Hallo liebe Leute,
mein Name ist Patrick, bin 34 (meine Freundin auch) und dies ist meine Geschichte. Erstens muss ich mich für mein deutsch entschuldigen, ich komme nicht aus Deutschland und bin kein Deutscher. Deutsch ist nicht meine Mutterscprache. Ich lebe aber seit über 8 Jahren hier. Also, wir haben uns vor fast 9 Jahren verliebt. Wir konnten nicht zusammen sein, sie lebte hier und ich weit weg. Deswegen bin ich vor 8 Jahren nach Deutschland gekommen. Ich habe meinen festen, super guten Job gekündigt, habe meine Eltern informiert und weg war ich. Es war Jahrelang alles in Ordnung. Wir liebten uns wie am ersten Tag. Doch irgendwann von einem Jahr oder so, sagte meine Freundin, dass sie einen neuen Freundeskreis aufbauen will. Nur so, um Spaß am Wochenende zu haben. Kein Problem. Hatte ich gar nichts dagegen, echt nicht, ich habe mich für sie noch gefreut! Viel Spaß, habe ich ihr noch gewünscht! Ich hatte volles Vertrauen und bin zu Hause geblieben. Warum bin ich nicht mitgekommen? Ganz ehrlich, für mich ist das nichts. Nein. Um die Häuser zu ziehen, in verrauchten Kneipen zu sitzen, rauchen und Bier trinken…Ganz ehrlich, für mich ist das nichts. Das ist leider nicht meine Welt, mir bedeutet das wirklich nichts. Ihre Welt ist das seit einem Jahr alle mal. Und meine? Abends bleibe ich lieber zu Hause und trinke einen Kakao. Bier mag ich gar nicht. Verkehrt ist das nicht, oder? Bin dafür doch keine Spaßbremse, oder doch? Wenn mich das später meine Beziehung gekostet hat? Mag sein. Glaube schon, denn meine Freundin hat seit einem Jahr nur noch Party und Spaß im Kopf. Ich nicht. Schon blöd, das ich so bin...Aber zurück zu meiner Geschichte. An einem Samstag bekam meine Freundin einen Anruf von einem Freund, ob sie/wir Bock hätten zum Konzert zu gehen. Ganz ehrlich, ich habe mich auf den Samstagabend mit meiner Freundin zu Hause gefreut und habe mit so einer Einladung nicht gerechnet. Ich habe abgesagt. Ich hatte keine Lust auf ein Konzert zu gehen. Meine Freundin sagte, dass sie geht und ist gegangen. Ich bin lieber zu Hause geblieben. So ging dann weiter, fast jedes Wochenende war sie mit diesem Freund weg. Es hat mich nicht gestört, ich habe ihr vertraut. Dann, mit der Zeit, war aber alles falsch, was ich gemacht habe. Egal was. Ich wurde abgewiesen, angemeckert, angeschrien und jedes Mal, wo sie von diesem Freund zurück nach Hause kam, bekam ich ganz ganz böse Blicke. Leute, ich wusste nicht was los war. Ich habe nichts getan. Bin nur zu Hause geblieben. Habe in der Zeit wo sie weg war gesaugt (saubere Wohnung sieht doch besser aus), gekocht (müsste aber leider allein essen, sie war ja nicht da), Katzenklo sauber gemacht (die 2 Katzen haben sich gefreut), gewaschen (na ja, Maschine voll gemacht und auf den Knopf gedrückt, mehr ist das nicht), Wäsche aufgehängt (schon mehr Arbeit), sogar gebügelt (Stundenlang und trotz "kein-Bock-Stimmung"), Müll runter gebracht (kein Akt), irgendwas in der Wohnung repariert (hat sogar Spaß