Hallo,
ich hoffe, mir kann jemand einen Rat geben, denn ich bin ziemlich verzweifelt. Um euch ein bisschen einen Einblick geben zu können muss ich etwas weiter ausholen.
Ich lebe seit drei Jahren in einer Beziehung. Mein Partner war, als wir uns kennenlernten, noch mit seiner Frau zusammen. Wir haben uns damals über die Arbeit kennengelernt und beide sehr schnell festgestellt, dass wir uns ineinander verlieben. Er ist ein ehrlicher Typ. Lebte bisher nur in langen Beziehungen und hat nie einen Partner hintergangen. Ich selbst komme aus einem (bis zu meinem 17 Lebensjahr) glücklichen Familie. Mit 17 haben sich meine Eltern getrennt, da mein Vater eine Affaire mit einer anderen hatte. Meine Eltern haben sich sehr schnell nach der endgültigen Trennung scheiden lassen, wobei es bis dahin ein zwei Jahre langer Kampf war. Das heißt, mein Vater hat immer wieder versprochen, dass er der Ehe nochmal eine Chance geben will und hat sich dann trotzdem mit seiner jetzigen Frau getroffen. Mittlerweile sagt meine Mutter selbst, dass es nach 25 Jahren Ehe einfach vorbei war und sie beide nicht mehr glücklich waren. Sie sagt heute, dass einzige was eigentlich so schlimm war, war das hin und her.
Dementsprechend habe ich mir natürlich auch viele Gedanken gemacht. Kann ich mich auf so eine Beziehung einlassen. Ich habe festgestellt, dass der "Kerl" meine große Liebe ist. Ich habe mit ihm viele Gespräche geführt und ihm klipp und klar gesagt, entweder ich und dann gleich oder er bleibt. Wenn er in seiner Ehe bleibt, soll er es nur sagen. Ich ziehe mich zurück, suche mir einen anderen Job und werde ihn nicht an seinem Leben hindern. Dementsprechend habe ich ihn am Anfang sehr oft gefragt "willst du das wirklich", "überlege dir bitte die Auswirkungen". Ich habe auch mit meiner Mutter gesprochen, da das natürlich eine super Situation ist. Ich sehe meine Mutter zwei Jahre lang leiden und dann nimmt die eigene Tochter die Rolle der "anderen" ein. Sie war aber sehr Verständnisvoll. Sie sagte unter anderem, wenn er es wirklich will und nicht rumeiert ist es ok. Na ja nach vielen Gesprächen haben wir dann beschlossen, wir ziehen es durch. Wir wollen zusammen sein.
Am Anfang hat es etwas gebraucht sich zu überlegen, wie man es angeht. Ich habe mich sehr schnell von meinem vorherigen Partner getrennt (wurde bisher immer verlassen, war also selbst noch nie in der anderen Rolle) und mein und ich haben uns viel getroffen und über unsere Gefühle gesprochen und mit einander gekuschelt. Er ist wirklich der Hammer und gefühlsmäßig passen wir einfach perfekt zusammen. Nach kurzer Zeit ist er aus dem gemeinsamen Schlafzimmer mit seiner Frau ausgezogen. Wobei ich trotzdem irgendwie dachte es würde alles schneller gehen, da er auch bereits vorher Andeutungen gemacht hat, dass er seine Sachen packt und zu mir kommt. Was ich ihm zu Gute halten muss, er hat ihr nie Hoffnungen gemacht. Nichtsdestotrotz hat er dann noch weitere 4 Monate in ihrem gemeinsamen Haus gewohnt (eben nicht im Schlafzimmer), weil er es für sich erstmal klar bekommen wollte, nicht mehr jeden Abend bei seinen Kindern zu sein. Ja, verstehe ich tut trotzdem weh, wenn man wartet und sich eben total unsicher ist.
