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  1. Registriert seit
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    AW: Die Hoffnung auch nach Jahren nicht aufgegeben (2)

    Hallo zusammen,

    Eleanor: Das kenne ich nur zu gut mit den beiden "Seelen", die in einem wohnen. Die eine ist fest davon überzeugt, dass man eines Tages Kinder haben wird und so noch alles Sinn ergibt. Die andere möchte mit dem Thema abschließen oder hat es schon, da sie zu wissen glaubt, dass der Zug (um in der Metaphorik zu bleiben) eh nicht mehr kommt.

    Deine Erfahrung mit der Freundin, die du (zumindest für einen Moment) nicht um ihr "Kinderglück" beneidet hast, ist gewiss erfrischend und befreit einen ein bisschen von dem einseitigen Kinderwunsch-Blick-Tunnel. Mir geht es ähnlich bei einer langjährigen Freundin, die seit ihrer Jugend partout keine Kinder haben will und Sachen sagt wie: "Es reicht doch, wenn man zu zweit ist. Warum muss da denn ein Dritter sein?" Natürlich ändert das an meinem Kinderwunsch nichts, doch es zeigt mir, dass es noch andere Sichtweisen gibt und auch noch eine Welt außerhalb des Kinderwunsches existiert.

    Jula: Ich werde erst im Oktober wieder anfangen. Ich hatte nur eine Blastozyste und sonst leider nichts.

    Ich hatte meine gesamte ICSI-Geschichte hier noch gar nicht erzählt, die sich in der Gesamtheit (im Nachhinein) noch etwas tragischer darstellt.
    Nachdem die Blutung mich aus den Träumen riss, schwanger zu sein, hatte ich doch tatsächlich dennoch einen positiven Bluttest und der erste Ultraschall zeigte auch eine Fruchthöhle, in der sich etwas festgebissen hatte. (Die Blutungen waren wohl auf die Reizung der Schleimhäute aufgrund der Zäpfchen zurückzuführen). Ich war in dem Moment überglücklich, doch als ob ich es schon geahnt hätte, traute ich mich nicht, von meinem vermeintlichen Glück zu erzählen.
    Schon bald darauf erfuhr ich: Alles gewonnen- alles verloren.

    Vor längerer Zeit hatte ich mal eine Humbug-KiWu-Meditations-CD gehört, in der man Verbindungen zu der Seele des noch nicht empfangenen Kindes herstellen und das Kind schon in seinen Armen spüren sollte. Ferner sollte man spüren, dass das zukünftige Kind etwas ganz Besonderes sei und schon genauso wie man selbst darauf warte, dass die Seelen zusammenkommen.
    Mein Verstand sagt ganz, dass das Humbug ist!! Würden sich die Seelen wirklich die Seelen aussuchen können, zu denen sie gehen wollen, kann man sich jedenfalls nur manches Mal über ihren Geschmack wundern;-) (Zitat einer YouTuberin). Trotzdem kommt hin und wieder der Gedanke in mir auf, dass ich selbst Schuld bin, dass kein Kind zu mir kommt, da ich nicht fest genug daran glaube bzw. geglaubt habe. Was für ein Quatsch!!

    Aber gerade deshalb reagiere ich - glaube ich - so aggressiv auf gut gemeinte Ratschläge wie "... Urlaub ... entspannt...Kind!", da diese den Zwangsgedanken, man könnte durch Gedanken und Stimmungen über Leben oder eben Nicht-Leben entscheiden, nur verstärken und einem die Schuld für die Kinderlosigkeit in die Schuhe schieben. (Ich habe mir diesen "Urlaub- Tipp" doch tatsächlich schon wieder anhören müssen und finde interessant, für wiiieee originell die Leute ihren Tipp jeweils halten).

    Na ja, werde mir heute Abend Sushi und Sekt holen, und danach sieht die Welt schon wieder anders aus.

    Ich hoffe, euch allen geht es gut!

    Bis bald!

