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  1. Avatar von Frischling_
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    AW: Gegen Kinderwunschbehandlung entscheiden

    Liebe Frau Klein,

    ich würde mich in einer KIWU vorstellen, falls du das noch nicht gemacht hast. Vielleicht hast du ja auch nur eine Gelbkörperschwäche, die mit ein wenig Progesteron zu beheben ist? Die kurzen Zyklen könnten auf so etwas hindeuten. Das heißt ja nicht, dass du eine IVF oder ICSI machen musst. Es gibt da ja verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und vielleicht brauchst du einfach nur ein wenig medikamentöse Unterstützung. Den Rest kannst du ja weiterhin für dich ausschließen, man wird da zu nichts gezwungen ;-).

    Alles Gute!
    Frischling

  2. Avatar von Pinguine-haben-Knie
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    AW: Gegen Kinderwunschbehandlung entscheiden

    Zitat Zitat von Metaline Beitrag anzeigen
    Irgendwie sträubt sich in mir jedoch etwas gegen eine (oder mehrere) IVF - allein diese medizinische Prozedur, das Bangen und Hoffen, die am Ende doch nicht so überragenden Erfolgsaussichten und natürlich auch die Kosten. Oh je, oh je. Clomifen finde ich noch in Ordnung (eine meiner Schwangerschaften rührte daher), aber darüber hinaus?
    Metaline, ich habe die gleichen Gedankengänge.

    Ich bin unwesentlich jünger als du, wir verhüten seit sechs Jahren nicht mehr, ich war noch nie schwanger und bin jetzt im zweiten Stimulationszyklus mit Gonal f... im ersten haben wir rechts schön auf einer Zyste rumgeschallt und sind dann auf den linken Eierstock ausgewichen (dabei ist das der, bei dem der Gyn laut "PCOS, hab ich doch gesagt" schrie - das macht wenigstens, dass meine Eizellreserve gerade erst 30 ist - juhu?), weil sich da plötztlich doch was tat, im zweiten hatten wir jetzt rechts einen schönen Follikel... Ausgelöst vor einer Woche, seit Donnerstag Utrogest (bäh), jetzt ist noch zehn Tage warten angesagt.

    Mehr "kann" ich glaub ich aber auch nicht. Gut. Mein Kinderwunsch ist jetzt nicht so riesig, ich kann auch ohne leben, der meines Mannes ist größer. Aber ich weiß nicht, was das "Wissen", das gerade eine befruchtete Eizelle transferiert worden ist und das Warten, ob sie bleibt mit meiner Psyche machen würde.
    Ich bin schon unter Gonal ein heulendes Wrack. Das geht mir voll auf die Psyche. Ich weine sogar bei der traurigen Werbung mit dem Orang Utan Baby los. In Anbetracht dessen, dass wir fast niemandem erzählt haben, dass wir uns in Kinderwunschbehandlung begeben haben (meine Physiotherapeutin weiß es, weil es mir am vorletzten Termin rausgeplatzt ist... da war ich nach der Physio auf dem Weg zur Eileiterdurchgängigkeitsuntersuchung, meine Osteopathin weiß es und eine Freundin, mein Mann hat es lediglich seiner Vorgesetzten erzählt), ist die ständige Heulerei irgendwie doch recht lästig. Wenn ich dann noch die psychische Belastung des Embriotransfers mit einberechne und den Kostenfaktor (das ist mein Sommerurlaub) und die Unsicherheit? Nein. Ich glaube nicht, dass das mein Weg ist. Und dann kann ich nur hoffen, dass ich mir in zehn/zwanzig Jahren nicht vorwerfe, den Weg nicht doch gegangen zu sein...

  3. Avatar von Petersilie72
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    AW: Gegen Kinderwunschbehandlung entscheiden

    Was spricht bei Euch allen z. B. gegen eine Eizellspende?
    Man muss seinen Körper kaum mit Medikamenten belasten und die Chancen sind sehr hoch...

    Bin gespannt auf Eure Antworten...

    Liebe Grüße vom Petersilchen
    ...ach wie gut, dass niemand weiß, auf wen und was ich alles schei....ja, ich könnte auch nett sein, bringt aber nix...