Nach einem Ultimatum und nochmal einem Verlängerten Ultimatum usw. ist er dann bei mir eingezogen. Und seither ist wahnsinnig viel passiert. Wir sind zwar auf der einen Seite viel weiter, leben mittlerweile in einem Haus (um für die Kinder eigene Zimmer zu haben), aber es haben auch wahnsinnig viele Verletzungen stattgefunden. Und nun überlege ich mir, kann ich ihm verzeihen, kann ich wieder anfangen zu vertrauen und wann fängt er richtig an, um mich zu kämpfen?
Wir haben sehr schnell nach einer neuen Wohnung gesucht. Witziger Weise ist es günstiger ein Haus zu kaufen und monatlich abzuzahlen als eine 4-Zimmer Wohnung zu mieten. Am Tag der Kaufvertragsunterzeichnung hat er sich entschieden das Haus ohne mich zu kaufen. Dementsprechend wurde ich vor dem Notar und der Maklerin aus dem Kaufvertrag genommen (nicht so ganz einfach sich in so einer Situation zusammenzureißen). Ich kann verstehen, dass er nicht gerade einer neuen Partnerin ein halbes Haus gibt. Nichtsdestotrotz steckt da ja auch mein Geld drin und zumindest diesen Share hätte ich bekommen müssen. In der gleichen Woche entschied er sich dazu nochmal für einen Zeitraum von 2 Monaten auszuziehen, weil er seiner Ex beweisen wollte, dass er nicht unter meiner Fuchtel steht, sondern selbst entscheidet. (Ich habe ihm damals gesagt, entweder Haus nicht zusammen kaufen oder ausziehen...) Die Wohnung hat er sich ohne mein Wissen von einer Kollegin besorgt, die mich seit Monaten in der Firma gemobbt hat und ihm permanent unsere Beziehung ausreden wollte. Dementsprechend ist er nach drei Monaten bei mir wieder ausgezogen.
Wir haben uns dann zwischen durch in unserem bzw. seinem Haus getroffen (noch Rohbau). Ich hatte Kerzen vorbereitet eine Decke uvm. Dann nehme ich seine Hand, auf einmal steckt der Ehering wieder auf seinem Finger über den wir vorher bereits einen 3 monatigen Kampf hatten, diesen abzulegen. Mit mir sind die Pferde durchgegangen und ich habe fluchtartig das Haus verlassen und bin weggefahren. Ich hat sich wirklich extrem dafür entschuldigt. Kennt ihr das, wenn man jemandem anmerkt, dass es ihm wirklich leid tut. Die Begründung war, er wollte seiner Frau zeigen, dass ihm nicht alles egal ist. Er will zwar nicht mehr in der Ehe leben, aber sie hatte trotzdem einen Stellenwert für ihn. Na ja, wir haben uns wieder zusammengerauft und er hat mir aus Eigeninitiative versprochen auch einen schönen Abend für uns zu machen. Das hat leider erstmal nicht stattgefunden. Ich habe erstmal nichts gesagt und dann darauf angesprochen, immer häufiger. Irgendwann dachte ich mir auch, klasse ich bin so was nicht mal Wert. Ihm ist es egal, ob die Beziehung einfach vorbei ist. Nach 6-Monaten und unzähligen Streits darüber kam dann etwas.
Neben dem Hauskauf, dem Ehe-Ring-Thema und dem Auszug kam dann noch dazu, dass er für einen Monat seinen Führerschein verloren hat. Dementsprechend habe ich ihn von A nach B gefahren und Abends als er bei seinen Kindern war, wollte/sollte ich ihn auch wieder abholen, um ihn in seine Wohnung zu fahren. Nun habe ich in der Firma gewartet und gewartet und irgendwann dann erfahren, dass er schon in seiner Wohnung ist. Laut seiner Aussage ist er dort mit dem Taxi hingekommen. Ich habe es nicht geglaubt und auch gesagt. Nach einer permanenten Diskussion per SMS hat er mir dann am nächsten Abend eine Nachricht geschickt (als ich gerade am Flughafen auf ihn gewartet habe, um ihn nach einem Tag in der Schweiz abzuholen), dass er mich angelogen hat. Sein Frau hat ihn Heim gefahren, aber das ja nur damit sie sieht, dass es die Wohnung wirklich gibt und er sie nicht anlügt.
