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    Was von den Problemen meines Freundes kann ich aushalten?

    Hallo liebe BriCom,

    ich habe bisher immer nur ein wenig mitgelesen und hoffe, dass vielleicht jemand das Problem kennt. Vielleicht fällt euch von außen mehr dazu ein, als mir im Moment in den Sinn kommt.

    Mein Freund hat vor einigen Monaten mit meiner Unterstützung eine Therapie angefangen. Wir seit rund 1,5 Jahren zusammen. Er ist ein toller Partner, klug, liebevoll, witzig, und zuverlässig. Er ist allerdings in einer sehr problembehafteten Familie aufgewachsen. Es war praktisch niemand für ihn da, gepaart mit Ungererchtigkeiten und Bösartigkeit. und infolge dessen hat er eine Weile lang als Jugendlicher großen Mist gebaut.
    Das alles ist aber schon 10 Jahre her, seitdem führt er ein geregeltes Leben, hat Anerkennung im Job, Freunde. Was aber bleibt, ist ein Haufen (!) ungelöster Probleme und Ängste, die sich irgendwann auf die Beziehung auswirkten. Hauptthemen sind wahnsinnige Verlustangst, mangelndes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle ("ich habe Mist gebaut und werde jetzt dafür mit meinen Problemen bestraft", "ich bin so schwierig, klar, dass sie mich doch irgendwann verlassen wollen muss") und dass er seinen eigenen Körper hasst (obwohl ich ihn liebe).

    Er hat angefangen, die Therapie zu machen, als klar wurde, dass es auf Dauer so nicht weitergeht (auch mit der Beziehung nicht). In dieser kommt er auch ziemlich gut voran. Nach anfänglichen Bedenken sieht er selbst die Therapie als große Befreiung an und kämpft sehr. Gleichzeitig fühlt er sich aber manchmal überfordert durch die Masse an Dingen, die relativ schnell zu Tage kommen, und an denen er arbeiten muss. Er lernt sich selbst eigentlich jetzt erst richtig kennen und akzeptieren. Er fühlt sich emotional ausgelaugt und verfällt dann in Verzweiflung, weil es ihm über den Kopf wächst.
    Auch ist es eine solche Masse an Baustellen, dass er es oft nicht schafft, alte Muster zu durchbrechen. Und das badet natürlich hauptsächlich die Beziehung aus. Er ist so zutiefst unsicher in manchen Phasen, dass er Gespenster sieht.

    Im Laufe der Monate wurde deutlich, dass er durch unbewusst provozierte Dramen versucht, sich bei mir Liebesbeweise zu holen. Er hat in seiner Familie nie das Gefühl gehabt, dass ihn jemand wirklich liebt. Er sagt selbst "mir ist klar geworden, dass ich gar nicht weiß, wie sich das anfühlt - zu wissen, dass einen jemand auf jeden Fall liebt". Dabei hat er das nicht nötig - und das weiß er auch! Ich sage ihm, dass ich ihn liebe und zeige es ihm auch oft.

    Diese Dramen sind jetzt schon sehr häufig vorgekommen. das Muster ist folgendes:
    - Ich sage, ich möchte auf Party oder Konzert XY, um Freunde zu treffen und zu tanzen - er sagt sofort, er kommt mit (obwohl ich mich insgeheim wundere, da das doch gar nicht so sein Ding ist und er eigentlich total kaputt ist) ...dort angekommen bricht er zusammen, weil 5 Tage nicht schlafen können/Angst vor Menschenmassen, und wir müssen wieder nach Hause fahren. Anfangs war ich immer total besorgt, selbstverständlich sind wir sofort gefahren etc....nachdem dies aber zum sicherlich 5. Mal so vorkam, haben wir darüber gesprochen, dass das so nicht sein kann und dass er nur mitkommen soll, wenn er selbst WILL, und sich nicht einreden soll, er will, nur damit er an dem Abend nicht mit Verlustängsten kämpfen muss ("Bestimmt wurdest du 15 mal angebaggert, sind die nicht alle viel toller als ich?" "Ich möchte aber doch die Dinge in deinem Leben teilen, die du gerne magst")

    Das tat er dann auch. Und blieb zu Hause, wenn er nicht wirklich SELBST auf die Konzerte/Treffen wollte.

