Nun ist es auch bei mir soweit. Mein Partner hat gesagt, dass er momentan keine Gefühle für mich hat, er sorgt sich um mich, möchte mich nicht verletzen, aber es ist keine Liebe. Ausserdem hat er eine Depression und da ist es nun schwer zu untershceiden, ist es die Depression oder sind es doch grundsätzliche Gefühle. Es ist einfach Mist, bin am heulen, weil es so plötzlich kam. Da wir eine Fernbeziehung führen, hat er bei dem vorletzten Trefeen etwas angedeutet, aber ich habe es nicht so ernst genommen, er meinte damals, dass er eine Distanz spüren würde und ich habe es darauf geschoben,d ass ich meistens immer etwas Zeit brauche (was an einem WE nciht wirklich geht). Und nun möchte er erst mal Kontaktstille, die ich nicht verstehen kann. Wie kann er sich sicher sein, ob es seine Depression ist oder dochich- Ich bin doch nicht da oder kann mit ihm reden etc. Ich fühle m ich wie in einer Warteschleife, habe auch ein paar SMS geschickt. Alles bricht zusammen, die Zukunftsplanung, aknn mir gar keinen anderen Mann an meiner Seite vorstellen (wir sind jetzt im 7.Jahr).
WI ekomme ich über die nächsten 3 WOchen, kann nicht wirklich arbeiten, kann nur noch heulen und wie sind Eure Erfahrungen mit vorübergehenden Trennungen?
danke
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Ergebnis 1 bis 7 von 7
Thema: auszeit
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07.03.2008, 16:08
auszeit
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08.03.2008, 11:15
AW: auszeit
du arme!
kam es wirklich so plötzlich oder gibt's vielleicht noch andere hinweise, woran sein wunsch nach auszeit liegen könnte? hat er vielleicht einen neuen job, oder stress mit den eltern oder so? wie lange habt ihr denn schon eine fernbeziehung? hat er das mit der depression selbst gesagt? was könnte diese depression ausgelöst haben?
sieben jahre, das ist echt viel. bei mir waren's fünf.
halt die ohren steif!
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10.03.2008, 10:31Inaktiver User
AW: auszeit
Liebe Michaela,
Bei mir und meinem Mann (seid 10 jahren zusammen, 2 Kinder) ist es momentan umgekehrt. Ich würde mich am liebsten so schnell wie möglich von ihm trennen und weiterhin mit ihm befreundet und abwechselnd für unsere Kinder da sein. Ich mag ihn noch, aber es ist seid längerer Zeit keine Liebe mehr. Ich kann mir nicht vorstellen, die nächsten 10 Jahre mit ihm zusammen so weiterzuleben. Ich würde zwar gern wegen der Kinder mich bemühen, als Familie zusammen zu bleiben, habe aber das Gefühl, dass ich selber dabei auf der Strecke bleibe.
Wir hatten am Freitag ein Gespräch, in dem ich ihm gesagt habe, wie ich zu ihm stehe. Mein Mann ist total verwirrt, weiss nicht, wie er reagieren soll. Erst war er bereit, sich zu trennen. Seine erste Rekation war blanker Hass, Vorwürfe, wie ich ihm und den Kindern dieses antun könnte, und Drohungen, dass er mir das Leben zur Hölle machen würde. Dann sagte er, dass er mich liebt, dass er kein anderes Leben möchte und das er zu allem bereit ist, um unsere Beziehung zu retten. Hinzu kommt, dass ich mich in einen anderen Mann verliebt habe. Es ist schwer zu sagen, ob ich tatsächlich keine Gefühle mehr für meinen Mann habe oder nur durch meine aktuelle Verliebtheit "verblendet" bin und meine Gefühle zu meinem Mann deshalb nicht mehr sehen will. Das habe ich ihm aber nicht gesagt, weil ich befürchte, dass er dann sehr eifersüchtig würde und sich vielleicht sogar an dem anderen Mann rächen würde bzw. versuchen würde, mir die Kinder wegzunehmen. (Das hatte er bei Streitgesprächen vor 2-3 Jahren mehrfach angedroht.)
