Hallo M,
Du fragst oft, ob und was normal ist an Deinen Erwartungen oder ihrem Verhalten.
Das ist doch aber ganz unwesentlich.
Ob etwas normal ist oder nicht, ändert nichts an der Sache, höchstenz an der gesellschaftlichen Akzeptanz (bei Leuten, die sich mehr an der Masse orientieren als an sich selber oder am Lebensglück der eigenen Tochter. Da stehst Du hoffentlich drüber, über dem was "normal" ist oder nicht).
Ob Du so leben willst / ob Du es mit Deinem Gewissen vereinbaren kannst, deiner Tochter nicht VIEL mehr zu helfen als Du schon tust,
das kannst Du entscheiden, ohne nach Normalität zu fragen.
Ich drücke die Daumen, dass Du Dich traust, aus den Teufelskreisen auszusteigen!
Einen Schuligen zu finden oder zu benennen (in diesem Lichte zeigst Du uns deine Frau hier ja), gehört nicht dazu.
Aussteigen kannst Du nur, indem Du nicht mehr mitmachst und bei Dir bleibst in allen Handlungen.
Alles Gute!
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Thema: Nun bin ich auch dran...
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18.09.2012, 14:02Inaktiver User
AW: Nun bin ich auch dran...
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18.09.2012, 18:16Inaktiver User
AW: Nun bin ich auch dran...
Habe ich richtig gelesen ?? Du hast blaue Flecken fotografisch dokumentiert und bezeichnest das als "Hand ausrutschen" ?? Mann, Mann, Mann.
Daß es einen auf Dauer nicht ausfüllt, sich einen Versorger zu angeln, um dann nach Herzenslust shoppen zu gehen, im Netz zu surfen und soaps zu gucken, kann ich nachvollziehen. Das müßt ihr letztendlich unter euch klären.
Aber hier geht es um die Mißhandlung eines Kindes. Und da kannst du nicht einfach zuschauen !
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19.09.2012, 13:25
AW: Nun bin ich auch dran...
Hallo M
du scheinst aus dieser Schilderung über deine Frau für dich etwas zu ziehen.Du hast mindestens genauso viel Probleme wie deine Frau.Ein Spiel der Gegenseitigkeit.Ihr seit angeblich erwachsen und könntet dieses Drama sauber beenden,aber irgendwie scheint ihr das gegenseitig zu brauchen.Der wirklich Leidtragende ist eure Tochter,die ganzen Traumen die sie bei euch erleben muss.
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19.09.2012, 14:50
AW: Nun bin ich auch dran...
Hallo!
Wir schalten uns auch kurz ein - wenn Sie nicht wissen, wie Sie Ihre Tochter vor erneuter Gewalt schützen sollen, gibt es viele Beratungsstellen, die Ihnen weiterhelfen können,
z. B:das Elterntelefon (Telefon 0800 111 0 550).
Gruß
das BRIGITTE Community-TeamDas BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.
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19.09.2012, 15:44
AW: Nun bin ich auch dran...
MXYZ, deine Geschichte triggert mich gerade... ich hatte eine Kollegin, die immer mit mir befreundet sein wollte und schon davon sprach, ich wäre ihre beste Freundin, als ich sie noch als total schräg empfand. Das war mein erster Eindruck von ihr. Hypernervös, narzistisch, weinerlich... Sie zeichnete sich durch hohe Krankenstände und lange Leidensgeschichten aus, die sie inzwischen ihren Job gekostet haben (der Arbeitgeber hat die langen Krankenstände und privaten Erledigungen in der Arbeit nicht mehr akzeptiert).
Durch eine gemeinsame Bekannte habe ich sie an mich herangelassen, als ich selber in einer Krise war. Wir haben uns in unserer gegenseitigen Krise gebraucht, uns damit aber nur runtergezogen. Sie hatte einen hohen Standesdünkel, kommt aus sog. "guten Kreisen", weinte lange Jahre ihrem Ex hinterher, der eine "formbarere" Frau heiratete und dessen Familie sie nie akzeptierte (so ihre Aussage). Irgendwann tickte die biologische Uhr und sie heiratete einen Mann, mit dem sie auch schnell ein Kind bekam.
An diesem Mann hat sie lange Jahre versucht, den Frust ihres Lebens abzuladen. Nie war sie an etwas schuld, immer er. Er hat gearbeitet, ihr Leben finanziert, ihre Launen ausgehalten (bei ihr war es nicht die Hand in der Tür, sondern der Fuß). Das Spannungsfeld zwischen den beiden eskalierte, denn die tickende Zeitbombe hatte einen sarkastischen Zyniker vor dem Herrn als Gegenpart. Körperliche Exzesse inbegriffen.
Ich werde nie den Satz vergessen, als sie sich dann endlich ausgetobt hatten: seiner Ex hat er ein Auto zur Trennung geschenkt, das will ich auch. Sagt für mich alles.
Unnötig zu erwähnen, dass sie ständig beste Freundinnen hatte, die plötzlich ganz böse Menschen waren - mich inklusive.
Irgendwann hat sie einen unglaublichen Vertrauensbruch mir gegenüber begangen, den sie mir in die Schuhe schieben wollte. Das war für mich dann das Ende.
Sie baut ihrem Kind eine Lillifee-Welt in rosa, lebt inzwischen woanders und hat ihren alten Lover wieder aktiviert - ihr Mann steht vor dem Scherbenhaufen seines Lebens, das zweite Mal, und versteht die Welt nicht mehr.Sein Kind hat ihn schon als A...loch bezeichnet, als es 3 Jahre alt war - sie hat es so gelernt. Sicherlich hat er auch Anteile, aber einen Menschen mit ihrem Hintergrund kann man nicht mit Ratio bekehren, da sehe ich eure Parallele. Den kann man gar nicht bekehren. Sondern lassen, wie er ist, wenn er sich nicht selber Hilfe sucht, oder gehen.
Glaubst du wirklich, es kostet dich mehr Kraft zu gehen als zu bleiben?


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