Seither habe ich ein Vertrauensproblem. Das Ganze ist jetzt über zwei Jahre her und es kamen immer noch Dinge dazu. Zum Beispiel hat er eben auch zwei Jahre gebraucht, um in der Firma etwas gegen die Person zu unternehmen, die mir permanent gemobbt hat. Zusätzlich haben wir beiden eben nicht viele Freunde und eine seiner Freundinnen hat sich von Anfang an gegen mich gestellt. Er hat ihr aber immer gehör geschenkt. Hat eine Einladung zu ihrer Hochzeit auch an seine Frau gegeben (da haben wir natürlich schon längst zusammen gewohnt). Hat es zu gelassen, dass sich mich beschimpft (per SMS: Na wo ist dein Schatten?). Erst kürzlich hat er gesagt er bricht den Kontakt ab. Dann musste ich wieder lesen (ja ich habe in sein Handy geguckt, zweimal und ich fühle mich nicht wohl dabei, aber jedes mal habe ich etwas unangenehmes gefunden) wie er sie angeschrieben hat und auf Aussagen von ihr "ich habe mich gar nicht getraut mit dir zu sprechen" mit "es ging mir auch so" geantwortet hat oder so Sachen geschrieben hat das es so toll war sie zu sehen. Ich komme mir einfach hintergangen und vorgeführt vor.
Ich muss um jeden Mini-Schritt in dieser Beziehung kämpfen. Hätte er der Freundin von Anfang an gesagt, dass ist meine neue Partnerin akzeptier es oder du siehst mich nicht mehr, wäre es wahrscheinlich nach kurzer Zeit ohne große Zwischenfälle gut gewesen. Ich habe einfach das Gefühl, dass er sich bei jedem Rechtfertigen muss und einfach ein schlechtes Gewissen hat, mit mir zusammen zu sein.
Die Kinder durfte ich am Anfang auch nicht sehen, obwohl ich mir wahnsinnige Mühe gegeben habe mit großen Schriftzügen der Namen an den Türen usw. Eine letzte Sache will ich noch erzählen, obwohl leider noch viel mehr passiert ist, dann seit ihr durch :-)
Nun ging es auch irgendwann um das Thema Scheidung. Er war bereits dann 15 Monate in Trennung, wo ich das erstmal angesprochen habe, was denn damit ist. Da er von mir weiß, dass ich damit starke Probleme habe und ich mir irgendetwas wünsche, was eben etwas ist, was seine Frau noch nicht mit ihm hatte (Haus, Kinder, Ehe usw.). Dementsprechend wusste er sehr genau, dass ich mir eigentlich wünsche, dass er mir einen Heiratsantrag macht, den hat er nämlich damals bekommen und erst einmal abgelehnt und später dann doch ja gesagt. Also habe ich nach 15 Monaten Trennung gesagt, was ist jetzt. Das Ganze hat 10 Monate Diskussion nach sich gezogen, dass er ihr damit jetzt nicht auch noch den Boden unter den Füßen wegreißen kann usw. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Unmensch, aber ich habe teilweise das Gefühl, dadurch das er sie wie ein rohes Ei behandelt macht sie sich doch wieder Hoffnungen und fällt jedes mal noch härter auf den Boden. Das ist doch auch nicht gut oder?
Na ja also insgesamt haben wir 10 Monate diskutiert bis er die Scheidung eingereicht hat. Dann hat er natürlich nie alle Unterlagen parat und das Ganze verzögert sich und verzögert sich. Jetzt sind nach dem Einreichen der Scheidung weitere 10 Monate vergangen und es ist noch kein Scheidungstermin in Sicht.
