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  1. Registriert seit
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    AW: Wir halten durch!!!

    Maddi,

    Wie gehts Dir? Bisschen besser?

    Wie geht es Wässerchen, Karussell und Nanuu?

    Liebe Grüße
    Hamsti
    Life isn't waiting about the storm to pass.
    It's about learning how to dance in the rain.

  2. Avatar von maddi1
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    AW: Wir halten durch!!!

    Hmm, wie geht es mir? Schwierig.

    Sind die Kinder da, konzentriere ich mich viel auf sie. Bin ich in der Schule, Öffentlichkeit, ... funktioniere ich.

    Habe ich frei (also Kinder weg, keine Schule, ...) dann geht es rund. Da wird gerade sehr viel aufgewirbelt, manchmal kommt es von alleine, manchmal muss ich es anstupsen (mit passender Musik).
    Allerdings ist wenig Wut da, nur ganz viel Schmerz (und Trauer?)

    Ich kann vieles nicht einordnen, versuche es zuzulassen - was aber nicht immer klappt.

    Die Situation mit T war aber zumindest ein guter Auslöser. Er hat mich halt wieder angelogen. Mir Wahrheiten verschwiegen, lange herumgedruckst. Aber auch wirklich WIEDER mitten ins Gesicht gelogen.

    Das Schlimme für mich ist, dass ich eigentlich immer WEIß, dass er lügt. Aber ich brauche doch erst eine Bestätigung von außen, um mir zuzugestehen, dass ich es weiß. (Zum einen weil ich mir selbst nicht traue, zum anderen, weil ich "schlimme" Wahrheiten für mich gerne umdeute - zu seinen Gunsten , bis ich halt doch eine "objektive" Gewissheit habe, dass es genau so ist, wie ich es eigentlich von vornherein weiß.)

    Jetzt hat meine persönliche Unsicherheit mich dazu geführt, dass ich beim Kind angefragt habe, wie denn eine bestimmte Situation war. Das Kind fing sofort an rumzudrucksen. Offensichtlich wusste es, dass man mir Informationen verheimlicht hat.
    Ob T jetzt dem Kind direkt gesagt hat: Das darfst du der Mama nicht sagen, oder nur das Gefühl vermittelt hat: das darf die Mama nicht wissen - das Kind war in einer beschissenen Situation. (Und ja, ich habe es natürlich mit meinen Nachfragen auch in diese Situation gebracht - bin jetzt also doch wieder ich die Böse?) Mein Kind hat es (ich habe nach dem WE mit ihm noch einmal über die Situation gesprochen)so formuliert: Das ist/war total blöd. Ich habe das Gefühl, dass ich entweder dich (also mich) oder den Papa verrate.

    Am Freitag jedenfalls hat diese Situation bei mir solche Wut hervorgerufen, dass ich tatsächlich zu meinen Gefühlen wieder durchgebrochen bin.
    Seither eben so wie oben beschrieben.

    Liebe Grüße
    maddi

    P.S. Nächsten Montag habe ich zum Glück einen Termin bei der Thera.


  3. Registriert seit
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    AW: Wir halten durch!!!

    Zitat Zitat von maddi1 Beitrag anzeigen
    Hmm, wie geht es mir? Schwierig.

    Sind die Kinder da, konzentriere ich mich viel auf sie. Bin ich in der Schule, Öffentlichkeit, ... funktioniere ich.

    Habe ich frei (also Kinder weg, keine Schule, ...) dann geht es rund. Da wird gerade sehr viel aufgewirbelt, manchmal kommt es von alleine, manchmal muss ich es anstupsen (mit passender Musik).
    Allerdings ist wenig Wut da, nur ganz viel Schmerz (und Trauer?)
    Das glaub ich gern....hoffentlich kannst Du Dir viel von dieser wichtigen allein-Zeit immer mal wieder freischaufeln. Sie gehört dazu und bringt Dich weiter, zu Dir.


    Die Situation mit T war aber zumindest ein guter Auslöser. Er hat mich halt wieder angelogen. Mir Wahrheiten verschwiegen, lange herumgedruckst. Aber auch wirklich WIEDER mitten ins Gesicht gelogen.
    So wird er ja (vermutlich) immer sein, also auch in 15 Jahren oder 20.
    Du könntest dann jedes Mal aufs Neue gaaanz enttäuscht sein und in ein Loch fallen "Wieder hat er mich angelogen. Und wieder."

