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  1. Registriert seit
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    AW: ...der Schlag mit dem kalten Waschlappen...

    Ich kann Bellarine nur darin bestärken, dass man in ihrem Alter noch gut einen Neueinstieg wagen kann und sich auch ziemlich umorientieren. Meine beiden Schwestern und ich (alle nahe im Alter zu einander) haben sich alle noch mal nach 50 umorientiert.

    Eine Schwester hat in ihrem Bereich noch ein zusätzliches Studium dran gesetzt (1 Jahr lang) und arbeitet in einem anderen Bereich. Die andere ist vom ehrenamtlichen Einsatz direkt weg angestellt worden, was auch mit ihrer Familie plötzlich möglich war und ich habe mich selbstständig gemacht.

    Die, die wie Dein Mann Jahrzehnte mehr oder weniger das Gleiche machen haben oft um die 50 ein burn out syndrome und machen dann was anderes. Da bist Du als Neueinsteiger gar nichts so exotisches.

    Und, das mit Deinem Mann und seiner Teilnahmslosigkeit - denkst Du er erlebt seine midlife crisis als totale Sinnlosigkeit?

    Und die Geliebte hat es auch nicht gebracht ihn da raus zu holen? Spricht für ihn.

    Will er sich weiterentwickeln, selbstständig machen oder was? Vielleicht interessiert er sich für Deine Ambitionen wenn er mal Hilfe als "Familienversorger" bekommt. Das ist für 3 Kinder und eine Frau nicht immer einfach. Die ganze Verantwortung zu tragen.

    Wenn Du einsteigst kann er vielleicht etwas mehr Luft bekommen sich zu überlegen, was er noch alles im Leben so vor hat.

    Die Geliebte ist nur ein Symptom. Ich kann es mir gut vorstellen, dass sie wirklich nichts miteinander haben. Welche junge Frau fände das schon aufregend, so ein viel älterer Mann mit einer grossen Familie die er wohl auch nicht verlieren will.


  2. Registriert seit
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    AW: ...der Schlag mit dem kalten Waschlappen...

    Zitat Zitat von Bellarine Beitrag anzeigen
    enorme Größe in Sachen Vergebung gezeigt. Von meinem mann kam dagegen nicht viel zurück, er macht weiter wie bisher, hat mir aber gesagt, dass er das alles NUR "gemacht" hat, damit wir noch an unserer Beziehung arbeiten!

    Das alles lässt nur zwei Schlüsse zu: a) er liebt mich nicht mehr und es ist ihm irgendiwe egal, er ist nur noch aus Bequemlichkeit und Gewohnheit zu hause, oder
    b) er ist an einer psychischen Krankheit erkrankt, die ihn so handeln lässt (das wäre bei der familiären Belastung aus der Vergangenheit sehr naheliegend)

    Aber was bitte soll ich damit anfangen, er will sich nicht helfen lassen, denn er hat ja nichts und
    ich will ihn nicht rausschmeissen unter der Prämisse, dass er vielleicht zu krank ist sich selbst zu helfen? .
    Was soll daran enorme Größe sein etwas zu verzeihen, was genauso weiterläuft? Auch da sorry, das ist für mich nur sich passend machen durch wegdeckeln eigener negativer Gefühle, die das ganze Konstrukt zusammenkrachen lassen könnten. Das willst Du nicht, also passt Du Dich ums Verrecken an. Das hat Dein Körper ggf. sogar ernst genommen.

    Was Dein Mann hat, weiß ich nicht. Offensichtlich kann er es noch irgendwie kompensieren und merkt einfach nicht, wie Ernst die Lage ist. Auch hier, warum auch? Du gehst nicht arbeiten, Ärger gibt es keinen, alles läuft. Er wird sich denken, dass Du eh nicht gehst, also hält er alles ruhig, geht vorbei so oder so. Das wäre meine Sichtweise dazu. Da Gefühl hatte ich ja von Anfang an, dass sich nicht viel ändern wird und kann, auch dass das schon lange so laufen muss.