Vielleicht noch abschließend: ich merke wirklich das er mich liebt. Er hat auch schon ein Wochenende in Paris organisiert, hat letztens eine Plakatwand gemietet und da waren Fotos von uns und der Satz "da wo du bist ist mein zu Hause" (leider war das Plakat an einer Stelle, wo es kaum jemand sieht). Ich weiß er liebt mich, aber ich will ihm vertrauen können. Ich will, dass er mal etwas ohne Zwang macht, was unsere Beziehung weiterbringt und ich nicht bei allem Monatelang diskutieren muss. Außerdem fehlt mir einfach die Angst in seinen Augen. Als er damals den Ehering hatte und ich abgehauen bin, hat er sich wirklich Sorgen gemacht. Er hat nur noch angerufen, tausend mal auf die Mailbox gesprochen usw. Jetzt ist es so, wenn ich den Raum verlasse kommt er ganz selten nach. Wieso nimmt der nicht richtig die Beine in die Hand und kämpft mal richtig, so dass ich merke, er hats begriffen, ich kann ihm wieder vertrauen.
Ich wünsche mir das es klappt, aber ich kann aktuell einfach nicht mit ihm ein normales Leben führen, weil ich nicht weiß, ob wir überhaupt noch eine Chance haben, d.h. wir streiten nur noch und machen eigentlich nichts mehr.
Was meint ihr? Ich würde mich wirklich über ein paar Gedanken freuen!
Lieben Gruß
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14.01.2014, 09:10
Wieso er nicht kämpfen kann?!
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14.01.2014, 11:25Inaktiver User
AW: Wieso er nicht kämpfen kann?!
Hallo BrezelGrey
wieso er nicht kämpfen kann?
Warum sollte er?
Du bist doch immer für ihn da...
Sorry, vielleicht bin ich nicht die richtige Gesprächspartnerin, ich stehe nämlich grad auf der anderen Seite.
lg uferlos
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14.01.2014, 12:03
AW: Wieso er nicht kämpfen kann?!
Tja, warum sollte er - da schließe ich mich uferlos an. Du stehst immer parat und bist froh über jeden Schritt, den er macht.
Gleichzeitig setzt du ihn voll unter Druck. Beim Lesen habe ich nicht den Eindruck, er hätte auch nur einen einzigen Schritt freiwillig gemacht - alles nur, weil du ihm die Pistole auf die Brust gesetzt hast. Reicht dir das?
Na, da ist er sich ja ganz offensichtlich nicht sehr sicher, dass das mit euch von Dauer ist. Du legst ein echt heftiges Tempo vor, finde ich. Und er kommt da nicht mit, ganz und gar nicht.Wir haben sehr schnell nach einer neuen Wohnung gesucht. Witziger Weise ist es günstiger ein Haus zu kaufen und monatlich abzuzahlen als eine 4-Zimmer Wohnung zu mieten. Am Tag der Kaufvertragsunterzeichnung hat er sich entschieden das Haus ohne mich zu kaufen. Dementsprechend wurde ich vor dem Notar und der Maklerin aus dem Kaufvertrag genommen (nicht so ganz einfach sich in so einer Situation zusammenzureißen).
Der Mann ist kein Stück durch mit seiner Ehe. Und du lässt ihm keinerlei Raum, sich von der Zeit zu verabschieden und über die Trennung wegzukommen. Auch, wer sich frewillig getrennt hat, muss meiner Meinung nach darüber wegkommen. Die Zeit lässt du ihm nicht. Außerdem kritisierst du jede Verbundeheit zu seiner Ex. Die ist ihm aber weiter nah, auch als Mutter seiner Kinder. Das kannst du ihm nicht verbieten.Ich hatte Kerzen vorbereitet eine Decke uvm. Dann nehme ich seine Hand, auf einmal steckt der Ehering wieder auf seinem Finger über den wir vorher bereits einen 3 monatigen Kampf hatten, diesen abzulegen.
