Hallo,
ich glaube bei dir Prijon, bin ich im richtigen Strang gelandet.
Wir haben auch einen Neuanfang gewagt und das Ende ist noch offen. Heute bin ich ziemlich platt, weil wir gefeiert heben, aber in den nächsten Tagen werde ich auch mal mehr schreiben.
Finde deinen Strang super-gut, zum Mut-Machen halt...
Bis denne
Overflyer
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Thema: Der Mutmachthread
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02.03.2006, 23:44
Re: Der Mutmachthread
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03.03.2006, 01:18Inaktiver User
Re: Der Mutmachthread
Hallo lieber Prijon,
ich habe gerade deinen, von dir titulierten Mutmacherstrang gelesen und gratuliere dir zunächst für das dabei Erreichte.
Auch ich wäre gerne bereit mich zu aller Erst auf den Menschen, auf das unmittelbar Erreichbare zu stürzen und somit zunächst mein vorrangiges Sicherheitsbedürfnis zu befriedigen.
Alles gut und schön was du schreibst, was du, sie, ihr getan habt,
nur - was bei mir ankommt ist -
es gibt ein Arrangement - ein Abkommen- Erwartungserfüllung etc.... halt eine zweckgerichtete Bedürfniserfüllung, sonst nichts, sorry, wenn ich das sage, aber so kommt es bei mir an.
Für mich ist dies kein Mutmacherstrang sonder ein: verharre in deinem Pragmatismus, verleugne dich selbst, bleib besser da wo du bist, denn du weißt nicht, was sich ergibt, besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.
Ich lese da keine Liebe raus sondern lediglich , wie gesagt, schlichtweg Pragmatismus, Fatalismus und diversen Tanzkurse sind m.E.lediglich Tünche, Farbe darübergeschmiert.
Mag dir und anderen in meiner Fragestellung das Streicheln deiner Seele fehlen - ist dies nicht meine Sache - will ich nur sagen -
nett was du so dazu sagst, mag auch sicher dein Wünschen sein, aber es fehlt mir an Präsenz und Authenzität.
Eines der Gründe, warum ich keine große Lusst mehr darauf verspüre, mich und mein Fühlen hier einzubringen,denn "es" wird hier viel zu oft belogen.
ist, klingt aggressiv, ist es beileibe nicht,aber ist auch so - ich glaube dir kein einziges Wort!
Allegria
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03.03.2006, 06:59
Re: Der Mutmachthread
Hallo Allegria,
heftiger Widerspruch nur in einem Punkt: Die Tanzkurse sind keine Tünche. Die Tanzkurse sind Therapie. Allen Ernstes. Es tut uns als Paar gut, uns da aufeinander einstellen zum müssen. Es tut vor allem auch gut, uns da mit "Führen" und "Geführt werden" zu beschäftigen. Ich glaube, der Wert des Tanzens für eine Paarbeziehung wird oft unterschätzt.
Zu dem Rest: Das kann man so sehen. Man muss das nicht. Ich bin sicherlich ein pragmatischer Mensch, mir bedeutet Sicherheit etwas. Mir bedeutet auch materieller Wohlstand etwas. AUCH dafür habe ich, haben wir gekämpft. Das ist richtig. Ich frage mich manchmal, was gewesen wäre, wenn wir nach zwei Jahren (damals noch ohne Haus Kinder, etx) an diesen Punkt gekommen wären. Ob wir dann auch so gekämpft hätten. Das glaube ich nicht.
Aber: Wir haben uns für das Kämpfen entschieden (das war eine ganz bewusste, gemeinsame Entscheidung) und für mich fühlt sich das, was wir hier leben, gut an. Für meine Frau auch. Es ist für uns ganz ausdrücklich eine neue Beziehung, wir haben mit der alten ganz bewusst abgeschlossen. Einige Parameter sind gründlich verändert worden (da geht es um Geld und so), andere Dinge haben wir sehr vorsichtig wieder zusammengeführt. So haben wir erst seit ein paar Wochen wieder eine gemeinsame Küche.
Ein "weiter so" hätte es mit mir nicht gegeben. DAS wäre es nicht wert gewesen, darum zu kämpfen.
Du stellst die Frage nach den Gefühlen. Die sind okay, ganz sicher tiefer und intensiver als bei vielen Paaren, die so lange zusammen sind. Wenn ein Paar so etwas schafft, dann schweißt das auch zusammen. Es ist ein sehr intensives, gemeinsames Erleben.
