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    AW: Unlust und Trennung - is das normal?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Wenn du jetzt eine friedvollere Zeit vor dir hast, dann nutze sie in deinem Interesse.

    Trenn dich so gut es geht räumlich von deiner Frau und beginne, die Sachen wegzuwerfen, die du auf keinen Fall umziehen wollst. Damit wirfst du Ballast weg, der dich in deinem neuen Leben hinderlich werden könnte.
    Wenn du zwei Wochen alleine bist, dann richte deinen Fokus mal auf deine Wünsche, deine Vorstellungen und versuche, die Zeit allein mit dir zu genießen. Du wirst erstaunt sein, wie viel es gibt, was dich erfreut.
    Ja in 10 Tagen fliegen die 2Frauen 8Tage in Urlaub, da bin ich mal gespannt wie das wird, freu mich auch ein wenig drauf, ist zwar zwiegespalten wegen meiner Tochter, aber ok ich werds mir abends schon schön machen, Freunde einladen und raus gehen.
    Und ich bin gespannt wie es wird wenn Sie wieder kommen, das ist eigentlich noch interessanter. Engt es ein oder ist es sogar schön, mal sehen. Es ist immer noch sehr freundlich und umgänglich, ungezwungen und locker. Heute abend schläft meine Frau auch mit meiner Tochter bei Ihrer Schwester und dem cousin meiner Tochter.

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    AW: Unlust und Trennung - is das normal?

    Ja, mich würde es schon sehr interessieren, wie ein Mann in so einer Situation denkt und fühlt. Wie würde es Dir gehen, wenn Du eine Frau kennen lernen würdest, die Dir all das gibt was Du vermisst und noch mehr...... - wenn Du das Gefühl hättest, es passt alles perfekt! Würdest Du dann nicht auch an Trennung denken oder würdest du dennoch an der Ehe festhalten?

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    AW: Unlust und Trennung - is das normal?

    Zitat Zitat von klee100 Beitrag anzeigen
    Ja, mich würde es schon sehr interessieren, wie ein Mann in so einer Situation denkt und fühlt. Wie würde es Dir gehen, wenn Du eine Frau kennen lernen würdest, die Dir all das gibt was Du vermisst und noch mehr...... - wenn Du das Gefühl hättest, es passt alles perfekt! Würdest Du dann nicht auch an Trennung denken oder würdest du dennoch an der Ehe festhalten?
    Es geht mir inzwischen gar nicht mehr um das "an der Ehe festhalten". Die Gedanken die ich in all den Jahren schon hatte, dass es so wie es war nicht ewig würde weitergehen könne, haben sich ja letzendes bestätigt und inzwischen bin ich ja ab und an schon irgendwie dankbar dafür dass es so gekommen ist und nicht ich die Beziehung auf irgendeine Weise allein beendet habe, indem ich mich z.B. verliebt hätte oder eine Affäre begonnen habe, was dann rausgekommen wäre. Das hätte nur böses Blut gegeben.
    Ich hatte immer die Vorstellung dass meine Frau ihre Ängste (wie ich selber rausfinden mußte, Sie hatte das nie so formuliert) annimmt und daran arbeitet, sich selbst gegenüber und dann auch mir öffnet, etc.
    Aber die Aussage dass Sie einen "härteren" Mann braucht, beweist ja nur dass Sie einen will der ihr nicht so nah kommt, wodurch Sie sich nur selber wieder "belügt" bzw. das Problem verdrängt wie Ihre Mutter es immer gemacht hat und Sie auch. Da wird die Therapie höchstwahrscheinlich auch nichts ändern, denn dazu müsste Sie ihre Ängste und Kindheit verarbeiten. Aber das ist IHR alleiniger Lebensweg und so gesehen, bin ich auch ein wenig erleichtert, denn diesen Weg weiter mitzugehen, hätte mich auf Dauer wirklich kaputt gemacht. Da kann ich nur hoffen, dass unsere Tochter nicht zuviel mitnimmt, auch ein Grund weswegen ich so gut es geht in Ihrer Nähe bleiben will.