Das finde ich zwar grundsätzlich etwas stillos von der Ex, aber andererseits ganz treffend - du bist sein Schatten. Nichts, was er tut, tut er ohne Druck von dir.Hat es zu gelassen, dass sich mich beschimpft (per SMS: Na wo ist dein Schatten?).
Ich habe keinen Schimmer, warum du so auf die Tube drückst. Warum willst du einen Mann heiraten, der nicht zu dir steht?Dementsprechend wusste er sehr genau, dass ich mir eigentlich wünsche, dass er mir einen Heiratsantrag macht, den hat er nämlich damals bekommen und erst einmal abgelehnt und später dann doch ja gesagt.
Abgesehen davon ist dieses unbedingt heiraten wollen, obwohl jemand noch nicht mal geschieden ist, nicht mein Ding. Verlobungen vor der Scheidung finde ich geschmacklos. Ich habe auch den Mann meines Lebens gefunden, als ich noch nicht geschieden war. Ich wusste auch, dass ich ihn mal heiraten möchte. Aber ich wäre im Traum nicht darauf gekommen, dass wir unsere Hochzeit planen, während ich noch verheiratet bin.
Klar, der will sich ja auch gar nicht scheiden lassen.Dann hat er natürlich nie alle Unterlagen parat und das Ganze verzögert sich und verzögert sich. Jetzt sind nach dem Einreichen der Scheidung weitere 10 Monate vergangen und es ist noch kein Scheidungstermin in Sicht.
Außerdem fehlt mir einfach die Angst in seinen Augen.
Dann hör doch einfach mal auf, ihn zu zwingen und unter Druck zu setzen. Du forderst und forderst, und lässt ihm keinen Zentimeter Raum, mal eine eigene Entscheidung zu treffen.Ich will, dass er mal etwas ohne Zwang macht, was unsere Beziehung weiterbringt und ich nicht bei allem Monatelang diskutieren muss.
Er braucht ganz offenbar mehr Zeit, er hat seine Ehe noch nicht verarbeitet (oder sogar noch nicht abgeschrieben) und du willst unbedingt alles in Sack und Tüten haben. Das scheint nicht sein Tempo zu sein. Warum hast du es mit allem so eilig?Das größte Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.
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14.01.2014, 12:12
AW: Wieso er nicht kämpfen kann?!
Aus welchem Grund denkst Du, dass er das Haus alleine
gekauft hat?
Wie habt Ihr das mit dem von Dir eingebrachten Anteil denn
geregelt?
Am Anfang?Die Kinder durfte ich am Anfang auch nicht sehen,
Mich wundert, dass Du sie (wie alt sind sie?) überhaupt sehen darfst.
Der Mann ist noch nicht mal geschieden. Du bist nicht mal ansatzweise
in der Position der Stiefmutter. Dich jetzt schon kennenzulernen wäre
eine Zumutung für die Kinder, die haben ohnehin genug zu knabbern
an der Trennung. So viel Mühe kannst Du Dir gar nicht geben, um das
auszugleichen.
Warum nicht?Na ja also insgesamt haben wir 10 Monate diskutiert bis er die Scheidung eingereicht hat.
Jetzt sind nach dem Einreichen der Scheidung weitere 10 Monate vergangen und es ist noch kein Scheidungstermin in Sicht.
Du möchtest, dass er Dir nachkommt, wenn Du den Raum verlässt???Jetzt ist es so, wenn ich den Raum verlasse kommt er ganz selten nach.
Wieso nimmt der nicht richtig die Beine in die Hand und kämpft mal richtig
Oder das war in übertragenem Sinne gemeint?
Warum er nicht kämpft?
Ich schätze mal, Du hast ihn mit Deinen Ultimaten und dem ganzen Druck
zu etwas gedrängt, was er eigentlich gar nicht möchte.
