Liebe Elliot,
herzlichen Dank für Deinen Tipp. Zwischenzeitlich habe ich mir therapeutische Hilfe bei der Deutschen Krebsgesellschaft
in Hamburg-Eppendorf gesucht. Bislang habe ich dort an einer Sitzung teilgenommen, dieser werden aber in den kommenden
Wochen verstärkt und vertieft. Trotzdem werden ich deinen Tipp aufnehmen und mich auch an den genannten Verein
wenden.
Einen schönen restlichen Sonntag und lieben Gruss aus Hamburg
Superhase
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Thema: Trennung nach Krebsdiagnose
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26.05.2013, 14:44
AW: Trennung nach Krebsdiagnose
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26.05.2013, 14:51
AW: Trennung nach Krebsdiagnose
see you on be friends online!
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26.05.2013, 15:00
AW: Trennung nach Krebsdiagnose
Na ja, die Qualität einer Beziehung zeigt sich eben im Sturme, nicht im Winde.
Er bestimmte bisher wo und WIE es langgeht, überhäufte dich mit Geschenken und Aufmerksamkeiten, und trug dich eine Weile mit, wie es ihm passte. Wenn DU ihn aber mal wirklich brauchtest, sei es nur, um Reiseeindrücke mitzuteilen/ zu verarbeiten oder eine wirklich schlimme Krankheit durchzustehen- ist er nicht da.
Das sagt doch eigentlich alles.
Emotionslose Kindheit hin oder her- damit ist nicht alles zu entschuldigen. Ein 61jähriger muss in der Lage sein, da für sich selbst zu entscheiden, wie man sich in Krisensituationen des Partners verhält, da kann nicht die lieblose Mutter als Schuldige herhalten.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft! Nimm deine Genesung als Chance, das wirklich Wichtige im Leben zu schätzen.
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26.05.2013, 15:05Inaktiver User
AW: Trennung nach Krebsdiagnose
Bislang hat es vielleicht funktioniert mit dem, was er zu geben bereit und in der Lage ist. Das hatte er unter Kontrolle. Plötzlich ging es darum, was du brauchst. Und damit ist er überfordert, offenbar bis heute.
So jemand ist kein verlässlicher Partner für schwere Zeiten. Auch wenn du sehr selbstständig bist, solltest du zumindest die theoretische Sicherheit haben, dass du im Notfall auf ihn bauen kannst. Einfach als Gefühl.
Es ist natürlich traurig, dass er alles nur unter dem Leistungsaspekt zu betrachten gelernt hat. Aber wenn er dir Krankheit als persönliches Versagen anlastet, ist der Bogen überspannt.
Kümmere dich gut um dich, eigentlich ist egal, warum er so geworden ist.
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26.05.2013, 15:11
AW: Trennung nach Krebsdiagnose
unter prominenten findet man häufig ähnliche abkommen, eine frau bringt ihren repräsentativen körper und ein gutes auftreten bei, er ist bereit, sich das ordentlich was kosten zu lassen.
seeleninhalte und krankheiten gehören nicht zu der vereinbarung.
du hast also nichts falsch gemacht.
jetzt brauchst du tragfähigere menschen.lg
legrain
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26.05.2013, 15:13
AW: Trennung nach Krebsdiagnose
klar, Superhase, die Strategie war bisher ja anscheinend durchwegs erfolgreich. Es hat sich immer schön das Umfeld bewegt, während er den Kopf im Sand hatte. Du hast den Sohn mobilisiert, der hat sich zu ihm hinbewegt, die Exen werden auch ihren Tanz um ihn gemacht haben, so wie du jetzt usw. Bewährt sich doch, warum soll er da auf den Gedanken kommen, dass es auch noch was anderes als aussitzen geben könnte?Keinerlei Reaktion von ihm - er sitzt es aus.
Scheint noch sehr im traditionellen Männer(welt)bild verhaftet zu sein, der Gute (würde altersmäßig auch passen). Klar kann der dich vor dem Zahnarzt und dem finanziellen Untergang retten, dich umwerben usw, das sind alles Dinge, die macht halt mal so ein Held, so ein "ganzer Kerl" dieser Generation. Aber echte Anteilnahme am Leben der Liebsten, die erfordert auch mal das Aushalten von unangenehmen Emotionen (z.b. Hilflosigkeit, bähpfui, geht ja wohl gar nicht) und dass man(n) nicht dauernd beklatscht wird für das, was er tut (z.B. Anteilnahme an deinen Reiseerlebnissen usw, da gilt der "Applaus" nunmal dir)
Noch dazu dieses Elternhaus, wo es anscheinend noch in der Kindheit Aussätzigeninseln für Pestkranke und ähnlichem gab, was mangels Abnabelung auch noch nicht in der Problemzone zwischen den Ohren korrigiert wurde.
Das Anraten der Thera, da will ich mir jetzt keine Meinung bilden, ich weiss ja nicht, wie da der Kontext war, also wie du das geschildert hast, was damals dein Anliegen war usw. Spielt im Prinzip ja auch keine Rolle mehr. Hauptsache dir gehts gesundheitlich soweit gut und du findest deine Hilfen. Viel Kraft weiterhin.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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26.05.2013, 15:13
AW: Trennung nach Krebsdiagnose
Fühle Dich erst mal gedrückt.