Ich habe den direkten Vergleich, ein guter Freund von mir. Dem blieb nur die Trennung, er hat sie vor gut einem Jahr vollzogen. Er lebt inzwischen die dritte neue Beziehung. Das fängt immer ganz himmelhochjauchzend an. Dann holt ihn was weiß ich auch immer ein, der Absturz kommt und führt in tiefe, schwarze Löcher. Der lebt sicher intensiver, gelegentlich bin ich neidisch auf ihn. Aber ganz ehrlich: Mein Leben ist mir unterm Strich betrachtet lieber.
Aber das muss und darf zum Glück ja jeder für sich entscheiden, wie er so leben möchte. Ich fühle mich gut, meine Frau fühlt sich gut - Herz, was willst Du mehr?
Gruß,
Prijon
Ein PS hierzu;
Eines der Gründe, warum ich keine große Lusst mehr darauf verspüre, mich und mein Fühlen hier einzubringen,denn "es" wird hier viel zu oft belogen.
Belügen kann ich nur mich selbst. Es sei denn, Du würdest unterstellen, ich würde hier bewusst Unwahrheiten verbreiten.
Glaub mir: DIE Frage, die habe ich mir (und anderen) oft genug gestellt. Sie ist ausreichend beantwortet. Nein, ich belüge mich nicht selbst.
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03.03.2006, 09:13Inaktiver User
Re: Der Mutmachthread
moin!
heute ist wieder einer der besseren tage. wir haben gestern über das umgehen mit den heimlichkeiten gesprochen, das top-thema zur zeit. richtig ne lösung gabs nicht, aber immerhin, wir reden drüber ....
pri, im bereich sexualität gabs bei uns sofort die 180-grad-wende. da haben wir so aneinander vorbei signalisiert, dass es die wahre pracht war. da kann ich im nachhinein innerlich nur den kopf schütteln.
mein mann hatte aus dieser misere den schluß gezogen - "sie liebt mich nicht" - und das über jahre! und war so gekränkt, dass er nichts sagen konnte dazu. ganz sicher ein selbstwert-thema.
so, jetzt fahren wir zum skilaufen, wir alle vier, mein bruder kommt auch mit.
freu mich total, so nötig hatte ich nen urlaub noch nie.
wünsch schöne erste märz-wochen!!
liebe grüsse
marie
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03.03.2006, 09:23
Re: Der Mutmachthread
pri, im bereich sexualität gabs bei uns sofort die 180-grad-wende.
Ihr habt's gut. Da bleibt Euch viel erspart.
Weil das:
mein mann hatte aus dieser misere den schluß gezogen - "sie liebt mich nicht" - und das über jahre! und war so gekränkt, dass er nichts sagen konnte dazu. ganz sicher ein selbstwert-thema.
ist ein Selbstläufer.
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03.03.2006, 15:50
Re: Der Mutmachthread
Lieber Prijon,Die Tanzkurse sind keine Tünche. Die Tanzkurse sind Therapie. Allen Ernstes. Es tut uns als Paar gut, uns da aufeinander einstellen zum müssen. Es tut vor allem auch gut, uns da mit "Führen" und "Geführt werden" zu beschäftigen. Ich glaube, der Wert des Tanzens für eine Paarbeziehung wird oft unterschätzt.
ich kann dich nur bestätigen,
- Als Tanzpädagogin
merke ich im Umgang mit erwachsenen Paaren schnell, wie es ihnen miteinander geht und stelle auch fest, dass dieses sich gemeinsam bewegen und aufeinander achten entweder schnell die Krise in aller Heftigkeit deutlich macht, oder beiden hilft, ihre Beziehung zueinander unter anderen Aspekten als sonst zu erleben.
- Als Ehefrau
konnte ich in unserer heftigen, existenziellen Krise nicht mit meinem Mann tanzen, das ging erst wieder, als wir uns neu für einander entschieden hatten.
- Was das Aushalten und neu Beginnen betrifft, habe ich den Eindruck, dass es sich in den Köpfen vieler Menschen als Wert festgesetzt hat, gehen zu können.
Die Entscheidung, zu bleiben wird dann schnell negativ interpretiert.
ABER NEIN !!!