    Unabhängig davon, will ich im Moment gar keine neue Beziehung, auch wenn ich natürlich mich nach einer Beziehung sehne die endlich die Nähe oder Tiefe hat, die ich brauche um glücklich zu sein, zu bleiben.
    Aber da möchte ich auch erstmal eine gewisse Zeit verstreichen lassen. Wenn es passiert, dann passiert es, aber erzwingen werde ich das nicht. Aber wenn, dann will ich natürlich dieses Leben auch leben und zwar ganz ohne Zweck-WG, auch wenn das funktionieren und evtl. sogar gut sein kann, denn sind wir mal ehrlich, wer kennt sich besser als ein "altes Ehepaar".

    ich bin nur noch ein wenig skeptisch ob Sie diese Freundlichkeit und Umsicht wirklich länger leben kann. Aber gut das wird die Zeit zeigen...
    Geändert von NochEhemann (04.04.2012 um 20:30 Uhr)

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    AW: Unlust und Trennung - is das normal?

    Nochehemann,

    Deine Zeilen lesen sich wirklich gut!

    Und wirklich toll finde ich Deine Absicht, zunächst einmal allein mit Dir klarkommen zu wollen. Respekt.

    Sicherlich werden Dir in dieser Zeit auch viele Erkenntnisse über Dich selbst kommen,
    was Dich die Beziehung mit Deiner Frau lehren wollte,
    welche Seiten an Dir einmal angeschaut werden müssen.

    Und um zu lernen, Dich selbst zu lieben und anzunehmen, und zwar unabhängig davon, was andere gedacht haben, wie Du sein solltest.

    Der schwerste Brocken jedoch ist, finde ich, sich einzugestehen, dass am Scheitern einer Beziehung immer genau Zwei ihren Anteil tragen und dann den Mut zu haben, sich seinen eigenen ganz genau anzuschauen.

    Aber dann stehen die Chancen echt gut, später nicht wieder ins selbe Muster zu verfallen.

    Auf diesem Weg gehe ich nun seit einigen Monaten,
    und ich kann sagen, anfangs war er soooooo beinhart, ich hätte mir das nie vorstellen können.
    Aber nun birgt er oftmals ganz spannende Überraschungen
    und ein völlig neues Lebensgefühl...

    und er ist mir mittlerweile jeden Schritt wert geworden, dieser Weg zu mir.

    Erstaunlich, wen ich da grad kennenlerne!
    Und sie gefällt mir immer besser!

    Wie schön für Dich, wenn Du nun bald ein wenig Luftholen und zur Ruhe kommen kannst.

    Und alles Weitere kannst Du nur auf Dich zukommen lassen,
    aber das weißt Du ja.

    Es grüßt
    Nanuu

  5. gesperrt

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    AW: Unlust und Trennung - is das normal?

    Hallo Nochehemann,

    eine Woche ist so schnell vergangen.

    Wie geht es dir?
    Was hat sich in dieser Zeit für dich so ergeben?

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    AW: Unlust und Trennung - is das normal?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Hallo Nochehemann,

    eine Woche ist so schnell vergangen.

    Wie geht es dir?
    Was hat sich in dieser Zeit für dich so ergeben?
    ...ich hab ja einmal tgl. reingeschaut um zu sehen ob ihr noch am leben seid..;-)

