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    Plötzlich und unerwartet Trennung

    Ich bin total verzweifelt und es tut so weh.

    Wir sind seit 4 1/2 ein Paar und hatten bisher eine sehr harmonische Partnerschaft und bis vor 4 Wochen auch ganz viele kurz-und langfristige Pläne.

    Natürlich hatten auch wir in dieser Zeit die eine oder andere Meinungverschiedenheit, aber nie einen richtig ernsthaften Streit.

    Allerdings haben wir - wg. der Schnarcherei - seit ca. 1 Jahr getrennte Betten und dabei ist unser Liebesleben so gut wie ganz eingeschlafen und wir haben es nicht wieder hinbekommen.

    Bisher hatte ich das Gefühl, dass nicht die Schnarcherei der wirkliche Grund für die getrennten Betten ist, sondern seine Erektionsschwierigkeiten. Der Sex mit ihm hat mir sehr gefehlt, aber ich wollte ihn nie bedrängen und seit dieser Zeit leben wir wie Bruder/Schwester zusammen. Ich habe ihm versichert, dass das kein Grund für mich ist, einen anderen Partner zu suchen. Er ist 53, ich bin 49.

    Vor ca. 2 Wochen habe ich ihn wg. einer Nichtigkeit angemeckert, darauf hin hat er mir gesagt, dass er unsere Beziehung nicht mehr erträgt und sich trennen will. Obwohl ich mir sicher bin, dass keine Frau dabei im Spiel ist, hatte ich trotzdem den Gedanken .. Trennung, da kann nur eine andere Frau der Grund sein. Er hat das auch gleich von sich gewiesen und da wir nach der Arbeit fast jede freie Minute und auch an den Wochenende zusammen sind, glaube ich ihm.

    Ich war so verzeifelt und habe ihn in langen Gesprächen gebeten, unsere Beziehung doch nicht einfach in den Müll zu werfen. Er ist der Meinung, dass ein Kampf um die Beziehung keinen Sinn macht, er hat sich für die Trennung entschieden und ein Weiterführen wäre nur noch Krampf.

    Am Wochenende kam es zu Sexversuch, der aber mangels Standhaftigkeit gescheitet ist. Ich wollte nur zum kuscheln mit ins Bett, aber er hat mich zurückgewiesen.

    Heute morgen habe ich ihm an den Kopf geworfen, dass er die gekauften Konzertkarten sonst wem geben kann. Als ich von der Arbeit kam, hatte er sich mehrere Wohnungen angeschaut und mir gesagt, dass er so schnell wie möglich ausziehen möchte.

    Gleichzeitig sagt er aber auch, dass ihm dieser Schritt nicht leicht fällt. Er schätzt mich sehr aber er empfindet nun mal nicht mehr für mich.

    In einem unserer Gespräche hat er mir erzählt, dass das gleiche auch in seiner mehrere Jahre zurückliegenden Partnerschaft fast genau so abgelaufen ist, mit dem Unterschied, dass seine damalige Partnerin sich einen anderen Mann gesucht hat.

    Ich möchte so gern um ihn kämpfen, weil die Chemie zwischen uns einfach stimmt, weiss aber nicht was ich noch tun kann.


    Ich bin so am Ende und denke die ganze Zeit nur, das ist alles hoffentlich nur ein Alptraum.

    Liebe Grüße
    Bluemotion

  2. gesperrt

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    AW: Plötzlich und unerwartet Trennung

    Zitat Zitat von bluemotion Beitrag anzeigen
    Ich bin total verzweifelt und es tut so weh.

    Wir sind seit 4 1/2 ein Paar und hatten bisher eine sehr harmonische Partnerschaft und bis vor 4 Wochen auch ganz viele kurz-und langfristige Pläne.

    Natürlich hatten auch wir in dieser Zeit die eine oder andere Meinungverschiedenheit, aber nie einen richtig ernsthaften Streit.

