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  1. Avatar von Julifrau
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    AW: Comeback oder Rückfall

    Zitat Zitat von elektro_23 Beitrag anzeigen
    Ich führe niemals rückwärtsgewandte Diskussionen, weil da nie Lösungen für die Zukunft bei rauskommen. Ich hoffe das gelingt auch hier u.U. mit professioneller Hilfe.
    Das erstaunt mich nun wirklich und erscheint mir auch nicht realistisch. Bei jedem beruflichen Projekt findet nach Abschluss ein Debriefing statt, um z. B. auch über Fehler zu sprechen und diese damit bei zukünftigen Projekten vermeiden zu helfen. Wenngleich dann häufig eben andere Fehler gemacht werden , weil es häufig einfach 'menschelt' und zuwenig miteinander gesprochen wird.

    Und letzteres sehe ich für euch, womit ich mich maryquitecontrary anschließen - sprecht ihr miteinander, wie es euch geht, aber auch wie es euch ging? Das ist wirklich essentiell, um Nähe aufzubauen, sich respektvoll und vor allem in Wahrhaftigkeit zu begegnen.

    Eine Ehe ist kein Unternehmen - oder in deinen Augen doch? Die Vermutung liegt für mich zumindest nahe, denn der Deal auch in deiner Ehe scheint zu lauten - Bares gegen Eheleben.

    Deshalb frage ich dich noch einmal, würdest du das Risiko eingehen können und wollen, dass deine Frau möglicherweise 'abwandert', dann nämlich, wenn sie ihre eigene Qualifikation wiedererkennt?
    ************************************************** **
    What if I fall?
    Oh, but my darling, what if you fly?






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    AW: Comeback oder Rückfall

    Lieber TE,

    von außen ist deine Situation natürlich relativ einfach zu bewerten; ja es drängt sich quasi auf zu sagen: Diese Frau hat es sich bequem gemacht in der Rolle der Gattin eines gutsituierten Mannes und füllt die Leere, die sie in ihrem eigenen Leben spürt, mit Luxuskäufen. Vermutlich kompensiert sie damit ihre Selbstwertproblematik.
    Aber andererseits finde ich auch, dass du hier sehr sachlich, sehr distanziert rüberkommst. Du beschreibst deine Ehe und die Beziehung zu deiner Frau und auch die Probleme, die ihr habt, sehr kühl und rational, versuchst alles bis ins letzte Detail zu analysieren. Emotional wirkst du wenig „greifbar“. - Wie gesagt, nur mein Eindruck.
    Aber vielleicht hat(te) deine Frau auch genug dieses Problem. Deine Distanz zu spüren, die du aufgrunf deiner analytischen Fähigkeiten gut durchzudringen. Dies kann ganz schön nagen an einem Menschen, so nach dem Motto: Bin ich denn nicht „gut genug“, dass er sich wirklich öffnet, mir wirklich nah sein will auf einer gemeinsamen Ebene?
    Und dann findet sich diese Frau in der ihr (eventuell nur unbewusst und nicht gewollt!) zugewiesenen Rolle der trophy wife ab (hoffentlich ist das nicht zu hart formuliert) und lebt einfach dieses Modell, auf das ihr auch ja auch mehr oder weniger verständigt habt aufgrund der Prägung der Elternhäuser.


  3. Registriert seit
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    AW: Comeback oder Rückfall

    Jetzt einfach zu sagen: Geh mal arbeiten, du kostest mich zuviel fände ich unfair. Ihr müsst schon ein ehrliches Gespräch führen, wie sich euer gemeinsames Lebensmodell gestalten und entwickeln soll. Wenn sie jedoch nur ein „Weiter so“ wünscht, dann hast du allerdings ein echtes Problem. Denn dann ist sie nicht wirklich an einer funktionierenden Beziehung und ihrem persönlichen Weiterkommen interessiert, sondern nur daran ihr sehr komfortables Leben weiterführen zu dürfen.