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    AW: Gegen Kinderwunschbehandlung entscheiden

    Zitat Zitat von Petersilie72 Beitrag anzeigen
    Was spricht bei Euch allen z. B. gegen eine Eizellspende?
    Man muss seinen Körper kaum mit Medikamenten belasten und die Chancen sind sehr hoch...
    Ich finde es zwar grundsätzlich gut, dass es die Möglichkeit einer Eizellenspende gibt und verstehe auch nicht, wieso das in Deutschland verboten ist. Aber ein Kind, das auf Grund einer Eizellenspende entsteht, wäre eben nur zur Hälfte das Kind von HerrnKlein und mir, es wäre halt nicht richtig "unser Kind". Diese Vorstellung widerstrebt mir persönlich.
    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. (Sokrates)

    Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind.
    Wirklich arm ist nur, wer nie geträumt hat. (Marie von Ebner-Eschenbach)


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    AW: Gegen Kinderwunschbehandlung entscheiden

    Zitat Zitat von Petersilie72 Beitrag anzeigen
    Was spricht bei Euch allen z. B. gegen eine Eizellspende?
    Man muss seinen Körper kaum mit Medikamenten belasten und die Chancen sind sehr hoch...

    Bin gespannt auf Eure Antworten...

    Liebe Grüße vom Petersilchen
    Na ja, die Belastung für die Spenderin ist sehr hoch. Ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich das unbedingt wollte, dass eine andere Frau sich dieser Prozedur unterzieht, damit ich eventuell ein Kind bekomme. Aber das ist meine persönliche Meinung und mein persönliches Wertesystem.

    Auch für die Schwangere gibt es wohl mehr Risiken als bei einer Schwangerschaft, die aus einer eigenen Eizelle entstanden ist (www welt de/print/die_welt/wissen/article12272850/Eizellspende-ist-fuer-Schwangere-riskant.html - Link entlinked, weil bestimmt irgendwo ein kostenpflichtiges Angebot drin ist).

    Das Thema 'andere Gene' ist sicherlich ein generelles, was auch bei Adoptionen zum Tragen kommt. Und die Entscheidung zu treffen, ob ich damit klar komme, dass das Kind Anlagen mitbringen kann, die so gar nicht zu mir passen und ich dann den Grund in den 'fremden Genen' suche - das muss jede/r selbst einschätzen.


  6. Registriert seit
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    AW: Gegen Kinderwunschbehandlung entscheiden

    Was spricht bei Euch allen z. B. gegen eine Eizellspende?
    Man muss seinen Körper kaum mit Medikamenten belasten und die Chancen sind sehr hoch...
    Mich irritiert die Frage, ehrlich gesagt (wahrscheinlich beabsichtigt?). EZS ist ja eher ein spätes (das letzte?) Mittel der Wahl, nämlich dann, wenn es anders nicht funktioniert. Es klingt hier so, als wäre das locker-flockig gemacht und eine total easy Alternative?

    Ja, die Empfängerin (in der Tat, nicht die Spenderin) muss weniger Medis nehmen als bei einer IVF oder eine ICSI (nebenbei: für alle anderen unterstützenden Behandlungen gilt das nicht, es gibt ja sehr viel mehr als IVF und ICSI, das sind ja schon eher die schweren Geschütze).
    Allerdings stelle ich persönlich mir die psychische Belastung sehr hoch vor bei einer EZS. Ich glaube auch nicht, dass jemand vor einer IVF oder ICSI sagt, ach nö, ich mach mal direkt EZS, ist ja viel einfacher. Die meisten möchten eben bevorzugt doch gern ein Kind aus dem eigenen Genpool, sofern das möglich ist. Nicht falsch verstehen, ich bin absolut dafür, EZS in DE auch zu legalisieren und ich finde es auch völlig nachvollziehbar, eine EZS zu machen, nur glaube ich nicht, dass es ein "einfaches" Mittel ist.

  7. Avatar von Feeodora
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    AW: Gegen Kinderwunschbehandlung entscheiden

    Hallo zusammen,

    hab mich von diesem Strang angesprochen gefühlt und mich in vielem wiedergefunden.

    Ich bin jetzt grade auf dem Sprung aber wollte kurz liebe Grüße da lassen. Ich schreibe eigentlich (schon sehr lange) drüben im Hoffnungsstrang mit. Vielleicht kennt mich ja die ein oder andere.

    Jedenfalls bin ich auch ü40 und somit muss man sich eben Gedanken machen wie es nun weiter geht.

    Ich werd noch mal in Ruhe nachlesen und mich die Tage mal melden.

    Liebe Grüße

  8. Avatar von Pinguine-haben-Knie
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    AW: Gegen Kinderwunschbehandlung entscheiden

    Zitat Zitat von Petersilie72 Beitrag anzeigen
    Was spricht bei Euch allen z. B. gegen eine Eizellspende?
    Das gleiche, was für mich gegen eine IVF/ICSI spricht? Die psychische Belastung, die Unsicherheit, die Kosten. Mal davon abgesehen, dass es in Deutschland nicht erlaubt ist und mein Kinderwunsch für den Aufwand nicht groß genug ist.

