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    AW: Partner mit psychischen Problemen verlassen?

    Ist es denn wirklich sein Charakter und sein Verhalten, was dich stört oder bist du insgeheim traurig darüber, dass dein Lebensziel mit deinen Wünschen so nicht umsetzbar ist?

    Wenn dir das wichtig ist mit eigenem Kind und Eigenheim, dann wirst du dich von ihm trennen müssen, denn mit ihm ist es ja nicht umzusetzen. Das klingt jetzt hart, aber du hast das ja selbst schon erkannt.

    Und zwar unabhängig von seinen psychischen Problemen. Wenn du an Ort X ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung willst und ein gemeinsames Kind mit deinem Partner und der Partner sagt, ich hab schon ein Kind, ich will nicht noch eines und wegziehen will ich nicht - dann kannst du nichts machen.

    Und es hört sich so an, als ob du ihn an den Wochenenden immer besuchst. Dann soll er doch mal zu dir fahren und dich besuchen. Oder hat er dazu keine Lust?

    Ich finde, du musst halt aufpassen, dass du dich nicht zu sehr verantwortlich fühlst. Du kannst einen Ertrinkenden nur dann retten, wenn er dich nicht mit runter reißt. Ansonsten ertrinkst du auch und dann ist keinem geholfen.

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    AW: Partner mit psychischen Problemen verlassen?

    Ich hatte 33 Jahre so etwas ausgehalten. Und es wurde nicht besser, sondern schlimmer. Dieses Negative, das ständige Meckern über alles... Er wußte alles besser ohne sich umfassend zu informieren. Musste er ja nicht, er wußte es ja .
    Ständig war ich dabei, seine Laune zu heben, das Zusammenleben mit den Kindern erträglich zu machen.
    Ich nenne solche Menschen Energieräuber.
    Es ist so anstrengend. Ich bin gegangen nach 33 Jahren. Und wußte nicht, wie unsere 3 Kinder reagieren werden. Es war Selbstschutz. Und ich habe es nicht bereut.

  3. Inaktiver User

    AW: Partner mit psychischen Problemen verlassen?

    Zitat Zitat von justitia79 Beitrag anzeigen
    Ich denke auch, dass er insgeheim mit seiner Lebenssituation unzufrieden ist - ich wäre es an seiner Stelle ja auch. Ich sehe ja auch, dass er ständig am Limit oder darüber hinaus ist. Aber er lehnt ja jede Veränderung ab...
    Behalte dich trotzdem im Auge und das was du möchtest, auch wenn dein Partner nichts ändern kann und will. Es ist oft so, dass Partnerschaften auseinandergehen, wenn keine gemeinsame Entwicklung in eine Richtung möglich ist. Zum Punkt Attraktivität möchte ich noch sagen. dass du sicherlich einiges zu bieten hast und ich sehe jeden Tag Paare, die keinen Schönheitspreis gewinnen, gerade ab 40 oder 50. Da zählt auch die Ausstrahlung.

  4. Inaktiver User

    AW: Partner mit psychischen Problemen verlassen?

    Vielleicht hat er auch gar keinen psychischen Probleme, sondern ist schlicht und ergreifend ein unangenehmer Mensch.

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    AW: Partner mit psychischen Problemen verlassen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht hat er auch gar keinen psychischen Probleme, sondern ist schlicht und ergreifend ein unangenehmer Mensch.
    Meistens ist das einfach auch so.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Partner mit psychischen Problemen verlassen?

    Zitat Zitat von justitia79 Beitrag anzeigen
    Aber er lehnt ja jede Veränderung ab...
    muss er ja auch nicht- so lange du brav mitspielst. dich im hinblick auf das kind manipulieren lässt.

    ohne eine veränderung durch dich - muss und wird sich nichts verändern. da kannst du an ihn ran reden bis du blau anläufst.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  7. Inaktiver User

    AW: Partner mit psychischen Problemen verlassen?

    .
    Geändert von Inaktiver User (09.04.2020 um 06:29 Uhr) Grund: übers Ziel hinaus geschossen....das war der Vollmond

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    AW: Partner mit psychischen Problemen verlassen?

    Zitat Zitat von justitia79 Beitrag anzeigen


    Seine Tochter, die zu 100% bei ihm lebt, ist für mich wie mein eigenes Kind geworden und sie hängt unglaublich an mir. Im Trennungsfall würde er keinen Kontakt zu ihr mehr zulassen, da bin ich ziemlich sicher. Ich weiß nicht, wie man ein Kind verlässt…

    Und wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich auch irgendwie für ihn verantwortlich. Er ist in gewisser Weise auch wie ein großes Kind und ich weiß nicht, wie er ohne mich mit seiner Tochter klarkommt.