    Dass Du keinen Zugang zu Deinem Mann bekommst, kann dadurch bedingt sein, dass er selbst weitestgehend keinen Zugang zu sich selbst hat und sich eher im Außen wahrnimmt, sich da Bestätigung holt. Auch scheint es ihm an Mitgefühl zu fehlen für Dich. Das versteht er am Ende nicht mal, wenn er es nicht fühlt. Ich habe keine Idee, wie Du Zugang zu ihm findest. Ihn hinloben dürfte in Anbetracht der Umstände schwer werden. Ggf. weißt Du aber was ihn blockiert hat, was er mit sich rumschleppt und kannst darauf eingehen. Vorausgesetzt er lässt es zu und sonst kannst Du nur Deinen Weg gehen. Emotional würde es sich für mich mit diesem Menschen schlimmer anfühlen als in einer Wüste. Schlimmer, weil es woanders hinregnet, aber wohl auch nur oberflächlich auf eine im Vergleich Bessere und nicht von Herzen.

    Hast Du eigentlich Deinem Mann nie Fragen gestellt in Richtung seiner Gefühle und seines Mitgefühls?

    Beruflich würde ich meine eigene Vorstellungswelt komplett von seiner lösen und mir Gedanken machen, was mir selbst gefallen könnte und da ruhig mal kreativer rangehen. Ich vermute, dass es Dir gut tun könnte eigene und andere Erfahrungen ohne ihn zu machen und wie ein Wiedereinstieg für Dich abgepuffert werden kann. Auch würde ich meine Ziele mal freier wählen, unabhängiger von Leistung, Anerkennung und Geld mehr auf dem Fokus, was mir selbst Spaß macht.
    Geändert von fromanotherplanet (20.07.2019 um 07:04 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: ...der Schlag mit dem kalten Waschlappen...

    Zitat Zitat von Walltraud Beitrag anzeigen

    Ich kann Dir nur raten zu überlegen, ob Ihr Eure Beziehung nach der Affäre wirklich aufgearbeitet habt??
    Nochmal zu überlegen, ob es noch Sinn macht zusammen zubleiben? Hattet Ihr eine Paartheraphie?

    Möchtest Du nur verheiratet bleiben, um versorgt zu sein?

    Liebst Du Deinen Mann noch?

    Wie läuft Euer Sexleben aktuell?
    Das sind genau die Fragen, die ich Bellarine auch gestellt und auf die ich keine Antwort bekommen habe.

    Nicht, dass du uns in irgendeiner Form eine Antwort schuldig wärst, Bellarine. Doch das sind die wirklich wichtigen Fragen, die du zumindest DIR selbst beanworten solltest.


  4. Registriert seit
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    AW: ...der Schlag mit dem kalten Waschlappen...

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Der Traum platzt eh spätestens, wenn er auszieht.

    Ich habe es nie gemacht, aber wie fühlt man sich, wenn man es dem Anderen recht macht...nur um ihn zu halten, statt es zu beenden?
    Der Andere hat sich emotional getrennt und empfindet das aus dem Grunde auch nicht mehr positiv...es führt ergo ins Nichts.
    Ach ja?

    Mitleid mit seiner kranken Frau zu haben führt zu nichts?
    Sei dir mal nicht zu sicher mit deiner Schreibe.

    Kein Mann steckt es weg wenn er seine kranke Frau verlässt - und sie ihrem Schicksal überlässt.
    So verroht ist die Welt ja nun doch nicht.

    Meinst du wirklich der und seine Freundin könnten sich amüsieren wenn die Frau nicht nur krank ist sondern auch noch um einen neue Existenz zu kämpfen hätten?

    An solch eine "heile Welt" glaube ich nun nicht.
    Wer sich nicht mehr wundern
    und in Ehrfurcht verlieren kann,

    ist seelisch bereits tot.
    Albert Einstein

  5. Avatar von Mambi
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    AW: ...der Schlag mit dem kalten Waschlappen...

    Zitat Zitat von Scheherezade Beitrag anzeigen
    Ach ja?

    Mitleid mit seiner kranken Frau zu haben führt zu nichts?
    Sei dir mal nicht zu sicher mit deiner Schreibe.

    Kein Mann steckt es weg wenn er seine kranke Frau verlässt - und sie ihrem Schicksal überlässt.
    So verroht ist die Welt ja nun doch nicht.

    Meinst du wirklich der und seine Freundin könnten sich amüsieren wenn die Frau nicht nur krank ist sondern auch noch um einen neue Existenz zu kämpfen hätten?