Ich habe es als positiv erlebt. Liebe hat viele Gesichter. Meine Liebe zu meinem Mann neu zu entdecken, ist für mich ein Geschenk, das ich mir erarbeitet habe und das ich genieße.
Gruß, Lynx
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03.03.2006, 16:06
Re: Der Mutmachthread
Stimmt, bleiben wird als Schwäche angesehen. Ich habe meinen Freundeskreis verloren, weil die Frauen fanden, ich müßte ein Exempel statuieren (vielleicht auch für ihre Ehemänner!) und mich trennen.
Die Krise ist jetzt 3 Jahre her und ich knabbere immer noch.
Grüße von einem Neuling! Hexe
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08.03.2006, 05:22
Re: Der Mutmachthread
Danke Prijon,
als Mitleserin seit einiger Zeit, umständehalber, wie es so schön heißt, pendele ich zwischen dem Forum Kampf und Trennung hin und her. Besonders bin ich an dem Thread "Loslassen....die hohe Kunst" und eben diesem, deinem kleben geblieben.
Forenerfahrung abe ich vor einigen Jahren im Bereich "Kinder" gesammelt, es hat mir schon damals weitergeholfen. So haben mir auch diese Beiträge der unterschiedlichsten Leute geholfen nicht den Kopf und auch nicht den Mut zu verlieren.
Kurzversion: wir, beide selbstständig, 4 Kinder und erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten....haben uns verloren...
Ich funktioniere seit 5,5 Jahren irgendwie...weil es immer hieß, es kommen bessere Zeiten. Also Ärmel hoch weiter...noch mehr arbeiten. Geändert hat sich nur, daß wir uns kaum noch sahen, ich arbeite 6 Abende in der Woche in der Gastronomie..(war nicht meine Idee, hab aber Gefallen dran gefunden)und er halt zu "normalen" Bürozeiten. Gemeinsame Interessen...wurden auch immer weniger..zuerst weil ich nach den Schwangerschaften groggy war, und später weil ich dann quasi jeden Abend auf Arbeit war. Dann kam wohl, was kommen mußte....mein Mann entdeckte sein Leben...mit einer Anderen. Jetzt dreht er voll auf die esoterische Schiene ab...und lebt seinen Egoismus aus. Koste es was es wolle....es zahlen: die Kinder und ich.
Es kam zum standard Eklat, die Vorwürfe und das ganze Spektakulum, er wollte nicht gehen, wegen der Familie.
Die Versuche ein Familienleben überhaupt herzustellen, schon nur den Orgnisationsplan für Haushaltsarbeiten...ließ er im Sande verlaufen...DIE ARBEIT!!!!!! Der Grund warum ich ich aus der Deckung traue, war anch dem heutigen Abend seine Aussage, daß wir beide in unterschiedlichen Tempi arbeiten(stimmt)...ich natürlich sein Tempo nicht mithalten kann...er das auch gar nicht von mir verlangen möchte...sie könnte sein Tempo mithalten (klar, sie ist kinderlos, hat einen gutbezahlten Job und 17 Jahre jünger)und was mich beinahe zum platzen brachte, daß er ein gewisses Ambiente benötigt, um von den 180, die er in seinem Büro bringen muß herunter zu kommen. Dieses Ambiente würde er nicht vorfinden. Sein Beitrag zur Familie: früh morgens die 2 Grundschulkinder in die Schule bringen. Haushalt und Co, Fehlanzeige: DIE ARBEIT!!!!!!!!
Ja und eigentlich stehen wir kurz vor den Ruin, Gastronomie in kleinen verschlafenen Städten des Ostens....am Freitag soll die Gaststätte versteigert werden...und ich stehe schon wieder alleine im Regen und er betreibt Nabelschau.
Ist das wirklich nur ein zufällig schlechtes Timing?
Ich habe Wut, ich will ändern, ich will daran arbeiten, ich habe eine Mitschuld daran, daß so Einiges schief gelaufen ist, ich habe noch Gefühle, er zieht sich zurück....muß nachdenken....sich über sich im Klaren werden...alles akzeptabel.
Aber, und das ist der Grund warum ich mich doch hier gemeldet habe...ich möchte gerne wissen, wie eure Kinder damit umgegangen sind? Wie haben die das verkraftet? Was haben sie davon mitgekriegt?