gemacht), Ferngesehen (Fußball, Formel 1) oder am Rechner gesessen (Computerspiele und Internet). Aber die Blicke! Wenn diese Blicke töten könnten, wäre ich schon längst tot. Diese Blicke! Es kam mir alles sehr merkwürdig vor. Ich wurde nicht mehr umarmt, nicht mehr geküsst, sie hatte ständig schlechte Laune und behandelte mich als ob ich das Letzte wäre. Böse Blicke dazu nicht vergessen. Ich habe die Welt nicht mehr verstanden. Ich habe meine Freundin nicht mehr erkannt. So verändert, so hässlich zu mir. Es hat zwar lange gedauert, aber jetzt konnte ich nicht mehr still halten. Ich fragte nach. Ist nichts, sagte sie. Im Dezember bin ich zu meinen Eltern geflogen. Kurz vor Weihnachten bekomme ich eine SMS, sie hätte sich in einen anderen Mann verliebt und wird mit ihm zusammen sein. Ah ja, und ich sollte ausziehen. Tja, ihr habt richtig gelesen. Knallhart, oder? Bin ganz weit weg und dann diese SMS. Wir sind über 8 Jahre zusammen und ich bin nur noch eine SMS wert! Sie hätte sich verliebt, wird mit ihm zusammen sein und ich soll ausziehen!?! Ich fing an zu zittern, mir liefen die Tränen. Ich habe sie angerufen, sie sagte, sie wird mit mir nicht reden und hat aufgelegt. Habe noch mal angerufen, sie hat sich gar nicht mehr gemeldet. Ich stand da und verstand die Welt nicht mehr. Es hat mich direkt ins Herz getroffen! Ende Dezember kam ich zurück nach Deutschland und musste neue Wohnung suchen, ich habe auch die erste freie genommen. Am 31.Dez, es hat geregnet, mir liefen die Tränen, schleppte ich meine Sachen von der alten Wohnung in die neue. Allein. Wo war sie? Wo wohl, bei dem Neuen. Silvester feiern...Und jetzt? Sie fehlt mir so! Was soll ich machen? Kämpfen! Aber wie? Sie sagt sie plant ihr Leben ohne mich weiter und kämpfen hätte kein Sinn. Und sie liebt mich schon lange nicht mehr. Wie kann sie so was sagen? Öfters hat sie mich gefragt, warum ich sie liebe. Meine Antwort war immer die gleiche:"Weil Du es bist!" Über 8 Jahre lang hat sie immer wieder die gleiche Antwort bekommen:"Weil Du es bist!" Und es ist immer noch so. Weil sie es ist! Für mich reicht das. Weil sie es ist. Wie geht jetzt es weiter? Das wissen nur die Götter. Soll ich in Deutschland bleiben? Wenn interessiert es? Es freut sich doch keiner, wenn ich hier bleibe. Für wenn soll ich überhaupt bleiben? Ihr ist es egal. Und kampflos aufgeben, alles weg schmeißen? Nein, das will ich nicht! Ich liebe sie, mein Gott! Sie sagte, sie hat mit mir abgeschlossen und sie hätte gar keine Gefühle mehr für mich! Es gäbe kein "wir" mehr, sagte sie. Ich habe versucht mit ihr ganz in Ruhe und vernünftig zu reden. Sie blockte ab. Ich habe ihr einen Brief und eine 5-Seitige eMail geschrieben. Von ihr kam gar keine Reaktion. Dann war ich verunsichert und ich wollte noch eine zweite Meinung haben. Ich habe die eMail auch ihrer Mutter (die mich wie eigenen Sohn liebt, mich unterstützt und leidet sehr mit mir) zum lesen gegeben und ihre Reaktion war: "Grandios! Geht unter die Haut!"