Das MUSS ich sogar, wenn mir mein Partner und meine Beziehung wichtig ist. Allein die Tatsache, dass ich es versuche (oder eben auch nicht) setzt ein wichtiges Signal. Du bist mir wichtig!!! (Oder auch nicht).
Wieso muss sich der Unzufriedene öffnen? Er weiß den Grund nicht, also kann ich doch mit ihm gemeinsam auf die Suche gehen. Wann hat es angefangen? Wo hat es angefangen? Kann man das überhaupt noch rekonstruieren?
Falls man gar nicht weiterkommt, dreht man den Spieß um. Jeder schreibt auf, wie er eine Beziehung gern führen würde und dann schaut man, was davon überhaupt noch übrig ist und wann/warum das verloren gegangen ist bzw. wie man das wieder ins Leben integrieren kann.
Eine generelle Unzufriedenheit kann (und tut es sehr oft) sich durchaus auf das Umfeld übertragen. Ob das bei Kummer in der eigenen Beziehung anfängt, bei lebensbedrohlichen Krankheiten oder was auch immer ist dabei egal.
Warum musste sie denn Angst vor den Konsequenzen haben? Musste sie Angst haben, dass du die Beziehung beendest, wenn sie nicht nach deinen Vorstellungen funktioniert?
Warum schließt du das so völlig aus? Frag sie doch mal. Nur für dich.
Sie soll dir etwas erklären und dabei auch noch einen fertigen Masterplan für eine Lösung bieten, was sich schleichend entwickelt hat und auch für sie nicht mehr wirklich greifbar ist. Wie soll das gehen?
Ja. An dieser gemeinsamen Lösung arbeitet man ZUSAMMEN, wenn beide von der gleichen Basis ausgehen und WIRKLICH verstanden haben, worum es dem jeweils anderen geht. Diese Lösung muss nicht von einem Partner fertig zur Umsetzung präsentiert werden und der andere nickt oder lehnt ab.
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Thema: Haben wir eine Chance
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26.05.2019, 14:17Inaktiver User
AW: Haben wir eine Chance
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26.05.2019, 14:42
AW: Haben wir eine Chance
Ich habe nie einen Masterplan erwartet. Was ich erwartet habe, war Auskunft darüber, ob mein Gefühl, sie sei unzufrieden, richtig ist.
Schon an diesem Punkt hat sie regelmäßig geblockt. Die gemeinsame Suche habe ich angestoßen. Aber sie wollte nicht.
Was ich vorhin mit Konsequenzen meinte war die Bandbreite der Möglichkeiten, die sich aus so einer Suche ergibt. Man kann da ja auch durchaus zu dem Ergebnis kommen, dass man keine gemeinsame Zukunft hat. Vielleicht wollte sie sich dem nicht stellen.
Sie hat jahrelang geleugnet, dass es überhaupt ein Problem gibt.
Ich weiß nicht, ob man die fehlende Bereitschaft zu reden grundsätzlich damit verbinden kann, dass einem der Partner nicht wichtig ist.
Weisst du, ich war ja mit der Richtung, die unsere Beziehung gegangen ist, selbst nicht zufrieden. Dazu habe ich gesehen, dass sie auch nicht zufrieden ist.
Selbstverständlich habe ich die von dir aufgeworfenen Fragen gestellt. Antworten bekam ich keine.
Bis zur Eskalation war "alles gut".
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26.05.2019, 15:01
AW: Haben wir eine Chance
Gab es solch eine 'Kommunikationsblockade' von ihr eigentlich auch schon vor dem Zeitpunkt, wo die Misere ihren Anfang nahm bei euch - also wo sich deine berufliche Chance zerschlagen hatte?
Kommunikationsblockade also auf ganz anderen Ebenen und Themenfeldern - kannst du dich da erinnern?Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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26.05.2019, 15:13
AW: Haben wir eine Chance
Sie war nie besonders kommunikativ, was Probleme anbelangt.
Schon in ihrem Elternhaus fand kaum Kommunikation statt. Ihr Vater ist sehr dominant. Ihre Mutter hat zu vielem einfach geschwiegen und abseits davon ihr Ding gemacht.