Unsere Kids gehen nämlich grade den Bach herunter. Die 2 Großen stehen kurz von ihren Schulabschlüssen, die 2 Kleinen sind in der Grundschule und fangen an auffällig zu werden. Der eine still und der andere aufsässig. Es ist eine Welt für sie zusammengebrochen.
Ich versuche so ruhig wie möglich zu bleiben, der Bezugspunkt zu sein (nicht immer einfach bei den Arbeitszeiten)ihnen Halt zu geben. Der "Kolateralschaden" ist immens und ich kann nichts dagegen tun.
Aber noch habe ich den Mut, den voraussichtlich langen, steinigen Weg gehen zu wollen...auch wenn ich nach dem heutigen Abend wieder in "Tasche mit Klamotten über den Balkon pfeffer"-Stimmung bin.
Danke für deine vielen guten Beiträge
, ebenso an Spaziergängerin
und die vielen Anderen, die sich hier und dort zu Wort gemeldet haben.
Fire&Ice
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08.03.2006, 23:39
Re: Der Mutmachthread
Fireandice - was für ein hübscher Nick.
Unsere Kinder: Da haben wir Fehler gemacht. Ganz klar. Bei uns war das Problem, dass sie zu dem Zeitpunkt beide in der Pubertät waren. Also in einer Phase, in der sie sich von ihren Eltern lösen. Und da kamen wir dann her und irgendwie löste sich eine Menge, aber eben anders als vorgesehen. Wir haben ihn sozusagen in die Suppe gespuckt. Vor allem unser jüngster Sohn (damals 14) hat uns damals erhebliche Sorgen bereitet. Der hatte einen Hass auf alles und jedes hier:
- auf mich, weil er viel eher ahnte, was da lief und schon als 9-Jähriger versuchte, sich zwischen diesen Mann und seine Mutter zu stellen. Der hat mich eine Zeit lang spürbar für einen Versager gehalten.
- auf seine Mutter sowieso. Da lagen in der Trennung auch Anteile, an denen ich schuld war. Ich habe zuviel Wut und Hass bei den Kindern abgeladen.
- auf seinen Bruder, weil der nach der Trennung versucht hat, so eine Art "Herr im Haus" Rolle einzunehmen und ihn zu bevormunden.
Wir haben es schon in der Trennungsphase geschafft, zu unserer Elternrolle zurückzufinden. Ganz wackelig war das nur ein, zwei Wochen lang. Danach war es so, dass wir das auseinander dividieren konnten und dem Jüngeren klar machen konnten (vor allem mein Job), dass sein Verhalten seiner Mutter gegenüber nicht akzeptabel war. Das ist teilweise heute noch so - kein Wunder, meine Frau und er sind sich sehr ähnlich. Ich häte mir oft gewünscht, dass man ihm professionelle Hilfe hätte angedeihen lassen - aber da hätten wir ihn nur mit vorgehaltener Waffe hinbekommen.
Naja - welcher 16-Jährige hat schon ein absolut entspanntes Verhältnis zu seiner Mutter? Man macht manches Problem vielleicht auch zu sehr an der Paarbeziehung der Eltern fest.
Schwierig war, dass wir bei ihm einen Wechsel der "Hauptbezugsperson" zugelassen haben. Das ist echt dumm gelaufen. Irgendwie war es so, dass die Kinder am Anfang "ganz automatisch" bei der Mutter blieben (das hatte hier auch räumliche Gründe, sein Zimmer ist in "ihrer" Etage des Hauses gewesen). Dann war so ein Theater, dass er (auf seinen Wunsch) mir zugeordnet wurde.
Ds würde ich heute nie wieder so machen. Ich finde, die Kinder sollen sich in Ruhe entscheiden, bei wem sie leben möchten. Das gilt dann aber auch! Lasst es gar nicht erst zu, dass die Euch gegeneinander ausspielen.
Zwei Jahre später....
Die beiden haben sich gefangen, würde ich sagen. Der Jüngere (jetzt 16) findet seine Mutter zwar immer noch komisch und abgedreht - sein gutes Recht. Er ist gut in der Schule, beliebt bei Mitschülern. Der andere wird in ein paar Tagen 18, Schule könnte besser sein, Versetzung aber nicht gefährdet. Der kleine und ich haben ein gemeinsames Hobby, schon immer (der paddelt auch). Mit dem Großen habe ich das in den letzten Monaten gefunden, wir gehen gelegentlich zusammen kochen bei so VHS-Kochabenden. Das Vater-/Sohn-Verhältnis würde ich als entspannt bezeichnen. Und das ist in dem Alter sicher wichtiger als das zur Mutter. Kinder (und vor allem Söhne brauchen Väter - ich glaube, das zu sehen, ist sehr wichtig.