    Allerdings haben wir - wg. der Schnarcherei - seit ca. 1 Jahr getrennte Betten und dabei ist unser Liebesleben so gut wie ganz eingeschlafen und wir haben es nicht wieder hinbekommen.

    Bisher hatte ich das Gefühl, dass nicht die Schnarcherei der wirkliche Grund für die getrennten Betten ist, sondern seine Erektionsschwierigkeiten.
    Guten Morgen blue .. ich weiss, es tut umso mehr weh, wenn man nicht wirklich versteht, was da passiert.

    Wer von Euch hat denn am WE den Sexversuch gestartet? Du oder er? Und, wie waren denn bisher Eure Kuschelgewohnheiten?

    Würdest Du Dich trauen ihn direkt auf seine Erektionsschwäche anzusprechen und ob das seine Meinung beeinflusst hat? Habt Ihr ein so vertrauensvolles Verhältnis, dass Du von einer ehrlichen Antwort ausgehen kannst?

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    AW: Plötzlich und unerwartet Trennung

    Liebe Bluemotion,

    ich kann genau nachfühlen wie es dir geht. Ging es mir in meiner Beziehung doch auch immer so und ich habe das ganze Dilemma erst zwei mal mitmachen müssen, bis ich vorm dritten Auszug die Kraft dazu hatte, das einzig richtige zu tun: Ihn gehen zu lassen.

    Dein Mann hat eine Menge Probleme mit seiner Potenz und ich fürchte, dass ist nur ein Symptom mehrerer noch heftigerer innerer Querelen, von denen du gar nichts weist. Diese Männer tragen dies oftmals schon mit sich rum, bevor du sie überhaupt kennengelernt hast. Meinen LG habe ich seinerzeit auch mit ähnlich gelagerten Anzeichen kennengelernt. Bei ihm fehlte es nicht an der Errektion sondern er konnte stundenlang herumdoktern und kam einfach nicht in die Pötte, wenn du verstehst was ich meine. Das hat sich erst nach 2 Jahren gegeben.

    Dein Mann will im Moment vor sich selber flüchten. Er meint, wenn er alles hinter sich lässt was ihm auch nur irgendwie was bedeutet, würde sein Kopf wieder frei. Dem ist aber nicht so. Er kann nicht vor sich selber davonrennen und diese Erfahrung muss er erstmal machen.

    Das er dich nicht mehr liebt ist Unsinn. Er will dich mit solchen Aussagen strafen, demütigen, zutiefst verletzen. Das gibt ihm einen innerlichen Auftrieb. Aufgrund seiner Potenzprobleme hat er sich dir unterlegen gefühlt und damit kam sein Ego wohl nicht klar. Jetzt ist er wieder der Täter und kann dir den Dämpfer verpassen, den du seiner Meinung nach verdienst. Mach dir auch keine Gedanken wegen den Streitereien der letzten Tage. Er hat sie bewusst provoziert indem er sich dir gegenüber "fremd" verhalten hat. Jetzt hat er endlich den Grund dich zu verlassen. Du bist es ja selbst in Schuld.

    Ich habe mich als Betroffene die letzten Tage viel informiert. Solch ein Verhalten nennt man passiv-aggressive PS. Früher sagte man über solche Männer, sie seien Gefühlsvampire oder einfach nur Ar...l.cher. Heute gibt es dafür einen Fachausdruck und sogar sehr gute Literatur. Eine ebenfalls betroffene Frau hier im Forum hat mir ein gutes Buch empfohlen "wenn Männer mauern". Gibt es bei Amazon und ich habe es mir sofort bestellt. Schon nach den ersten Seiten wirst du dich und deinen Mann wiedererkennen. Versuch es einfach mal.