    Oder (irgendwann) wissend die Schultern zucken:
    Stimmt, so ist T., naja, seine Wahl, so durch die Welt zu gehen.
    Ich lebe nicht so. Mir ist meine Zeit für Anderes wichtig.

    Er wird sich nicht ändern.

    Wahrscheinlich muss das sickern, in Ruhe:

    Das ist er,
    das Leben gibt Dir kein Anrecht darauf, dass er sich ändert....auch wenn das schlimm ist, vor allem auch für Eure Kinder.

    Insofern finde ich das Trauern gar nicht schlecht, weil es viel mit dem Loslassen gemeinsam hat.

    Wut ist ja immer noch so etwas wie "mir steht das zu....und der Andere gibt es mir nicht..."

    Dieses Loslassen braucht es sicher, um wirklich frei zu werden von T.

    Wie ist das eigentlich...jemanden wirklich loslassen (willst Du das tief in Deinem Inneren?) und ihn dann trotzdem im Alltag sehen, wegen der Kinder, gemeinsam Eltern sein und ja auch wirtschaftlich verbunden sein...aber innerlich frei, ihn nicht mehr als Mann oder besten Freund sehen,
    puh,
    das ist sicher ein sooooo schwerer Grat und der Königsweg.

    Ich stelle mir das sauschwer vor.



    Das Schlimme für mich ist, dass ich eigentlich immer WEIß, dass er lügt. Aber ich brauche doch erst eine Bestätigung von außen, um mir zuzugestehen, dass ich es weiß. (Zum einen weil ich mir selbst nicht traue, zum anderen, weil ich "schlimme" Wahrheiten für mich gerne umdeute - zu seinen Gunsten , bis ich halt doch eine "objektive" Gewissheit habe, dass es genau so ist, wie ich es eigentlich von vornherein weiß.)
    Ginge es, das Lügen an sich als seine Eigenschaft (Wesensart) anzunehmen und Dich davon abzugrenzen?

    Wo schadet das Lügen Euch, neutral gesehen, (also so, als o es eine Krankheit wäre)
    und wo tut es einfach deswegen zusätzlich noch weh, weil Du es als Missachtung Deiner annimmst?


    Jetzt hat meine persönliche Unsicherheit mich dazu geführt, dass ich beim Kind angefragt habe, wie denn eine bestimmte Situation war. Das Kind fing sofort an rumzudrucksen. Offensichtlich wusste es, dass man mir Informationen verheimlicht hat.
    Ob T jetzt dem Kind direkt gesagt hat: Das darfst du der Mama nicht sagen, oder nur das Gefühl vermittelt hat: das darf die Mama nicht wissen - das Kind war in einer beschissenen Situation. (Und ja, ich habe es natürlich mit meinen Nachfragen auch in diese Situation gebracht - bin jetzt also doch wieder ich die Böse?)
    Ah.....fiese Stuation, in die er Euch bringt,
    und wie cool von Dir, dass Du trotzdem sogar darüber nachdenkst, ob Du durch Nachfragen einen Anteil daran hast. Das finde ich sehr stark von Dir!

    Könnt Ihr über genau diese Art von Situation nicht eine Stunde Mediation oder Elternpaar-Therapie nehmen?
    Das würde ich machen.
    So viele Trennungskinder erleben das, und ich denke, als Mutter dann beispielsweise extra nicht nachzufragen, wenn man merkt, hier stimmt etwas nicht....., um das Kind nicht weiter in eine eventuelle Bredouille zu bringen, ist nicht die Lösung. das ist dann so eine Art stilles Einverständnis in Machenschaften - und ich finde so gesehen Deine Wut darüber sehr gesund, weil sie eben auch zeigt: so nicht!

    Mein Kind hat es (ich habe nach dem WE mit ihm noch einmal über die Situation gesprochen)so formuliert: Das ist/war total blöd. Ich habe das Gefühl, dass ich entweder dich (also mich) oder den Papa verrate.
    Gut, dass Dein Kind das so formulieren kann, für sich.
    Und diese Erkenntnis sogar Dir gegenüber aussprechen kann.
    Das heißt, es kann diese Situation einerseits auch für sich als "nicht in Ordnung - nichts, was ich dauerhaft so leben möchte" erkennen und hat andererseits auch das Vertrauen, das auszusprechen.

    Das zeigt irgendwie auch,
    dass es solche Situaltionen noch nicht soooo oft gab, dass man sich schon resigniert daran gewöhnt hätte....und das ist hoffnungsvoll.

