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    Selbstkrise, Theraphie

    Auch ich habe mich hier angemeldet weil ich einfach gerne objektive Meinungen bekommen möchte, die mir ggf. helfen die Dinge etwas sachlicher betrachten zu können.
    Ich lebe seit einem Jahr in einer Beziehung die ständig mit Zweifeln und Streit einhergeht. Ich habe diesen Mann während meines Studiums kennengelernt und habe bei ihm direkt eine Kraft und Intensität von ihm gespürt. Die ich vorher nie so gekannt habe.
    Ich hatte immer das Gefühl dass er zwar männlich in meinen Augen ist aber genau soviel Tiefe besitzt und die zwar nicht dauernd gezeigt aber sie war halt eben da und das war mir unheimlich wichtig. Ich habe mich so von Ihm angezogen gefühlt und war von Anfang an in seinem Bann.

    Da ich aufgrund meines Studiums sehr viel lernen musste war unsere Zeit auch schon sehr knapp und das eben direkt am Anfang. Da ich eigentlich ungern eine reine Äffare mit ihm führen wollte; habe ich ihn schnell überzeugen können, was ich denke heute ein Fehler war, eine Beziehung zu beginnen.

    Im Laufe der Zeit hat er mir dann erklärt,dass er sehr viel mit sich selber am kämpfen sei und ich nach fünf Jahren wieder die erste Frau in seinem Leben sei auf die er sich einlassen wollte. Vorher hatte er nur one night stands bei denen aber die Frauen davon ausgegangen sind ,dass evtl mehr laufen könnte. Was ich damals nicht ganz verstanden habe war dass er sich sehr stark mit seinen Niederlagen identifiziert. Er ist bereits Langzeitstudent und hat ADS und ist schwer in der Lage seinen Tag sinnvoll zu strukturieren. Klausuren ,Hausarbeiten die anstehen sind für ihn zwar bzgl. der deadline und der Abgabe immer präsent und belasten ihn sehr, aber er schafft es nicht diese zu absolvieren und meist auch nicht sie anzufangen.

    Es fällt ihm sehr schwer, sich an den Schreibtisch zu setzten und nicht Online Zeitungen Nachrichten zu lesen sondern nur seine Arbeit zu beenden. Wenn Dinge nicht geklappt haben dann hat er sich zurückgezogen und hat sich nicht mehr gemeldet oder war sehr unverbindlich. Ich wusste am Anfang nicht genau was das Problem war und habe immer gedacht ich sei das Problem.
    Ich war wütend weil ich irgendwie nicht wusste , wo das Problem denn lang. Freunde konnten ihn besuchen aber ich konnte nicht an ihn ran.
    Damals war ich sehr traurig weil das ging dann mal eine Woche so und dann wieder ging es wieder und dann nicht. Das war direkt am Anfang unserer Beziehung. Bis er mir erklärt wo das eigentlich Problem liegen würde.

    Wir hatten dann häufiger solche Zwischenfälle und ich konnte nicht verstehen wieso unsere Beziehung schon nach ein paar Monaten so schwer und belastet war. Ich hatte ständig das Gefühl ihn darauf hinzuweisen, dass wir auch neben seinen Problemen eine Beziehung führen.

    Vor allen Dingen hatte ich ständig das Gefühl, dass alles was von außen einwirkte für ihn interessanter war weil er zu mir einmal sagte er könne bei mir nicht abschalten, weil ich mit ihm über sein Probleme reden wolle oder er das Gefühl habe, dass ich ständig Erwartungen an ihn stellen würde. Er meinte auch noch dass er über nichts anderes nachdenken kann also über das Schaffen seiner Ziele und dass er eine Grundspannung in sich trägt, die er schwer bekämpfen kann.
    In der Zeit wo es sehr anstregend war ist er sehr viel feiern gegangen und war sehr oft verkatert und seine Freunde haben sich natürlich sehr darüber gefreut, dass er allzeit bereit war. Ich habe ihm nicht das feiern geneidet aber ich wusste ja dass das ihn auch nicht zum Ziel führen würde.

    In der Zeit war er sehr unzuverlässig und hat ständig irgendwas abgesagt, kam zu spät usw. Es gab seine Freunde und das Feiern.
    Er war enttäuscht darüber dass ich in der Zeit das Feiern nicht mit ihm teilen konnte da ich Prüfungen hatte und ich leider nicht immer unter der Woche Zeit hatte. Außerdem hat er nicht verstanden wenn ich ihm abgesagt habe, wenn er immer wollte dass ich was mit ihm und seinem besten Freund mache, der ständig also wirklich jeden Tag angerufen hat weil er irgendwas machen wollte.

