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  1. Registriert seit
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    Hoffen und kämpfen oder aufgeben?

    Hallo liebe Community,

    Ich bin mir unschlüssig, wohin das mit mir und ihm führt oder ob es Sinn macht, einfach aufzugeben.
    Ich versuche mich so knapp es geht zu halten, dennoch alle Informationen zu geben, die es braucht, um das Ganze zu verstehen. Ich bin für jeden Ratschlag dankbar.

    Ende 2016 habe ich Ihn kennen gelernt. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden, von ihm gingen die fast täglichen Treffen aus. Im Mai 2017 waren wir das erste Mal gemeinsam im Urlaub. Dort wollte ich ihn das erste Mal küssen - er wies mich ab. Wir seien noch nicht so weit, mal sehen was die Zukunft bringt waren seine Worte dazu.

    Ende August 2017 hatte ich eine schwere Erkrankung, die sich über 3 Monate zog. Durch die viele Zeit die ich hatte, habe ich mich entschieden mich von allem zu trennen, was mir nicht gut tut, also auch von ihm, da ich es schwer aushalte, keine Verbindlichkeit entgegengebracht zu bekommen. Kaum habe ich ihm meine Entscheidung mitgeteilt, sprach er davon, dass ich unsere frische Partnerschaft doch nicht aufgeben könne.
    Kurze Zeit später fing er davon an, dass ich ihn einenge und ihm seine Freiheit rauben würde (die täglichen Treffen gingen von ihm aus). Um Weihnachten haben wir einen wundervollen Urlaub auf Mauritius verbracht, und er sagte das erste mal, dass er denkt die für ihn perfekte Frau gefunden zu haben.

    Im August 2018 wollte ich mich das erste Mal von Ihm trennen. Ich habe ihm noch eine Chance gegeben.
    Weihnachten 2018 habe ich alleine verbracht - ich kannte ja seine Eltern nicht, und er wollte auch nicht, dass ich sie kennen lerne. Er wollte um 17 Uhr zu mir kommen um mit mir Weihnachten zu feiern - aber dann ist er spontan bei seinen Eltern geblieben.
    Das hat mich so verletzt, dass ich den Urlaub im Januar absagen wollte. Ich bin letztendlich doch mitgeflogen - und wieder war im Urlaub alles schön, denn ein gemeinsamer Alltag läuft gut.

    Mittlerweile ist es so, dass wir uns 2 Tage die Woche nicht sehen, damit er Zeit für sich hat. Die anderen Tage sehen wir uns für 3-4 h (er kommt nach der Arbeit, zwischen 15 und 16 Uhr zu mir und geht spätestens um 20 Uhr nach Hause). Gemeinsame Nächte gibt es an sich nur im Urlaub, da er sagt, er habe große Probleme mit Veränderung und könne sich auf etwas solches schwer einstellen.
    Ich habe ihm schon mehrfach gesagt, dass er die Nachmittage gerne für sich haben könnte, wenn wir gemeinsame Abende und Nächte hätten, aber er stellt sich stur.