    P.S. Nächsten Montag habe ich zum Glück einen Termin bei der Thera.
    Was hat sie dazu gesagt?

    Liebe Grüße
    Käffchen
    Das Leben ist schön.
    Geändert von kaffeewasser1 (11.02.2020 um 14:32 Uhr)

  4. Avatar von maddi1
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    AW: Wir halten durch!!!

    So, Kinder weg, seine hässliche Visage weg.

    Ich pack das echt gerade gar nicht. Es fühlt sich wieder so schlimm an wie vor 7 Jahren. Jedes mal wenn er hier ist, sein blödes, dämliches Grinsen zeigt, gepaart mit dem "begossener Pudel"-Blick.
    Und mich zerreißt es.

    Ich bin so unglaublich wütend. Auf ihn. Auf mich selbst. Immer wieder auf mich selbst.
    Immer mache ich mich verantwortlich. Bin ich verantwortlich!?.

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    hoffentlich kannst Du Dir viel von dieser wichtigen allein-Zeit immer mal wieder freischaufeln. Sie gehört dazu und bringt Dich weiter, zu Dir.
    Das mag sein. Aber gerade bin ich wieder genau in dem drin, in das ich nicht mehr rein wollte. Ich will mich nicht mehr verletzt und traurig fühlen. Ich will nicht mehr das es weh tut.
    Die Thera meinte ja letztes Mal, ich solle nicht von heraus- oder hervor-brechen der Gefühle sprechen. Sie denkt, das sei ein Hervorspitzen der nächsten Schicht. Aber ganz ehrlich: Es bricht alles über mich herein. Es überrollt mich. Und ich habe das Gefühl zu ertrinken in diesem Schmerz und im Frust.

    Es kostet unglaublich viel Kraft, diese Gefühle ständig auf Abstand zu halten - im Alltag - aber das ist immer noch leichter zu leisten, als sie auszuhalten, wenn ich sie zulasse.


    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    So wird er ja (vermutlich) immer sein, also auch in 15 Jahren oder 20.
    Du könntest dann jedes Mal aufs Neue gaaanz enttäuscht sein und in ein Loch fallen "Wieder hat er mich angelogen. Und wieder."
    Ich weiß, dass es so unglaublich dämlich ist. Und trotzdem mühe ich mich wieder daran ab. Ich weiß nicht warum.

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Oder (irgendwann) wissend die Schultern zucken:
    Stimmt, so ist T., naja, seine Wahl, so durch die Welt zu gehen.
    Ich lebe nicht so. Mir ist meine Zeit für Anderes wichtig.
    Wäre schön, wenn das ginge. Wenn ich es mir erlauben (?) würde. Keine Ahnung. Ich bin echt langsam verzweifelt, dass ich so gar nicht aus dieser blöden Schleife rauskomme. Immer wieder denke, es könnte dieses mal anders laufen.

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Er wird sich nicht ändern.

    Wahrscheinlich muss das sickern, in Ruhe:
    Oder ich muss es mir endlich mit Gewalt in mein blödes Hirn und mein blödes Herz reinprügeln, vielleicht kommt es dann mal an.

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Das ist er,
    das Leben gibt Dir kein Anrecht darauf, dass er sich ändert....auch wenn das schlimm ist, vor allem auch für Eure Kinder.
    Hmm, so habe ich das noch gar nicht gesehen. Dass ich ein Recht drauf hätte, oder eben nicht hätte, dass er sich ändert.
    Ich hänge immer in der anderen Denke fest.
    Einerseits sein Gerede von wegen er wolle sich ja ändern.
    Dann er hätte sich ja geändert.

    Und meine unglaubliche Angst, dass er sich wirklich ändert und eine andere Frau dann den T*perfect bekommt. (Wobei schon klar ist, da kommt wieder mein Größenwahn durch, ich hätte dafür gesorgt, dass er sich ändert und dann hätte gefälligst auch ich ein Anrecht auf den geänderten T.)

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Insofern finde ich das Trauern gar nicht schlecht, weil es viel mit dem Loslassen gemeinsam hat.
    Irgendwie war da vor ein paar Wochen mehr Trauer (und ja, ich glaube die war gut).
    Jetzt ist wieder nur bodenloser Schmerz (und der macht mich fertig und hält mich von der Trauerarbeit ab):

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Wut ist ja immer noch so etwas wie "mir steht das zu....und der Andere gibt es mir nicht..."
    Da muss ich wann anders drüber nachdenken, geht gerade nicht.