Ich kann mir momentan keine andere Lösung vorstellen, als eine Auszeit oder Trennung auf Probe. Aber es tut mir leid, dass ich ihm das antue und das er dann so leiden muss. Ich wäre einerseits bereit zu einer Paarberatung, damit wir beide unsere Gefühle und Probleme erkennen und eine gehbare Lösung finden können. Andererseits habe ich momentan überhaupt keine Lust auf Kompromisse oder Beziehungsarbeit. Ich möchte einfach nur Abstand und eine Auszeit. Am liebsten wäre mir, dass er eine nette Frau kennenlernt, in die er sich verliebt. Und dass wir einfach nur Freunde und gute Eltern bleiben können. Das wir vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht noch einmal zueinander zurückfinden, würde ich auch gar nicht mal ausschliessen.
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10.03.2008, 10:53
AW: auszeit
Hallo espiguette,
wenn ich das 'seit 10 Jahren zusammen' gegen 'seit 15 Jahren zusammen' tausche, könnte dein Text Wort für Wort von mir sein.
Wie stellst du dir die Auszeit vor? Ausziehen? Wegfahren?
Ich weiß im Moment wirklich nicht weiter, am liebsten hätte ich, dass alles so wäre wie früher, aber das funktioniert nicht. Ich habe Angst vor dem nächsten Schritt... mein Mann, meine Kids... und komme mir furchtbar egoistisch vor, aber irgendetwas muss ich tun...
LG
summerwitchDas Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht!
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10.03.2008, 12:14Inaktiver User
AW: auszeit
Liebe Summerwitch,
Mein Mann wird demnächst beruflich wieder viel unterwegs sein, d.h. mehrere Wochen an einem Stück weg. Es könnte so aussehen, dass ich mich um die Kinder kümmere und in dem Haus wohne, wenn er nicht da ist. Und in eine kleine Wohnung ziehe, wenn er zurückkommt und sich um die Kinder kümmert.
Ich habe schon mit meiner Mutter und einer Freundin darüber gesprochen. Die fanden auch, das das eine gute Idee wäre. Die Kinder könnten so in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und finanziell wäre es auch möglich. Mein Mann könnte sich allein die Miete des Hauses nicht leisten. Und wenn wir das Haus ganz aufgeben, hätte er, wenn er zwischen den Arbeitswochen nach Hause kommt, gar keine zu Hause mehr. Vielleicht besteht so noch die Hoffnung, dass wir wieder zueinander finden. Aber vorstellen kann ich es mir ehrlich gesagt nicht.
Ich hoffe, mit Zeit kommt Rat!
Hast Du mit Deinem Mann schon geredet? Auch ich habe ein schlechtes Gewissen, und mein Mann tut mir unendlich leid. Er ist zudem auch noch gesundheitlich schlecht drauf. Aber nur aus Mitleid mit jemandem zusammen zu bleiben ist auch keine Lösung.
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10.03.2008, 20:35
AW: auszeit
Liebe espiguette,
das klingt doch gar nicht so schlecht, was sagt dein Mann denn zu dieser Idee?
Ich bin leider noch nicht so weit, ich habe zwar ein paar Mal versucht, mit meinem Mann über meine Gefühle bzw. nicht mehr vorhandenen Gefühle zu sprechen, aber er hält mir immer nur vor, was er alles für uns getan hat und was wir uns alles aufgebaut haben und ich soll an die Kinder denken und ob ich das alles einfach so in die Tonne treten will, ich soll mich gefälligst zusammenreißen. Ich glaube, er nimmt mich nicht wirklich ernst, denn am nächsten Tag tut er immer so, als wäre nichts gewesen. Wenn ich bloß nicht solche Angst vor seiner Reaktion hätte, er wird das garantiert nicht sang- und klanglos hinnehmen, sondern versuchen, mir das Leben so schwer wie möglich zu machen. Dazu kommt, dass ich keine Arbeit habe, ich brauche erst einmal dringend einen Job. Ich fühle mich so undankbar, ich habe doch alles, warum kann ich damit nicht einfach zufrieden sein? Warum will ich meinen Mann und die Kinder so verletzen? Aber ich kann einfach nicht mehr...
