Danke für die Erklärung - genau das meinte ich - ob ihr in Eurer Beziehung auch Auseinandersetzungen hattet, oder ob alles immmer nur "Friede, Freude, Eierkuchen" war...
Das mit der Paarberatung finde ich einen wirklich guten Schritt - wie Du schreibst: das kann eauch eine "Trennungsbegleitung" sein!
Ich wünsche Dir alles Gute!!!!!!!!!!!!
Tabea
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Thema: Kämpfen oder "aufgeben"?
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12.04.2007, 09:23
AW: Kämpfen oder "aufgeben"?
Bis auf Weiteres a.D.
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12.04.2007, 10:19
AW: Kämpfen oder "aufgeben"?
Danke, Tabea!
Zitat von Tabea
Heute kann ich diese Phase auch wirklich als Chance begreifen/annehmen...als Chance für einen entscheidenen Wendepunkt im Leben. "So oder eben so"...
*schluck*
Mir ist aber dabei bewusst, daß ich sehr wahrscheinlich nicht auf diesem ("heutigen") Level bleiben werde. Da wirds auch wieder (Selbst-)Mitleid geben, sowie Wut,Trauer,Trotz und (Miss-)Verständnis...
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12.04.2007, 10:41
AW: Kämpfen oder "aufgeben"?
Menschlich, oder?
Es liest sich aber so, als ob Du trotz allem auch mit dem Kopf an die ganze Sache herangehst und das finde ich bewundernswert!
TabeaBis auf Weiteres a.D.
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12.04.2007, 13:19
AW: Kämpfen oder "aufgeben"?
Ich wünschte, mein Kopp würde auch so zuverlässig agieren, wenn ich ihm gegenüber stehe...
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15.04.2007, 17:00
AW: Kämpfen oder "aufgeben"?
Nur ein paar Tage später...
(seit meinem ersten Post hier, nicht seit unserer Ehe-Krise...)
Ich habe mich u.a. auch hier durch viele Beiträge gewühlt (also die anderen Beziehungs-Probleme)und dabei auch viel für mich -und unsere Beziehung- mitgenommen.
Positiv seh ich für uns:
Es gibt von keiner Seite eine Affäre/ einen Aussenpartner/einen Dritten...die Krise wurde ausgesprochen, BEVOR ein Dritter zum zusätzlich Beteiligten wurde.Es ist eine Krise "nur" zwischen ihm und mir...
Das bedeutet sicherlich nicht, daß nun ein Happy-End sicher ist, aber es bedeutet -für mich- "reine Gefühle" auf beiden Seiten. Auch wenn ich natürlich trotz allem verletzt bin...natürlich bin ich verletzt, ...es ist aber...wie kann man sagen...ein "sauberes" Chaos im Moment...
Äh, schwierig auszudrücken. Vielleicht trotzdem verständlich,was ich meine.
Jedenfalls...bin ich ruhiger geworden. Innerlich ruhiger..Ich...bin wirklich bereit...die Krise als ...Reifeprozeß (??) anzunehmen und dabei UNS Zeit zuzugestehen.
Das hatte ich ihm die ganzen Wochen schon erzählt (daß ich ihm Zeit und Abstand gebe), so in etwa, aber nie wirklich so gemeint...
Wir wohnen ja weiter unter einem Dach, können uns hier aber gut (wenn auch nicht optimal wie Prijon damals) räumlich trennen.
Nach Wochenlangen Krisengesprächen (auch wirklich guten teilweise) ... konnten wir nun in den letzten Tagen auch mal ohne schweren Beigeschmack über Alltägliches reden, nicht die Krise und mögliche gemeinsame (Nicht-)Zukunft als über alles stehendes Thema...(was nicht heißen soll, daß wir nun statt reden das Thema totschweigen...)
Und genau das tat gut!
Mir...aber auch ihm.Es brachte ein bißchen...Leichtigkeit zurück in den Alltag...
Wir konnten die letzten Tage des Öfteren zusammen lachen über vermeintlich Banales...aber der Alltag ist ja alles andere als banal...Die Krise...ist derzeit als Krise zu spüren...aber nicht als unüberwindbare Kluft...
Klingt wirr, ja?!
Ist es ja auch...die Situation ist ja nicht wirklich "normal"...Trotzdem...seh ich deutlich positiver nach vorne im Moment...
