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  1. User Info Menu

    AW: Muss ich nach fast 40 Jahren an der Beziehung zweifeln? (Sorry - lang!)

    Was soll man dazu sagen? Du bist sehr passiv. Jetzt im Alter wirst du wach und auf einmal fällt dir alles auf, was du einfach hast laufen lassen und selber nicht gemacht hast. Du hast dich von dem Mann ausnehmen lassen wie eine Weihnachtsgans und jetzt stehst du da, kannst dich nicht trennen, weil du dann ein finanzielles Desaster erlebst. Wenn er etwas nicht wollte, hat du das gemacht was er wollte.

    Ich würde dir raten, angesichts der Konstellation bei euch, zu einem Anwalt zu gehen, um dich schlau zu machen, was dir im Fall einer Trennung oder im Todesfall zustehen könnte. Dann weiß du wo du dran bist. Es geht ja noch nicht um Trennung. Aber alleine das Wissen, wie es um dich steht, ist beruhigend.

    Ich hatte in der Kindheit ein gravierendes Erlebnis. In den 60er Jahren waren Sprüchebilder modern. Mein Vater hatte ein Bild gekauft mit dem Spruch "Gott erhalte mir meine Gesundheit und die Arbeitskraft meiner Frau". Ich fand das als Kind ziemlich übel und ich habe mir geschworen, dass nie jemand mit mir so umgeht und ich immer bereit bin, für mich selber zu sorgen.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


  2. Inaktiver User

    AW: Muss ich nach fast 40 Jahren an der Beziehung zweifeln? (Sorry - lang!)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er ist in deinen Vermögensaufbau hinein geflossen.
    Kannst Du das mal näher erläutern, ich verstehe das nämlich nicht wirklich.

  3. Inaktiver User

    AW: Muss ich nach fast 40 Jahren an der Beziehung zweifeln? (Sorry - lang!)

    Zitat Zitat von Limonetta Beitrag anzeigen
    [...]
    Was mir am meisten Sorge bereitet: ich habe ihm bereits vor über einem halben Jahr meine Sorgen/Bedenken mitgeteilt. Wir haben es mit Paartherapie versucht und ich habe immer mal wieder dunkle Tage an denen ich darauf zurückkomme und sage, ich kann nicht mehr so weiter machen. Er ist dann schon am Boden zerstört und sagt, dass er ohne mich (oder alleine?) auch nicht mehr weiter leben will. Auch einen ganz, ganz schlimmen Absturz (allerdings mit viel Alkohol) habe ich von ihm nach so einem Gespräch schon erlebt. Aber, am nächsten Tag ist alles vergessen und es wird ganz genauso wie immer weiter gemacht. Von seiner Seite kommt NICHTS – kein Gesprächsangebot, nicht einmal irgendein Satz, kein Lösungsvorschlag, kein „Wie machen wir jetzt weiter“. Einfach – gar nichts, als wäre nichts gewesen. Kopf in den Sand – wird schon irgendwie werden. Sie beruhigt sich schon wieder. Das bestätigt mich natürlich schon in meinen Gedanken, es ist ihm nicht wichtig genug um etwas zu versuchen/entscheiden/ändern/erkennen.
    [...]
    (gefettet von mir)

    Ich kann hieraus nur mutmaßen:

    Da Deine finanziell schlechte Absicherung vermischt wurde mir dem Zweifel an der Beziehung (Paartherapie! ), fühlt sich Dein Mann in der Zwickmühle - er wird Sorge haben, dass Du ihn verlässt, sobald Du eine nachträgliche Regelung zum entgangenen Einkommen/Zugewinn (wie auch immer man es nennen mag) hast.
    Vielleicht hindert gerade das ihn daran, Dir "freiwillig" finanzielle Zugeständnisse zu machen.

  4. User Info Menu

    AW: Muss ich nach fast 40 Jahren an der Beziehung zweifeln? (Sorry - lang!)

    Das dringlichste Problem ist finanzielle Gerechtigkeit herzustellen. Aufgrund der Schilderung von Limonetta dürfte das allerdings ein schwieriger Akt werden. Weder Mann noch Schwiegereltern werden begeistert sein nach so vielen Jahren plötzlich eine Scheibe für die TE abzuschneiden. Letztlich könnte sich wegen des Wunsches der finanziellen Gleichberechtigung dann ein Ende der Partnerschaft ergeben. Das wäre dann der finanzielle GAU, denn für jahrelange Partnerschaft bekommt man kraft Gesetz gar nichts.

    Weitermachen wie bisher ist nur dann eine Lösung, wenn sichergestellt ist, dass Limonetta nach dem Tod ihres Partners kostenfrei auf Lebenszeit im Haus wohnen bleiben darf. Die Regelung muss notariell festgehalten werden. Ansonsten dürfte klar sein, dass zusätzlich eine Eheschließung der beste Weg zur finanziellen Absicherung wäre. In dem Fall würde ich auf die Romantik pfeifen, Hauptsache man entgeht der Altersarmut. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass Limonetta ein gleichberechtigter Status die Wertschätzung gibt, die sie im Moment vermisst.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  5. Inaktiver User

    AW: Muss ich nach fast 40 Jahren an der Beziehung zweifeln? (Sorry - lang!)