    An solch eine "heile Welt" glaube ich nun nicht.
    Bevor mein Mann aus Mitleid bleiben würde, obwohl er lieber ginge, würd ich ihm tatsächlich noch helfen, die Koffer zu packen.... nein danke.


  6. Registriert seit
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    AW: ...der Schlag mit dem kalten Waschlappen...

    [QUOTE=Bellarine;34196467Wer hat Tipps? Was ratet ihr mir?

    Es grüßt euch

    Bellarine[/QUOTE]

    Ich grüße Dich, Bellarine!

    Da Du so direkt fragst, kriegst Du eine direkte Antwort

    Du hast ja im Bereich "um den Partner kämpfen" gepostet. Das säe für MICH so aus:

    1. Gesundheit
    ICH würde mich primär um das kümmern. Vielleicht kannst Du auf Kur fahren. Mal weg und raus aus allem. Auch mit psychologischen Gesprächen etc. Das täte gut, glaub mir. Dich um DICH kümmern.

    Und bevor der Einwand kommt: Auch Deine Kinder halten mal 4 Wochen aus bzw. man kann das organisieren.

    2. Keine Erwartungen an andere Menschen
    Je mehr Du erwartest, auf Deinem (vermeintlichem) Recht beharrst, desto größer wird meiner Erfahrung nach die Enttäuschung.

    Du kannst nur Dich und Dein Verhalten ändern.

    3. Aufrechnen ist kontraproduktiv bzw. verändert nichts
    Die Emotion ist da, sie sollte angesehen werden. Siehe Punkt 1. Aber alles was das sonst auslöst ist ein negativer Schub für Deine Gesundheit. Trotz, Wut etc. sollte keine Dauerbrenner, Ratgeber oder Wegweiser sein.

    4. Fokus auf Dich legen, nicht ins Außen
    Andere Menschen werden NIE verstehen wie es Dir konkret geht. Das ist nunmal so und ist NICHT WICHTIG.

    5. Einen Weg finden, Dich wertfrei mitzuteilen
    Reden solltet ihr. Auf Augenhöhe, mit Respekt und ergebnisoffen (erst mal). Dann wird er Dich auch HÖREN können. Aktuell läuft er wohl nur vor Dir weg (Vermutung meinerseits).

    6. In Dich hineinspüren, was Du WIRKLICH willst
    Das ist ein Prozess! Nein besser: Eine wunderbare Reise. Trau Dich den ersten Schritt zu machen. Nicht als Ehefrau, Mutter oder was auch immer. Sonst als pure Bellarine

    7. Du bist KEIN Opfer

    9. Keiner ist schuld. Alle machen Fehler

    Liebe Bellarine, meine Ahnung ob Dir meine Gedanken weiterhelfen.... So oder so wünsche ich Dir viel Kraft und dass Du Dich mal wieder ansiehst.

    Grüße, Waldhaftig

  7. Avatar von chaos99
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    AW: ...der Schlag mit dem kalten Waschlappen...

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Ich glaub da verwechselst du was mit dem anderen Strang ;)

    Da war wohl der Guten Morgen Cafe nicht ausreichend
    :)

    Ja...mein auf richtiges sorry...
    Chaos
    .................................................. ....................
    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)

  8. Avatar von chaos99
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    AW: ...der Schlag mit dem kalten Waschlappen...

    Zitat Zitat von Scheherezade Beitrag anzeigen
    Ach ja?

    Mitleid mit seiner kranken Frau zu haben führt zu nichts?
    Sei dir mal nicht zu sicher mit deiner Schreibe.

    Kein Mann steckt es weg wenn er seine kranke Frau verlässt - und sie ihrem Schicksal überlässt.
    So verroht ist die Welt ja nun doch nicht.
    Keine emotionale Bindung mehr = keine emotionale Anteilnahme.

    Das hat mit Verrohung nichts zu tun.

    Nur aus Krankheitsgründen des Anderen bleiben , aber massig anderen Gründen für die Trennung...
    Ja...das nenne ich Zwangsmitleid.

  9. Avatar von Admaro
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    AW: ...der Schlag mit dem kalten Waschlappen...