  2. Avatar von Feeodora
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    AW: Die Hoffnung auch nach Jahren nicht aufgegeben (2)

    Noraline, ach Mensch das ist wirklich schade, dass es nicht geklappt hat. Alles gute für den nächsten Versuch. Ich bin ja doch immer wieder erstaunt, dass es bei einigen doch recht schnell klappt mit einem positiv bei künstlicher Befruchtung, es sich aber dann doch wieder verabschiedet. Grade besonders bitter bei dem steinigen Weg. Naja für mich erscheint es schon ein Mysterium einen positiven BT zu erhalten.

    Ich finde übrigens auch das man bei den Sätzen "entspann dich mal" genau das Gegenteil erreicht. Und grade hab ich wieder gelesen, das emotionaler Stress keine Schwangerschaft verhindert. Es sei denn es führt dazu, dass man an den fruchtbaren Tagen nicht mehr miteinander schläft.

    Witzigerweise klappt Entspannung auf anderen Gebieten bei mir total gut. Ich kann herrlich beim Yoga abschalten oder wenn ich mal kleine Achtsamkeitskeitübungen mache, oder auch bei Meditation. Aber beim Kiwu keine Chance. Das ist einfach ein Teil meines Wesens. Der gehört mit all seinen Facetten 100% zu mir.

    Wenn dann helfen mir eher einfache Meditationen zum entspannen die KEINEN Kiwuhintergund haben. Ich besitze zwar auch eine Kiwumeditationscd. Auf der sind allerdings auch ganz einfache Meditationsreisen die auf ganz allgemeine Themen ausgelegt sind. Die mag ich echt ganz gerne. Mach ich aber auch super super selten. Meistens setze ich mich damit auch eher unter Druck. Frei nach dem Motto "du MUSST jetzt entspannen!".

    Ich habe zufällig am Zeitschriftenstand am Bahnhof ein Magazin von der Zeitschrift "emotion" entdeckt. Es ist ein Spezial zum Thema "Kinderwunsch-was tun?". Ein bisschen zwiegespalten habe ich es dann doch gekauft.

    Insgesamt ist es sehr informativ und ein breiter Themendurschnitt rund um den unerfüllten Kiwu.

    Einige Artikel haben mich sehr berührt, andere wiederum sehr aufwühlt. Manchmal kamen mir fast die Tränen weil ich selbst so spüre wie traurig ich eigentlich bin.

    Es geht zum Schluss auch um Themen wie Adoption/Pflegekinder. Und auch wie man sich verabschiedet. Ich merke dann aber auch wieder wie sehr ich mich von vielen Frauen distanziere. Und fühle mich wieder unverstanden. Der Gedanke sich jemals kinderlos vom Kiwu zu verabschieden macht mir mehr Angst im Leben als alles andere.

    Grade jetzt wo ein neuer Versuch bevor steht kommt alles wieder hoch.

    Mir geht es oft vor und während des Versuchs so. Ich kann da irgendwie nicht optimistisch sein. Obwohl ich gleichzeitig so sehr hoffe und oft denke was wäre wenn... Echt schräg.

    Schicke euch allen sonnige grüße von Balkonien.

    Hoffe es geht euch gut.

    Liebe grüße


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    AW: Die Hoffnung auch nach Jahren nicht aufgegeben (2)

    Hallo zusammen

    Ich würde mich gerne zu euch Gesellen. Wenn das euch recht ist. Wir versuchen seit fast zwei Jahren schwanger zu werden. Leider ohne Erfolg! Im Januar wurde das erste spermiogram von einem niedergelassenen Urologen gemacht was nicht in Ordnung war. Mein Mann sollte Vitamin nehmen und 2 Monate später wieder kommen.
    Wir haben uns aber für einen andrologen an einer Uni entschieden da hatten wir dann im Mai den Termin. Dort wieder uns mitgeteilt das die Spermamenge, die Spermienanzahl und die Geschwindigkeit zu wenig sind. Aber auch das eine Entzündung vor liegt. Darum 1 Monat Therapie mit Antibiotika für meinen Mann. Kontrolle ist nächste Woche.