Für mich hört sich das Ganze nicht nach Beziehung an, sondern nach
Chaos.
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14.01.2014, 12:24
AW: Wieso er nicht kämpfen kann?!
Worum kämpfen? Ich dachte Du willst ihn, also muss er doch auch nicht kämpfen.... Das mit der Plakatwand ist ganz grosses Kino (nicht mein Ding aber darum geht es nicht) und es reicht nicht, war an der falschen Stelle....
Was soll er noch tun? Bleib mal entspannt, natürlich ist es hart wenn Mann sich trennt und damit auch ein riesiges Problem hat einen solchen Schnitt zu tun wie Du Dir das für Dich wünschst... Natürlich ist dass oft unschön und man fühlt sich plötzlich in dritter Position.... Aber kämpfen?
Ich finde gemeinsam daran arbeiten für beide, dass ist O.K. aber Kampf hat immer etwas mit Schmerz zu tun und mit Gewinner/Verlierer, braucht es das in einer Beziehung?Das Leben macht was es will und ich auch!
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14.01.2014, 13:06
AW: Wieso er nicht kämpfen kann?!
@Keksi33: Wollte das nochmal kurz richtig stellen. Es ist nicht die Ex zu der er den Kontakt abbrechen wollte, sondern eine Freundin. Ich würde nie den Kontakt zur Ex untersagen oder ähnliches. Ich bin eher auf dem Standpunkt, dass sie mehr reden müssten, aber das wir uns eben auch im vorhinein über gewisse Dinge im klaren sind. Also damit meine ich, wie wir gemeinsam bei Dingen vorgehen wollen. Alles andere müssen die beiden unter sich aus machen.
Mir ist klar, dass ich ihn sehr unter Druck setze bzw. gesetzt habe. Es kamen eben so viel Verletzungen, dass ich die ganze Zeit gehofft habe, dass er das ein oder andere von sich aus tut, um mich die Ernsthaftigkeit zu zeigen. Und irgendwann als Dinge nicht passiert sind, habe ich sie ausgesprochen und somit wurde ein Druck draus.
Ich möchte einfach eine Gewissheit. Ich weiß, dass eine Beziehung immer in die Brüche gehen kann, aber es geht mir um eine Gewissheit, dass ich wirklich (für den Moment) die Eine bin, mit der sich aktuell vorstellen kann sein Leben zu verbringen. Das bedeutet nicht heiraten, aber irgendwas, was uns weiterbringt, was von ihm kommt. Und es gab eben Zeiten, da war ich mehr sicher und dann ist sehr viel passiert. Und nun stell ich mir eben viele Frage. Eigentlich verstehe ich auch viele seiner Handlungen, aber eben nicht in der Kombination dieser ganzen Dinge. Also das es einfach zu viel ist.
Ich möchte natürlich auch keinen Heiratsantrag, wenn er noch verheiratet ist. Das war nie mein Ziel. Eher ging es darum, dass ich dachte er will mich irgendwann heiraten und deshalb schnell die Scheidung forciert, damit man sich eben nicht scheiden lässt und zwei Monate später wieder heiratet. Sondern das man eine Zeit zwischen alle dem hat ohne irgendwann in den Stress zu kommen, dass man so lange zusammen ist und noch nicht verheiratet ist oder man eben zusammen Kinder möchte und andere Dinge nicht geregelt sind. D.h. eigentlich ging es mir eher darum, dass man das eine sauber abschließt, um Zeit zu haben, dass sich das neue richtig entwickeln kann.
Ich hoffe, ihr versteht was ich meine. Vielleicht habe ich mich in meiner Ursprungsnachricht teilweise nicht ganz richtig ausgedrückt.
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14.01.2014, 13:09Inaktiver User
AW: Wieso er nicht kämpfen kann?!