    Die Woche ist vergangen und es geht mir so unverständlich das für einige vielleicht klingen mag gut. Nicht perfekt aber doch wirklich gut. Ich bin immer noch im Abnabelungs Prozess, was ich daran merke dass ich manchmal aufwache und die Sehnsucht nach Vertrautem, nach der alten Gewohnheit und Stabilität herbeisehne. Aber die Tage sind gut, ich kann wirklich mein momentanes zuhause zu dritt (bzw.zu viert mit Hund) geniesen.
    Komme heim, meine Tochter ist da, der Hund, es ist leben in der Bude. Meine Frau geht öfters weg, ich auch, aber in guter Absprache und ab und an essen wir zu dritt zusammen oder wie an Ostern verbringen wir die Rituale gemeinsam ohne Bösartigkeiten, sondern sehr freundlich miteinander. Sie kommt auch auf mich zu und wenn Sie den Eindruck hat es geht mir nicht gut, dann spricht Sie es an bietet Ihre Hilfe an und auch das tut gut.
    Klar fällt es mir manchmal noch schwer los zu lassen und mich in Dinge die mich nichts mehr angehen dürfen, wie Gespräche zwischen Ihr und Ihren Freunden/Innen, die ich nicht mitbekomme, einzumischen oder aus Neugier nachzufragen. Aber es wird. Wenn ich dann sage, ich habe das Gefühl es geht um mich, dann reden wir darüber und Sie erzählt mir dass ich mich täusche, oder worum es ging, etc.
    Ich nehem mir auch mehr Zeit für mich, treffe mich mehr mit Freunden und geh mal ins Städtchen.
    Gut ganz soviel Zeit wie wenn ich alleine wäre, weil wir uns räumlich auch noch getrennt hätten, habe ich nicht, allein weil meine Tochter und der Hund mich beanspruchen, aber das geniese ich sehr und ist auch ok.
    Am Samstag fliegen die zwei eine Woche in Urlaub und ich habe die Woche schon weitestgehend verplant. Daran alleine merke ich dass ich mich auch im Aufbruch befinde und nach vorne schaue.
    Danach werden wir uns zusammen setzen, gewisse Dinge schriftlich festhalten (Finanzen etc.) und entscheiden wie wir weiter verfahren.
    Ich habe keine Eile und will weiterhin erstmal zu mir kommen, auch wenn es vielleicht so wie es im Moment abläuft etwas länger dauert als radikal mit einer Trennung (die ja ohnehin irgendwann kommt) aber es fühlt sich für mich noch besser so an.

    Ich will es schaffen autark zu werden und Sie als Mutter meiner Tochter und wenn möglich als Freundin zu behalten. Ob ich/wir das hinkriegen, weiß ich natürlich noch nicht, denn auch da hat Sie ihgr Eigenleben, spätestens wenn eine Trennung kommt, kommen Ihre Sehnsüchte (sofern Sie nicht neu verliebt ist) und bis dahin will ich bestenfalls losgelöst sein.
    Geändert von NochEhemann (11.04.2012 um 13:45 Uhr)

  7. gesperrt

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    AW: Unlust und Trennung - is das normal?

    Wie verläuft deine Woche ohne deine Frauen?

    Wie sieht es innen in dir aus? Was macht dein Rücken? Hast du schon eine Wohnung in Aussicht?

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    AW: Unlust und Trennung - is das normal?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Wie verläuft deine Woche ohne deine Frauen?

    Wie sieht es innen in dir aus? Was macht dein Rücken? Hast du schon eine Wohnung in Aussicht?
    Bin jetzt den 4.Tag allein und geniese die Ruhe. Ich wühle im Garten, geniese die Wohnung, besuche ohne Zeitdruck und Verpflichtung Freunde...freu mich aber auch schon wieder auf meine Tochter und irgendwie auch auf meine NochFrau, obwohl ich froher wäre wenn Sie mich komplett kaltlassen würde. Aber das wird wohl noch ein wenig dauern. Ich bin nur schon so unendlich froh, dass ich mich wohlfühle und ich Spaß daran habe was zu unternehmen, dass ich diese "leichten" Schwankungen gut akzeptieren kann.

    Meinem Rücken geht es inzwischen wieder sehr gut und ich bin auch zuversichtlich das das so bleibt!