    Meine Probleme:
    1) von Anfang an wusste ich nicht genau, woran ich bei ihm war, habe es vermisst, dass er richtig emotional ist und Gefühle zeigt (à la 'Ich vermisse dich', 'ich mag an dir, dass...' etc.). Es hat etwa 9 Monate gedauert, bis er festgestellt hat, dass wir eine Beziehung führen.
    Ein weiteres Jahr hat es gedauert, bis er „ich liebe dich“ sagen konnte.
    2) Ich habe seine Eltern erst nach fast 2 Jahren kennen gelernt, auf Drängen meinerseits.
    3) Seine Schwester kenne ich bis heute noch nicht.
    4) Ich habe noch nie bei ihm übernachtet und er hat bisher auch sehr selten bei mir übernachtet. Hängt auch damit zusammen, dass er mit 34 noch immer bei seinen Eltern wohnt.
    5) Er kann sich nur schwer vorstellen irgendwann zusammen zu ziehen. Er sei ein Gewohnheitstier und ihm viele es schwer, daheim auszuziehen. Ihm sei es schon schwer gefallen im Elternhaus vom EG ins DG zu ziehen.
    6) Es hat 1,5 Jahre gedauert, bis wir das erste Mal Sex hatten. Er hat kein großes Bedürfnis danach.
    7) Ich habe ihm seit Januar gesagt, dass das alles für mich keine Beziehung darstellt, da so weder Alltag noch Bindung noch Intimität, eigentlich alles, was eine Beziehung ausmacht, fehlen. Er verspricht etwas zu ändern – aber es bleibt bei einem Versprechen. Er hat versucht öfter bei mir zu übernachten, ich durfte noch immer nicht bei ihm übernachten. Selbst zu ihm nach Hause darf ich nur widerwillig.
    8) Er betont immer wieder wie wichtig ihm seine Freiheiten sind, und er mit Veränderungen nicht klar käme. Andererseits habe ich nun erfahren, dass beide Expartnerinnen binnen drei Monaten der Familie vorgestellt wurden und auch bei ihm übernachten durften. Erklären kann er mir nicht, was der Unterschied zwischen den Exen und mir ist. Wieso es bei ihnen ging, aber bei mir nicht.

    Mich macht diese Unverbindlichkeit so langsam richtig fertig. Ich verstehe ihn nicht. Er kann mir keine Fragen beantworten, er kann sein Verhalten nicht erklären.
    Er sagt er brauche Zeit, aber ich habe ihm doch schon 2 Jahre gegeben, in denen er nur etwas geändert hat, wenn ich ihm sagte das es so nicht mehr weiter geht.

    Ich liebe ihn, aber ich fühle mich so einsam in der Beziehung, mir fehlt der gemeinsame Alltag, das Aufbauen einer gemeinsamen Zukunft, wozu er nicht bereit zu sein scheint.
    Denkt ihr, dass er wirklich nur noch Zeit braucht, oder dass es nie was wird?
    Sollte ich aufhören zu hoffen?


  2. Registriert seit
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    AW: Hoffen und kämpfen oder aufgeben?

    Du spürst wohl selbst, dass dir diese Beziehung nicht gut tut.

    Ehrlich gesagt, habe ich nach deiner Schilderung keine große Hoffnung, dass sich das auf absehbare Zeit ändern könnte.

    Wie soll da eine gemeinsame Zukunft aussehen?

    Du solltest nun für dich selbst entscheiden, was du willst und ob du dieses Drama weiterführen willst.

  3. Avatar von Kleinfeld
    Registriert seit
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    AW: Hoffen und kämpfen oder aufgeben?

    [QUOTE=Mullewapo;34268041])Es hat 1,5 Jahre gedauert, bis wir das erste Mal Sex hatten. Er hat kein großes Bedürfnis danach.QUOTE]

    Wenn es bei dir auch so ist, kannst du weiter hoffen. Ansonsten sehe ich keine Zukunft.
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.


  4. Registriert seit
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    AW: Hoffen und kämpfen oder aufgeben?

    Puuuuuh das ist heftig. Mit 34 wohnt er noch zu Hause?
    Ich finde Deinen Freund ziemlich bequem! Er sagt ihm fielen Veränderungen so extrem schwer, dabei glaube ich, dass er einfach keine LUST hat etwas zu verändern.
    Vielleicht hat seine Mutti ihm nach den ersten beiden Freundinnen gesagt, er dürfe jetzt niemanden mehr mit nach Hause bringen?

    Auch der mangelnde Sex würde mich extrem stören. Das Schönste an einer Beziehung ist doch, dass man zusammen ein- und ausschlafen kann....und er will das nicht? Völlig unverständlich.

    Darf ich mal fragen, was Du an ihm so toll findest? Er gibt ja eindeutig alles vor in der Beziehung. Er verspricht zwar etwas zu ändern, aber es würde mich schon sehr verletzen, wenn mein Freund gar nicht bei mir schlafen wollen würde.


  5. Registriert seit
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    AW: Hoffen und kämpfen oder aufgeben?

    Komischer Typ.