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Dieses Loslassen braucht es sicher, um wirklich frei zu werden von T.
    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Wie ist das eigentlich...jemanden wirklich loslassen (willst Du das tief in Deinem Inneren?) und ihn dann trotzdem im Alltag sehen, wegen der Kinder, gemeinsam Eltern sein und ja auch wirtschaftlich verbunden sein...aber innerlich frei, ihn nicht mehr als Mann oder besten Freund sehen,
    puh,
    das ist sicher ein sooooo schwerer Grat und der Königsweg.
    Ich weiß nicht ob es überhaupt funktionieren kann.
    Bislang sind wir das Vorzeige-Trennungs-Paar. Wie toll man Eltern bleiben kann obwohl man getrennt ist.

    Das sind wir deshalb, weil ich schlucke und schlucke und schlucke. (Und weil er in manchen Bereichen dennoch fair ist - zumindest zahlt er ordentlich und versorgt die Kinder einigermaßen.)

    Ob ich ihn loslassen will - weiß ich auch nicht. Ich hätte gern, dass ich ihn einfach schon losgelassen habe. Dass er weg ist.
    Oder am allerbesten: als er mit seiner blöden Schnalle letzt im Urlaub war, habe ich tatsächlich ganz tief gehofft, dass die beiden mit dem Flugzeug abstürzen. Dann wäre das Problem ein für alle mal gelöst.

    In vielerlei Hinsicht ist es so (immer noch, zur Zeit wieder sehr extrem), dass ich mir diesen Menschen überhaupt nicht an meiner Seite vorstellen kann. Er ekelt mich tatsächlich an (das ist ein Teil) und ich finde ihn und sein Verhalten (dazu muss ich vielleicht mal im off schreiben) einfach nur lächerlich. Also wirklich lächerlich. Absolut nicht passend für einen Mann in seinem Alter und seiner Position. Und DEFINITIV NICHT zu mir passend. Gott, ich würde mich in Grund und Boden schämen, müsste ich mich in der Öffentlichkeit so mit ihm sehen lassen.

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Ich stelle mir das sauschwer vor.
    Ich bringe es ja nicht hin.

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Ginge es, das Lügen an sich als seine Eigenschaft (Wesensart) anzunehmen und Dich davon abzugrenzen?

    Wo schadet das Lügen Euch, neutral gesehen, (also so, als o es eine Krankheit wäre)
    und wo tut es einfach deswegen zusätzlich noch weh, weil Du es als Missachtung Deiner annimmst?
    Seine Lügerei ist lächerlich. In vielen Bereichen s.o. . Da bin ich echt froh, dass ich mich von den Lügen abgrenzen und sagen kann, ja, das ist seine peinliche Art, ich habe damit nix mehr zu tun.

    Aber immer wenn es mich in irgendwelchen Feldern tangiert, dann haut es mich um. OBWOHL ich es doch eh wissen müsste. Aber ja, es ist diese totale Missachtung meinerseits.
    Und das, was es mit mir anstellt. Über den Begriff "gaslighting" stolpere ich dabei immer wieder. Das trifft ziemlich gut zu. (Vor allem auch der Part, dass andere Menschen dazu gebracht werden, für ihn mich auch anzulügen - so dass ich echt an mir und meiner Wahrnehmung zweifle.)


    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Ah.....fiese Stuation, in die er Euch bringt,
    und wie cool von Dir, dass Du trotzdem sogar darüber nachdenkst, ob Du durch Nachfragen einen Anteil daran hast. Das finde ich sehr stark von Dir!
    Siehe weiter oben: Ich fühle mich doch immer für alles verantwortlich.
    Macht es für ihn halt besonders leicht.

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Könnt Ihr über genau diese Art von Situation nicht eine Stunde Mediation oder Elternpaar-Therapie nehmen?
    Das würde ich machen.
    So viele Trennungskinder erleben das, und ich denke, als Mutter dann beispielsweise extra nicht nachzufragen, wenn man merkt, hier stimmt etwas nicht....., um das Kind nicht weiter in eine eventuelle Bredouille zu bringen, ist nicht die Lösung. das ist dann so eine Art stilles Einverständnis in Machenschaften - und ich finde so gesehen Deine Wut darüber sehr gesund, weil sie eben auch zeigt: so nicht!
    Im Moment kann ich mir echt nicht vorstellen, mit ihm irgendwo über irgendwas zu sprechen.
    Ich würde ihm echt ins Gesicht springen, wenn ich darüber sprechen müsste. (Und das wäre vermutlich auf lange Sicht dann auch nicht so gut für uns - die Kinder und mich.)