    Vor 3 Wochen waren wir dann zum ersten Mal in der Kinderwunschsprechstunde. Die empfehlen uns zunächst eine IUI. Aber bevor wir starten können muss mein positiver pap abgeklärt werden. Da habe ich Ende August den Termin.

    Also wie ihr seht stehen wir noch ganz am Anfang. Aber ich bin froh wenn jetzt endlich was passiert.

    Ganz liebe Grüße Grüße


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    AW: Die Hoffnung auch nach Jahren nicht aufgegeben (2)

    Hallo Rollli, herzlich willkommen in unserer Runde. Nach zwei Jahren vergeblichem Warten wurde auch ich langsam nervös (mittlerweile sind es bei mir über drei). Darf ich fragen, wie alt du bist? So wie es aussieht, wurde bei euch ja schon der Grund gefunden und man kann hoffen, dass er behandelbar ist. Auch wenn es dauert (und dieses Warten ist so ätzend, das kennt hier ja jeder!), lässt es ja hoffen! Trotzdem sind die Behandlungen natürlich nervenaufreibend, gewiss auch für deinen Mann, bei dem ja der Grund liegt. Ich hoffe auf jeden Fall, dass es bei euch weitergeht und freue mich zu hören, wie es dir so ergeht.

    Feeodore: Hey Feeodore, dann hoffen wir mal, dass auch bei dir endlich mal ein positiver BT rauskommt. Einerseits ist die Zeit so kurz vor einer ICSI gewiss nervenaufreibend und einfach nur anstrengend. Ich hatte ja erst eine ICSI und dachte am Ende, dass ich so etwas nicht mehr mitmachen könnte. Andererseits geht es weiter!! Das muss man sich wohl immer wieder sagen. Nach meiner Ausschabung (die leider schon notwendig war) woll


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    AW: Die Hoffnung auch nach Jahren nicht aufgegeben (2)

    Te ich unbedingt sofort weitermachen, da man halt weiß, dass es überhaupt weitergeht und man was machen kann! Und man kann sich halt sagen, dass man alles versucht hat (auch wenn es an den Nerven zerrt!!)
    Wann genau geht es bei dir denn genau wieder los?

    Du hast geschrieben, dass du schon froh wärst, wenigstens einen positiven Bluttest zu haben.
    In den drei Jahren zuvor hatte ich keinen einzigen positiven Schwangerschaftstest in den Händen, noch nicht einmal einen Frühtest. Jetzt hatte ich halt ein paar Tage das große Glück, dann die riesige Enttäuschung. Der Unterschied bei mir war, dass ich in den Jahren zuvor sehr aggressiv und verbittert war, mich über alles aufgeregt habe (vor allem auch auf der Arbeit) und sich das "Zu-kurz-gekommen-Fühlen" auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen hat (was wohl typisch sein soll). Jetzt war ich einfach nur traurig und konnte zwei bis drei Tage einfach nur heulen. Das war natürlich nicht schön, aber es hat doch erleichtert.
    Na ja, letztendlich ist natürlich alles nicht dolle und wir sitzen - ob so oder so - halt (fast) alle noch ohne Kind da.

    Eine Frage an alle: Mein Arzt hat mir nach der Ausschabung bis Mitte Oktober eine Zwangspause bis zur nächsten ICSI empfohlen, da sonst das Risiko einer erneuten Fehlgeburt höher wäre. Nun habe ich gelesen, dass man auf natürliche Weise jedoch probieren dürfe, da der Körper schon "wisse", wenn er dazu bereit sei - und wenn er nicht bereit sei, könne man folglich nicht schwanger werden. Weiß dazu jemand was? Ich will nicht mehr Warten (!), das macht mich kirre!!


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    AW: Die Hoffnung auch nach Jahren nicht aufgegeben (2)

    Hallo Ihr Lieben!

