Ich glaube, darüber habe ich gar nicht nachgedacht. Ich wusste nur, dass ich DEN Zustand nicht mehr ertragen konnte und war dann bereit, alle Konsequenzen in Kauf zu nehmen.
Als ich dann allein in meiner neuen Wohnung war, konnte ich mich endlich um mich selbst kümmern und damit ging es mir deutlich besser. Da habe ich wieder Zukunftspläne geschmiedet und meinen Alltag einigermaßen gebacken gekriegt. Die ganze Wohnung sonnengelb gestrichen und nach meinem Geschmack eingerichtet. TÜR ZU!!!
Vorher habe ich immer nur darüber nachgedacht, warum er das macht, was die wohl hat, trifft er sich jetzt usw. Dieses ganze Nachdenken hat mich derart ausgelaugt und krank gemacht. Heute ärgere ich mich fast darüber, denn man kann den Anderen eh nicht kontrollieren.
So lange man in der Welt des Partners hängt - und verständlicherweise tut man das in der ersten Zeit, man ist ja geschockt - kümmert man sich nicht um sich selbst und das kann fatal enden (bei mir im Krankenhaus).
Es macht mehr Sinn und Spaß zu überlegen, wie das Leben zukünftig aussehen soll. Wie will ich leben? Ort, Haus oder lieber Wohnung? Was will ich beruflich im Rahmen meiner Möglichkeiten erreichen?
Liebe - was muss der Mann haben mit dem ich eine Beziehung habe, Zusammenleben oder lieber in getrennten Wohnungen? Wie wichtig ist mir körperliche Treue? (**darüberniemalsnachgedacht - wasesallessogibt**)
Was passiert, das passiert. Wenn er sich entschließt zu bleiben, dann sollte man lieber darüber nachdenken, ob und wenn ja unter welchen Bedingungen man bereit ist, gemeinsam weiterzugehen. Und man muss sich im Klaren sein darüber, die Beziehung wird nie wieder die alte. Vertrauensbruch, Verletzungen und Seiten, die man an seinem Partner am liebsten nie gesehen hätte, stehen im Raum.
Das ist sehr schwer für beide Seiten und nix für Hasenfüße, kann sich aber lohnen, wenn bei ehrlich wollen. Aber dazu müssen sie erst einmal ohne Angst herausfinden, was jeder für sich will und sich auf im Klaren sein, dass es - bei allem ehrlichen Willen - sein kann, dass es nicht klappt und man sich dann doch trennt.
DU BIST DER GESTALTER DEINES ZUKÜNFTIGEN LEBENS.
Alles Liebe für Dich
KleineBlume
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Ergebnis 11 bis 20 von 38
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15.01.2014, 17:29
AW: Zweifel nach Trennung & Angst vor Scheidung "normal"?
That's life ....
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16.01.2014, 09:48Inaktiver User
AW: Zweifel nach Trennung & Angst vor Scheidung "normal"?
Willkommen in meiner Welt, liebe unschlüssig! Ich merke mittlerweile, dass ich mich viel zu lange daran orientiert habe, was meine Frau denkt... für sie mitgedacht und aus ihrer Perspektive gedacht habe... und das spiegelt sich auch in deiner Anfrage in diesem Strang. Unsere besseren Hälften hätten gerade gern alles: das Vertraute, Sichere, Gute der Ehe (sicher zweifelt er an seiner Entscheidung zur Trennung, war ja eine lange gemeinsame Zeit und er sieht auch die guten Seiten) - und das Aufregende, Neue, das Gefühl, was die anderen Beteiligten ihnen vermitteln.
Und solange dieser Status anhält, ist glaube ich nichts zu machen. Wie kleine Blume so schön beschreibt. Es bleibt uns nix anderes, als auf UNS zu schauen. Und obwohl ich das so clever hier schreibe, weiß ich im Alltag selbst nicht so genau, wie das geht...
Aber mit der Person, die meine Frau gerade ist, KANN ich nicht die Beziehung führen, die ich mir wünsche. Ein Jahr lang haben wir gerungen und es versucht - aber man kann nicht an der Paarebene arbeiten, wenn eigentlich eine für sich erstmal ganz dringend klarkriegen muss, was Sache ist.
Aber ich kenne das sooo gut, dass man jeden Hoffnungsschimmer für sich interpretiert (so wie du jetzt diese geäußerten Zweifel). Aber ich hab das Gefühl, ich dreh mich damit im Kreis. Also: Fokus weg vom anderen, auf uns!!
Alles Gute dir
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19.01.2014, 20:11Inaktiver User
AW: Zweifel nach Trennung & Angst vor Scheidung "normal"?
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Geändert von Inaktiver User (28.01.2014 um 12:05 Uhr)
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20.01.2014, 10:15Inaktiver User
AW: Zweifel nach Trennung & Angst vor Scheidung "normal"?
c) er hat angst, die ganze situation überfordert ihn. er weiss selbst nicht wo und was und wie und warum.
er ist nicht halb so klar in seinen gedanken und gefühlswirr-warr wie er gerne wäre.
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20.01.2014, 11:55Inaktiver User
AW: Zweifel nach Trennung & Angst vor Scheidung "normal"?
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Geändert von Inaktiver User (28.01.2014 um 12:05 Uhr)
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20.01.2014, 12:03Inaktiver User
AW: Zweifel nach Trennung & Angst vor Scheidung "normal"?
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20.01.2014, 12:05
AW: Zweifel nach Trennung & Angst vor Scheidung "normal"?
Hi unschlüssig!
Sehr, sehr gut gemacht!
Dein Mann ist unschlüssig. Du hingegen nicht. Du weißt, was Du von ihm willsts und sagst das deutlich. Zeige weiter Präsenz!
Doch, man kann in wichtigen Fragen unentschieden sein. Es ist nicht besonders nett von Dir, da so verständnislos zu reagieren. Zumindest würde ich ihm das nicht zeigen.
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20.01.2014, 14:16Inaktiver User
AW: Zweifel nach Trennung & Angst vor Scheidung "normal"?
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Geändert von Inaktiver User (28.01.2014 um 12:06 Uhr)
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20.01.2014, 14:25Inaktiver User
AW: Zweifel nach Trennung & Angst vor Scheidung "normal"?
liebe unschlüssig, dass dir die angelegenheit unter den nägeln brennt- kommt klar rüber.
aber: das gras wächst nicht schneller wenn du dran ziehst.
tobe dein adrenlin durch sport oder wäsche aufhängen aus. zur zeit ist nichts so dringend dass du, wieder du, alles selbst und sofort erledigen musst.
ein bisschen druck rausnehmen----------- wäre sinnvoller. eben weil du die dominantere in der beziehung warst (deine worte)- wenn du etwas für dich veränderst- kann sich auch die situation verändern.
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20.01.2014, 14:55Inaktiver User
AW: Zweifel nach Trennung & Angst vor Scheidung "normal"?
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Geändert von Inaktiver User (28.01.2014 um 12:08 Uhr)



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