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Gut, dass Dein Kind das so formulieren kann, für sich.
    Und diese Erkenntnis sogar Dir gegenüber aussprechen kann.
    Das heißt, es kann diese Situation einerseits auch für sich als "nicht in Ordnung - nichts, was ich dauerhaft so leben möchte" erkennen und hat andererseits auch das Vertrauen, das auszusprechen.
    Bei denen habe ich wirklich einiges gut gemacht.
    Genug auch falsch, aber zumindest nicht alles.

    Was mich allerdings beschäftigt, ist dass mein eines Kind mir in etlichen Punkten echt unsympathisch ist. Es hat da Wesenszüge, mit denen ich nicht umgehen kann. Ich weiß nicht, ob es T-Züge sind, ich glaube aber eher durch T (und vermutlich auch mich) beeinflusste Züge. Dieses Kind kam neulich tatsächlich selbst aus der Schule (da hatten sie so Stären-Tage) und meinte (und ich weiß nicht ob stolz oder doch etwas betroffen): "ich bin voll unsozial - das haben die Tests bei mir auch bestätigt. Und das passt auch voll, ich bin die Dampfwalze" (sozial gesehen, nicht gewichtsmäßig).
    Gott, mir wird da ganz schlecht.


    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Was hat die Thera dazu gesagt?
    Die war krank.
    Jetzt hab ich erst Anfang März nen Termin.



    Liebe Grüße
    maddi


  5. Registriert seit
    27.10.2013
    Beiträge
    649

    AW: Wir halten durch!!!

    Ach Maddi,

    Ich hab erst heute Wässerchens und Deinen Post gelesen.

    Mach Dich bitte nicht so fertig. Ich finde, Du kriegst ne Menge hin.
    Leider - meine persönliche Ansicht - geißeln wir Mädels uns für Dinge, which Herren der Schöpfung locker drüber weg hüpfen. So, wie Du die Verantwortung bei Dir suchst. Kenne ich auch von mir. Braucht ewig, aber ich bin zuversichtlich, dass Du an den Punkt kommen wirst. Irgendwann. Klar, für Dich nicht schnell genug.

    Gehört für mich zum Loslassen ... das dauert ewig ... wenigstens bei mir ... und, wenn man so wie Du mit dem Menschen Kinder hat, puh, ich mages mir nicht vorstellen.

    Sei einfach geknuddelt. Ich denk an dich, und hoffe, Du kannst ein bisschen gut zu Dir sein. Du musst es. Er ist der Idiot ...

    Alles Liebe
    H.
    Life isn't waiting about the storm to pass.
    It's about learning how to dance in the rain.

  6. Inaktiver User

    AW: Wir halten durch!!!

    Hallo

    ich bin auch wütend. Und fassungslos.

    Es hat sich etwas ergeben, das ich gern mit Euch teilen möchte.

    Seit dem Ende der Beziehung mit dem Wesen hatte ich immer mal wieder sporadischen Text-Kontakt mit dem Exex, also dem, um den es hier was mich betrifft größtenteils ging.

    Vor Kurzem teilte er mir mit, er würde umziehen, mit seiner neuen Partnerin zusammen.
    Konnte ich wegstecken. Das Leben geht ja immer irgendwie weiter, necht. Und wenn es ihm gut geht, warum sollte ich nicht versuchen, mich mit ihm zu freuen.

    Am Wochenende schrieb er aus allen Wolken: Er hätte für sich die Diagnose ADHS feststellen lassen. Dass es für ihn befreiend wirke, endlich eine Antwort auf seine, von ihm durchaus registrierte "Fehlleistungen" zu haben.
    Ich sprach meinen Glückwunsch aus.
    Wie hätte ich sonst reagieren sollen?

    Anfang der Woche hatte er das nochmal genauer erläutert.
    Er hätte sich mit Schuldgefühlen mir gegenüber gequält.
    Er hätte sich aufgrund des ADHS ständig mit allem überfordert gefühlt.
    Er hätte so oft überlegt, wie es mir wohl ginge.

    Ich sagte, dass es gut sei, dass er eine Antwort hätte, mit der arbeiten kann.