... Also, die eMail war gut! Bestätigt! Müsste ich um ihre Mütter kämpfen, wäre sie schon längst wieder meine Freundin und wir beide wieder ein Paar. Aber ich liebe ihre Tochter!…Jetzt lasse ich sie ganz in Ruhe. Ich halte mich zurück. Ich versuche tapfer zu sein. Ich muss stark sein. Nur wenn ich stark bin, kann ich kämpfen. Ich gebe ihr Zeit. So viel sie braucht. Zeit zum überlegen. Ich habe mich komplett zurückgezogen. Ich warte ab. Nur, ich kann warten, dass sie mich vermissen wird, bis ich schwarz werde. Sie sagte selber, dass sie mich nicht vermisst. Ist doch klar, sie hat ja auch einen Neuen. Wann bitteschön soll sie mich vermissen? Morgens, wenn sie aufwacht? Abends wenn sie schlafen geht? Wenn sie allein wäre, vielleicht. Aber sie hat einen Neuen! Sie geht abends nicht allein schlafen und morgens steht sie auch nicht allein auf, so wie ich. Und dieser Gedanke zieht mich wieder runter. Ganz tief runter! Tja, es sieht schlecht aus für mich, oder? Bin so verzweifelt…Aber ich gebe nicht auf und ich gehe auch nicht zurück, dann hätte ich sie endgültig verloren…Für alle Zeiten! Und noch etwas; warum habe ich ständig "meine Freundin" und nicht "meine ex-Freundin" geschrieben? Na, ich liebe sie und keiner kann mir verbieten es zu tun. Selbst ich nicht. Ich habe mich gezwungen sie nicht mehr zu lieben und habe nur das Gegenteil erreicht, ich liebe sie jetzt noch mehr. Und wisst ihr was, es ist schön sie zu lieben, obwohl es seelisch so weh tut, dass ich schon körperliche Schmerzen habe.…Eine einzige Chance hätte ich vielleicht nur, wenn die neue Beziehung nicht klappt. Es sieht danach aber nicht aus. Beide überlegen schon zusammen zu ziehen usw. Und selbst wenn es nicht klappt. Warum soll sie mich zurück nehmen, wenn sie mich nicht mehr liebt, noch schlimmer, gar keine Gefühle für mich hat. Und wie lange soll ich auf sie warten? 2 Jahre, 5 Jahre, 10 Jahre? 40 Jahre? Noch länger? Wie lange leben Männer im Durchschnitt? 76 Jahre? Schaffe ich! Aber Spaß bei der Seite, es ist ernst. Ich habe mit ihrer Mutter gesprochen, sie mag mich wirklich sehr und leidet sehr mit mir, und weil sie am besten ihre Tochter kennt, kann sie mir am besten helfen. Sie hat mir gesagt, ich sollte sie vergessen und mir keine Hoffnungen machen, denn es sieht nicht danach aus, als ob sie sich anders überlegt. Sie sagte auch, dass ihr der Neue schon im Dezember, während ich weg war, vorgestellt wurde. Hart, echt hart. Bin sehr sehr sehr traurig, verzweifelt, fassungslos, enttäuscht….Trotzdem will ich kämpfen, dass ich mir später sagen kann, ich habe alles versucht. Ich muss ja auch mit mir selber zufrieden leben. Aber wie kämpft man, wenn man aus dem Spiel schon raus ist? Dafür brauche ich Euch! Danke Euch allen fürs zuhören und danke Euch für Eure Ratschläge...
Patrick
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 106
-
08.03.2007, 17:35
Wie kämpft man, wenn man aus dem Spiel schon raus ist?
-
08.03.2007, 18:46
AW: Wie kämpft man, wenn man aus dem Spiel schon raus ist?