Aus dem was du im ersten Beitrag schilderst, lese ich heraus, dass er sich schlicht nicht sicher ist was er will. Er scheint unschlüssig zu sein, ob er sich wirklich endgültig von seiner Frau trennen möchte oder nicht.
Kann es sein, dass er am liebsten euch beide hätte. Und keine enttäuschen will?
Ich glaube, für mich wäre die Sache bei dem Notartermin schon gelaufen. Ich finde das ungeheuerlich. Da macht man gemeinsame Pläne, ein Haus zu kaufen. Bespricht alles, macht einen Termin beim Notar und während des Termins entscheidet sich der Herr ganz einfach mal, das Haus doch alleine auf seinen Namen kaufen zu wollen. Ohne das nochmal zu besprechen und die Gründe dafür darzulegen.
Ich hätte mich sowas von übergangen gefühlt. Und auch da schon an der Ernsthaftigkeit gezweifelt.
Vielleicht solltest du ihn jetzt erstmal sein Ding machen lassen. Wenn er dann mit der Scheidung durch ist und dir gegenüber signalisiert, dass DU jetzt die Frau an seiner Seite bist, kann man ja nochmal darüber nachdenken, ob man eine Beziehung miteinader möchte und eine gemeinsame Zukunft plant.
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14.01.2014, 13:14
AW: Wieso er nicht kämpfen kann?!
@Veranoazul: Danke für deine Einschätzung. Ja kämpfen ist ein blödes Wort. Daran stört er sich auch immer :-). Mir fällt aber kein anderes ein. Du hast schon Recht, wieso denn auch, ich bin ja immer da. Würde mir einfach wünschen, dass er es schafft Dinge die passiert sind etwas zu entscherfen und sich darum bemüht, dass es nicht so in meinem Kopf hängen bleibt.
Dabei versuche ich ein bisschen von mir auszugehen. Also wenn ich etwas falsches tue und der andere böse ist, dass ich immer wieder erkläre wie es dazu kam und was mir genau leid tut und wie ich es heute machen würde, um mir sicher zu sein, dass der andere wirklich weiß, dass ich es bereue. Na ja und das findet eben nur teilweise statt. Also die Erkenntnis ist oft da auch von beiden Seiten, aber oft nicht, was das Ganze für die Zukunft bedeutet.
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14.01.2014, 13:15
AW: Wieso er nicht kämpfen kann?!
Liebe TE,
will er dich denn heiraten? Hat er das je gesagt? Und vor allem: Hat er das aus freien Stücken je gesagt?
Oder ist das "nur" dein Wunsch? (Ich verstehe den Wunsch, auch wenn ich selbst nicht heiraten möchte)
Und du hast in deinem Eingangsbeitrag geschrieben, dass dein Anteil am Hausbau nicht ins Grundbuch eingetragen wurde, wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn das so ist: Was um Himmelswillen hast du dir dabei gedacht?????
Und was die Zeit betrifft um alles sich entwickeln zu lassen: Ich denke (meine Meinung wohlgemerkt), dass ein so rascher Wechsel von einer Beziehung in die andere selten gutgeht, insbesondere wenn Kinder im Spiel sind. Aber auch ohne Kinder ist das extrem schwierig, mensch braucht doch Zeit abzuschließen, das geht m.M.n. nur alleine.
Alles Liebe,
Bazeba
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14.01.2014, 13:32
AW: Wieso er nicht kämpfen kann?!
Hallo BrezelGrey
Ich hoffe, Du bist noch sehr jung und verschenkst nicht die besten Jahre Deines Lebens, um auf etwas zu hoffen, was Du wahrscheinlich nicht bekommst.
Als er Dir gesagt hat, dass er sich trennen will, sind mit Dir die Pferde durchgegangen und Du hast Dir schon Dein rosarotes Wölkchen komplett eingerichtet. Das Leben mit ihm war von Dir nun schnell geplant: Trennung, Auszug, Mietwohnung oder Hauskauf, Familienleben, wenn seine Kinder Euch besuchen, Wolke 7 ohne Probleme.. Und so lebten sie glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage.. *Märchenende*.