    Herzlich willkommen Rolli! Ich wünsche Dir alles Gute und einen guten Start in dir Kinderwunschbehandlung / Diagnostik.

    Andany, wie ist deine Warteschleife ausgegangen?

    Convallaria, macht ihr jetzt den Test oder habt es schon? Was ist das noch mal genau?

    Eleanor, wie geht es dir?

    Jula, ich lese ab und zu drüben mit und freue mich, dass es dir und dem Krümel gut geht. Wünsche dir weiterhin alles Liebe! Freue mich auch immer ab und zu noch hier von dir zu lesen

    Fee, wie geht es dir? Du bist jetzt im Pillenzyklus und danach startet im nächsten Zxklus ein Versuch? Wieso macht man das mit der Pille eigentlich? Mir hatte meine Frauenärztin jetzt auch einen Zyklus Pille nach der Ausschabung empfohlen, um ihn wieder zu regulieren. Aber darauf hatte ich keine Lust...

    Noraline, das tut mir leid, dass dein erster Versuch auch gleich mit einer Ausschabung enden musste. Muss das echt, nach so kurzer Zeit sein? Hätte gedacht, dass man da vielleicht auf ne Blutung warten könnte. Ich wünsche dir auf jeden Fall auch viel Durchhaltevermögen bis zum nächsten Versuch. Meine Kiwu Ärztin meinte, dass man theoretisch gleich im nächsten Zyklus wieder starten könnte. Also nach der Ausschabung einmal normale Mens und dann direkt los. Bei uns wäre es allerdings ein Kryo Versuch. Nur es ist halt wichtig, dass man psychisch dafür bereit ist. Die 3 Monats-Regel, die man öfter hört findet sie veraltet. Mein Körper hat 6 Wochen nach der Ausschabung bis zur Mens gebraucht und ich denke, jetzt wäre ich körperlich wieder bereit für eine neue Schwangerschaft, aber wenn ich an das Auf und Ab der Gefühle denke, möchte ich den August gern so noch mal genießen, da ich mich jetzt erst wieder halbwegs im Leben zurück angekommen fühle.

    Sonst gibt's bei mir nicht viel neues. Mens ist eingetrudelt, d.h. Eisbärchen gibt's Anfang September hoffentlich zurück. Würde diesmal auch 2 zurücknehmen. Meine Angst vor mehreiigen Zwillingen ist nun austherapiert und Chancenmaximierung steht im Vordergrund. Wie seht ihr das so? 1 oder 2 Embryos zurücknehmen? Oder sogar 3? Habe gelesen, dass das manche Kliniken machen...

    Liebe Grüße

  7. Avatar von Feeodora
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    AW: Die Hoffnung auch nach Jahren nicht aufgegeben (2)

    Guten Morgen,

    Rolli, herzlich willkommen, auch wenn ich das immer ungern an jemand schreibe, weil der Grund ja kein wirklicher Grund zur Freude ist. Aber schön, dass du in unsere Runde gefunden hast. Ich wünsche dir, dass deine Verweildauer hier nur kurz ist. Puh, ja bei den einen beginnt die "Kiwukarriere" erst und bei den anderen ist sie beinah zu ende...

    Noraline, ja ich versteh, dass man nicht mehr warten will/kann. Wenn ich so zurück blicke waren meine letzten 5 Jahre voller "Wartezeit". Mal länger mal kürzer (und man muss wissen, dass ich zu der Fraktion gehöre "bei denen schon der Faden riss als die Geduld verteilt wurde" ). Rückblickend war es irgendwie immer machbar und letztlich kam es dann auf den ein oder anderen Monat nicht mehr an. Daher ist meine Devise immer Augen zu und durch. Ich glaub auch, dass der Körper schon weiß was er so leisten kann und wenn er bereit ist ist er eben bereit. Dass du auf ein kleines natürliches Wunder hoffst kann ich gut verstehen und würde ich auch so machen.

