu jemand anderem, weil ich keine Lust oder Zeit hatte zu warten. Wenn ich dann das nächste Mal wieder beim behandelnden Arzt war, hatte er aber mit der "Vertretung" gesprochen und kannte die Ergebnisse.
    Vergessen fühlte ich mich auch ein, zwei Mal, bin dann nach vorne und habe gefragt, ob sie noch an mich denken. Ich weiß bis heute nicht, ob sie mich wirklich vergessen hatten oder ob einfach so viel los war. Blöd fand ich z.B. an den Tagen der Punktion, wenn es länger gedauert hat, da ich immer so nervös war, dass der ES schon vorbei ist. Ist aber nie passiert, auch wenn wir schon mal 1h länger gewartet haben als geplant. Scheint wohl miteinkalkuliert zu werden.
    Blutwerte habe ich detailliert nur auf Verlangen bekommen, dann aber auch den kompletten Laborauszug. Ansonsten auch Aussagen wie die von dir geschilderten. Ich denke, das liegt daran, dass die Befürchtung besteht, dass man dann doch nur Dr. Google befragt und Werte falsch interpretiert. Wir haben einiges an Überzeugungsarbeit geleistet bis wir dann auch mal ohne komischen Blick und zügig mehr Details bekommen haben bis hin zur Zusammensetzung der Nährlösung für die EZ. Das dauerte aber und ging auch a) weiterhin nur auf Nachfrage und b) als dem Doc klar war, dass wir damit umgehen können, nicht falsch interpretieren und wir c) auch nicht an seiner Kompetenz zweifeln (ich glaube, das war auch ein Punkt bei ihm ). Kann ich auch zum Teil nachvollziehen, muss ich sagen (obwohl ich mich tw. auch ziemlich geärgert habe, habe mich ziemlich im luftleeren Raum gefühlt eine ganze Zeit lang, ich will immer alles ganz genau wissen).

    Du siehst also, einiges von dem, wie es bei euch läuft, hatten wir auch. Aber wir hatten immer den Eindruck, dass sie intern gut organisiert sind und wissen, was sie tun. Das wäre für mich der ausschlaggebende Punkt. Einige von deinen Punkten finde ich eher auch nicht so vertrauenerweckend, um ehrlich zu sein. Fühlt ihr euch medizinisch gut betreut? Das ist ja die Hauptsache. Und gibt´s gute Alternativen im Umfeld?

    Also in Summe: Ja, wir haben uns gut aufgehoben gefühlt. Trotzdem waren wir 1x bei einer Erstberatung in einer anderen Klinik, weil wir nicht ganz sicher waren, ob sie alle Möglichkeiten der Diagnose ausgeschöpft hatten (Zweitmeinung).


  3. Registriert seit
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    AW: Fühlt ihr euch in eurer Kinderwunschklinik gut aufgehoben?

    Danke, Convallaria.
    Ja, medizinisch fühle ich mich soweit gut betreut. Denke ich. Ist ja auch erst der dritte Zyklus. Die sind auch alle nett, das ist es gar nicht, das ist nur alles so chaotisch. Und nach heute Morgen bin ich einfach gefrustet. Ich habe ja auch gar kein Problem, kurz zu warten. V.a. weil die Blutentnahme eh ohne Termin machen (kommen sie zwischen 8 und 10), aber 45 Minuten für etwas, was eine Minute dauert, wenn bei bei Praxisöffnung da bin und vor mir maximal fünf Leute sind... ich bin halt auch nicht der Typ, der dann Umstände machen will, bis ich dann wirklich fragen gehe, ob man mich vergessen hat, muss echt schon ne Menge passieren. Ich war heute fast ein bisschen stolz auf mich, dass ich wieder nach vorne bin
    Alternativen in der Nähe gäbe es, ob die gut oder besser sind? Keine Ahnung. Eine meiner Freundinnen sagte, ihr halbe Pekip Kurs hätte sein Baby aus unserer KiWu-Klinik gehabt... schlecht sind die ganz offensichtlich nicht ;) und von der Lage einfach unschlagbar, ich kann mit minimalem Umweg auf dem Weg zur Arbeit da vorbei (ohne Gefahr zu laufen, meinem Chef dabei in die Arme zu radeln... der direkt neben einer der Alternativen wohnt... die andere Alternative ist noch größer, da habe ich Sorge, noch mehr unterzugehen).
    Nochmal ein halbes Jahr warten für einen Ersttermin für eine Zweitmeinung... dann bin ich kurz vor 40. Ich weiß nicht, ob mein Kinderwunsch so groß ist (der meines Mannes ist es sicherlich, aber der muss den Zirkus ja auch nur am Rande mitmachen).

  4. Avatar von Lucilla01
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    AW: Fühlt ihr euch in eurer Kinderwunschklinik gut aufgehoben?

    Kann Dir von unserer KiWu Klinik folgendes berichten. Wir hatten damals auf den ersten Termin so 3 Monate gewartet und hatten dann eigentlich immer für die wichtigen Termine (Punktion, Nachbesprechung wenn der Versuch nicht geklappt hat usw) immer den gleichen Arzt. Waren auch in einer großen Klinik, ca 10 Ärzte. Für den US zwischendurch oder wenn der Transfer am Wochenende war, hatten wir auch einen anderen Arzt war aber im Vorfeld immer bekannt.
    Die Laborergebnisse hatten wir immer, unsere Praxis hat ein Online Portal, da konnte man alle Ergebnisse anrufen und hatte da auch schriftlich die Informationen zum Auslösen oder so. Wenn wir zum Beispiel für die Krankenkasse oder sonst was noch einen Brief brauchten, mussten wir schon auch nochmal nachfragen und auch beim Gespräch mit dem Arzt dass eine gezielt nachfragen. Aber wir hatten immer ein gutes Gefühl auch von Bauch dass wir trotz der Masse an Patienten da immer gut aufgehoben waren und sie das Richtige tun. Von Arzt über Empfang, bis zur OP Betreuung. Sich dort gut fühlen war für mich neben der medizinischen Betreuung ziemlich wichtig.
    Ein bisschen chaotisch und schlecht organisiert hört es sich bei Dir schon an, auch wenn ihr Euch nicht so wohl fühlt. Wenn ihr die Möglichkeit habt, dass in der Nähe noch eine weitere Klinik ist, warum diese nicht auch anschauen ob ihr Euch da besser aufgehoben fühlt.
    Liebe Grüße


  5. Registriert seit
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    AW: Fühlt ihr euch in eurer Kinderwunschklinik gut aufgehoben?

    Lucilla, danke.
    Nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe (und die Kopfschmerzen vom Wetterumschwung weg sind), habe ich entschieden, wir machen jetzt auf alle Fälle noch einen Zyklus da wo wir sind. Wenn das wieder so chaotisch läuft, telefoniere ich mal rum. Der Punkt ist, für mich ist nach Stimu und GvnP eigentlich eh Schluss. Mehr will (und kann) ich nicht. Die Stimu funktioniert offensichtlich so wie wir sie machen (die Follikel waren in den letzten beiden Zyklen immer schön, die Schleimhaut auch gut aufgebaut) und wenn ich mir physisch und psychisch mehr nicht zumuten will...
    Beiße ich halt im Zweifel in den sauren Apfel, dass ich ständig von wem anders vaginal untersucht werde (solange es nicht die Putzfrau ist, wissen die ja wohl alle was sie tun). Wenn sie mich wieder vergessen, schaue ich mal, was ich mache. Männe sagt, bei Chef A beschweren oder mal den Lauten machen, beides ist so gar nicht ich... mal gucken.

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