    Du hast jetzt zwei Möglichkeiten wie du weiter vorgehen kannst: Möglichkeit 1 ist, du jammerst und flehst weiterhin an ihm rum, er wird aber trotzdem ausziehen und irgendwann gestärkt zurückkommen um dich zukünftig immer und immer wieder zu verlassen oder aber Möglichkeit 2, du sagst gut, wenn du nichts mehr für mich empfindest, dann geh!!! Er wird auch dann versuchen, nach Wochen der Kontaktsperre wieder zu dir zurückkommen zu dürfen, aber geschwächt und gesprächsbereit. Vergiss dabei seine vorherige Beziehung. Diese Frau hatte einen anderen Mann, er konnte also gar nicht mehr zurück. Bei dir ist das ja jetzt was anderes.

    Je mehr du jetzt an ihm rumkniest und bittest, desto mehr sieht er sich darin bestärkt, seinen Schritt weiter zu verfolgen. Endlich kommt noch mal der gewünschte Schwung in die Beziehung und er geniesst seine Macht über dich und deine Gefühle. Gehe bitte nicht darauf ein. Es ist fatal!!!!

    Sei jetzt stark und lass ihn ausziehen. Er verlässt ja das heimische Nest und muss sich neu einfinden. Er wird also derjenige sein, dem es nach ein paar Wochen elendig zumute ist. Nicht dir. Du kannst deinen gewohnten Trott beibehalten, in deiner gewohnten Umgebung.

    Ein feinfühliger Mensch würde niemals solch einen Abgang inszenieren und solche Sprüche wie "ich empfinde nicht mehr genug für dich" vom Stapel lassen. Sowas ist immer nur eine Schau.

    Mein LG hat mir auch vor dem Auszug solche Sprüche an den Kopf geworfen wie "lieber ein Ende mit Schrecken" oder "wir machen uns sonst beide fertig" etc. Und ich hab dann immer gekonntert: "Aber wir wollten doch heiraten" oder "aber wir sind doch so glücklich" etc. Wie es dann ausging kannst du in meinem Thread "Suche dringend Hilfe" nachlesen. Bei mir war es so, dass er sich wegen dem Geld unterlegen gefühlt hat. Bei dir ist es der Sex. Nun ja, diese Sorte Mann findet schon einen Grund.

    Ganz viele liebe Grüße
    und schreib hier immer, das hilft so sehr!!!!

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    AW: Plötzlich und unerwartet Trennung

    Ich danke dir erst mal für deine Antwort.
    Eigentlich wir beide. Nur nach der Nachricht von gestern, dass er ausziehen möchte und dringend eine Wohnung sucht, hat er mir gestanden, dass der Versuch für ihn ein einziger Krampf war, er hatte ja auch nichts von diesem "Versuch". Er hat im Moment halt überhaupt keine Gefühle für mich und jeder Annäherungsversuch ist für ihn eine Qual. Gerade kam er von der Arbeit nach hause und hat sich auch gleich ins Bett gelegt, ich habe die ganze Nacht nur überlegt, wie ich unsere Beziehung retten kann. Im Moment mache ich mit meinem Verhalten wahrscheinlich alles falsch. Kann es denn wirklich sein, dass der Partner von jetzt auf gleich den Schalter dreht und alles ist aus? Er sagt, dass er seit ca. 3 Monaten mit dem Gedanken gespielt hat, alles aufzugeben.

    Es ist deshalb so schlimm, weil zwischenmenschlich bei uns alles immer total witzig und humorvoll gelaufen ist. Ich habe Angst, dass er auf die Schnelle eine Wohnung findet und weg ist. Im Moment stehe ich total neben mir und weiß überhaupt nicht, wie ich den Tag auf der Arbeit überleben kann und bin nur am überlegen, wie ich für ihn ein wenig reizvoll werden kann. Ich weiß aber auch, dass ich mit diesem klammerhaften Verhalten wahrscheinlich alles nur noch schlimmer mache.