Danke fürs Lesen, ich hab leider auch niemanden, mit dem ich reden kann.
LG
summerwitchDas Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht!
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30.03.2008, 22:23
AW: auszeit
Hallo,
ihr beiden, espiguette und summerwitch, schreibt mir aus der Seele. Ich lebe nach einer 13jährigen Ehe nun seit fast 5 Jahren in einer neuen Beziehung, seit vier Jahren wohnen wir zusammen (gemeinsam mit meinen Kindern).
Nun bin auch ich an dem Punkt,: ich brauche eine Auszeit. Ich habe mit meinem Freund auch bereits darüber gesprochen. In der Vergangenheit hat es viel Streit gegeben, er hat auch eine Ehe mit einer sehr schwierigen Scheidung hinter sich, nicht zuletzt weil er großen Mist gemacht hat. Seit aber mindestens einem guten halben Jahr leben wir völlig auseinander und ich bin nicht traurig darüber. Gestern sind wir aus einem zweiwöchigen Skiurlaub zurückgekommen, in dem ich mich völlig von ihm zurückgezogen habe. Es tut mir leid, dass ich so egoistisch und auch ignorant ihm gegenüber in dem Urlaub war und immer noch bin, aber ich kann mir nicht mehr vorstellen mit ihm unter einem Dach weiter zu leben. Befreundet ja, Beziehung in unterschiedlichen Wohnungen auch gerne. Aber er ist ein totaler Egoist, ich kümmere mich, obwohl ich einen fulltime-Job habe und er viel zuhause arbeitet, fast alleine um den Haushalt. Er sitzt Stunden vor dem Rechner und spielt oder sieht fern, braucht er zur Entspannung, weil er ja sooo viel arbeitet, sollte ich seiner Meinung nach auch viel mehr machen. Ich habe aber drei Kinder, Hund, ein großes Haus mit viel Garten und einen entsprechenden Haushalt, also muss ich einkaufen, waschen usw. Darüber hinaus trage ich, da ich gut verdiene auch finanziell viel mehr zum gemeinsamen Leben bei als er. Gemeinsamkeiten gibt es dazu auch schon viele Monate kaum noch. Dazu müllt er das ganze Haus voll, es gibt kaum noch einen Raum in dem man treten kann. Ich liebe ihn, liebe die Tanzabende und die gemeinsamen Freunde, aber ich will nicht mehr mit ihm in diesem Chaos leben und auch noch finanziell für ihn da sein.
Nun habe ich den Vorschlag der getrennten Wohnungen gemacht und nach nunmehr drei langen und guten Gesprächen habe ich das Gefühl alles schuld zu sein, es läge nur an mir, dass es nicht funktioniert und eine räumliche Trennung gibt es mit ihm nur zusammen mit einer kompletten Trennung. Schon war ich wieder so weit nachzugeben. Einfach weil ich das Gefühl habe, beziehungsunfähig zu sein, nicht genug zu kämpfen usw. Aber nun habe ich wieder ein bisschen Abstand zu unserem Gespräch heute nachmittag und mein Bauchgefühl sagt immer und immer wieder - nimm dir diese Auszeit - auch wenn es zu einer kompletten Trennung führt, ist es besser als so wie es jetzt ist. Ich habe das Gefühl, er möchte nur sein gemütliches warmes Nest mit einer gewissen finanziellen Sicherheit, das er hier in meinem Haus hat nicht verlassen.
Da tat es gut zu lesen, dass auch andere eine Auszeit brauchen und eure und auch andere Beiträge in der Community bestärken mich in meiner Entscheidung. Danke
Skaty


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