Zaghafte Andeutungen von seiner Seite (eher so nebenher dahin gesagt,die aber eindeutig unsere Zukunft betreffen)...komplettieren das Gefühl...und da muß ich mich schon manchesmal zurückhalten, ihn nicht wieder sofort auf jede kleine Andeutung "festzunageln"...Doch, das fällt mir natürlich schwer.Aber ich will ja, daß er erkennt,was er wirklich (für mich, für uns) fühlt und nicht,daß ich ihn in Erkenntnisse -möglicherweise falsche - reindränge....
ZEIT brauchen wir noch...auch ICH, obwohl/gerade weil ich diesen Mann und unsere Ehe will...
***
Da dieses Gefühl in mir nun schon ein paar Tage anhält, wage ich mal, es auszusprechen (aufzuschreiben)...Dann fällt es mir blöderweise leichter, wenns da steht von mir schwarz auf weiß, auch mich genauer zu hinterfragen und zu sehen, ob ich mir da nur was einrede...oder wirklich so fühle...Ich kann das alles dann "ehrlicher" in mir/vor mir sacken lassen...
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16.04.2007, 10:32
AW: Kämpfen oder "aufgeben"?
Hallo momoline
mir kommt dein Mann irgendwie abgestumpft vor. Er mag dich als Mensch aber findet dich als Frau nicht mehr interessant, sagt er. Und da würde ich sagen, da kann schon Zeit helfen, aber nur Zeit allein ist zu wenig, weil sie das Bild was der Andere von uns hat nur geringt ändert. An deiner Stelle würde ich mit einem gehörigen Schuß Adrenalin an der Sache ran gehen - für beide Seiten. Es kommt wieder phasenweise Leichtigkeit in eurem Alltag, schreibst du - dann mache mit ihm was verrücktes/aufregendes, etwas wobei ihr lachen und euch "erschrecken" könnt. Probiere es. Nichts ruhiges, besinnliches oder ähnlich.
Ich denke, man merkt erst was man hat, wenn man es verloren hat.... ich würde (zusätzlich zur Adrenalin) einen anderen Mann ins Spiel bringen. Fiktiv oder real bleibt dir überlassen. Ich glaube nicht das du was zu verlieren hast. Maximal ändern sich seine Gefühle für dich nicht.
Und als drittes (oder als erstes) würde ich ihn fragen was er für Wünsche hat, die er sich nicht erfüllen konnte, warum auch immer. Die müssen gar nicht mit dir zu tun haben, ich würde ihn trotzdem danach fragen.Ich habe den K(r)ampf mit den deutschen Artikel(n) aufgegeben!
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16.04.2007, 11:29
AW: Kämpfen oder "aufgeben"?
Das empfinde ich generell als guten Gedankenansatz...da hab ich was zum grübeln (und evtl. Pläne schmieden...)
Zitat von Ypnowoman2
DAS..."habe ich nicht nötig", ---weder vor mir noch vor ihm...klingt sch***, aber sagt kurz und knapp aus,was ich dazu denke...
Zitat von Ypnowoman2
"Sag niemals nie"... ---> aber gespielt und ausgedacht, nur um zu schockieren: NEVER !
Doch...Ehrlichkeit und Respekt.
Zitat von Ypnowoman2
"Falsche Spielchen" sind nicht mein Ding...danke für deine Gedankenäusserung/-anregung, wollte ich ja gerne haben...aber das fällt für mich halt flach.
Das wäre evtl. eine Baustelle für "später" in meinen Augen...Später im Sinne von *nach dem gemeinsamen Neustart*...oder evtl. *nach einer endgültigen Trennung*...Jedenfalls für dann, wenn die Wege klarer werden und ich auch imstande bin...Träume/Wünsche die ohne mich stattfinden, nicht auf mein momentan angeknackstes >Selbstbewußtsein zu projezieren...Denn eben würde ich sowas als absolute Zurückweisung an meine Person aufnehmen...
Zitat von Ypnowoman2
Dabei isses ja normal, daß man auch eigene Wünsche hat...aber dazu fehlt mir eben einfach ein bißchen die innere Großzügigkeit...
Mmm..kann schwer rüberbringen,was ich meine...