Lieber Patrick,
hoer auf zu kaempfen! Es hat keinen Sinn. Du verschwendest bloss deine Zeit. Du bist schon lange kein wichtiger Teil ihres Lebens mehr, wahrscheinlich laenger, als du denkst. Wahrscheinlich hat sie das Partyleben schon sehr lange vermisst und dann irgendwann gedacht, entweder ich leb das jetzt endlich aus, oder ich bin irgendwann zu alt dafuer. Und dabei jemanden kennengelernt, der besser zu ihr passt. Ich seh das gleiche Problem zur Zeit mit mir und meinem Mann, bloss andersrum. Er mag auch kein Bier und keine Parties und ist eher der ruhige Typ. Wir kommen auch aus sehr unterschiedlichen Kulturkreisen, vielleicht ist das auch noch ein zusaetzliches Problem. Uebrigens, alle Paare die wir kennen, die aus Liebe in ein anderes Land gezogen sind, sind inzwischen getrennt! Wir sind die, die's am laengsten "ausgehalten" haben (13 Jahre), aber bei uns kriselts GANZ ernst...
Ich glaube, die sehr unterschiedlichen kulturellen Hintergruende sind erst sehr interessant, aber irgendwann sehnt sich jeder wieder nach ein bisschen mehr "zuhause" in der Partnerschaft. Jemand, der WIRKLICH die gleiche Sprache spricht, sie nicht nur gelernt hat sondern in ihr aufgewachsen ist. Ich glaube, das ist ein grosser Unterschied. Und sicher auch ein Grund, warum mir mit meinem Mann immer eine gewisse seelische Naehe gefehlt hat.
Dir wuerde ich empfehlen dein Leben nicht laenger von ihr abhaengig zu machen. Vielleicht zurueck in dein Land zu gehen, wenn du das kannst. Stelle ich mir eigentlich schoen vor. Ich wuerde gerne wieder zurueck nach Dland. Kann ich aber nicht, weil mein Mann nicht mit will, und auch sollte es mein Exmann werden, koennte ich nicht, denn wir haben ein Kind zusammen...
-
09.03.2007, 10:12
AW:
Hallo Patrick,
zuersteinmal: dein Deutsch ist ausgezeichnet.
Dann zum Thema...
Wie kämpft man, wenn man aus dem Spiel schon raus ist?
Tja... Gar nicht. Schau mal bitte in den Nachbar-Thread mit der Überschrift "Um den Partner kämpfen kann man nicht!"
Für Dich geht es jetzt darum, um Dich und Dein Selbstwertgefühl zu kämpfen. Nicht um eine vergangene Beziehung.
Du hast meiner Ansicht nach schon mit einem Fehler angefangen... Du hast die gemeinsame Wohnung verlassen. Reisende soll man nicht aufhalten, aber dann sollen sie gefälligst reisen. Und nicht Du.
Später wirst Du Dich nocheinmal sehr darüber ärgern, fürchte ich. Du hast das vermutlich getan, weil Du ihr (unterbewußt) zeigen wolltest, was für ein verständnisvoller Mensch Du doch bist... Zwecklos.
Aber nun ist es ja passiert.
Dann kämpfe darum, Dir klarzumachen, dass Ihr beiden einfach nicht zueinander gepasst habt. Und verdeutliche Dir, dass da draußen Millionen von Frauen einen Stubenhocker suchen!
Wenn das Freizeitverhalten innerhalb eines Paares so auseinanderfällt, dann kann eine Beziehung nciht funktionieren.
Und noch eins: Lass Freundinnen, Mütter und andere Unbeteiligte aus dem Spiel. Von denen bekommst Du ja doch keine Hilfe. Und etliche Menschen nervt es tödlich, wenn der Ex noch ewig den Freundeskreis und die Verwandten bejammert.
Geh raus an die frische Luft und denke an Dich und Deine Zukunft. Nur Deine, denn eine gemeinsame mit der Ex wird es nicht geben. Je schneller Du Dir darüber klar wirst, desto schneller bist Du wieder offen, und desto schneller wirst Du eine Frau finden, die wirklich zu Dir passt!Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
-
16.03.2007, 15:12
AW:
Lieber Patrick,
ich schließe mich Fender an - dein Deutsch ist wirklich sehr sehr gut.