    Einen positiven BT "durfte" ich tatsächlich auch mal bewundern, allerdings war der Spuk nach 4 Tagen wieder vorbei, so dass mein Erinnerungsvermögen es einfach zu den Akten gelegt hat. Das ist nun mittlerweile 3 1/2 Jahre her und da es danach nicht einen Hauch von positiv mehr gab, habe ich es auch einfach verdrängt, als ob es nie passiert ist. Ach was wurde mir gesagt, ach wenn es einmal geklappt hat klappt es wieder, beim nächsten mal klappt es bestimmt, dein Körper hat nur geübt, blablabla, auf aufmunternde Worte pfeif ich mitlerweile.

    Bei mir wechselt es sich meist ab, von zu Tode betrübt und unbändiger Wut auf alles und jeden. Das eine nährt irgendwie das andere. In dem oben genannten Magazin gibt es ein paar Stimmen zu diesem Thema, von Betroffenen und Experten, das beschreibt es ganz gut, die Trauer und den Schmerz den Kinderlose erleben. Und warum es so schwer ist davon sich zu verabschieden. Wobei ich an dem Punkt (noch) nicht bin und mich auch frage ob ich da jemals hinkomm.

    Ihr hattet gefragt wie es bei mir steht, ich bin noch im Vorzyklus und werde nächste Woche mit der Stimulation beginnen. Wieviel ich hier davon schreibe weiß ich noch nicht, mich macht da meistens eher noch nervöser wenn andere den Stand der Dinge kennen und ich habe oft das Gefühl ich muss mich rechtfertigen. Auch so eine doofe Begleiterscheinung des Kiwus, ich habe mich mittlerweile über die Jahre so klein gekriegt, dass kaum noch positives Selbstwertgefühl übrig ist und dieses mit einfachen Sätzen anderer vollends platt gemacht werden kann. Daher mein Selbstschutz.

    Martynka, die Pille wird von manchen Kliniken bevorzugt weil es ein paar Vorteile gibt, aber in Summe macht es glaube ich (zumindest bei mir) nichts aus ob mit oder ohne. Falls es noch einen nächsten Versuch geben sollte, würde ich ansprechen ob es auch ohne geht, aber aus Gründen der Planbarkeit finde ich es persönlich tatsächlich auch ganz praktisch, es erspart mir ein paar unangenehme Situationen im Job. Hier sind mal so alle Gründe ganz gut zusammengefasst:
    Pille bei Kinderwunsch > Theorie

    Ich hab mal noch eine andere Frage, wie haltet ihr es so mit der Ernährung? Im Versuch, davor, ect.? Mich macht es teilweise völlig verrückt wenn ich mir da auch noch Gedanken drüber mach. Am meisten frustriert bin ich, dass ich es nicht schaffe meinen Gelüsten nach Zucker zu entsagen, aber für mich ist das eben ein Seelentröster. Ich futter jetzt auch nicht unentwegt, aber doch jeden Tag mal was Süßes. Wenn ich dann lese, dass Zucker gar nicht gut ist ärger ich mich über mich selbst, dass ich es nicht hinkriege.

    Ich bin halt immer wieder am hadern was nun wirklich der Grund bei uns ist. Klar das eingeschränkte SG ist natürlich der Hauptgrund, aber den hebeln wir ja durch ICSI aus. Dann natürlich mittlerweile auch mein Alter. Aber dass man keinen greifbaren wirklichen weiteren Grund findet/kennt, belastet mich tatsächlich sehr. Dieses Ohnmachtsgefühl, nichts tun zu können, das löst auch viele Schuldgefühle aus, dass man es eben nicht hinkriegt, die leichteste Sache der Welt, zu doof zum Kinderkriegen, das hat wirklich tiefe Spuren bei mir hinterlassen.


    Wie geht es den anderen so, Eleanor, Hibbeldidu, Convalleria, Andany (hattest du nicht gerade einen Versuch?). Und allen nicht genannten.