    Ich habe mich einfach mit den ganzen Dingen die vorher waren, nicht in der Stimmung gefühlt mich zu dritt vier mal die Woche an einen Tisch zu setzen zu trinken und zu feiern. Ich wollte Zeit mit ihm verbringen und fühlte mich einfach nicht beachtet.
    Irgendwann ist es dann eskaliert als er mich besuchen kam um mit mir zu essen und zum nächsten Event zu gehen. Da ich morgens früh aufstehen musste, ging das für mich nicht und ich dachte wir würden den Abend gemeinsam verbringen.

    Ich habe ihm gesagt, dass ich das so nicht leben kann. Das man doch auch mal was zu zweit machen könne was nicht mit schlafen gehen ,gemeinsam frühstücken und zur Arbeit gehen zu tun hätte. Des weitern dass ich mich nicht beachtet fühle und nicht genau weiss ob er dieses Beziehung wirklich führen möchte und ob er auch das gleiche Gefühl für mich hat.

    Damals hat er es bejaht und hatte Tränen in den Augen, ich war total verwirrt weil seine Worte und sein Handeln für mich nicht übereinstimmten. Aber ich bin auch sehr fordernd und ggf. war ich einfach zu sehr auf ihn fixiert. Ich wollte einfach Zeit mir ihm verbringen und nicht die Zeit die wir am Anfang hatten da waren wir noch nicht mal 3 Monate zusammen mit tausend anderen Leuten teilen.

    Ich mag es auch sehr mit anderen Leuten zusammen zu sein und habe auch einen großen Freundeskreis bin gerne unterwegs, aber ich kannte von dieser Person erst nur die Sorgen wir haben außer Kochen und Kino gehen nichts alleine gemacht sondern gehen abends gemeinsam schlafen und stehen morgens gemeinsam auf.

    Nachdem sein Freund das Studium beendet hatte, hörte es auf mit dem vielen Feiern. Aber ich konnte ihn nicht wirklich zu anderen Dingen überreden. Wenn dann am liebsten in einer Gruppe und irgendwas mit Feiern und weggehen und so feiern dass es schon früh morgens ist.Es hat dann dahin gewendet das wir ab zehn ins Bett huschen, Fernsehen schauen reden und morgens eben wieder früh aufstehen weil ich früh raus muss. Er meinte durch mich sei er sehr viel ruhiger geworden und ich bin mir nicht sicher ob er dass auch so wirklich haben möchte.
    Ich freue mich immer aufs Wochenende weil ich da meine Mädels , Sport oder was mit seinen Freunden machen kann. Aber auch wenn wir was mit meinen Freunden machen und ich wegen lernen um eins nach Hause möchte, wird er wieder angerufen und ich gehe alleine nach Hause und er morgens früh und der nächste Tag unseres Wochenende ist weg weil er verkatert ist, oder eben keine Lust hat was zu machen.

    Seine Freunde sind auch leider nicht so meins. Sie sitzen gemeinsam zusammen es wird wieder viel getrunken und auch andere Sachen und keiner hat irgendwie ein Job oder das Studium läuft gut oder ein Hobby. Natürlich versuche ich damit hinzugehen aber ich muss gestehen dass ich die Themen nicht so interessieren und nicht verstehen kann warum er da ständig hingeht. Er hat wirklich was auf dem Kasten und ist klug schlau politisch interessiert , liebt die Natur genau wie ich, geht eigentlich gerne wandern. Sein Freundeskreis aus der Heimat sind echt nette Burschen, die auch feiern können aber dort ist meiner Meinung die Relation zum Studium anders als bei bei den Jungs am Studienort.
    Seine Freunde aus der Heimat und seine Eltern mögen mich, das hat er jeden Falls gesagt. Sein bester Freund aus der Heimat, hat mal gesagt, er solle gut auf mich aufpassen. Warum erwähne ich das?? weil er mir gegenüber öfter sowas äußert und ich dann oft das Gefühl habe dass das was seine Umgebung ihm sagt unheimlich wichtig für ihn ist, aber meine Sorge ist dass er selber so nicht empfindet.

    Eine andere Sache die ich auch nicht verstehen

    Er hat mir irgendwann erklärt, dass dieses bis morgens unter der Woche feiern auch ein Weg sei um nicht nachts wach zu liegen und über die Dinge nachzudenken die auf ihn zukommen und die er noch zu bewältigen hat.