    Dann ging es los mit Exfreunde-Dramen.

    - Klassentreffen in der Heimat, bei der ich einen Ex treffe. Meinem Freund geht es schon tagelang vorher schlecht. Ich schlage von mir aus vor, ihm zur Beruhigung oft zu schreiben und jeden Tag zu telefonieren, was er sehr gut findet, und was wir auch tun. Trotzdem ist er das ganze Wochenende völlig aus dem Häuschen. Es gipfelt darin, dass er völlig ausflippt, als ich ihm am letzten Tag schreibe, dass ich eine Stunde später losfahre, da eine Freundin gerade einen Liebesnotfall hat. Es folgt ein stundenlanges Drama, bevor er wieder "er selbst" wird und man vernünftig mit ihm reden kann.

    - 2x vorgekommen: Konzert eines anderen Exfreundes. Den sehe ich sehr selten, er lädt mich ein zu Konzerten, bei denen er spielt. Ablauf jedes Mal: Meinem Freund gefällt es von Anfang an nicht, das merke ich, aber er sagt nichts, denn er will nicht der dumme Freund sein, der seiner Freundin Stress macht wegen etwas, von dem er WEISS, dass es keine Gefahr darstellt. Kurz vor dem Konzert (1-2h) hat er einen nervlichen Zusammenbruch/übergibt sich, es geht ihm so schlecht wie noch nie, er dreht gerade durch etc. und teilt mir dies mit. Es sei aber trotzdem meine Entscheidung, ob ich nun zu dem Konzert gehe oder nicht ;D!


    Ich sehe, wie sehr ihn das alles selbst belastet. Er hasst es. Er rastet in diesen Momenten aus, und realisiert aber hinterher von selbst, was das eigentliche Problem war (und dass ich oder meine Exfreunde dieses nicht sind). Er verzweifelt selbst daran, dass ihm das noch so oft passiert und er es nicht schafft, die alten Muster zu durchbrechen. Es geht ihm auch in diesen Momenten wirklich real schlecht. Er spielt es nicht vor oder ähnliches. Er ist einfach vollkommen hilflos in diesen Momenten.

    Ich versuche immer so gut es geht, mich so normal wie möglich zu verhalten. Seit uns klar wurde, dass zb diese Zusammenbrüche vor Parties ein Muster sind, versuche ich, seine Psychosen nicht mitzuspielen, sondern mich so zu verhalten, wie es mir vernünftig, logisch und in einer Partnerschaft vertretbar erscheint. Ich kann ja nicht ewig mein soziales Leben einschränken, nur weil mein Freund furchtbare Verlustängste hat, und die 3. Ausrede dafür erfinden, warum ich jetzt doch 1,5 h vor Konzertbeginn plötzlich nicht mehr kann, nachdem ich tagelang erzählt hab, dass ich komme und mit wem ich hingehe.
    Mir war klar, dass wenn er eine Therapie anfängt, dies eine extreme Belastungsprobe für die Beziehung wird. Uns ist beiden bewusst, dass unsere Beziehung das auch evtl nicht aushalten kann. Bisher konnte ich damit noc ganz gut umgehen, weil ich immer das Gefühl hatte zu wissen, an welchem Punkt er jetzt steht. Und für mich ist am allerwichtigsten, dass ich sehe, dass er darum kämpft sich zu ändern. Da halte ich solche Dramen auf dem Weg dorthin schon hin und wieder mal ohne größeren Schaden aus.