    Liebe Grüße und vielen Dank für deine Unterstützung

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    AW: Plötzlich und unerwartet Trennung

    Vielen, vielen Dank, es tut unheimlich eure Antworten zu lesen.

  6. Inaktiver User

    AW: Plötzlich und unerwartet Trennung

    bluemotion,

    wie definierst Du eine gute Partnerschaft, wodurch entsteht für Dich Nähe?

    Zitat Zitat von bluemotion Beitrag anzeigen
    Ich bin total verzweifelt und es tut so weh.

    Wir sind seit 4 1/2 ein Paar und hatten bisher eine sehr harmonische Partnerschaft und bis vor 4 Wochen auch ganz viele kurz-und langfristige Pläne.

    Natürlich hatten auch wir in dieser Zeit die eine oder andere Meinungverschiedenheit, aber nie einen richtig ernsthaften Streit.
    Es ist deshalb so schlimm, weil zwischenmenschlich bei uns alles immer total witzig und humorvoll gelaufen ist.
    Wie sorgst Du für Deine persönlichen Bedürfnisse, und bringst Dich auf diese Weise in eine Paarbeziehung ein? Zeigst Dich, machst Dich greifbar, übernimmst Verantwortung für Dein Wohl? Wo stehst Du zurück, und übernimmst für Themen Verantwortung, die eigentlich Dein Partner angehen müsste, und die Situation für Euch beide zu verbessern?

    und bin nur am überlegen, wie ich für ihn ein wenig reizvoll werden kann. Ich weiß aber auch, dass ich mit diesem klammerhaften Verhalten wahrscheinlich alles nur noch schlimmer mache.
    Allerdings haben wir - wg. der Schnarcherei - seit ca. 1 Jahr getrennte Betten und dabei ist unser Liebesleben so gut wie ganz eingeschlafen und wir haben es nicht wieder hinbekommen.

    Bisher hatte ich das Gefühl, dass nicht die Schnarcherei der wirkliche Grund für die getrennten Betten ist, sondern seine Erektionsschwierigkeiten. Der Sex mit ihm hat mir sehr gefehlt, aber ich wollte ihn nie bedrängen und seit dieser Zeit leben wir wie Bruder/Schwester zusammen. Ich habe ihm versichert, dass das kein Grund für mich ist, einen anderen Partner zu suchen. Er ist 53, ich bin 49.
    Wer von Euch arbeitet derzeit für den Erhalt der Partnerschaft, und welchen Preis zahlt er dafür?

    Zitat Zitat von bluemotion Beitrag anzeigen
    Er hat im Moment halt überhaupt keine Gefühle für mich und jeder Annäherungsversuch ist für ihn eine Qual. Gerade kam er von der Arbeit nach hause und hat sich auch gleich ins Bett gelegt,


    Ich habe die ganze Nacht nur überlegt, wie ich unsere Beziehung retten kann.
    Im Moment mache ich mit meinem Verhalten wahrscheinlich alles falsch. Kann es denn wirklich sein, dass der Partner von jetzt auf gleich den Schalter dreht und alles ist aus? Er sagt, dass er seit ca. 3 Monaten mit dem Gedanken gespielt hat, alles aufzugeben.
    und bin nur am überlegen, wie ich für ihn ein wenig reizvoll werden kann. Ich weiß aber auch, dass ich mit diesem klammerhaften Verhalten wahrscheinlich alles nur noch schlimmer mache.
    Bisher hatte ich das Gefühl, dass nicht die Schnarcherei der wirkliche Grund für die getrennten Betten ist, sondern seine Erektionsschwierigkeiten. Der Sex mit ihm hat mir sehr gefehlt, aber ich wollte ihn nie bedrängen und seit dieser Zeit leben wir wie Bruder/Schwester zusammen. Ich habe ihm versichert, dass das kein Grund für mich ist, einen anderen Partner zu suchen. Er ist 53, ich bin 49.
    Ich war so verzeifelt und habe ihn in langen Gesprächen gebeten, unsere Beziehung doch nicht einfach in den Müll zu werfen.