Ich denke die Therapeutin braucht die Therapie mehr wie Du...
denn warum sollte jemand so einen Mann wollen?
Ich weiß, es ist nicht leicht...aber so einen Mann braucht Frau wie ein Verunkel
am Hintern.Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.
Mckenzie
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26.05.2013, 15:37
AW: Trennung nach Krebsdiagnose
Hallo Superhase,
vielleicht hilft es dir, wenn ich mal kurz erzähle, wie es bei mir gerade ist, ich bin nämlich in der umgekehrten Situation wie du. Ich war mehre Jahre mit einem Mann zusammen, wir hatten uns getrennt und in letzter Zeit aber wieder Kontakt aufgenommen, ich war mir unsicher, ob ich wieder eine Beziehung mit ihm eingehen sollte, wir haben aber einiges unternommen und hatten auch wieder Sex.
Jetzt ist bei ihm eine Krebserkrankung festgestellt worden, zu Anfang war auch der Verdacht auf einen fortgeschrittenen Verlauf und Metastasierung, was sich aber bis jetzt nicht bestätigt hat.
Mein erster Gedanke war: nichts wie weg, ich will das alles nicht, ich bin nicht für ihn verantwortlich usw. Dann dachte ich auch, wenn ich jetzt bei ihm bleibe und ihn wieder sehr gern habe, dann leide ich fürchterlich, sollte er sterben. Es gingen mir Gedanken durch den Kopf, das glaubst du gar nicht. Bis dahin kann ich also noch ein gewisses Verständnis für deinen Partner aufbringen.
Ich habe mich entschieden, zu bleiben. Wir gehen da jetzt gemeinsam durch und danach sehen wir weiter, wie es mit der Partnerschaft werden kann.
Es ist denke ich nicht ganz abnormal, dass man als Partner ganz widersprüchliche Gedanken und Gefühle hat, aber sich so zu verhalten nach einer doch ganz schön langen Partnerschaft wie dein Freund, da fehlt mir ehrlich gesagt jedes Verständnis, wenigstens könnte er ja mal nachfragen, wie es dir geht.
Meiner Meinung nach hat er einen schwachen Charakter, denn bei Sonne kann jeder lachen aber bei Regen da zu bleiben, dazu gehört Mut.
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26.05.2013, 16:32Inaktiver User
AW: Trennung nach Krebsdiagnose
Liebe Superhaesin
Nachdem die meisten von uns Dir jetzt zur Genuege geraten haben, Dich von ihm zu loesen, ist es an der Zeit, ein wenig mehr in die Tiefe zu blicken.
Bemerkenswert finde ich, dass er Dich einmal weinend um Verzeihung gebeten hat. Anscheinend kann er Gefuehle zeigen, wenn auch kaum verbal.
Du sprichst ueber seine Fuersorglichkeit, den Fels in der Brandung, der Dir Zuneigung aber in erster Linie nur durch Geschenke und finanzielle Hilfe zeigen kann. Letztendlich hat er Dich damit fast erdrueckt.
Herzen kann man nicht kaufen...
Aber Du scheinst ja etwas sehr Liebenswertes an ihm zu sehen. Ich hoffe - und glaube - nicht, dass Dein Motiv Dankbarkeit ist.
Ich glaube, wenn Du einmal Mitleid erwaehnst, meinst Du vielleicht tiefes Mitgefuehl mit einem im Grunde sehr vereinsamten Menschen, dessen Ego muehsam von seiner Rolle in der Oeffentlichkeit ueber Wasser gehalten wird.
Ich frage mich, ob er seine Situation erkennt und sich eingestehen kann.
Du wirst ihm kaum helfen koennen, denn Du kannst nicht seine "Therapeutin" sein. Sei sehr behutsam mit dem, was Du Dir zumutest.
Mehr Rat habe ich im Moment leider nicht.

Liebe Gruesse
Tedlock
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26.05.2013, 19:25
AW: Trennung nach Krebsdiagnose
Während deines Urlaubs war er für dich nicht erreichbar. Als du zurückkamst hat er dir Blumen überreicht und weinend um Verzeihung gebeten. Danach war wohl weiter der Wurm drin, wenn du ihm von der Diagnose nicht gleich erzählen wolltest. Als er es erfuhr, war er dahin und bis dato nicht mehr wiedergesehen oder gehört.
Während du weg warst, hatte er vielleicht Gelegenheit Kontakte zu einer anderen Frau zu knüpfen. Als du wieder da warst, hat ihn das schlechte Gewissen gepackt und er machte einen Rückzieher bei der anderen. Ganz bei dir war er aber auch nicht. Deine Krankheit hätte ihn für längere Zeit eng an dich gebunden. Das wollte er nicht. Schluß zu machen konnte er aus Feigheit wegen deiner Situation scheinbar nicht. Also habt ihr übereinstimmend das Schweigen im Walde angestimmt. Er nimmt an es ist Schluß, wenn ihr euch nicht mehr hört, seht, lest. So kann er ohne Böses zu dir gesagt zu haben, stillschweigend weg sein.
Hat er eine neue Beziehung?Durchsage:
"Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."


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