  9. Avatar von Mailine
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    AW: Gegen Kinderwunschbehandlung entscheiden

    Zitat Zitat von Ichbinsdochnur Beitrag anzeigen
    Na ja, die Belastung für die Spenderin ist sehr hoch. Ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich das unbedingt wollte, dass eine andere Frau sich dieser Prozedur unterzieht, damit ich eventuell ein Kind bekomme. Aber das ist meine persönliche Meinung und mein persönliches Wertesystem.

    Auch für die Schwangere gibt es wohl mehr Risiken als bei einer Schwangerschaft, die aus einer eigenen Eizelle entstanden ist (www welt de/print/die_welt/wissen/article12272850/Eizellspende-ist-fuer-Schwangere-riskant.html - Link entlinked, weil bestimmt irgendwo ein kostenpflichtiges Angebot drin ist).

    Das Thema 'andere Gene' ist sicherlich ein generelles, was auch bei Adoptionen zum Tragen kommt. Und die Entscheidung zu treffen, ob ich damit klar komme, dass das Kind Anlagen mitbringen kann, die so gar nicht zu mir passen und ich dann den Grund in den 'fremden Genen' suche - das muss jede/r selbst einschätzen.
    Wenn ich mich an eurem Gespeäch beteiligen darf:
    Da ich mir viele Gedanken über dieses Thema gemacht hatte, kam ich schlussendlich zum folgenden Fazit:

    Wenn in meinem Bauch ein Baby heran wächst, dann wird es aus dieser körperlichen 9monatigen Verbindung zu einem Teil von mir.
    Auch wenn klar wäre, die Eizelle käme von einer anderen Frau.
    Ich glaube, dass es für mich sich emotional so dargestellt hätte, dass durch die „Verschmelzung“ das Kind und ich eins geworden wären und ich dieses dann ab Geburt (und vorher schon) als mein Kind akzeptiert und lieben gelernt hätte.

    K.A. ob ich das damals romantisiert habe oder es für mich ein behelf gewesen ist, es mir „schön zu reden“.
    Ich denke aber schon, wenn ein Kind in meinem Bauch heran wächst, gewinne ich es lieb, ob es meine eigene Eizelle ist oder eine fremde Eizelle. Voraussetzung ist natürlich, dass ich voll dahinter stehe und die Eizellspende auch wirklich will, mit allen Konsequenzen.


  10. Registriert seit
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    AW: Gegen Kinderwunschbehandlung entscheiden

    Nach meinem spät erwachten Kinderwunsch und den folgenden mehrfachen Fehlgeburten habe ich mich auch mit der EZS beschäftigt. Ja, ich denke auch, dass eine enge, "normale" Bindung zwischen Mutter und Kind (zunächst) entstehen kann. Aber dieses kleine Kind wird irgenwann erwachsen sein. Wenn das Kind über die EZP aufgeklärt ist, wird das Kind eine Leerstelle in seinem Leben haben. Denn in den Ländern, in denen die EZS erlaubt ist, erfolgt diese anonym. Das Kind hat keine Chance auf erfolgreiche Nachforschungen. Es gibt aber laut BGH ein Recht auf Wissen der genetischen Abstammung. Auch gibt es viele Berichte von sogenannren Spenderkindern, die sich mit dieser Frage ein Leben lang auseinandersetzen. Auch die Reaktionen aus dem schulischen Umfeld usw können belastend sein, denn hier gibt es das anrüchige der Illegalität, im Gegensatz zu Adoption oder Samenspende. Man kann auch zu einer illegalen Handlung stehen, aber wie ist das für das Kind, wenn es mitbekommt, dass die Eltern etwas verbotenes gemacht haben?
    Alternativ könnte man die Herkunft verschweigen. Das wäre aber mit einer großen Lebeslüge verbinden. Alle Kinder stellen Fragen, von wem habe ich das und das, vielleicht fällt es anhand der Blutgruppe auf, vielleicht empfindet das Kind Eigenschaften als fremd. Wenn es am Ende zufällig herauskommt, ist das Vertrauen zerbrochen. Ich finde beide Varianten problematisch, vor allem fürs Kind. Dieser Aspekt kommt mir bei der Debatte oft zu kurz, da geht es meist nur um die Elternperspektive, wir wollen unbedingt ein Kind, egal wie.

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