Ich kann seine (Nicht-)Gefühle -im Ansatz !- durchaus nachempfinden...bevor seine Aussagen kamen, gingen ja meine Zweifel vorweg, wo ich alles nicht mehr als "gut genug" empfand...Und damit ja auch ihn meinte, wenn auch eher indirekt...aber im Nachhinein betrachtet, eben nicht wirklich feiner als er jetzt...
Zitat von Ypnowoman2
Und wie erwähnt...im Moment spüre ich die Krise, nicht aber die unüberwindbare Kluft...
Es ist nicht abgestumpft in dem Sinne...Empfinde ich nicht so ...(kann auch sein, daß ich mir dieses Empfinden einrede...aber wenn das so ist, dann tut mir diese Einrederei im Moment gut...und...naja...daß es mir gut geht, ist ja auch nicht ganz unwichtig...)
***
Ich finde aber trotzdem jede Gedankenanregung "toll"...letztendlich muß ja eh jeder seinen eigenen Weg finden...aber allein das Gefühl auf offene Ohren (Augen) zu stoßen und das sich andere mit Gedanken machen, die eigenen Gedanken dadurch antreiben...streichelt so ein bißchen die Seele, tut gut...Danke!
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16.04.2007, 11:58
AW: Kämpfen oder "aufgeben"?
Danke!!!
Zitat von momoline
Das sehe ich genauso!
TabeaBis auf Weiteres a.D.
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16.04.2007, 12:11
AW: Kämpfen oder "aufgeben"?
Hallo momoline,
Ihr habt 15 Jahre, ich habe nur 9 zu bieten.
Aber dieses Gefühls-Tauziehen kenne ich auch.
Meine Geschichte ist von außen betrachtet anders als Deine. Aber als ich Deinen Text gelesen habe, dachte ich: Ja, genau so fühlt es sich an.
Immer liebt einer, dann zweifelt der andere. Anschließend Rollentausch.
Wie es endet, kann ich noch nicht sagen...
Kurzabriss: In 2003 schmiss mein Freund mich raus: "Ich liebe Dich nicht mehr, such Dir eine Wohnung."
Ich hab das gleich für bare Münze genommen, habe gar nicht "gekämpft", bloß gelitten - und mich ziemlich schnell auf eigene Beine gestellt.
Dann fiel ihm auf, dass ich ihm total fehle: "Erst jetzt merke ich, was ich verloren habe. Ich stelle sogar meinen Kinderwunsch hintenan - komm zurück."
Ende 04 wieder zusammen. Haus gekauft.
Sommer 05 bin ich für drei Monate ausgezogen, dann wieder zurück.
Hab gezweifelt. Dann wieder geliebt. Die Beziehung schlecht geredet. Er machte den Fels in der Brandung oder hat gekämpft, so gut er halt konnte.
Jetzt steht wohl die endgültige Trennung an und er beginnt, auch emotional abzuschließen. Und mit jedem bisschen Liebe, das er mir wegnimmt, bekomme ich mehr Sehnsucht.
Die Situation ist blöd: ich kann frühestens im Juni in meine eigene Wohnung und wir leben noch zusammen wie ein Paar.
Allerdings wie Todgeweihte ohne gemeinsame Pläne.
Momoline, bei Euch klingt es dagegen imo nach Krise, aber nicht nach Ende.
Vielleicht hast Du ihm mit Deinen Zweifeln erstmal das Vertrauen in den Halt Eurer Beziehung genommen und er schottet sich jetzt gefühlsmäßig ab.
Bei mir begann dieser Prozess, als mein Freund mich vor die Tür setzte. Wir waren bei keiner Beratung und so habe ich mich wohl ganz allein "einfach weitergetrennt" - bis es zu spät war.
Da sind noch Gefühle, aber wohl nicht mehr die "richtigen".
Meine trotzdem grad akut wiederkehrenden Klammerbedürfnisse ihm gegenüber haben wohl Gründe, wie sie ladysybil gut beschrieben hat: Angst vor dem "Danach".
Auch Dein abrupter Schwenk von Beziehungszweifeln zu der Meinung, dass er der tollste Mann überhaupt ist, spricht ein bisschen dafür: Extreme Gefühle, die sich durch äußere Einflüsse "plötzlich" ins Gegenteil verkehren, sind mir etwas verdächtig...