    Er ist der Meinung, dass ein Kampf um die Beziehung keinen Sinn macht, er hat sich für die Trennung entschieden und ein Weiterführen wäre nur noch Krampf.
    Als ich von der Arbeit kam, hatte er sich mehrere Wohnungen angeschaut und mir gesagt, dass er so schnell wie möglich ausziehen möchte.
    Wie kann Nähe entstehen? Dadurch, dass ich mich verbiege und anpasse, oder dadurch, dass ich mich zeige, bereit bin, mich an meinem Partner zu reiben, und mit ihm (auch) über Konflikte gemeinsame Wege aktiv gestalte?

    Wo kommst Du in dieser Beziehung vor? Wo kannst Du Dich zeigen, so, wie Du bist? Wo übernimmst Du Verantwortung für DEINE Themen, und setzt Dich für sie ein?

    Wie könnte wieder Spannung entstehen, wenn Dein Bestreben derzeit vollkommen darauf ausgerichtet ist, jede Situation sofort über eine angepasste Reaktion zu ent_spannen?

    Und, für mich der wichtigste Punkt überhaupt: Wie kommt es, dass Du so bestürzend wenig an Dich und Deine Bedürfnisse denkst?


  7. User Info Menu

    AW: Plötzlich und unerwartet Trennung

    Liebe bluemotion,

    ich mag dir nur eines empfehlen: lass den Dingen ihren Lauf. Kampf ist Krampf, das habt ihr schon erfahren.
    Wie schwer das ist, wissen viele hier, die Mehrheit hier, ich auch.

    Ich sage dir aus eigener Erfahrung: Trennung kann Heilung der Beziehung sein! Das beste, das ihr tun könnt.

    Du schreibst ja selber, ihr versteht euch zwischenmenschlich gut. Das verschwindet nicht einfach so.....

    Dein Freund leidet unter massiven Problemen mit sich selbst. Mag sein, er projeziert das auf eure Beziehung, Männer können das.

    Also, Kopf hoch, bleib tapfer und lass ihn ziehen!


  8. Inaktiver User

    AW: Plötzlich und unerwartet Trennung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    bluemotion,

    wie definierst Du eine gute Partnerschaft, wodurch entsteht für Dich Nähe?

    Wie sorgst Du für Deine persönlichen Bedürfnisse, und bringst Dich auf diese Weise in eine Paarbeziehung ein? Zeigst Dich, machst Dich greifbar, übernimmst Verantwortung für Dein Wohl? Wo stehst Du zurück, und übernimmst für Themen Verantwortung, die eigentlich Dein Partner angehen müsste, und die Situation für Euch beide zu verbessern?

    Wer von Euch arbeitet derzeit für den Erhalt der Partnerschaft, und welchen Preis zahlt er dafür?

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    Wie kann Nähe entstehen? Dadurch, dass ich mich verbiege und anpasse, oder dadurch, dass ich mich zeige, bereit bin, mich an meinem Partner zu reiben, und mit ihm (auch) über Konflikte gemeinsame Wege aktiv gestalte?

    Wo kommst Du in dieser Beziehung vor? Wo kannst Du Dich zeigen, so, wie Du bist? Wo übernimmst Du Verantwortung für DEINE Themen, und setzt Dich für sie ein?

    Wie könnte wieder Spannung entstehen, wenn Dein Bestreben derzeit vollkommen darauf ausgerichtet ist, jede Situation sofort über eine angepasste Reaktion zu ent_spannen?

    Und, für mich der wichtigste Punkt überhaupt: Wie kommt es, dass Du so bestürzend wenig an Dich und Deine Bedürfnisse denkst?


    Das alles ging mir auch durch den Kopf.