  4. Avatar von chaos99
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    AW: Comeback oder Rückfall

    Zitat Zitat von Isa74 Beitrag anzeigen
    Lieber TE,

    Aber andererseits finde ich auch, dass du hier sehr sachlich, sehr distanziert rüberkommst. Du beschreibst deine Ehe und die Beziehung zu deiner Frau und auch die Probleme, die ihr habt, sehr kühl und rational, versuchst alles bis ins letzte Detail zu analysieren. Emotional wirkst du wenig „greifbar“. - Wie gesagt, nur mein Eindruck.
    Aber vielleicht hat(te) deine Frau auch genug dieses Problem. Deine Distanz zu spüren, die du aufgrunf deiner analytischen Fähigkeiten gut durchzudringen.
    Er wirkt in keinster Weise kühl und rational.
    Sonst wäre er nach einen Gespräch mit seiner Frau nicht aus Liebe und Hoffnung auf Änderung sicher nicht zurück zu ihr.
    Wenn dem so wäre, hat sie ihm auch nicht ehrlich gesagt, was sie bewegt...

    Jemandem Distanz und Kühle im emotionalen Bereich vorzuwerfen, weil er reflektiert, incl. eigener Fehler, ist etwas zu weit weg.

    Ich habe hier selten jemanden gelesen, der schlicht die Situation beschreibt, ohne über den Partner ausschließlich Negatives zu erzählen....und gleichzeitig seinen Part an der Entwicklung sieht.

    Ihm den Schwarzen Peter an ihrem Problem in die Schuhe zu schieben, ist zu banal und fast platt in der Form, die hier "aufgezeigt" wird.

    Beide haben Anteil, sie verweigert es, aktiv dagegen etwas zu tun....er versucht es, um die Beziehung zu retten und rennt gegen ihre Wand.
    Er muss jetzt lernen, den Abschluss zu finden.


  5. Registriert seit
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    AW: Comeback oder Rückfall

    Ich habe den Eindruck, dass der TE noch nicht ganz erkennt, welche Rolle die Nicht-Berufstätigkeit der Ehefrau in der Vergangenheit für die aktuelle Situation spielt.

    Und vor allem die Nicht-Kommunikation in dieser Hinsicht. Das hat nicht mit "wer ist Schuld" zu tun. Sondern zu erkennen, welche Situationen zu welchen Entwicklungen geführt haben.

    Er sagt, beide stammen aus Elternhäusern mit "traditioneller" Verteilung. Sie haben das nicht in Frage gestellt. Sie haben nicht darüber gesprochen, wie es ab dem Kindergarten wird. Sie haben überhaupt nicht über einen Wiedereinstieg der Frau in das Berufsleben gesprochen.

    Worüber der TE aber sprechen konnte, war SEINE eigene berufliche Entwicklung in Form einer Selbstständigkeit. Und seine Frau ist im Hinblick auf berufliche Weiterentwicklung ziemlich auf der Strecke geblieben. Das kann sich auf eine Psyche auswirken.

    Und ich würde von meinem Partner erwarten, dass er mich in dieser Hinsicht unterstützt und nicht nur an sich denkt. Beim TE habe ich nicht den Eindruck, dass er sich jemals in den ganzen 17 Jahren ehrliche, konstruktive und realistische Gedanken über a) Berufstätigkeit der Frau überhaupt und b) Veränderung seinerseits, um diese Berufstätigkeit möglich zu machen auch nur ansatzweise gemacht hat. Das ist alles "haben wir nicht drüber geredet, haben wir nicht in Frage gestellt etc.".

    Was die "Luxusweibchen-Parodie" auf der Geburtstagsfeier betrifft: es gibt Frauen, die der Meinung sind, dass eine Frau, die 10 Jahre und länger keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, weil der Mann alles zahlt, ohnehin schon ein Luxusweibchen ist. Ohne dass man sich Chanel-Handtaschen und dergleichen kauft. Alleine dadurch, dass sie sich diesen Luxus leisten kann, nicht arbeiten zu müssen. Das nur am Rande.