    Da mich die Ansage natürlich aufgerührt hat, besprach ich sie mit anderen Menschen, die mir wichtig sind. Diese meinten einstimmig: "Was will der Kerl? Gehts ihm noch gut? Man kann ja wenigstens vorher mal fragen, ob der andere das überhaupt so aus heiterem Himmel wissen will."

    Und jetzt bin ich überwiegend sauer.
    Das bringt aber nichts.

    Ich frage mich, wenn er, es müssen jetzt fünf Jahre sein, "ständig" über mich nachgedacht hat, was hat ihn davon abgehalten, ein Gespräch mit mir zu suchen? Die Angst? Die Scham? Das Gefühl der Unzulänglichkeit?

    Ich frage mich, warum er damit rumkommt, wenn er gerade mit seiner neuen Partnerin zusammengezogen ist. (Und das ist nur meine eigene Mutmaßung, aber ich habe Annahme zum Verdacht, dass sie nichts davon weiß, dass er mich antextet). Versagensangst?

    Ich frage mich desweiteren:
    Will der jetzt nur ne Absolution, damit er sich besser fühlt?

    Wird er nicht kriegen.
    Was er gemacht hat, war das Allerletzte. Egal, aus welchen Zuständen heraus.
    (Er hat mich geghosted, das hatte ich noch nicht erwähnt, glaube ich).

    Ich sagte, ich muss das erstmal sortieren, und zwar gewaltig.
    Er hat meine Liebe mehrfach (damals und heute) verraten, aufgegeben, sich nicht weiter bemüht.
    Ein Stück weit kann ich das nachvollziehen, diese Resignation aus dem Gefühl völliger Unzulänglichkeit. Ist mir nicht fremd, leider.
    Allerdings bin und war ich immer jemand, der das Gespräch gesucht hat und versucht hat, so gelassen wie möglich mit den Umständen umzugehen. Mit wechselndem Erfolg natürlich, ich bin ja auch nicht als Bhudda auf die Welt gekommen und lerne immer weiter.

    Meine fortwährenden Angebote an ihn, ihn zu unterstützen, unsere Beziehung zu verbessern, zum Schluss völlig abzuweisen und in einem kompletten Angst- und Selbstmitleidskoma unterzugehen, um dann, neues Spiel, neues Glück, mit jemandem zusammenzuziehen (was er mit mir immer abgelehnt hat), der übrigens an der selben Störung leidet ), em, ich denke, ein wenig Wut und Verletztheit meinerseits ist legitim.

    Ich sagte ihm heute, dass ich sein Verhalten niemals gut heißen kann und werde.
    Dass ich aber weiterhin versuchen werde, ihm zu vergeben (hat bis zu dieser Meldung eigentlich gut funktioniert).
    Alles andere würde mich in die Verbitterung treiben.
    Es kann ja niemand mehr etwas an der Vergangenheit ändern.

    Er hat mich um eine Antwort gebeten, wenn auch nicht explizit.
    Jetzt hat er sie.
    Und ist seitdem seltsam mundtot.

    Ganz ehrlich: Da muss er jetzt durch.
    Ich war nicht unfreundlich.
    Nur direkt.
    Und ich habe tatsächlich Grenzen.
    Und kann sie immer besser schützen.

    Gsd!

    Da Ihr einen Großteil dieser seltsamen Beziehung miterlebt habt,
    die gleichwohl eine meiner Wichtigsten war,
    wollte ich diese schräge neue Entwicklung gern mit Euch teilen.

    Und fände Kommentare natürlich auch hilfreich.

    Schönen Abend,

    Tuni

  7. Inaktiver User

    AW: Wir halten durch!!!

    Zusatz:

    Ich kann das nur sehr schwer mit der Gelassenheit ertragen, die ich in letzter Zeit versuche, mir anzutrainieren.

    Da ich es als Verrat empfinde.
    An meiner Liebe, an unserer Beziehung,
    irgendwie auch an seiner neuen Freundin,
    die keine Kenntnis davon hat, dass er jetzt, Jahre später, mit mir Dinge klären möchte, die vorbei sind.
    Vielleicht, um dieses mal besser zu performen. Schon nachvollziehbar.

    Aber Vergangenes lässt sich nicht mehr ändern.
    Man kann, muss versuchen, seinen Frieden damit zu machen.
    Deswegen empfinde ich diese Aktion von ihm auch in gewisser Weise als Belästigung.
    Er hätte viel früher sich darum kümmern müssen, ich habe es ja auch getan.
    Ständig so zu tun, als wäre alles mit ihm ok, nur ich wäre irgendwie unpassend.