    @bluemotion

    Erst einmal sei ganz fest gedrückt.
    Trennung ist ein schwieriges und schmerzvolles Thema. Ich kann Dir nur raten erst einmal ruhig zu bleiben und die Sache überlegt und in Ruhe anzugehen.

    Zusätzlich zu den Ausführungen von Seewespe, habe ich auch noch ein paar Anmerkungen.

    Ich verstehe nicht, wie man eine Beziehung in der nie gestritten wird als gute Beziehung bezeichnen kann. Das Ergebnis davon sieht man in Eurem Fall ganz deutlich. Anstatt Euch in der Beziehung miteinander auseinander zu setzen, habt ihr schön aneinander vorbeigelebt.

    Die von Seewespe hervorgehobenen Zitate deuten darauf hin, dass Du Dir alleine Gedanken machst und er für sich alleine die Trennung beschließt. Für mein Empfinden funktioniert Beziehung so nicht.

    Du überlegst z.B. wie Du für Ihn reizvoller sein kannst. Warum überlegst Du? Frage Ihn doch einfach. Er weiß am Besten was Ihn antörnt, aber seine Erektionsprobleme können auch gesundheitlicher Natur sein und dann hilft es gar nichts, wenn Du Dich in irgendein Dress zwingst.

    Der Sex mit Ihm hat Dir gefehlt, Du hast es Ihm aber nicht gesagt. Warum nicht?

    In Deinen Ausführungen ist leider für mich nicht zu erkennen, das Ihr wirklich mal in Ruhe nach Lösungen für Probleme gesucht habt und genau so endet jetzt auch die Beziehung.

    Bluemotion, ich kann Dir jetzt keinen Rat geben ob Du kämpfen sollst oder nicht. Dies musst Du ganz alleine tun, aber vielleicht setzt Du Dich mal ganz ruhig zu Hause hin und überlegst in Ruhe was Du willst und wie Du dabei vorgehen möchtest.

    Eine Beziehung muss man nicht direkt nach der Trennung "retten". Ein Abstand von ein paar Tagen hilft manchmal ungemein und auch wenn er dann bereits ausgezogen ist, muss das kein Indiz dafür sein, dass Ihr nicht noch einmal von vorn beginnen könnt.

    Ich denke ein Neuanfang wäre eh besser, als diese Beziehung noch einmal aufleben zu lassen, aber dafür benötigt ihr Zeit.

    Ich drücke Dich noch einmal und kann Dir nur sagen, wie sehr ich mit Dir fühle, aber laß Dich durch Deinen Schmerz nicht zu Dingen verleiten, die Dir nicht gut tun.


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    AW: Plötzlich und unerwartet Trennung

    Ihr seid einfach wunderbar, alle bisherigen Beiträge helfen mir. Ich bin euch allen so sehr dankbar.

    Er hat in dieser Woche Nachtschicht, kommt ca. 6:30 Uhr von der Arbeit und schläft bis ca. 13.00/14.00 Uhr. Ich habe meinen Arbeitstag irgendwie erledigt und als ich heim kam, war sein Fzg. Weg, ich völlig am Ende. Eigentlich wollte ich nicht nachfragen, wo er war, konnte es dann doch nicht lassen, also er hat sich 2 weitere Wohnungen angesehen. Ich wollte mich zusammennehmen, bekam aber einen Weinkrampf und habe ihn gebeten, das Ganze nicht so zu überstürzen. Er ist der Ansicht, um so früher um so besser für uns beide, er möchte mich nicht quälen aber er hat seine Entscheidung getroffen. Für ihn bleibe ich eine gute Freundin, nicht mehr und nicht weniger.