Momoline, ich hätte zwei Rat"schläge" anzubieten:
Das mit der Beratung ist sicher eine gute Idee. Gefühle sind nichts statisches und Ihr könnt Eure Beziehungs-Eiszeit so sicher wieder antauen - mit welchem Ergebnis auch immer.
Außerdem möchte ich mit - mal wieder/mit Einschränkungen - Ypnowoman anschließen: Du scheinst zurzeit durch Deine Verlustangst ziemlich fixiert auf Deinen Mann: was tut er/sagt er/lässt er...
Das kann zu einer fiesen Druck-Situation führen.
Du musst Dir keinen Liebhaber suchen, sicher nicht.
Aber vielleicht in Gedanken damit spieln, was Du ohne Deinen Mann mit Deinem Leben anfangen könntest: Wie würdest Du Dich "dem Rest der Welt" als Frau präsentieren, um attraktiv gefunden zu werden? Was macht Dich sonst noch aus, wenn Du nicht seine Frau und Mutter seiner Kinder bist?
Fokus weg von ihm, mehr auf Dich.
Deine beste Chance, für ihne wieder als "Gesamtpaket" interessant zu werden, ist Abstand von ihm mit Konzentration auf Dich - auch wenn´s paradox klingt.
Nur: übertreib´s nicht: Sonst spielt Ihr auf Dauer "Fangen" mit wechselnder Rollenverteilung...
Deshalb sucht Euch Hilfe (...daran ist´s bei mir wohl gescheitert...)
Alles Gute."Sometimes you walk the line - sometimes the line walks you." (Murder by Death)
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16.04.2007, 12:23
AW: Kämpfen oder "aufgeben"?
Momoline
ich sehe es nicht als Spielchen sondern als "Staub von seinen Augen wegwischen, um ihn zu erlauben dich wieder zu "sehen" "
aber wenn es für dich nicht in Frage kommt, ist auch ok.
Anderseits, wenn du von Respekt schreibst (was ich durchaus nachvollziehen kann), dann solltest du seinen Wunsch respektieren und dich zurückziehen bis du im stande bist eine platonische Freundschaft mit ihm zu haben. Kämpfen wäre dann respektlos.
Ich würde vielleicht anfangen abends weg zu gehen, ohne ihn natürlich, und von mir auch "nur" ins Kino, und hoffen dass ihm ein Licht aufgeht - ihm zeigen dass mein Leben auch ohne ihn stattfindet, und zwar recht gut. Das wäre in deinen Augen wahrscheinlich auch als "Spielchen" zu bewerten.
Mit dem ersten Teil habe ich ein Problem. Nach meiner Sicht schläft die Liebe manchmal ein, wenn man den Partner für etwas nicht "geeignet" findet. Und manchmal spricht man nicht darüber um den Anderen nicht zu "verletzen" - Ergebniss: man entfremdet sich und jeder träumt vor sich hin. Und hält den Mund.Das wäre evtl. eine Baustelle für "später" in meinen Augen...Später im Sinne von *nach dem gemeinsamen Neustart*...oder evtl. *nach einer endgültigen Trennung*...Jedenfalls für dann, wenn die Wege klarer werden und ich auch imstande bin...Träume/Wünsche die ohne mich stattfinden, nicht auf mein momentan angeknackstes >Selbstbewußtsein zu projezieren...Denn eben würde ich sowas als absolute Zurückweisung an meine Person aufnehmen...
Wenn ich jetzt in der Situation bin wie dein Mann, wie kann ich meine Liebe wieder zu dir finden, wenn ich nicht weiß dass du auch für was anderes bereit wärst, zum Beispiel? Verstehst du? Wenn ich dich "wie immer" sehe, warum sollte ich einen Neuanfang mit dir starten?!? Die Vorausetzungen sind doch die gleiche geblieben, woran meine Liebe eingeschlafen ist, warum sollte sie jetzt mehr oder weniger plötzlich wieder aufwachen ....
Wenn du aber Probleme haben könntest mit Wünschen von denen du ausgeschlossen wärst, kannst ihn ja jetzt fragen ob er sich etwas gewünscht hätte, was auch mit dir zu tun hätte....
Oder ist meine Logik komplett verkehrt?!?Ich habe den K(r)ampf mit den deutschen Artikel(n) aufgegeben!


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