Allerdings auch in der Aussage: mach dein Ding. So schwer es ist. Weißt du, mir ist etwas ähnliches passiert, vor genau einem Jahr. Heute kann ich mir Gott sei Dank diesen Schmerz nur noch versuchen vorzustellen, ich weiß, es war ganz ganz schrecklich. Aber es geht vorbei. Wenn mir das jemand wie dir jetzt vor einem Jahr geschrieben hat, dachte ich: ihr habt aber auch nicht so geliebt wie ich! Denn ER war meine ganz ganz große Liebe.
Aber mir hat es sehr geholfen hier zu lesen auch wenn man denkt es war die ganz ganz große Liebe (und davon war ich 100% überzeugt und hätte alles dafür getan) hört der Schmerz auf. Es wird besser. Nicht heute und nicht morgen! Aber versuch (man kann es nur versuchen, so schnell gelingt es ja nicht) sich trotzig zu denken: ich kann es auch ohne dich! Ich werde trotzdem Spaß haben, schöne Momente erleben (was auch immer das für jeden Einzelnen heißt).
Um jemand anderen kämpfen (soweit man das kann) bedeutet manchmal auch: mit sich selbst kämpfen. Und was meinst du wie ich mit mir gekämpft habe. Ich weiß wie schlimm sie sind diese Momente in denen man so gerne anrufen möchte. Aber: der Ausspruch kommt einem so blöd vor: lass sie ziehen. Wenn hat es nur Sinn wenn sie von alleine merkt was sie an dir hatte!
Ich habe mir oft versucht einzureden ich würde loslassen. Aber ich habe es nie getan. Erst jetzt im Januar habe ich endlich losgelassen. Weil ich merkte dass es MIR dann besser geht. Nur deshalb. Und jetzt rat mal wer seitdem wieder ankommt?
Indem du loslässt hilfst du dir - und auch ihr. Es ist die einzige Chance. Aber diese Einstellung muss reifen und braucht Zeit. Man kann es sich noch so lange einreden. Es ist wie ein Knöpfchen dass gedrückt werden muss. Es dauert bis es soweit ist!
Ich wünsche dir ganz viel Glück dass du es schaffst. Vergiss nie: du bist die Hauptperson in deinem Leben!!!!
Alles Gute
Julia
-
16.03.2007, 16:14
AW: Wie kämpft man, wenn man aus dem Spiel schon raus ist?
Hi Patrick!
Sorry, aber leider kämpft man nicht mehr, wenn man aus dem Spiel ist....
Außerdem finde ich, dass sie sehr sehr unfair zu dir war. Immerhin hast du dich ihr zuliebe so angepasst, Job weg, Freunde und Familie im Ausland gelassen, machst die ganze Hausarbeit, meckerst nicht, wenn sie weg ist.
Du hast ihr wirklich vertraut, weil du sie unendlich liebst, und sie hat es voll ausgenutzt.
So sieht es doch aus!
Ich würde sie nicht zurückhaben wollen.
Du bist ein wahnsinnig lieber Typ, der einen einfach berührt, du bist intelligent und fleißig, das merkt man und du bist auch nicht eifersüchtig.
Ich bin mir sehr sicher, dass du eine Frau findest, die das zu schätzen weiß. Ob hier oder in deinem Heimatland - das musst du wissen....
Du hast es absolut nicht verdient, so behandelt zu werden und je schneller du das akzeptierst, desto eher wird es dir besser gehen.
Zieh das durch und verabschiede dich seelisch von ihr!
Dass sie nicht mal mit dir reden wollte, ist die zweite Frechheit.
Kommt mir so vor, als wärst du ihr Bimbo gewesen, bis was Besseres kommt... Also wirklich!
Von ganzem Herzen alles Liebe
-
17.03.2007, 10:19Inaktiver User
AW: Wie kämpft man, wenn man aus dem Spiel schon raus ist?
Lieber Patrick,
ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen.