    Momentan befindet er sich in einer Therapie die dieses Mal keine Verhaltenstherapie sondern eine Psychoanalytik sei, Freunde haben mir gesagt dass diese Therapieform , sehr anstregend ist und viel Kraft kosten würde da bei dieser Form der Therapie nicht nur Methoden angeboten werden sondern eben alles komplett hinterfragt wird.

    Die erste Sitzung hat jetzt dazu geführt, dass er nicht genau weiss ob er mich überhaupt lieben würde, weil ihm der Verstand sagen würde, ich sei die Frau für ihn mit der er seine Zukunft gestalten möchte aber da er gerade nicht weiss wer er selber ist kann er mir auch nicht ausreichend beantworten ob er mich lieben würde.
    Ich bin einfach nun total ratlos..Seine Antwort auf meine Ratlosigkeit und zweifel war dass es seine erste Sitzung gewesen sein und dass ich ihm Zeit geben soll.

    Ich fühle mich mit der ganzen Situation gerade so alleine und überfordert und kann irgendwie auch gerade nicht für mich sehen was ich machen soll. Wie ich ihm helfen kann damit es ihm und mir wieder besser geht.

    Evtl hat ja einer von euch ähnliches erlebt oder kann mir einen Rat geben!!
    Geändert von LotteLisbeth (21.07.2013 um 15:58 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Selbstkrise, Theraphie

    tut mir leid, wenn ich so rein platze.....
    ich sehe keine gemeinsamkeit bei euch.
    ihr passt so gar nicht zusammen.
    und ich kann den sinn und zweck dieses threads nicht erkennen.

    was genau ist deine frage?

  3. Inaktiver User

    AW: Selbstkrise, Theraphie

    Klingt so, als wärt Ihr in zwei verschiedenen Entwicklungsphasen. Schließe mich Loop an - was ist Deine Frage? Wer macht hier die Therapie?

  4. 21.07.2013, 15:59

    Grund
    Durch Zusammenführung der Stränge doppelt

  5. Inaktiver User

    AW: Selbstkrise, Therapie

    Und wieso machst Du den gleichen Thread 2x auf?

  6. User Info Menu

    AW: Selbstkrise, Therapie

    ah sorry ich bin irgendwie auf das falsche drauf gekommen. Sorry

  7. Inaktiver User

    AW: Selbstkrise, Theraphie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer macht hier die Therapie?
    ich orakel mal: der freund soll eine therapie machen und die frage lautet: wie bringe ich meinen freund dazu, eine therapie zu machen, damit er sein leben geregelt kriegt?

  8. Inaktiver User

    AW: Selbstkrise, Theraphie

    Zitat Zitat von LotteLisbeth Beitrag anzeigen
    Evtl hat ja einer von euch ähnliches erlebt oder kann mir einen Rat geben!!
    ich war mal mit einem alkoholiker zusammen. WAR. nie wieder werde ich mit einem menschen zusammen sein, der so ganz anders tickt als ich. energieverschwendung war das.

  9. Inaktiver User

    AW: Selbstkrise, Theraphie

    Zitat Zitat von LotteLisbeth Beitrag anzeigen
    Wie ich ihm helfen kann damit es ihm und mir wieder besser geht.
    hat er dich um hilfe gebeten?
    hat er ein problem? sieht er eins?
    ich glaube nicht, dass er einen leidensdruck hat?

    wie es dir wieder besser geht? mit einem menschen an deiner seite, der in die gleiche richtung blickt, wird es besser gehen

  10. User Info Menu

    AW: Selbstkrise, Therapie

    Liebe Lotte-Lisbeth,

    gern würde ich Dir einen Tipp geben, wie ihr Beiden auf einen 'grünen Zweig' kommt.

    Nachdem, was Du geschrieben hast, bin ich leider zu dem Ergebnis gekommen, dass ihr überhaupt nicht zusammen paßt. Unterschiedlicher geht's kaum noch.

    Es ist sinnlos, ihn umerziehen zu wollen.

    Bist du schon einmal auf die Idee gekommen, Dir einen anderen Freund zu suchen, der halbwegs Deine Interessen vertritt?

    FG von Helga

    „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
    Konrad Adenauer

  11. Inaktiver User

    AW: Selbstkrise, Theraphie

    Er liebt mich aber hat kein Interesse???

    lies mal diesen thread... ich sehe da so manche parallele....

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