Hallo,
ich bin neu hier in dem Forum, habe aber schon einige Zeit mitgelesen und mich dazu entschlossen, hier zu schreiben. Ich erhoffe mir Denkanstöße, um aus meiner blöden Situation wieder heraus zu kommen.
Okay, ich versuche, es nicht zu lang werden zu lassen, bedanke mich aber schon im voraus für das Lesen ;-)
Im Juni 2010 habe ich einen Mann kennen gelernt, es hat gleich von Anfang an "gepasst". Ich bin 35 Jahre alt, er ist 38 Jahre alt. Wir hatten drei unglaublich tolle, intensive Wochen zusammen. Jede freie Minute haben wir zusammen verbracht sowie fast jede Nacht.
Ich habe so etwas vorher noch nie erlebt, hatte das Gefühl, auch wenn es kitschig klingt, endlich angekommen zu sein, zu Hause zu sein. Er versicherte immer wieder, dass es ihm genauso ginge. Wenn wir nicht zusammen waren hatten wir, dank der modernen Technik, Kontakt über SMS, Twitter, MSN, Handy.
Ich war sonst immer "vorsichtig", wenn ich jemanden kennen gelernt hatte, diesmal habe ich mich aber einfach fallen gelassen.
Genau drei Wochen nach unserem ersten Treffen, an einem Samstagabend/-nacht hat sich plötzlich alles geändert. Er meinte plötzlich, dass er doch nach Hause fährt (wir waren bei mir und eigentlich bin ich davon ausgegangen, er bleibt über Nacht). Er ist aufgestanden, hat sich angezogen. Ich war total perplex, habe ihn gefragt, ob irgendwas sei, ob ich was falsches gesagt oder getan hätte, er meinte nein, nein, ich sollte mir keine Gedanken machen, er hätte nur so viel Arbeit nächste Woche und müsse noch viel vorbereiten. Dann hat er mich geküsst und ist gegangen.
Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, weil ich total verwirrt war und ein ziemlich blödes Gefühl im Bauch hatte. Es klingt irgendwie doof, aber da hatte ich das Gefühl, ihn verloren zu haben.
Am Tag danach habe ich kaum etwas von ihm gehört, außer einer Nachricht, dass er den ganzen Tag gearbeitet hätte.
Er hat einen sehr stressigen Job, ist sehr sehr viel im Ausland unterwegs. In den drei Wochen war das aber wohl kein Problem?
Tja, das war Anfang Juli. Danach bekam ich erst regelmäßig noch Nachrichten, aber sie wurden immer unpersönlicher. Selbstverständlich habe ich versucht, mit ihm zu reden, aber er ist nie wirklich darauf eingegangen, hat immer wieder seine Arbeit als Grund genannt, dass er so viel Stress hätte und sich auf nichts anderes konzentrieren könne etc.
Persönlich haben wir uns seitdem nicht mehr gesehen, da er fast nur im Ausland war. Wir hatten Kontakt über MSN, Twitter und Telefon. Meldete er sich am Anfang noch ab und an von sich aus, geht das jetzt meistens von mir aus. Chatten wir, ist es meistens nur kurz, weil er müde ist, weg muss etc.
Am Anfang hat er mir mal sein Profil bei Facebook genannt, aber ich habe ihm gesagt, ich sei dort nicht. Bin ich auch nicht, aber eine Freundin. Ich weiss, absolut bescheuert, aber ab und an schaue ich darüber auf seine Seite und er scheint ziemlich aktiv dort, während er mir nicht mal eine Nachricht schicken kann.
Wenn ich das jetzt so aufschreibe, dann weiss ich selbst nicht so genau, was ich mir von ihm eigentlich noch erhoffe, aber es fällt mir so schwer ihn los zu lassen.
Ich habe mich einmal von ihm "verabschiedet", weil ich einen "Abschluss" haben wollte, da hat er mich wieder "zurück geholt" und ich dachte, okay, es war wirklich nur der Stress, jetzt wird es wieder anders. Zwei Tage hat er sich etwas Mühe gegeben und dann war alles wieder wie vorher.
Ich glaube, ich habe mich jetzt hier total "verfranzt", aber ich würde trotzdem gerne Eure Meinungen hören...
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 87
-
02.09.2010, 11:44
Das Gefühl ohne ihn nicht glücklich sein zu können ...