Ich hoffe, das hilft Dir ein wenig weiter.
Gruß,
Prijon
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10.03.2006, 11:21
Re: Der Mutmachthread
Hallo Prijon und andere Mitleser, -schreiber, und -innen...
Nach dem gestrigen Abend, habe bis halb 1 Tellertaxi gespielt, war ich zu groggy mich noch mal an den Rechner zu setzen (jetzt hätte ich auch andere Dinge zu erledigen
)
Sch... Null Bock-Stimmung
...
aber das ist mir jetzt wichtiger.
Welch mühsamer Prozess es doch ist, die eigenen Wichtigkeiten wieder in den Vordergrund stellen zu lernen, nach jahrelanger Rückstellung.
Ich habe mir nochmals den Thread zu Gemüte geführt und festgestellt, daß wir anscheinend in der Herangehensweise sehr ähnlich sind, geprägt von einem gewissen Pragmatismus, wohl auch von einer gewissen Fähigkeit sich auch mal "rauszustellen" um sich das Ganze von Aussen zu betrachten und der Fähigkeit, sich selbst innerhalb der Beziehung in Frage zu stellen.
Als ich 24 war, hätte ich jeden der mir was von Kindern, genau 4 mit dem gleichen Mann, einfach mal standesrechtlich erschossen. Hätte mir jemand gesagt, daß mein Mann sich mal anderweitig umgucken würde....dem wäre das gleiche Schicksal wiederfahren. Auch ich hatte die Vorstellung, Betrug rangiert in der Top-10 Liste der "Ich-schmeiss-meinen-Mann-raus-Gründe" noch in den Medaillenrängen.
Und dann schwimmt man im kalten Wasser...was ist das Beste für mich?....was ist das Beste für die Kinder?....wie funktioniert der Alltag?....wer hat was falschgemacht?....was ist schief gelaufen (ohne Schuldzuweisung)?.......und besonders wichtig: WAS KANN MAN ÄNDERN????
Und in dieser Phase befinden wir uns. Klar sind der Startpunkt jetzt erst einmal nicht mehr WIR, sondern die Kinder.
Leider erreicht die Kinder-Krise gerade ihren Höhepunkt....hoffe ich zumindest, daß er er ist. Eine Familie, die so festgefahrene Gefüge hat neu zu strukturieren ist ein ganz schön ätzendes Kapitel, weil ALLE mitziehen müssen...
Heftig wird die Krise dann, wenn einer ausschert...Mein Mann hat aus diesem Grund zur Zeit Alle gegen sich. Schlechtes Timing, wenn man Arbeit bis über beide Ohren hat und die Familie einen zwingen will, sich tatsächlich und arbeitstechnisch in den Haushalt einzubringen.Aber der Rest sieht das sehr philosophisch: klassischer Fall von Pech gehabt oder selbst Schuld!
Aber da ist "Stimmung" auf der Bude....sehr nervaufreibend.
Deswegen war es mir auch wichtig zu wissen, wie es bei euch aussieht zum Thema Kinder, weil ich doch finde, daß man in einer solchen Situation erst einmal mit sich selbst beschäftigt ist...und die Kids scheinbar doch Alles mitkriegen und darunter leiden.
Ich weiß nicht ob ich damit richtig liege, aber ich versuche mich jetzt wieder etwas mehr in den Hintergrund zu stellen...wenn die Gefühle wallen...hab ich ja Euch hier, und versuche auf die Kinder einzugehen, besonders im Hinblick darauf, daß ihnen die Liebe Beider sicher ist und versuche ebenfalls die erforderlichen A-tritte an meinen Mann weiterzugeben.
Letzten Endes fahre ich zweigleisig zur Zeit: FAMILIE auf Gleis 1 und unsere Beziehung auf Gleis 2, nicht immer einfach die berühmten Schuhe von den Sandalen zu trennen.
Was dabei rauskommt...nun wir werden es sehen, ich werde weiter berichten.
Fire&Ice


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