  6. Avatar von chaos99
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    AW: Comeback oder Rückfall

    Einigen täte es gut, mal das Eingangsposting und

    Comeback oder Rückfall

    von ihm in Ruhe zu lesen...
    Chaos
    .................................................. ....................
    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)


  7. Registriert seit
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    AW: Comeback oder Rückfall

    Wahrscheinlich war es mehr oder weniger für beide lange Zeit sehr bequem, bzw. bequemer als sich um ein alternatives Beziehungsmodell kümmern zu müssen. Er hatte eine schöne, nette Frau, die zu Hause bei den Kindern war, was ihm erlaubte seine Selbstständigkeit voranzutreiben. Sie hatte ein angenehmes Leben ohne allzu viele Verpflichtungen und ohne den Stress, Beruf und Familie unter einen Hut bringen zu müssen.
    Aber jetzt fällt dies beiden vor die Füße und es müssen Änderungen her. Und dazu müssen beide auch bereit sein und sich einbringen. Wenn er sagt: Geh halt arbeiten, dann hast du eine Aufgabe. Und sie: Das will ich aber nicht, war doch bisher gut so. Dann wird es nicht funktionieren.

    Ich habe zwei oder drei solcher Konstellationen aus dem weiteren/näheren Bekanntenkreis miterlebt. Da haben alle Männer irgendwann das echte Interesse an ihren Frauen verloren. Entweder nur sexuell, nur geistig/intellektuell, oder eben beides. Und es wurde nur so nebenher gelebt wegen der aufrechtzuerhaltenden Fassade. Glücklich ist dabei niemand.


  8. Registriert seit
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    AW: Comeback oder Rückfall

    Zitat Zitat von vloubout Beitrag anzeigen
    Worüber der TE aber sprechen konnte, war SEINE eigene berufliche Entwicklung in Form einer Selbstständigkeit. Und seine Frau ist im Hinblick auf berufliche Weiterentwicklung ziemlich auf der Strecke geblieben. Das kann sich auf eine Psyche auswirken.

    Und ich würde von meinem Partner erwarten, dass er mich in dieser Hinsicht unterstützt und nicht nur an sich denkt. Beim TE habe ich nicht den Eindruck, dass er sich jemals in den ganzen 17 Jahren ehrliche, konstruktive und realistische Gedanken über a) Berufstätigkeit der Frau überhaupt und b) Veränderung seinerseits, um diese Berufstätigkeit möglich zu machen auch nur ansatzweise gemacht hat. Das ist alles "haben wir nicht drüber geredet, haben wir nicht in Frage gestellt etc.".
    Das sehe ich genauso. Und nun muss die Frau plötzlich einen Sprung von 0 auf 100 machen. Da muss sich der TE drauf einstellen, dass auf beide erhebliche Probleme zukommen. Vor allem, weil sie sich die ganze Zeit gegen eine Berufstätigkeit gewehrt hat.
    Dieses Wehren hatte Gründe. Und die müssen klar sein und bearbeitet werden.
    Sowohl der TE als auch seine Frau müssen sich auf Rückschläge und Krisen einstellen.

    Erstmal unabhängig von dem, was die Frau arbeiten wird, muss sie sich an einen ganz normalen Arbeitsalltag wieder gewöhnen, sich reinfinden, sich hineinarbeiten. Nach 17 Jahren wird das - bei dieser Vorgeschichte - nicht ohne Schwierigkeiten gehen.
    Das sollte man im Hinterkopf behalten.


  9. Registriert seit
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    AW: Comeback oder Rückfall

    Zitat Zitat von vloubout Beitrag anzeigen
    Was die "Luxusweibchen-Parodie" auf der Geburtstagsfeier betrifft: es gibt Frauen, die der Meinung sind, dass eine Frau, die 10 Jahre und länger keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, weil der Mann alles zahlt, ohnehin schon ein Luxusweibchen ist. Ohne dass man sich Chanel-Handtaschen und dergleichen kauft. Alleine dadurch, dass sie sich diesen Luxus leisten kann, nicht arbeiten zu müssen. Das nur am Rande.
    Nach der Definition wäre ich auch ein "Luxusweibchen". Damit kann ich leben.

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