Denk jetzt an dich! So wie du schreibst, bist du ein toller Mann. Und auch wenn dir das im Moment nichts nützt, denke daran. Und nimm dir diese Erfahrung zu Herzen.
Viel Kraft wünscht dir
Selueh
@Loewenpranke
Die Bezeichnung "Bimbo" ist daneben, denn das ist ein übles Schimpfwort gegenüber dunkelhäutigen Menschen.
-
17.03.2007, 17:43
AW: Wie kämpft man, wenn man aus dem Spiel schon raus ist?
Mein aufrichtiges Beileid!
Jedoch nicht zur verlorenen Liebe, da sähe ich eher einen Glückwunsch angebracht, sonder für Deine verstorbene Selbstachtung, die augenscheinlich nach jahrelangen Fusstritten von Dir gegangen ist.
Bist Du sicher, dass in den Jahren vor ihrem in der Tat verachtenswürdigen "Abgang" wirklich alles so im Lack war, wie Du Dir das vielleicht schön reden wolltest? Mir erzählt doch niemand, dass ein bislang liebevolles, treues Heimchen am Herde urplötzlich derart den Kurs wechselt und zum Partyluder mutiert... Du hast Dich zum Affen machen lassen, über Jahre hinweg, hör endlich auf damit.
Zwing Dich, dass Gejammer einzustellen und versuche mit allen Kräften, Dir Deine männliche Identität zu verdeutlichen. Was Du da schreibst, ist ein Ausbund an Waschlappigkeit, das hält keine Frau auf Dauer aus.
Schau mal, ob Du Dich hier eventuell wiedererkennst...
-
17.03.2007, 22:35
AW: Wie kämpft man, wenn man aus dem Spiel schon raus ist?
alter.... ich habe nur eine frage an dich: trinkst du den kakao warm oder kalt?
-
19.03.2007, 14:54
AW: Wie kämpft man, wenn man aus dem Spiel schon raus ist?
Hallo zusammen,
erstmal vielen Dank an alle, die sich Zeit zum lesen und zum antworten genommen haben. Danke fürs Mutmachen, obwohl ich sehe momentan nur schwarz. Kennen Sie Mr.Data aus der Sci-Fi Serie Star Trek - The next generation? Raumschiff Enterprise? Ja? Wie er seinen Emotionschip ausschalten kann? Und gefühllos weiter machen kann...Manchmal wünsche ich mir auch ein Android zu sein. Ohne Gefühle. Die Gefühle einfach abstellen zu können. Ausschalten... Ist es normal wenn ich den ganzen Tag an sie denke? Ich frage mich wo sie ist, was sie wohl macht, ob es ihr gut geht, ob sie glücklich ist... Ist das normal? Obwohl ich weiß, dass sie für mich gar keine Gedanken verschwendet... Aber sie fehlt mir. Sehr.
Meine Wohnung ist jetzt komplett, das neue Wohnzimmer ist da, die neue Küche wurde aufgebaut und das neue Schlafzimmer steht auch schon. Aber ein "zu Hause" ist es nicht. Ich fühle mich nicht wie zu Hause. Sie fehlt. Sie fehlt mir sehr. Hätte ich einen schlechten Job, wäre ich wahrscheinlich schon längst zurück. Aber ich habe einen sehr guten Job, super nette Arbeitskolleginnen und Kollegen, einen guten Chef und vor allem eine Arbeit, die mir Spaß macht. Ich werde geschätzt, und obwohl ich der jüngste bei der Firma bin (ich arbeite in einem Architekturbüro), werde ich von meinen Kollegen öfters nach einem Rat gefragt. Und sogar von meinem Chef. Das ist leider aber auch das einzige, was mir übrig geblieben ist. Die Arbeit. Kennt Ihr den Gedanken, kurz bevor man mit der Arbeit fertig ist und man Feierabend macht und man denkt:"So, jetzt aber schnell nach Hause!"? Kennt Ihr das? In dem Moment werde ich wie vom Blitz erschlagen und wieder in das schwarze Loch gezogen; es gibt doch niemanden, der auf mich wartet oder sich freut, wenn ich komme. Also kann ich meine Arbeit auch langsam zu Ende machen, ist doch egal wann ich Feierabend mache.