    Wie kommst Du darauf dass ich nach einer Wohnung schaue? Wenn überhaupt muß meine Frau sich eine suchen, da ich ja in dem Haus bleiben möchte. Wie ich schon schrieb kann meine Frau sich das nicht leisten, selbst wenn ich Ihr im Auszugsfall 1200Euro zahlen würde. Und da ich das Haus unbedingt in 3 Jahren kaufen möchte, für mich und langfristig ale Sicherheit für meine Tochter (was meine Frau sehr begrüßt) müßte ich dann dort wohnen bleiben. Allerdings kann es auch gut sein, dass wenn wir uns in Kürze räumlich trennen würden und ich dann noch nicht genügend gespart habe (solange wir kostengünstig noch zusammen wohnen), ich dann mittelfristig doch auch ausziehen werde, da ich einfach in einer Wohnung viel sparen kann, bzw. es sehr eng wird rein Geld technisch im Alltag. In 3 Jahren habe ich damit keine Probleme mehr, da bin ich dann Schuldenfrei und mir bliebe viel Geld übrig.

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    AW: Unlust und Trennung - is das normal?

    Ich lese gerade ein extrem interessantes Buch
    über paradoxe Beziehungsdynamiken und bin überrascht wieviel davon auf uns zutraf. Vielleicht erkennt sich der eine oder andere auch darin, deswegen habe ich den link mal gepostet und hier eine kleine Zusammenfassung, eine Rezension eines Lesers davon:

    Das Buch erklärt brutal offen, wie das Gleichgewicht in einer Partnerschaft ins Wanken gerät - und wie die Situation sich dann durch das ganz logische und unbewusst automatische Verhalten des Partners hochschaukelt.
    Ein Partner liebt mehr als der andere bzw. ist sich sicherer, dass er die Beziehung aufrechterhalten will. Dieser Unterlegene spürt die Unsicherheit des Überlegenen und will ihn enger an sich binden.
    Gleichzeitig spürt der Überlegene Partner, dass er sich nicht so ganz sicher ist in Bezug auf die Beziehung. Dass er sich mehr Raum geben möchte, ein wenig mehr Distanz braucht. Diese Distanz bringt den Unterlegenen dazu, sich noch unsicherer zu fühlen. Er wird ängstlicher, nervöser, sehnt sich nach immer mehr Signalen der Liebe uns Zusammengehörigkeit. Er wird sich selbst im besten Licht darstellen, dem anderen die Wünsche von den Augen ablesen und stets seine Liebe schwören.
    Der Überlegene fühlt sich eingeengt, verwirt, verunsichert - und flüchtet sich in noch mehr Distanz.
    Eine unbequeme Wahrheit. Und gerade der erste Teil des Buchs ist für Romantiker ein harter Schlag. Immer wieder war ich beim Lesen verärgert, dann wieder frustriert... kaum hab ich beschlossen das Buch lieber nicht weiter zu lesen musste ich mir aber eingestehen, dass da einfach sehr viel dran ist.
    Im zweiten Teil werden dann endlich Handlungsarten und Lösungswege wie man das Gleichgewicht wieder herstellen kann aufgezeigt.
    Endlich - denn bis dahin ist man schon nahe dran sein letztes bisschen Optimismus einzubüßen.
    In Summe lohnt sich das Buch auf alle Fälle, es ist allerdings nicht für zarte Gemüter geschrieben. Hier wird kein Honig ums Maul geschmiert sondern nackte Tatsachen. Und sich selbst in einer der Rollen wieder zu finden tut weh. Es lohnt sich aber sehr, sich seine Position bewusst zu machen und einzugestehen. Denn dann kann man auch handeln.
    Geändert von Jachris (20.04.2012 um 10:43 Uhr) Grund: Link wegen Werbung geändert

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    AW: Unlust und Trennung - is das normal?

    Hallo Nochehemann,

    super!

    Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass man oftmals genau an die Bücher "gerät", die richtig für einen sind.
    Wenn Du das Gefühl hast, das Buch erzählt Deine Geschichte, dann ist es sicher gut für Dich!

    Eine spannende Einkehr wünscht Dir
    Nanuu

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