Hallo TE,

hier noch ein paar Infos:

es gibt (immer noch) viele Menschen mit depressiven Stimmungen, die ihren Frust mit Alkohol zu betäuben versuchen. Problem dabei ist: Alkohol verstärkt die Depressionen. Das hängt irgendwie mit dem Serotonin-Haushalt zusammen, kannst Du vielfach ergoogeln.

Folge: ohne dass die die äussere Situation sich ändert, wird Dein Mann sich nie in Bewegung setzen, sondern immer handlungsunfähiger werden.

Eine der wenigen Chancen, die er hat, um Handlungsbedarf zu erkennen, wäre, wenn Du sagen würdest: "ok bis hierhin und nicht weiter. Ich gehe jetzt und schütze auch die Kinder vor der belastenden Situation. Für uns gibt es erst wieder eine Chance, wenn Du Dich in Behandlung begibst."

Brauchst mir nicht zu erklären, das sei für die Kinder/Jugendlichen nicht belastend, denn ich kenne die Situation aus erster Hand.

Noch zum Trinken ausserhalb von der Arbeit: es ist wahrlich naiv, anzunehmen, dass es ja ein Zeichen sei von nicht-Abhängigkeit, wenn er bei der Arbeit nicht trinke. Dein Mann wird erst betriebsfähig sein mit einem gewissen Pegel, und wenn er den nicht hat, wird er nicht arbeiten können. Lass ihn mal ein paar Tage ganz ohne, dann kommt am 3. Tag ca. das Enzugsdelir.