-
02.09.2010, 11:59Inaktiver User
AW: Das Gefühl ohne ihn nicht glücklich sein zu können ...
meine meinung? keine gute. er will dich nicht. warum auch immer. wenn ein mann interesse hat, hat er trotz stress zeit oder ist aufmerksam.
versuche es für dich abzuschließen. er kann dich offenbar nicht loslassen. aber dazu gehören ja auch immer zwei. lass es nicht zu, dass du zu seinem spielball wirst. das wird dann richtig weh tun.
-
02.09.2010, 12:00Inaktiver User
-
02.09.2010, 12:01Inaktiver User
AW: Das Gefühl ohne ihn nicht glücklich sein zu können ...
warst du vor ihm eigentlich nicht glücklich, oder warum glaubst du ohne ihn nicht mehr glücklich sein zu können?
eine trennung tut weh. das ist ein prozess der ein paar wochen dauern wird. aber der schmerz geht vorbei.
-
02.09.2010, 12:05Inaktiver User
AW: Das Gefühl ohne ihn nicht glücklich sein zu können ...
Singlebörse oder?
Dann war er dort mehrfach unterwegs und hat sich für eine Andere entschieden.
Trennung? Von was denn nur? Das war doch bisher nur ein beschnuppern nicht mehr.
Du hast nichts verloren finde ich. Sich so aus dem Staub zu machen ohne konkret zu sagen was los ist finde ich feige.
-
02.09.2010, 12:16
AW: Das Gefühl ohne ihn nicht glücklich sein zu können ...
Ich danke Euch für die Antworten, das ging ja total schnell :-).
Wir haben uns nicht über eine Singlebörse oder ähnliches kennen gelernt, sondern ganz "altmodisch" ;-) beim Weggehen.
Doch, ich war vorher natürlich auch glücklich, ich habe mich da vielleicht etwas unglücklich (haha) ausgedrückt, ich kann auch ohne Mann glücklich sein, aber was meine Vorstellung von dem "perfekten Mann", der "perfekten Beziehung" angeht, so hat das bei ihm einfach so 1000% gepasst, dass es uns beiden manchmal schon unheimlich war.
Ich weiss, dass es nunmal passieren kann, dass sich Gefühle ändern, dass es halt plötzlich doch nicht passt, was mich aber so verletzt und nicht zur Ruhe kommen lässt, ist, dass er nicht einfach klare Worte spricht.
Wenn er sagen würde, du, es war eine schöne Zeit, aber ich habe keine Gefühle mehr oder ich habe eine andere getroffen, oder, oder, oder, damit käme ich besser zurecht.
So habe ich zu viel Platz für Spekulationen und wenn man (frau) verliebt ist, dann laufen die manchmal von selbst ab.
Ich habe ihm die Worte ja schon in den Mund gelegt, aber er widerspricht dann. Sage ich, dass ich ihn vermisse, ihn liebe etc. kommt von ihm nur "wirklich?".
Es ist wie verhext, wenn ich mich entschließe, nichts mehr zu machen, mich damit abzufinden, dass es vorbei war, dann scheint er das zu "riechen" und ich scheine im Augenblick zu "schwach" es durchzuziehen...
-
02.09.2010, 12:17
AW: Das Gefühl ohne ihn nicht glücklich sein zu können ...
Ich kann mich Dharma nur anschließen - so ein Verhalten ist feige... Hab ich auch schon erlebt!
Dreh den Spieß um, melde Dich nicht mehr von Dir aus... Hol Dich selbst aus dieser Warteposition heraus, lenk Dich ab. Vom Kopf her weißt Du doch eh schon, dass das nichts mehr wird. Mit Selbstquälerei und mühsam Kontakt halten machst Du doch nichts besser - im Gegenteil, mit jeder geschriebenen SMS, Mail oder sonstwas keimt doch neu die Hoffnung auf, dass er sich meldet, Dich sehen will... Und er muss ja auch nichts tun, Du meldest Dich ja eh...
Was auch immer das in den drei Wochen vorher war, von seiner Seite war's wohl nicht die große Liebe... Ich kann Dir nur raten, die Kontaktversuche von Deiner Seite aus einzustellen. Entweder es kommt mal wieder was von ihm oder halt nicht. Aber mit der Zeit wirst Du Dich besser fühlen, wenn Du nicht mehr in dieser Warteschleife hängst...