Dummerweise ist Dir die Realität dazwischen gekommen. Er ist erst mal aus dem Schlafzimmer ausgezogen (sagen kann er viel, glauben würde ich davon sehr wenig) und hat noch ein paar Monate im gemeinsamen Haus verbracht. Irgendwann hast Du die Geduld verloren und wolltest Fakten schaffen, Deine Fakten. Nach 2 Ultimaten ist er dann endlich zu Dir gezogen.
Dass er Dir nicht sofort seine Kinder vorstellt, ist wohl klar. Zum einen haben die Kinder an der Trennung zu knabbern (Du weisst ja selbst, wie das ist), zum anderen steht Dein Freund nicht hinter Dir. Das siehst Du ja selber. Er steht nicht hinter Dir, verteidigt Dich nicht, hält eher zu seiner guten Freundin als zu Dir (Er hatte auch Angst, mit ihr Kontakt aufzunehmen).
Ihr wollt ein Haus kaufen und beim Notar nimmt er Dich aus dem Vertrag raus. Da Du dann nicht meckern kannst, hat er wohl diesen Zeitpunkt gewählt und Dich vor veränderte Fakten gestellt. Warum wohl?!?! Weil er an eine Zukunft mit Dir glaubt wohl eher nicht...
Geld hast Du aber schon gegeben. Hast Du darüber etwas Schriftliches? Ich hoffe es.. Wie sieht das denn jetzt aus? Zahlt er es Dir zurück? Du stehst nicht im Vertrag. Also hat Dein Geld da auch nichts zu suchen!!
Du machst ihm einen schönen Abend im neuen Haus, durch den Ehering war es nur ein kurzer Abend und er macht, obwohl versprochen, nichts Dergleichen für Dich.
Da Deine Wunschliste noch nicht komplett abgearbeitet ist, kommt jetzt der nächste Punkt: Scheidung. Er reicht sie nicht von selbst ein. Nein, er trägt wieder den Ring der Ehefrau. Da willst Du jetzt Fakten schaffen. Schliesslich ist das ein Stich ins Herz, wenn man mit jemandem zusammen ist, der dann plötzlich wieder seinen Ehering trägt.
Statt konsequent an der Scheidung zu arbeiten, "vergisst" er wichtige Unterlagen und so wird das wohl eine neverending story.
Weisst Du, was Dein Problem ist? Du siehst Deine Fälle wegschwimmen und aus diesem Grund übst Du totalen Druck auf ihn aus. Dein Freund macht nichts freiwillig. Er ist nicht freiwillig ausgezogen, er hat nicht mit Dir ein Haus gekauft (zwingen konntest Du ihn da ja nicht, beim Notar kann man diese Nummer nicht fahren) und die Scheidung hat er auch nicht freiwillig eingereicht, sondern nur nach endlosen Diskussionen. Dafür "vergisst" er jetzt wichtige Unterlagen und so zieht sich das alles hin wie Kaugummi.
Du erinnerst mich an den Thread von Ginchen. Er trennt sich nicht wirklich von seiner EX. Die hat auch versucht, durch Druck das zu bekommen, was er freiwillig nicht geben wollte.
Dein Freund steht nicht zu Dir. Das müsste Dir doch wohl auch klar sein, oder? Sonst müsstest Du nicht ständig Ultimaten setzen. Für die Scheidung müsstest Du wohl in altbewährter (oder auch nicht) Manier die Pistole auf die Brust setzen. Wenn nicht bis zum 31.3. (oder was da realistisch ist) ein erster Scheidungstermin stattgefunden hat, gehst Du...
Du tust mir echt leid, weil Du mit aller Gewalt eine Realität schaffen willst, die es gar nicht gibt...
Liebe Grüsse


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