    Liebe Grüße

  8. Avatar von Feeodora
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    AW: Die Hoffnung auch nach Jahren nicht aufgegeben (2)

    Zitat Zitat von martynka9 Beitrag anzeigen
    Wie seht ihr das so? 1 oder 2 Embryos zurücknehmen? Oder sogar 3? Habe gelesen, dass das manche Kliniken machen...
    Das ist auch so eine meiner elementaren Fragestellungen. Hab nun schon verschiedenste Szenarien durchexerziert. Allerdings noch nie einen SET, da haben mir die Ärtzte aufgrund des Alters abgeraten, bzw gab auch nicht die Situation, dass nur ein tranferierender Embryo da war. Einen Dreier hatte ich bisher in 2 Versuchen und hat im ersten Fall sogar zum positiven BT geführt, aber mit negativen Ausgang, daher frag ich mich manchmal sogar ob es vielleicht sogar daran lag. Aber man kann sich ja nun wirklich leicht über alles das Hirn zermürben.

    Was mich tatsächlich zum nachdenken angeregt war das Gespräch mit Dr. Pfeiffer (Immunologe). Er sieht ja das Problem allgemein bei Frauen die wiederholt nicht oder nur kurz schwanger werden auch bei einem zu ausgeprägten Immunsystem. Nun gab es bei meiner Diagnostik dafür allerdings keine erkennbare Indikation. Trotzdem frag ich mich ob es da einen Zusammenhang gibt. Er vertritt nämlich die Meinung, dass je mehr/öfter einer Frau ein Embryo transferiert wurde das Immunsystem immer weiter aktiviert wird. Bei mir waren es nun im Laufe meiner Kiwukarriere über 20. Daher frage ich mich ob zb. 3 Embryonen dann eben noch kontraproduktiver wären, Immunsystem muss 3 Eindringlinge bekämpfen, nichts anderes macht das Immunsystem nach dem TF nämlich, und es sind eben bestimmte Faktoren im Körper die das Immunsystem runterfahren, damit die Embryoenen sich einnisten können.

    Jetzt gibt es aber bei mir trotzdem keine erkennbaren Gründe für dieses Vorgehen, Pfeiffer schlägt ja daher auch seinen Patientinnen die Omegaveninfusionen vor. Mir hat er das prophylaktisch auch, aber ich habe mich bisher dagegen entschieden, weil die rein diagnostischen, medizinischen Gründe nicht klar dafür sprechen. Ich weiß, dass es hier ein paar Mädels gab/gibt die diese Infusionen hatten, aber ich sehe z. B einzig bei Jula einen begründeten Verdacht dafür.

    Puh, ja das Forum, oder auch das Internet dient meist nicht als guter Ratgeber, vieles ist sehr individuell zu betrachten, und was bei dem einen funktioniert ist noch längst keine allgemein gültige Maßnahme für alle.

    Ich habe für mich da keine klare Linie gefunden. Vieles muss ja auch von der Eizellrate, Befruchtungsrate, Alter der Frau, Auftaurate individuell betrachtet werden. Aufgrund meines Alters und Vorgeschichte hat mein Arzt keine Probleme mir 3 Embryoenen zu transferieren. Ich bin da nicht entschlossen, zb. würde ich auch drei Blastos nehmen?

    Hier noch ein Text dazu:
    Mehr als zwei Embryonen braucht niemand
    Geändert von Feeodora (03.08.2017 um 11:35 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Die Hoffnung auch nach Jahren nicht aufgegeben (2)

    Hallo zusammen,

    Feeodora: Das kann ich gut verstehen, dass es dich zeitweise nur noch nervöser macht, wenn andere über jeden "Zwischenstand" Bescheid wissen bzw. wenn man denkt, man müsse andere informieren.
    Bei mir schwankt das Mitteilungsbedürfnis auch: Oft erleichtert es mich ungemein (!) zu reden, doch manches Mal setzt es einen halt (noch) mehr unter Druck und man fühlt sich wie in einem Wettkampf. Als ich einen positiven SS-Test hatte, musste ich leider mehr oder weniger zwingend meine Chefs informieren - und dann halt auch nachher über die Fehlgeburt. Ich kam mir auch wie eine Versagerin vor. Echt traurig! Man weiß ja, dass eine SS eigentlich gar nichts mit "Leistung" zu tun hat!