-
02.09.2010, 12:21Inaktiver User
AW: Das Gefühl ohne ihn nicht glücklich sein zu können ...
es kann sehr viele gründe für seinen rückzug geben. es sind aber SEINE gründe und SEIN rückzug. klare worte hast du zwar verdient, aber leider keinen anspruch darauf. es gibt menschen, die können keine klaren worte sprechen. vielleicht weil sie sich immer noch eine hintertür offenhalten wollen, keine ahnung. ist auch nicht entscheidend.
liebe nach so kurzer zeit? vielleicht ist er überfordert. wie gesagt, es kann tausend gründe geben. entscheidend ist, dass er genau weiß welche knöpfe er bei dir drücken muss. lass das doch nicht zu.
trenn dich in würde. was er macht ist das allerletzte. lass nicht zu, dass er dich so verletzt. lieber ein ende mit schrecken, als ein schrecken ohne ende.
-
02.09.2010, 12:34
AW: Das Gefühl ohne ihn nicht glücklich sein zu können ...
Ihr habt recht, das weiß ich, in "starken Momenten" ganz genau, nur die "schwachen Momente" machen mir oft einen Strich durch die Rechnung.
Und, wie geschrieben, er scheint es zu riechen, wenn ich beschließe einen Strich drunter zu ziehen, dann meldet er sich und ich habs bis jetzt noch nicht geschafft nicht darauf zu reagieren. Dann ist er wieder ein kleines Stück so wie am Anfang und ich bin wieder "drin". Auch wenn ich sein Spiel durchschaut habe, gelingt es mir (noch) nicht da auszusteigen und das ärgert mich selbst am meisten.
Was das von Liebe sprechen nach so kurzer Zeit angeht, so gebe ich Euch da auch recht, das ist früh, aber es kam von ihm. Wie ich im Eingangspost geschrieben hatte, so habe ich mit ihm einfach fallen gelassen, weil es sich so richtig angefühlt hat und eben die Gefühle, die ich da hatte auch ausgesprochen.
Er hat mir z. B. kleine Zettelchen mit Liebesbotschaften geschrieben, wenn er unterwegs war, sie abfotografiert und mir per Mail geschickt. Er hat noch am Tag der "plötzlichen Veränderung" nachmittags gesagt, dass er noch nie jemanden so sehr geliebt hat wie er mich liebt, dass das traurig sei, aber die Wahrheit.
Es bringt nichts, diese Dinge jetzt noch wieder hervorzuholen, aber ich versuche nur Euch ihn und sein Verhalten etwas zu beschreiben.
-
02.09.2010, 12:46Inaktiver User
AW: Das Gefühl ohne ihn nicht glücklich sein zu können ...
Sehe ich auch so!
Lilly, du hast 3 Wochen in einem Rauschzustand verbracht, was in der ersten Phase des Kennenlernens, wenn es "Zoom" macht, auch ganz normal so ist. Das aber wiederum als Liebe zu bezeichnen (was leider sehr oft getan wird, Hollywood läßt grüßenliebe nach so kurzer zeit? vielleicht ist er überfordert. wie gesagt, es kann tausend gründe geben. (...)
) ist nicht nur naiv, sondern auch gefährlich.
Es ist ganz NORMAL, dass nach einer gewissen Zeit eine Art Ernüchterung kommt, man auch wieder mal Abstand voneinander braucht, besonders wenn es so intensiv wie bei dir vonstatten ging. Mir persönlich wäre das schon am 3. Tag zu eng gewesen und ich hätte mal eine Verschnaufpause gebraucht. Abstand und Verschnaufpause ermöglichen es ja erst, wieder aufeinander zuzugehen. Um nicht davon zu sprechen, dass bei einem Zusammenkleben auf hohem Energieniveau das Halten desselbigen einfach nicht möglich IST.
Ich würde dir auch raten, ihn erst mal abzuhaken, Kontakt einzustellen und dich wieder auf DEIN REALES Leben zu konzentrieren. Bzw. einfach mal schauen, was von IHM kommt, ohne dass du nachhilfst. Kommt etwas, dann kann man ja weiterschauen, kommt nichts, ist das auch eine Antwort, auch wenns schmerzt.trenn dich in würde. was er macht ist das allerletzte. lass nicht zu, dass er dich so verletzt. lieber ein ende mit schrecken, als ein schrecken ohne ende.
Aber wer weiß, ich vermute mal, dass der Gute ganz einfach etwas überfordert war. Und aus o.g. Gründen erst mal auf Abstand gegangen ist. Deshalb würde ich ihm auch nicht einfach unlautere Motive unterstellen wollen, bzw, sein Abtauchen per se dazu verwenden um aus ihm einen Windhund und Feigling zu machen, kann so sein, muss aber nicht...
GEDULD ist da erst mal das Zauberwort.. mit dir selbst und mit ihm.
Wünsche dir ganz viel davon!


Zitieren