    Limonetta,

    bevor du deinem Partner vorwirfst, dass DU dich nicht um DEINE Altersvorsorge gekümmert hast, wäre es sicherlich hilfreich, dass du

    1. dich mit deinem eigenen erheblichen Anteil an der Situation beschäftigst

    2. aufhörst, in den Kopf deines Partners irgendwelche Motive, Gedanken oder Gefühle hinein zu fantasieren

    3. dich über deine tatsächlichen Rechte und Ansprüche im Fall der Fälle (Krankheit, Tod, Trennung) informierst, am besten bei einem Anwalt

    Und

    4. mit deinem Partner sachlich darüber redest. Ohne Vorwürfe (warum hast du damals nicht) sondern in dem du ihm dann - nachdem du dich informiert hast - die juristische und finanzielle Faktenlage darlegst und ihm einen Vorschlag unterbreitest, wie du das Problem lösen möchtest (Vollmacht, Heirat, Trennung wasauchimmer).


    Ein erster Anhaltspunkt wäre, sich über den Begriff „eheähnliche Gemeinschaft“ zu informieren.

  6. User Info Menu

    AW: Muss ich nach fast 40 Jahren an der Beziehung zweifeln? (Sorry - lang!)

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ansonsten dürfte klar sein, dass zusätzlich eine Eheschließung der beste Weg zur finanziellen Absicherung wäre. In dem Fall würde ich auf die Romantik pfeifen, Hauptsache man entgeht der Altersarmut.
    Außerdem "verschenken" sie doch die Rente des Mannes, falls er zuerst stirbt und sie nicht verheiratet sind (ich hoffe, er hat eine angespart - und nicht bei seiner Altersvorsorge ebenso den Kopf in den Sand gesteckt)

    Was spricht denn bitte gegen einen kurzen Besuch beim Standesamt in eurem Fall? Warum ist die Aussicht darauf ein Grund, sich halb ins Koma zu saufen?

    Falls ihr zusammenbleibt, hast du durch Heirat einen großen Teil deiner Absicherungsprobleme gelöst - zum Nulltarif.

    Solltest du dich allerdings bald wieder scheiden lassen, nützt dir eine Ehe jetzt auch nicht mehr viel. Euer Besitz / Haus ist offiziell von ihm allein erwirtschaftet (kaum noch Zugewinn) und für die Rente kommen keine nennenswerten Punkte mehr zusammen.
    Geändert von schlaucher (22.05.2021 um 10:50 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Muss ich nach fast 40 Jahren an der Beziehung zweifeln? (Sorry - lang!)

    Genau. Ein lebenslanges Wohnrecht wäre der erste Schritt in Richtung Absicherung.

    Für mich klingt dein Eingangsbeitrag auch nach Reue. Du würdest es nicht wieder so machen, wenn du alles zurück drehen könntest.

    Alles Quatsch! Auch in einer anderen Stadt hättest du wahrscheinlich eine Familie gegründet und dann beruflich rum gedümpelt. Denn das ist deine Mentalität. Du lässt es erstmal geschehen und gibst dann dem Mann die Schuld.

    Warum eigentlich? Ja, warum machst du keinen Heiratsantrag?

    Was ist daran so schlimm, das Vermögen des Mannes und seiner Eltern als attraktiv für deine Entscheidung anzusehen? Es wäre ein guter Grund gewesen, aufs Land zu ziehen, um ohne Stress ein glückliches Familienleben führen zu können. Wozu soll Vermögen sonst gut sein?
    Geändert von animosa (22.05.2021 um 11:00 Uhr)
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  8. User Info Menu

    AW: Muss ich nach fast 40 Jahren an der Beziehung zweifeln? (Sorry - lang!)

    Heiraten und Testament machen. Und das beim Notar.

    Wenn er nicht ohne dich leben kann, soll er dich heiraten. Komasaufen kann also dann unter bleiben.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  9. Inaktiver User

    AW: Muss ich nach fast 40 Jahren an der Beziehung zweifeln? (Sorry - lang!)

    Zitat Zitat von schlaucher Beitrag anzeigen
    Was spricht denn bitte gegen einen kurzen Besuch beim Standesamt in eurem Fall? Warum ist die Aussicht darauf ein Grund, sich halb ins Koma zu saufen?
    Das Betrinken fand - soweit ich es, verstanden habe - nicht wegen Aussicht auf Heirat, sondern auf Trennung statt.

  10. User Info Menu

    AW: Muss ich nach fast 40 Jahren an der Beziehung zweifeln? (Sorry - lang!)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Betrinken fand - soweit ich es, verstanden habe - nicht wegen Aussicht auf Heirat, sondern auf Trennung statt.
    Ja, und warum denkt sie über Trennung nach? Weil er sie nicht absichert.

    Dabei wäre es so einfach.

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