    Allerdings ist es letztes Wochenende zum ersten Mal so eskaliert...ich weiß nicht, ob ich das kann. Denn zum ersten Mal waren nicht mal mehr konkrete Situationen der Auslöser wie Exfreunde etc (was ich noch irgendwie nachvollziehen kann, selbst wenn ich es dann falsch finde), sondern so richtig bescheuerter Alltagspipifax. Und zwar an jedem Tag dieses Wochenendes. Er hatte eine sehr schwierige Woche, er fühlt sich erschöpft von der Therapie, hat Angst, es nicht zu schaffen, dass es ihm alles zuviel ist. Er flippte z.B. aus heiterem Himmel aus, weil ich eine SMS geschrieben habe, während er in einer DVD-Pause aufs Klo ging ("Immer bist du sofort am Handy! Das macht mich echt aggressiv. Ich hab Angst, dass du andern schreibst, dass ich bescheuert bin"...Ich muss wohl nicht betonen, dass ich nicht handysüchtig bin.). Dann stritten wir uns, weil ich "seine Kommentare auf Facebook nie like" (dazu muss ich wohl nicht mehr viel sagen). Er wolle auch in dieser Lebenswelt Facebook gerne Anteil an meinem Leben haben und demonstriert sehen, dass wir zusammen sind. ICH möchte aber auch Bereiche meines Lebens, in denen ich noch ein Individuum bin. Dann stritten wir uns, weil ich den dritten Tag in Folge nicht in Sexlaune war, und er vermutete, ich höre langsam auf, ihn zu lieben, weil er so ein Ekel ist gerade und lag ewig neben mir wach deswegen.

    Daraufhin habe ich ihm gesagt, dass ich denke, dass er gerade alle möglichen Ausweichprobleme sucht, um sich nicht mit seiner Therapie zu beschäftigen, denn es geht nur noch um "SIE macht dies, das stört mich, SIE kommentiert nichts auf facebook, warum macht SIE das, SIE hat schon wieder keine Lust auf Sex, woran liegt das nur" statt "Warum tut MIR das eigentlich so weh, wenn sie nichts kommentiert? Es ist doch nur Facebook, woran liegt das wohl, dass MIR das so viel ausmacht". Und dass ich das so nicht kann, weil er gerade einfach nicht mehr er selbst ist. Wir haben das erste Mal koknret über Trennung gesprochen.
    Ich WILL mich ja aber gar nicht trennen! Ich liebe ihn doch! Er ist, seit ich ihn kenne, und zwischen diesen extremen Unsicherheitsphasen, immer noch der witzige, tolle Partner. Aber so weiß ich nicht, wie lange ich das aushalten kann. Und wie ich mich in so absurden Situationen verhalten soll. Ich bin nicht bereit, mein Wochenende damit zu verbringen, mich über Facebook und Sex zu streiten.

    Er sagt, er braucht mich, er braucht momentan sowas wie ein Ventil, und es täte ihm leid, dass das gerade ich oft sei. Er will anscheinend von mir seine Grenzen aufgezeigt bekommen, aber sorry, ich bin nicht sein Therapeut. Ich kann es tatsächlich tolerieren, dass hin und wieder mal etwas eskaliert, weil er ja logischerweise nicht von heut auf morgen sein jahrelang eintrainiertes Verhalten ändern kann. Aber SO? Echt nicht.
    Wann lasse ich ihn im Stich, wenn ich sage, er muss lernen, selbst mit seinen Problemen zurechtzukommen, und wann sollte ich ihm als Partnerin helfen?

  2. Inaktiver User

    AW: Was von den Problemen meines Freundes kann ich aushalten?

    Nicht umsonst sind Analytiker der Auffassung, in Zeiten der Analyse/Therapie solle man sich ausschließlich auf sich selbst und seine neugewonnenen Erkenntnisse über sich selbst (und die daraus resultierenden inneren Vorgänge) konzentrieren und ansonsten allen Alltag (auch Beziehung) ao weit wie möglich auf Abstand halten.

    Ich finde, dass Du sehr auf Deinen Freund eingehst und ihn unterstützst
    Er kann sich sehr glücklich schätzen, dass Du trotz seiner Probleme zu ihm stehst!

    Aber er sollte sich nicht darauf ausruhen.
    Problematisch wird es ja dann, wenn Du durch sein Verhalten Schaden erleidest oder Einschränkungen hinnehmen musst.

    Wann lasse ich ihn im Stich, wenn ich sage, er muss lernen, selbst mit seinen Problemen zurechtzukommen, und wann sollte ich ihm als Partnerin helfen?
    So lange Du sein Verhalten tolerierst und seine Launen mitmachst bzw. nur sagst, dass es Dich stört, aber nicht entsprechend handelst, gibt es für ihn keinen Grund, etwas zu ändern!
    Er mag zwar halbherzig zugeben, dass er falsch agiert, aber um ernsthafte Verhaltensänderung bemüht er sich nicht.