    Zitat Zitat von Bellarine Beitrag anzeigen
    mhhh, das siehst du etwas sehr verbissen. Mir geht es darum, dass mein Mann einsieht, dass ER an sich arbeiten muss, um unsere Beziehung zu retten. ER muss etwas verändern, er hat das ganze ins Rollen gebracht. ER hat die Verantwortung für die Situation mit der EXAffaire nun als Kollegin. Ich habe viel zu viel schon zur weiteren Harmonie bei getragen.... und ja, wenn du so willst, da bin ich am Aufrechnen. Wer wäre das nicht in meiner Situation?
    - Ich habe meine Karriere komplett eingedampft wegen dieser Familie, es war leider mit diesem Workaholic an meiner Seite nicht anders machbar. Nun stehe ich da und muss schmerzlichst erkennen, hier ausgenutzt worden zu sein. ABER, ich hatte es bis vor 2 Jahren nicht bereut!!!
    Du bist in einer Krux gelandet, die so typisch ist und auch so vorhersehbar, ja fast logisch ist. Aber natürlich aus einer Sicht der Erfahrungen.

    Du hast deinem Mann den Rücken frei gehalten, hast mit ihm den jeweiligen Part in eurer Ehe beschlossen. Das dies von euch beiden so vereinbart war, setze ich jetzt mal voraus. Du hast dich um Haushalt, Kinder, Freundschaftspflege und das schöne Umfeld gekümmert. Ein Vollzeitjob. Er hat Karriere gemacht, hat dadurch euch allen ein sorgenfreies, ja vielleicht sogar exklusives Leben verschafft. Ebenfalls ein Vollzeitjob. Jeder war glücklich in seiner Rolle.

    Bis man nach Jahren feststellt, der Andere ist einem emotional entglitten. Die einen merken es durch immer stärker werdendes Unglücklichsein, die anderen durch das Durchbrechen der Routine. Bei deinem Mann war es die junge Mitarbeiterin.

    Er oder ihr beide habt dadurch gemerkt, hoppla, die Familie ist uns doch (noch) wichtig.

    Nur jetzt meine Frage: habt ihr gemeinsam aufgearbeitet, warum diese Affäre passieren konnte? Habt ihr euch gegenseitig eure Ängste und Wünsche wieder näher gebracht? Habt ihr euch gefragt, wie ihr eure Routine durchbrecht?

    Die Affäre hat euch für einen Augenblick wieder das spüren lassen, was ihr vermisst habt. So schreibst du, dass ihr auch wieder tollen Sex hattet.

    Aber habt ihr die Ursache erkannt?

    Wenn du dich ausschließlich im Kampf um deinen Mann siehst in Form von Konkurrenz zu anderen Frauen, habt ihr eine ganz gewaltige Schieflage erreicht. Vor allem brauchst du dich nicht unter den Scheffel stellen: eure Verbindung ist die Vergangenheit, eure Kinder und euer Umfeld. Wenn die Liebe und der Respekt nicht tot sind, sind das ebenso "Klebstoffe", auf die man aufbauen kann.

    Wichtig ist auch, dass ihr euch gegenseitig ein glückliches Leben gönnt. Geld und Ansehen sind da eher wenig tauglich.
    Entscheide lieber ungefähr richtig, als genau falsch. - Goethe -


  10. Registriert seit
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    AW: ...der Schlag mit dem kalten Waschlappen...

    Zitat Zitat von morcheeba-1966 Beitrag anzeigen
    Das sind genau die Fragen, die ich Bellarine auch gestellt und auf die ich keine Antwort bekommen habe.

    Nicht, dass du uns in irgendeiner Form eine Antwort schuldig wärst, Bellarine. Doch das sind die wirklich wichtigen Fragen, die du zumindest DIR selbst beanworten solltest.
    Ich habe die Affaire versucht auf zu arbeiten, ohne fremde Hilfe, da es ja auch gut funktionierte. Bis dass die EXAiffaire wieder präsent wurde und den Job in seiner Abteilung annahm.
    Seitdem geht es abwärts mit uns. Auch das Sexleben, aber das hat auch medizinische Gründe von seiner Seite. Dafür habe ich Verständnis, aber die wiedergewonnene Nähe fehlt mir schon.
    Ich hatte das beantwortet: Natürlich liebe ich meinen mann noch, obwohl ich nun ein ganz anderes Bild von ihm habe. Wir haben auch beschlossen zusammen zu bleiben, nicht nur wegen seiner Versorgerqualitäten.

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