Ich habe für diese Liebe mehr getan als manch anderer für eine Liebe machen würde. Und auch sonst habe ich schon einiges geschaft. Habe meine Familie, Freunde, Heimat verlassen, den Job gekündigt, in das neue Land eingezogen, die Sprache gelernt, einen neuen Job gesucht und gefunden, immer mein Bestes gegeben, mit Heimweh gekämpft... Und später, ich Idiot, meine Freundin vernachlässigt und gelassen, dass die Beziehung eingeschlafen ist. Dass wir uns auseinandergelebt haben. Deswegen ist sie auch weg. Und davon habe ich nichts gemerkt. Ja, selbst schuld, aber ich bin kein Roboter, bin leider nur ein Mensch. Könnte mich selbst in den Arsch tretten, geht aber nicht. Habe versucht. Jetzt weiß ich nicht, wie es weiter gehen soll. Eigentlich möchte ich schon zurück, irgendwann mal, später, glaube ich. Weiß ich nicht. Später, momentan geht das nicht. Es reicht doch schon, dass die Liebe meines Lebens weg ist. Für einen beruflichen Neuanfang bin ich nicht bereit. Selbst in meinem Heimatland nicht. Noch lange nicht. Deswegen bleibe ich noch hier. Wie lange? Weiß ich nicht, 2 Jahre oder so. Keine Ahnung, wie lange ich brauchen werde. Ich muss zuerst mit diesem Verlust klar kommen. Und das wird hart. Ich kenne mich. Das wird echt hart. Alles Käse!... Und ich liebe sie... Ach, eine Frage hätte ich noch? Wie geht "entlieben"? Wie geht das? "Entlieben", "ablieben", Gefühle sterben zu lassen, Gefühle "runterfahren", wie geht das? Wie das beim Android Mr.Data geht, wissen wir. Er stellt seinen Emotionschip ab. Aber bei Menschen? Das ist mir ein Rätsel. Wie soll das wohl gehen? Kann man sich dazu zwingen? Wenn ja, wie? Und wie lange dauert das?
Aber ganz ehrlich, will ich das wirklich wissen?...
So, und jetzt? Jetzt mache ich mir noch einen warmen Kakao und damit darf, Nathamel, auch Deine "wichtige" Frage beantwortet werden. Die war doch ernst gemeint, oder? Na also, jetzt weißt Du es.
Danke nochmals fürs zuhören, es grüßt Euch herzlichst,
Patrick
-
20.03.2007, 07:46
AW: Wie kämpft man, wenn man aus dem Spiel schon raus ist?
Sich entlieben geht von selber, es dauert ein bis zwei Jahre und danach fühlt man sich leicht euphorisch und unheimlich stark weil man es geschafft hat. Es gibt also auch Hoffnung für Dich.
Am Anfang ganz wichtig: Nicht ständig grübeln sondern irgendwie ablenken. Unter Menschen gehen (das geht auch ohne zu rauchen und Alkohol zu trinken), sich möglichst viel bewegen und das am besten draußen.
Dann kommt eine Phase wo es einem langsam besser geht und man unglaublich wütend ist auf den Anderen und sich selber (entweder weil man zum Stubenhocker mutiert ist, solange nichts gemerkt hat oder sich so lange zum Affen hat machen lassen)
Auch die geht vorüber, und dann ist es einem irgendwann egal und man kann wieder normal leben.
Auch wenn Du es Dir im Moment überhaupt nicht vorstellen kannst es geht tatsächlich vorüber und Du wirst jemanden neues finden, entweder hier oder in Deiner Heimat.
LG Tatra


Zitieren