  3. Inaktiver User

    AW: Was von den Problemen meines Freundes kann ich aushalten?

    Ich ueberlege gerade, ob es sinnvoll sein kann, diese Thematik mal mit dem Therapeuten deines Freundes anzusprechen. Evtl. koennt ihr mal eine Sitzung zu dritt machen oder du sogar mal mit ihm alleine sprechen? Die Therapie geht ja nicht nur deinen Freund etwas an sondern hat auch ganz konkrete Auswirkungen auf euch.

  4. User Info Menu

    AW: Was von den Problemen meines Freundes kann ich aushalten?

    Wow Riversea, das alles ist echt viel !

    Das du das aushalten kannst ist ein starkes Stück

    Dein Freund ist ja komplett unsicher und versucht dich in jedem Schritt, jedem Huster und jeder Zuckung zu kontrollieren. Alles was du machst, denkst, schaust soll auf ihn bezogen sein und soll deine Liebe zu ihm ausdrücken.


    Das ist nicht ohne und auch nicht die Wirklichkeit. Denn trotz Liebe und Beziehung gibt es immer noch ein ganz eigenes Leben als Individuum, das völlig zurecht nichts mit deinem Partner zu tun hat.

    Doch er verlangt aufgrund seiner Probleme und Unsicherheit, dass du dich nur mehr um ihn drehst.

    Ich würde das nicht aushalten und: Ich würde das nicht aushalten WOLLEN!


    Egal ob krank oder gesund, niemand darf von einem Partner verlangen, dass er sich selbst aufgibt.

    Achte sehr gut auf dich!
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."

  5. Inaktiver User

    AW: Was von den Problemen meines Freundes kann ich aushalten?

    Also mir wäre das zuviel...vor allem weil es ja eigentlich von Anfang so war.

    du grenzt dich auch nicht ab.

    Frü mich klingt das sehr nach Manipulation - schon allein das Theater als du zu einem Konzert deine Ex gehen wolltest.... ich wäre gegangen.

    Ich wäre aber sicher auch schon lange weg.

    Würde es in einer langen Beziehung zu einer ähnlichen Erkrankung wie Depressionen oder so kommen klar - und habe ich auch schon mitgemacht bei meinem 1. Mann (Scheidung hatte dann viele Jahre später andere Gründe) aber von Anfang an? Eher nicht.

    Und vor allem nicht so. Und du spielst da mit und je mehr du drauf einsteigst desto mehr wird es ja.

    Bald machst du nichts mehr, wenn er nicht will?

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    AW: Was von den Problemen meines Freundes kann ich aushalten?

    Liebe Riversea,

    ich finde, du reagierst bis jetzt sehr verständnusvoll undc den Umständen entsprechend auch "angemessen".
    (Also mal verständnis-rücksichtsvoll und dann aber auch klar-sehend-abgegrenzt)

    Ich kenne es auch aus einer Partnerschaft, die durch ihn sehr problemlastig war und auch diese war therapiebegleitet.

    Meine Erfahrung und auch Idee auf Euch bezogen ist, dass, selbst wenn du bei deiner Haltung bleiben möchtest und kannst, besteht ein recht hohes Risiko, dass deine Gefühle dies auf Dauer nicht mitmachen.

    Sprich, deine Liebe lässt nach!
    Und zwar nicht, weil er so ein "Ekel" ist und "nicht "liebenswert", sondern weil seine Art und Weise damit umzugehen dann da zu führen könnte.

    Und dann hätte er im Endeffekt "recht" gehabt (selbsterfüllende Prognose)

    Das würde ich ihm mal versuchen zu verdeutlichen und auch die Idee, dies mal bei dem Therapeuten zu dritt zu besprechen, find ich sehr gut!

    Liebe Grüße
    twix

  7. User Info Menu

    AW: Was von den Problemen meines Freundes kann ich aushalten?

    @Dharma ....wir haben wohl gerade zeitgleich darauf geantwortet...aber mit unterschiedlichen Sichtweisen auf die TE

  8. User Info Menu

    AW: Was von den Problemen meines Freundes kann ich aushalten?

    Danke für eure Antworten! Es tut sehr gut, das Ganze mal mit Meinungen von außen zu vergleichen. Das hilft mir alles sehr, was ihr schreibt!