    Er hat in dieser Woche Nachtschicht, kommt ca. 6:30 Uhr von der Arbeit und schläft bis ca. 13.00/14.00 Uhr. Ich habe meinen Arbeitstag irgendwie erledigt. Als ich heim kam, war sein Fzg. weg und ich völlig am Ende. Eigentlich wollte ich nicht nachfragen, wo er war, konnte es aber doch nicht lassen, also er hat sich 2 weitere Wohnungen angesehen. Ich bekam einen Weinkrampf und habe ihn gebeten, das Ganze nicht so zu überstürzen. Er ist der Ansicht, umso früher umso besser für uns beide, er möchte mich nicht quälen aber es bleibt bei seiner Entscheidung.

    Vorhin haben wir zusammen ein Familienmitglied im Krankenhaus besucht, das am Wochenende dem Tod von der Schippe gesprungen ist. Dabei waren wir wie immer und kein Mensch würde bemerken, dass wir „getrennt“ sind. Auf dem Rückweg vom KH habe ich zu ihm gesagt: Mein Gott, sieh dir an, was innerhalb Sekunden ein ganzes Leben verändert. Wir haben doch keine wirklichen Probleme, die wir nicht lösen können. Es ist nichts passiert, das nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, wenn wir beide nicht wenigstens einen Versuch machen und an unserer Beziehung arbeiten.

    Seine Antwort war: Wenn ich nicht sofort damit aufhöre weiter auf ihn einzureden, wird er seine Sachen packen und zu einem Arbeitskollegen gehen, bis er eine Wohnung gefunden hat. Er möchte nicht mehr über das „warum“ sprechen. Vor 14 Tagen haben wir noch einen Kurzurlaub gebucht, den möchte er nun stornieren.

    Ich habe ihm darauf gesagt, dass ich wohl zu recht erwarten kann, mir zu sagen, was in unserer Beziehung zu diesem furchtbaren Crash geführt hat. Bei diesem Trennungstempo habe ich nun doch auf eine andere Frau getippt, aber er versichert, dass keine Frau im Spiel ist. Er hat im Moment noch nicht mal den Gedanken, eine andere kennenzulernen.

    Ich habe ihn im letzten Jahr einfach mit meinem Mutter-Theresa-Verhalten erdrückt und ihm zu viele Entscheidungen abgenommen und mich um Dinge gekümmert, die er für sich machen möchte (Papiere/Unterlagen/Dokumente). Er ist in solchen Dingen wirklich eine Schlampe, in den Schubfächern liegen 1000-Dinge, die eine Schnur haben und die Papiere sind dafür im ganzen Haus verteilt.

    Ich merke gerade, dass das hier langsam ein Roman wird und hoffe, dass ich Euch nicht zuviel beanspruche. Gern würde ich mich einer lieben Freundin anvertrauen, aber so weit bin ich leider noch nicht – um ehrlich zu sein, möchte ich die Trennung noch verbergen. Sie hat seit Jahren keine Beziehung und wird nicht nachvollziehen können, wie es in mir aussieht.

    Liebe Grüße
    Bluemotion

  10. Inaktiver User

    AW: Plötzlich und unerwartet Trennung

    Hallo bluemotion,

    mein Eindruck ist auch, dass Dein Mann ein ganz eigenes Innenleben hat von dem Du nichts weißt - und jetzt will er nur noch weg. So traurig und wenig nachvollziehbar das für Dich ist, es liest sich wirklich so, als ob er schon länger ganz weit weg ist und Du da keinerlei Option hast und auch keine für ihn darstellst. Er hat seinen eigenen Film laufen.

    Manches kann man nicht verstehen, manches wird man nie verstehen und manches vielleicht erst viel später.
    Quäl Dich nicht selbst mit Fragen, die er Dir nicht beantworten wird - Dein Mann hat (s)ein Eigenleben.
    Kümmer Dich gut um Dich selbst.
    Mehr fällt mir dazu leider auch nicht ein.
    Vielleicht noch: Versuche für zukünftig herauszufinden was FÜR DICH eine gute, innige Verbindung ist, die wirklich tragen kann - auch in Konflikten. Ihr hattet ja jetzt eher das gegenseitige Ausweichmodell.

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