    Jetzt bin ich einfach zerrissen zwischen meinem Verantwortungsgefühl für die beiden und der für mich unerträglichen Belastung durch diese Lebenssituation.
    Wenn der Hauptgrund, die Beziehung aufrecht zu erhalten, dein Verantwortungsgefühl ist, wirst du irgendwann ihn und dann dich selbst hassen.
    Er ist erwachsen und hat ein Kind. Du musst nicht sein Betreuer, seine Therapeutin, sein Kindermädchen sein.
    Bleib mal bei dir selbst und frag dich, ob du so den Rest deines Lebens leben willst.
    Geändert von Tirili (08.04.2020 um 12:58 Uhr)

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    AW: Partner mit psychischen Problemen verlassen?

    Willst Du so weiter leben?
    Nein? Dann kennst Du die Antwort

    Hoffst Du darauf dass sie was ändert?
    Ja? das hoffst Du bereits seid Jahren
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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    AW: Partner mit psychischen Problemen verlassen?

    Liebe alle,

    danke für eure Gedanken, die ich wirklich mitnehme und für mich sortiere, das hilft mir sehr.

    Nein, ich glaube nicht, dass er einfach ein fieser Typ ist. Er ist einfach unstrukturiert und kann nicht mit seiner Überforderung umgehen. Vielleicht mal ein Beispiel, bei dem es zwischen uns richtig eskaliert ist.

    Kurz vor dem Lockdown waren wir bei seinem Onkel eingeladen. An dem hängt er sehr, da seine Eltern nicht mehr leben. Mit dem Onkel teilt er auch seine Leidenschaft für Autos. Jedesmal, wenn wir den Onkel besuchen, wienert er vorher sein Auto (die Marke verrate ich jetzt mal nicht, ist aber was schönes), weil er weiß, dass sich der Onkel darüber freut.

    Dieses Mal sollte das Ritual der vorherigen Wagenpflege auch wieder vollzogen werden. Er war an dem Tag eigentlich guter Stimmung und ich habe ihn machen lassen und bin solange mit der Kleinen auf den Spielplatz gegangen. Ca. eine halbe Stunde vor der geplanten Abfahrtszeit kommen wir zurück, so dass wir uns noch umziehen und dann losfahren können.

    Wir sehen dann das Auto aufgebockt vor dem Hauseingang. Er hatte sich wohl noch entschlossen, die schicken Sommerreifen zu montieren. Er schraubt herum, flucht vor sich hin und wechselt kein Wort mit uns. Seine Tochter flüstert mir schon zu "Das schafft Papa doch nie bis wir losmüssen". Ich kann ihr da nicht widersprechen. Wir gehen hoch und warten geduldig auf ihn. Er weiß ja eigentlich wann wir fahren wollten und er weiß auch, dass der alte Herr es hasst, wenn man sich verspätet.

    Eine Stunde nach der vereinbarten Abfahrtszeit kam er hoch und schnauzt uns beide zusammen, warum wir noch nicht unten seien, den Kuchen noch nicht ins Auto gebracht hätten, ihn bei nichts unterstützen würden und so weiter und so fort.

    Ich habe ihm dann - weil mir auch der Kragen geplatzt ist - eine Ansage gemacht, dass er so nicht mit uns zu sprechen hat, dass wir ihm nicht gesagt haben, dass er "noch schnell" die Reifen wechseln soll und dass er sich jetzt ganz sicher nicht ans Steuer setzen wird um dann wie ein Irrer die verlorene Zeit auf der Strecke wieder aufzuholen. Ich fahre selber gerne schnell, aber das was er in dieser Stimmung macht, geht einfach gar nicht. Bei 80km/h innerorts und 10m Abstand bei 200km/h auf der Autobahn hört der Spaß einfach auf.

    Wir haben den Onkel dann noch besucht, ich bin gefahren, er hat den ganzen Tag kein Wort mehr mit mir gewechselt, bis ich dann irgendwann in Tränen ausgebrochen bin. Dann ging es wieder einigermaßen.

    Nachdem ich mich wieder gefasst hatte, habe ich ihn einige Tage später auf den Vorfall angesprochen. Er "wusste" nur noch, dass ich "hysterisch" geworden sei und bat mich künftig etwas umsichtiger zu sein und ihn besser zu unterstützen. An mehr schien er sich nicht erinnern zu können.

    Liebe Grüße und danke euch

    Justitia

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