    Honzinas Vorschlag finde ich gut, vielleicht kann er das bei der nächsten Sitzung ja mal zur Sprache bringen und fragen, ob das sinnvoll für uns wäre. Vielleicht auch ich alleine. Ich möchte verstehen, was da abgeht, und mich vor Manipulationen schützen.

    Zu dem Konzert bin ich übrigens gegangen ;). Es war ja ganz klar das übliche alte Muster. Das erste dieser beiden Konzerte fand ganz am Anfang der Beziehung statt, damals habe ich das noch für einen wirklichen Notfall gehalten (er hat sich übergeben etc). Beim zweiten Mal waren wir dieser Masche aber schon längst auf die Schliche gekommen. Es ist nicht mein Problem, dass er Verlustängste hat, wenn diese unbegründet sind. Und ich will meine Freiheit behalten. ER muss lernen, wie er damit umgeht.

    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen
    Alles was du machst, denkst, schaust soll auf ihn bezogen sein und soll deine Liebe zu ihm ausdrücken.
    Ja, so fühlt es sich an.

    Ich will mich auch in Zukunft davor schützen, nicht auf solche Spielchen hereinzufallen. Das ist natürlich nciht ganz einfach, wenns mit dem Bedürfnis kollidiert, für den Partner da zu sein. Da muss ich auf mich aufpassen.

    Aber wahrscheinlich muss ich mehr darüber nachdenken, klarere Grenzen zu ziehen:
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nicht umsonst sind Analytiker der Auffassung, in Zeiten der Analyse/Therapie solle man sich ausschließlich auf sich selbst und seine neugewonnenen Erkenntnisse über sich selbst (und die daraus resultierenden inneren Vorgänge) konzentrieren und ansonsten allen Alltag (auch Beziehung) ao weit wie möglich auf Abstand halten.

    So lange Du sein Verhalten tolerierst und seine Launen mitmachst bzw. nur sagst, dass es Dich stört, aber nicht entsprechend handelst, gibt es für ihn keinen Grund, etwas zu ändern!
    Er mag zwar halbherzig zugeben, dass er falsch agiert, aber um ernsthafte Verhaltensänderung bemüht er sich nicht.

  9. User Info Menu

    AW: Was von den Problemen meines Freundes kann ich aushalten?

    Oh, twix, deine Antwort habe ich vorher gar nicht gesehen.
    Das stimmt mich sehr nachdenklich. Diese Gedanken habe ich vorher auch schon gehabt bzw in Teilen mit ihm besprochen. Ich spüre das jetzt zum ersten Mal auch selbst, dass ich denke "das schaffen meine Gefühe nicht auf Dauer". Vorher war das trotz allen Dramas für mich nicht so ein Thema.
    Es ist eben auch das Dilemma, zu sehen, dass er (auch wenn es falsch ist) manchmal gar nicht aus seiner Haut KANN. Er will ganz sicher nicht so sein. Nur hat das leider im konkreten Fall gar nichts zu sagen, denn er ist in dem Moment dann ja trotzdem so. Und die Auswirkungen auf die Beziehung bleiben die gleiche, egal, ob er verstanden hat, was dahinter steckt, oder nicht.
    Ihm würde sicher der Weitblick fehlen zu akzeptieren, dass im Falle einer Trennung eher die selbsterfüllende Prophezeiung schuld war, als dass er nicht "liebenswert" war.
    Ich glaube aber, über die selbsterfüllende Prophezeiung hat er schon mal in der Therapie gesprochen. Ich werde ihn mal darauf ansprechen.

  10. User Info Menu

    AW: Was von den Problemen meines Freundes kann ich aushalten?

    Liebe RiverSea,

    von Pflegekindern ist bekannt, dass sie, sobald sie in "normalen" Familien leben sich ganz ekelhaft aufführen können. Test: werd ich trotzdem noch geliebt?

    Nur: Du bist hier Partnerin und nicht Mutter oder Therapeut.

    Achte auf Dich. Du hörst Dich schon co-abhängig an.

    Ich würde mir als Gegengewicht auch einen Therapeuten suchen. Um mich abzugrenzen.

    Alles Gute

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