    Zum Thema Zucker:
    Was mich betrifft, ich habe mit Zucker wirklich ein Problem. Ich hatte über ein Jahr fast jeden Abend Bauchschmerzen und habe mich - ohne jegliches Ergebnis - ärztlich auf den Kopf stellen lassen. Danach habe ich selbst festgestellt, dass ich nicht mehr viel Zucker vertrage, obwohl ich zuvor keinerlei Probleme damit hatte. Leider mache ich mir nun Vorwürfe, da ich während meiner ICSI und der kurzen Schwangerschaft durch Smoothies (ich wollte Vitamine zu mir nehmen) und manchmal durch ein Eis doch wieder recht viel Zucker konsumiert und auch manches Mal Bauchschmerzen bekommen habe.
    Aber das betrifft ja nur mich!!!! Wie viele Schwangere geben ihrem Heißhunger auf Süßigkeiten nach und vertilgen Unmengen davon (eine erzählte mir mal etwas von einem Glas Nutella fast täglich), ohne sich überhaupt Gedanken darüber zu machen, ob das gesund sein könnte oder nicht. (Das schlechte Gewissen bezog sich lediglich auf die Figur.) Jede 4. Schwangere trinkt Alkohol. Und wie viele rauchen?!
    Ich finde es so traurig, dass wir (fast) alle mehr oder weniger jedes Salatblatt drei Mal abwaschen, um mögliche Schadstoffe zu entfernen, und ellenlange Listen von ss-fördernden Nahrungsmitteln wälzen - und halt trotzdem so viele Misserfolge haben und uns fragen, ob wir etwas falsch gemacht haben.
    Aber da wären wir mal wieder beim Thema "Ungerechtigkeit" und der Vorstellung, dass wir "Leistung" erbringen oder gar in jeder Hinsicht perfekt sein müssen, um schwanger zu werden.


  10. Registriert seit
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    AW: Die Hoffnung auch nach Jahren nicht aufgegeben (2)

    Martynka/Eleanor:
    Martynka: Ich denke, du hast Recht. Ich werde auf meinen Körper hören und wenn er zulässt, dass ich wieder schwanger werden kann, werde ich ihm vertrauen und einfach auf ein kleines bzw. sehr großes Wunder hoffen!

    Ich habe eine Frage an euch. Bei mir ist es so, dass ich mir natürlich auch sehr wünsche, wieder schwanger zu werden. Andererseits habe ich auch große Angst, dass die nächste Schwangerschaft in einen Dauerstress ausartet und ich mich mehr noch als zuvor mit jedem kleinen Ziepen beschäftige.
    Wie ergeht es euch? Wie geht ihr mit euren Erfahrungen um bzw. habt ihr Tipps oder aufmunternde Sätze, die euch helfen/geholfen haben?
    Bei mir kommt hinzu, dass der Arzt 100 Untersuchungen gestartet hat, um das Risiko einer erneuten Fehlgeburt zu senken. (Auf die Ergebnisse darf ich "lediglich" noch 6 Wochen warten. ).
    Ich habe gelesen, dass solche Untersuchungen eigentlich erst nach der 2. oder gar 3. Fehlgeburt eingeleitet werden, da eine Fehlgeburt (so grausam sie auch ist) dennoch etwas " Normales" in der Natur darstelle.
    Wurden bei euch auch so zahlreiche Untersuchungen eingeleitet? Mir macht das irgendwie noch mehr Angst.

    Ich fahre nun ein paar Tage an die Ostsee und denke, das wird etwas Ablenkung bringen. Ich hoffe auch euch allen, dass ihr- egal was war oder ansteht - ebenfalls ein kleines bisschen vom letzten Sommermonat profitieren könnt!

    Liebe Grüße an alle!

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