    Und die eher fiese Stimme in mir, also nicht die gelassene, fragt auch:
    Wie gestört muss man selber sein, um so einen Scheiß anzuziehen?
    Wem kann man eigentlich noch vertrauen?
    Ist es vielleicht sogar grenzenlos naiv, sich bei anderen Menschen auf sein Bauchgefühl zu verlassen?

    Nein, ich glaube, hier spricht mein gekränktes Ego.
    Das sich mit aller Vehemenz vor meine zum Lieben bereite Seele wirft und zetert: "Ich habs Dir ja gesagt! Ich habe Sie dahingehend informiert!"

    Menschen entwickeln sich nun mal nicht linear.
    Und man wird mal in dieses, mal in jenes Umfeld geworfen.
    Spiegelt sich mal in diesem, dann in dem anderen Menschen.
    Der einzige Weg, da ohne Schaden raus zu gehen, ist, den Groll los zu lassen.
    Und dieser Groll ist eigentlich in erster Linie ein Groll gegen sich selbst.
    Wie man so doof sein konnte, sich auf so was Kaputtes einzulassen, wird zu:
    Wie kaputt ist der denn, wie viele Jahre hat er mir gestohlen, hat seine Mutter ihm nicht eine Winzigkeit Moral beigebracht.
    Und man vergisst, dass man sich verliebt hat, weil irgendwas gespiegelt wurde.
    Ich war selbst kaputt, ich habe selbst Dinge ewig schleifen lassen, ich habe selbst Werte wie Zuverlässigkeit vernachlässigt und mich ziemlich gut damit gefühlt.
    Weil es mir den inneren Druck genommen hat.

    So schließt sich dann der Kreis.
    Ich sollte bestimmte Dinge von ihm lernen, hat das Leben beschlossen.
    Und jetzt soll ich am besten dankbar dafür sein, sagt das Leben

    Das Leben hat recht.



  8. Registriert seit
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    AW: Wir halten durch!!!

    Küchiiiiiiiiies ,

    ich hab Hexenschuss und blättere das Internet durch - und da seid Ihr ja wieder

    Tuni und Maddi,
    ach manno ja, die Exen, verdammt.

    Ich denke bei Deinen beiden Posts, Tuni, spontan drei Sachen.

    1.) Ähm, wenn sich jemand ("jemand" ist ja schon ne Frechheit, also: DER) nach 5 Jahren meldet und so...., puh, ich wäre überfordert und würde erst mal sehr vorsichtig atmen.
    Aber mir passiert das selten, weil ich es ja immer bin, die sich bei den alten Exen meldet. Die es nicht aushält, den Anderen so wirklich ziehen zu lassen und ihn nicht mehr im Blick (Gedanken, Erinnerungen, Netzwerk-check) zu haben.

    Will sagen:
    Hut ab, Du hattest es geschafft, ihn frei zu geben (und deswegen war ja danach der Weg mit dem Wesen erst möglich)

    2.) Ich dachte beim Lesen eben spontan an etwas, was meine Mum mir neulich erzählt hatte:

    Ihr Freund hat sie vor einem guten Jahr verlassen und sie sagte mir neulich, dass sie mit ihm ausgesöhnt sei. Ich hab fast empört nachgefragt, wie das kommt
    (ich bin ja gern bereit, ein halbes Leben jemandem nachzugrollen, der nicht mit mir sein mag, und lade dem dann bei dieser Gelegenheit auch gern gleich die Schuld für alle möglichen meiner Malaisen auf.)

    Sie sagte nachdenklich,
    ausschlaggebend sei gewesen,
    dass sie ihm wohl im Sommer vergeben habe, obwohl sie danach merkte, dass sie "da innerlich eigentlich noch nicht soweit war."...(Gott...wie schön, dass sie so etwas bemerkt, in sich, und so nachdenklich äußern kann. Das berührt mich.).
    Aber sie habe damals einfach nicht gewollt, dass jemand wegen ihr noch ewig ein schlechtes Gewissen habe, das sei ihr so über gewesen.
    Mit dem (zu früh) Vergeben-Haben setzte dann wohl etwas in ihr ein (vielleicht etwas wie ein unaufhörlicher Reifeprozess),
    was ihr einen Frieden beschehrt hat.

