Liebe BriCom,
folgendes Problem, über das ich gerade nachdenke:
Ich bin seit einigen Jahren verheiratet; seit etwa zwei Jahren gibt es einige Probleme, die sich leise eingeschlichen haben und mir deshalb lange Zeit nicht so bewusst waren, dass ich sie hätte benennen können. Das ist nun anders. Um es kurz zusammenzufassen: Wir sind uns auf unserem Weg "abhanden gekommen", wir leben keine Gemeinsamkeit mehr, die bestand aus gemeinsamen Fernsehabenden, nicht aber aus wirklicher Zweisamkeit, in der wir unsere Gedanken und Gefühle ausgetauscht hätten. Ich fühle mich meinem Mann nicht mehr nah, seelisch und auch körperlich nicht. Mein Mann sagt, er liebt mich, aber das Gefühl kommt nicht bei mir an. Er arbeitet wie ein Tier, kann auch zuhause nicht abschalten, ist antriebslos, hat keine Freunde, mit denen er etwas unternimmt oder reden kann...Er sagt, er wollte mit mir alt werden, aber wenn ich ihn frage, wie er sich unsere nächste Zukunft gemeinsam vorstellt, weiß er es nicht. Anstöße für gemeinsame Unternehmungen blockt er ab mit der Begründung, dass ihn das oder jenes doch eh nicht interessiert und wir nichts finden, was wir gemeinsam gut finden. Frage ich ihn, was ER für SICH will, weiß er es nicht. Er will nicht über seine Gefühle oder Gedanken sprechen, ich wünsche mir Offenheit, damit wir uns wieder näher kommen.
Wie geschrieben, das hat sich eingeschlichen. Und nun stehen wir sprach- und planlos da.
Er hat vor kurzem gesagt, dass wir beide hinterfragen sollten, ob wir bereit wären, um die Beziehung überhaupt zu kämpfen. Mir schien es nötig, einen Konsens zu finden, was wir überhaupt unter "Kämpfen" verstehen. Dass es wichtig ist, zumindest seine eigene Ansicht kundzutun, damit der andere weiß, wie so ein Kampf aussehen kann.
Er sagt, kämpfen wäre für ihn schon das Drübernachdenken. Das finde ich zu wenig, weil davon bei mir nichts ankommt. Ich bin zurzeit der Meinung, dass wir ohne Anstoß von außen (Paarberatung o. ä.) aus unserer Spirale nicht rauskommen. Er lehnt diese Möglichkeit kategorisch ab.
Kann ein "Kampf" um die Beziehung funktionieren, wenn schon so unterschiedliche Vorstellungen vorherrschen?![]()
Freue mich auf Anregungen und Meinungen!
Lieben Gruß,
sandfloh
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 49
-
02.10.2007, 18:56
Wieviel Einigkeit muss beim Begriff "Kämpfen" da sein?
Ist das Leben nicht schön!?
-
02.10.2007, 19:08
AW: Wieviel Einigkeit muss beim Begriff "Kämpfen" da sein?
Hat er begründet, warum er deinem Wunsch nach Paarberatung nicht stattgeben mag?
Prijon
-
02.10.2007, 19:11
AW: Wieviel Einigkeit muss beim Begriff "Kämpfen" da sein?
Ich habe gerade gesehen, dass Du im Schattenmann-Strang sehr viel geschrieben hast, habe allerdings nicht gelesen, was. Gibt es einen Schattenmann?
TabeaBis auf Weiteres a.D.
-
02.10.2007, 19:20
AW: Wieviel Einigkeit muss beim Begriff "Kämpfen" da sein?
Lieber Prijon,
Zitat von Prijon
er lehnt alles, was "Psycho" ist, ab und sieht den Schlüssel für unsere Probleme bei mir. Er will sich um keinen Preis "durchleuchten" lassen.
sandflohIst das Leben nicht schön!?
-
02.10.2007, 19:32
AW: Wieviel Einigkeit muss beim Begriff "Kämpfen" da sein?
Liebe Tabea,
Zitat von Tabea
ja, ich habe im Schattenmann-Strang schon viel geschrieben, aber diese Frage, über die ich jetzt nachdenke, passt nicht wirklich zu dem Thema dort.
Es gibt einen Schattenmann, aber der "ungefährlichen" Sorte, der keine Rolle für unsere Probleme spielt. Ich habe allerdings vor kurzem einen Mann kennen gelernt, wir sind uns sehr nah und haben Gefühle füreinander. Da wir beide gebunden sind und jeder seine eigenen "Baustellen" hat, die wir bearbeiten müssen/wollen, haben wir uns - sehr vernünftig - auf keine Nebenbeziehung oder Affäre eingelassen. Nichtsdestotrotz sind die Gefühle da.
Ich mache mir eben Gedanken darüber, wie ein Kampf um die Ehe aussehen kann. Da ich mich meinem Mann nicht mehr wirklich nahe fühle, frage ich mich, ob und wie die Nähe wiederkommen kann. Ich denke, dass das ohne Offenheit und Austausch nicht passieren kann??
sandflohIst das Leben nicht schön!?
-
02.10.2007, 19:32Inaktiver User
AW: Wieviel Einigkeit muss beim Begriff "Kämpfen" da sein?
Zitat von sandfloh
Das scheint ein großes Problem für einige Männer zu sein
wovor haben sie solche Angst
Herz
-
02.10.2007, 19:34
AW: Wieviel Einigkeit muss beim Begriff "Kämpfen" da sein?
Hast Du Deinem Mann schon mal gesagt, dass Du bei der momentanen Lage Angst hast, Dich in einen anderen Mann zu verlieben?
Was hältst Du davon, erst mal alleine eine Eheberatung anzufangen?
TabeaBis auf Weiteres a.D.
-
02.10.2007, 19:37
AW: Wieviel Einigkeit muss beim Begriff "Kämpfen" da sein?
Vielleicht weil sie fürchten, an ihre eigenen "Themen" ranzukommen?? Und sich damit um keinen Preis beschäftigen zu wollen?
Zitat von Inaktiver User
Fragt sich
sandflohIst das Leben nicht schön!?
-
02.10.2007, 19:43
AW: Wieviel Einigkeit muss beim Begriff "Kämpfen" da sein?
Nein, ich habe meinen Mann nichts davon gesagt, obwohl ich darüber nachgedacht habe. Ich muss sagen, dass ich selbst gerade eine ziemliche Veränderung durchmache, die ihn stark verunsichert. Ich kann seine Ängste (die er mir gegenüber aber nicht preisgeben möchte, die aber trotzdem bei mir ankommen...) gut nachvollziehen, und ich bin sicher, dass ich ihm einige davon nehmen könnte, wenn er nur mal fragen oder was sagen würde...Er war von jeher jemand, der lieber den Kopf in den Sand steckt - was manchmal vielleicht gar nicht so schlecht ist, uns in der aktuellen Situation aber wohl nicht weiterbringt.
Zitat von Tabea
Ich habe schon eine Therapie angefangen, womit er aber auch nicht klarkommt. Er möchte nichts darüber wissen.
sandflohIst das Leben nicht schön!?
-
02.10.2007, 19:48Inaktiver User
AW: Wieviel Einigkeit muss beim Begriff "Kämpfen" da sein?
Das macht ihnen Angst, sie wollen es aussitzen
ich war mit so einem Mann 28 Jahre verheiratet,
als ich gegangen bin und ihn gefragt habe ob er nie zugehört hat was ich sage
sagte er doch aber ich dachte du hörst irgendwann auf und es ist erledigt
Herz


Zitieren