Sie hat mit 18 eine Ausbildung abgebrochen und ist aus dem Elternhaus abgehauen, ohne ein Wort zu sagen. Nach einem Jahr kam sie gescheitert und mittellos zurück. Die Gründe dafür wurden mit ihren Eltern nie aufgearbeitet.
Solche Kommunikationsblockaden gab es auch vorher schon. Da war es aber eher sachbezogen. Unsere Übereinkunft dazu sah so aus, dass wir jederzeit über alles reden können, wenn sie ein Bedürfnis danach hat, sie es aber nicht muss, wenn sie nicht will.
Ich denke, das Kernproblem liegt tiefer und auch länger zurück. Ich denke, die verpasste Chance war hier nicht der Grund, sondern eher ein Katalysator.Geändert von Wolfgang11 (26.05.2019 um 15:14 Uhr) Grund: Korrektur
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26.05.2019, 15:23
AW: Haben wir eine Chance
Nachdem ich alle deine Beiträge hier gelesen habe, denke ich das auch eher.
Hmm, über diesen Satz von dir muss ich nochmal nachdenken.Unsere Übereinkunft dazu sah so aus, dass wir jederzeit über alles reden können, wenn sie ein Bedürfnis danach hat, sie es aber nicht muss, wenn sie nicht will.
Wie war das eigentlich mit den Kindern? Waren das alles Wunschkinder beiderseits? Wie ist das abgelaufen mit der Kinderplanung bei euch und der 'Umsetzung'? Und war das bei allen vier Kindern gleich wie es ablief?
Ja ja, ich weiß schon, wie das mit dem Kinder machen geht ..
Ich denke, du weißt, was ich meine.Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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Daniel Kahneman
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26.05.2019, 15:32
AW: Haben wir eine Chance
Alle vier waren Wunschkinder. Von beiden Seiten.
Dass wir Kinder haben wollten, darüber waren wir uns schon bei der Hochzeit einig.
Eigentlich lief die Entscheidung immer gleich ab. Wir haben uns angesehen und waren uns einig. Bis auf das zweite. Da hatte ich etwas gezögert, weil es da aufgrund einer beruflichen Neuorientierung meinerseits finanziell eher unsicher war. Aber auch da gab es keine wirklichen Differenzen.
Bei der "Umsetzung" musste ich gerade auch schmunzeln.
Ich denke, du meinst, wie die Betreuung geregelt war.
Den Hauptteil hat sie übernommen.
Allerdings war das ihr eigener Wunsch.
Sie wollte Mutter sein. Meinen Vorschlag, dass ich ein halbes Jahr Elternzeit nehme, hat sie abgelehnt.Geändert von Wolfgang11 (26.05.2019 um 15:37 Uhr) Grund: Korrektur
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26.05.2019, 15:34
AW: Haben wir eine Chance
Was hast du falsch gemacht, Wolfgang?
Also außer wieder "sie wollte mir ums verrecken nicht sagen, was ihr quer sitzt und zwar hieb und stichfest und mit 13 Seiten Fußnoten und Quellenarbeit".
Mich erstaunt nämlich, dass du das gar keine Erkenntnisse über dich gewinnen konntest. In all den Jahren.
Immer noch/nur:
Meine Exfrau hat nie was gesagt. Daher konnte ich nie ahnen, was schief lief."
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26.05.2019, 15:43
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26.05.2019, 15:48
AW: Haben wir eine Chance
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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Daniel Kahneman
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26.05.2019, 15:53
AW: Haben wir eine Chance
Ich sehe eine Beziehung, die nicht ansatzweise auf Augenhöhe geführt wurde.
(Das schockiert mich immer wieder wenn ich das lese, ich bin vermutlich aufs Geburtsjahr so alt wie Frau Wolfgang und lebe ein diametral anderes Leben trotzdem ich verheiratet bin und drei Kinder habe.)
Ich sehe einen Patriarchen mit dem Schafspelz des verständnisvollen, väterlichen Partners, der unaufhörlich redend Erklärungen abgefordert hat.
Wo war da Platz für ihre Antworten?
Das muss doch jedem klar sein, der mit Wolfgang mal in einem Strang diskutiert hat, oder?Geändert von Paraplumeau (26.05.2019 um 16:14 Uhr)



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