    Ich weiß nicht genau, warum mir das beim Lesen Deiner Gedanken sofort in den Sinn kam - vielleicht hat es mehr mit mir zu tun.
    Aber ich dachte - ich schreib´s mal trotzdem mit für Dich auf.
    Für´s kollektive Küchenregal.

    3.) ADHS und so....mein Ex hat das auch, ich hab es erst spät begriffen. Dazu schreiben ich Dir was per PN.

    Viertens fällt mir gerade erst auf, während ich Drittens tippe - ähm, bei mir hat sich vor zwei Jahren, in der größten Krise mit Neumann, aus heiterem Himmel mein Exexex gemeldet (der noch vor dem Ex, weswegen ich hier eingestiegen war....oh Gott, kann uns noch jemand folgen ), nach zwölf Jahren.
    Er wollte irgendwie auch ein schlechtes Gewissen loswerden.

    (Und gleichzeitig: was verbirgt sich dahinter noch?
    Die Gefühle auf den Prüfstand bringen?
    Kontakt zu sich, der er damals war, aufnehmen? Ich glaube, das ist es oft. Und wir -oder die, je Blickwinkel- sind die Statisten.)

    Puh (ich könnte mal weniger "Puh" schreiben, aber das trifft es so gut)
    wie gehts Dir jetzt damit?
    Das Leben ist schön.


  9. Registriert seit
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    AW: Wir halten durch!!!

    en detail:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo

    ich bin auch wütend. Und fassungslos.

    Es hat sich etwas ergeben, das ich gern mit Euch teilen möchte.


    Seit dem Ende der Beziehung mit dem Wesen hatte ich immer mal wieder sporadischen Text-Kontakt mit dem Exex, also dem, um den es hier was mich betrifft größtenteils ging.
    ich hab nach dem schluss mit einem ex auch irendwie immer austausch mit oder bezug zum exex.
    das ist irgendwie wie so ein ungeschriebenes gesetz.
    irgendwas ist damit.

    Vor Kurzem teilte er mir mit, er würde umziehen, mit seiner neuen Partnerin zusammen.
    (der teufel in mir brüllt dann immer "umbrinegn, umbringen!"
    aber dank tausend frauenzeitschriften und vieler seiten trang-küche wissen wir, es ist "nur" das ego.
    wo is´n da der unterschied, fauche ich....exen, die mit anderen zusammenziehen, obwohl sie das mit uns nie wollten, machen mich kurzatmig.)


    Ich sagte, dass es gut sei, dass er eine Antwort hätte, mit der arbeiten kann.

    hihi. so schlagfertig in ich immer erst tage später.

    "Was will der Kerl? Gehts ihm noch gut? Man kann ja wenigstens vorher mal fragen, ob der andere das überhaupt so aus heiterem Himmel wissen will."
    stimmt.

    Ich frage mich, warum er damit rumkommt, wenn er gerade mit seiner neuen Partnerin zusammengezogen ist. (Und das ist nur meine eigene Mutmaßung, aber ich habe Annahme zum Verdacht, dass sie nichts davon weiß, dass er mich antextet). Versagensangst?
    angst vor der realität.
    damit geht ja was verloren.

    Es kann ja niemand mehr etwas an der Vergangenheit ändern.
    seufz. ja.


    Und ich habe tatsächlich Grenzen.
    Und kann sie immer besser schützen.
    das gefällt mir.

    grenzen haben ist ja eigentlich ein ganz starkes mit-sich-sein.
    dadurch ergeben sich automatisch die grenzen nach außen.

    wie war das nochmal,
    diese verrückte hohe kunst:

    lieben und sich öffnen und den anderen ganz nah an sich heran lassen...und trotzdem die grenzen bewachen....oder darauf vertrauen, dass der andere sie mit schützt, weil er einen liebt....- irgendwie bleibt das ein krasses kartenhaus



    Da Ihr einen Großteil dieser seltsamen Beziehung miterlebt habt,
    die gleichwohl eine meiner Wichtigsten war,
    wollte ich diese schräge neue Entwicklung gern mit Euch teilen.
    und



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    :



    Und die eher fiese Stimme in mir, also nicht die gelassene, fragt auch:
    Wie gestört muss man selber sein, um so einen Scheiß anzuziehen?
    nö,
    dazu muss man nicht gestört sein.
    wäre ja noch schöner.
    Das Leben ist schön.

  10. Inaktiver User

    AW: Wir halten durch!!!

    Ach Käffchen,



    ich danke Dir

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