    Mach Dir ein schönes Leben und vergiss ihn. Vielleicht ist er auch ein Narzist? An so einen Typ bin ich mal geraten . . das habe ich aber erst erkannt, als es mir in dieser "Beziehung" immer mieser ging . .

    alles liebe
    luci

    ps: lass mich raten, er hat einen MINT-lastigen Beruf?
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  6. Avatar von --martha--
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    AW: Hoffen und kämpfen oder aufgeben?

    Wie wolltest Du denn um ihn "kämpfen"?

    Bisher gestaltete sich das doch so, dass er vorgibt, was geht und Du fügst Dich seinen Vorgaben. Ich habe nicht gelesen, dass er Dir und Deinen Vorstellungen von Partnerschaft irgendwo entgegen gekommen ist. Ehrlich gesagt sehe ich da auch keine Partnerschaft. Da gibt es nichts gemeinsames und keine Entwicklung. Der kommt mal vorbei und es wird geschwatzt. Sex gibt es auch nicht. Eine Perspektive gibt es erst recht nicht. Daher auch die Frage, worum willst Du "kämpfen"?

    Selbst wenn er etwas verändern wollen würde, würde der doch keine 180 Drehung machen und die wäre schon erforderlich, wenn das mal etwas, wie eine Beziehung werden soll.

  7. Avatar von Spadina
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    AW: Hoffen und kämpfen oder aufgeben?

    Auch eine große Liebe kann ein Griff ins Klo sein.

    Ich schüttele nur mit dem Kopf. Das ist ja ein ganz toller Mann, der. nach nach Monaten, wo man sich kennt, das Küssen als schon zu weit rausgestreckt fühlt, mit dem Sex auch noch ewig wartet, sich Stunden frei nimmt, um einem seine Aufwartung zu machen, und alle anderen Verhaltensweisen, die mit Muddi zusammenhängen, größte Aufmerksamkeit schenkt.

    Merkst du eigentlich gar nichts? Bist du weltfremd? Es geht doch darum, wie du dir ein Leben vorstellst, wie der Mann dazu zu sein hat. Und wenn er nicht so ist, was nützt die Liebe, die zudem noch unglücklich macht.

    Du entscheidest für dein Leben. Und da bist du nicht in der Lage, dir selbst eine Antwort drauf zu geben?
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.


  8. Registriert seit
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    AW: Hoffen und kämpfen oder aufgeben?

    Oups, der Drops ist gelutscht, das ist eine Beziehung zu seinen Konditionen und kompromisslos.

    Eigentlich weißt Du wie er tickt, und man kann Menschen nicht ändern die nichts ändern wollen, können....

    Das ist Dir alles zu wenig, wenn ich Dich lese ist Deine Entscheidung klar, Dir fehlt noch der Mut es durch zu ziehen und gar nichts mehr von ihm zu haben....

    Er ist ein Mensch der Distanz braucht, der sich nicht auf jemanden einlassen kann im klassischen Stil, ich denke schon das er Dich sehr gerne hat, aber sich selbst hat er am Liebsten....
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  9. Inaktiver User

    AW: Hoffen und kämpfen oder aufgeben?

    Von dem Hin und Her, dem er dich (bzw. auch du dich ) aussetzt, bekomme ich beim Lesen Drehwurm.

    Das wird nichts mehr und konnte von Anfang nichts werden - ein Rohrkrepierer. Wirst du jetzt nicht hören wollen, aber vielleicht bewirkt es doch was.
    Man kriegt einen Partner so, wie er ist. Es wird Dinge geben, an denen man - gemeinsam - ein bisschen herumschrauben kann, man findet einen Konsens, gemeinsamen Lebensmodus.
    In diesem Fall sehe ich das nicht. Er pfeift, du springst.

    Ich finde schon den Titel besorgniserregend - hoffen und kämpfen (geht's da um Krebs oder um Liebe?), oder 'aufgeben' (so kann man's natürlich auch formulieren, um sich vor einer an sich gesunden Entscheidung zu drücken).

  10. Avatar von Paraplumeau
    Registriert seit
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    AW: Hoffen und kämpfen oder aufgeben?

    Ich habe aufgehört zu lesen, als er sich nach Monaten nicht küssen lassen wollte....
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

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