Ja, das dachte ich mir auch. Dann kam aber auch gleich der dezente Hinweis hinterher, sie würde gern Urlaub machen, aber sie will mir damit keine Hoffnung machen. Ok, das kann ich verstehen, dass sie sich noch nicht entscheiden will oder kann und mir damit keine direkten Zugeständnisse machen will. Das braucht glaube ich schon viel Zeit. Und Hoffnung mache ich mir schon selbst genug - ohne Hoffung hat man ja keine Kraft, das alles durchzustehen sondern würde gleich aufgeben.
Also heißt es nun abwarten was passiert... Aber ich werde alles versuchen, ihr meine Liebe zu zeigen. Nur ist der Grat zwischen 'Zeigen' und 'Bedrängen' schmal. Da muss ich aufpassen, ihr Zeit und Raum zu geben. Aber Zeit und Raum brauch ich ja auch. Ich lasse es auf mich zukommen...
Liebe Grüße und Danke euch allen für's Lesen und antworten.
Sternenschweif
Ein kleiner Nachtrag:
Gestern war wieder so ein Moment, an dem man sich tagelang freuen kann.
Meine Frau hat mit unserer Tochter das Thema Urlaub besprochen, dass sie bei den Großeltern Urlaub macht (die wohnen sehr weit weg, da ich Urlaub bein den Großeltern noch toll) und dass wir Eltern allein Urlaub machen. Zuerst kam ein ungläubiger Blick (wie, ihr nehmt mich nicht mit?!?), aber dann hat meine Frau unserer Tochter erklärt, dass Eltern auch mal zu zweit sein müssen - für die Beziehungspflege - damit man sich nicht auseinanderlebt (sinngemäß aber für's Kind formuliert) und weil man sonst Gefahr läuft, sich irgendwann zu trennen. Das alles im Spaß erklärt. Aber die Aussicht hat unserer Tochter dann doch nicht gefallen, also 'dürfen' wir allein Urlaub machen.
Vielleicht kämpfe ich ja doch nicht ganz allein![]()
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 47
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14.03.2010, 11:10
AW: Meine Frau liebt mich nicht mehr - wie kann es weitergehen?
Geändert von Sternenschweif (15.03.2010 um 06:10 Uhr)
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15.03.2010, 08:29Inaktiver User
AW: Meine Frau liebt mich nicht mehr - wie kann es weitergehen?
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass bei euch die Rollen vertauscht sind, deine Frau hat dich zwei Jahre lang belogen, hat dich über ihre Unzufriedenheit nicht informiert, und anstatt mir dir über alles zu reden, sich lieber einem anderem Mann zugewandt.
Und jetzt schaut es so aus, als ob Du nun auch noch dafür zuständig bist, diese Situation wieder zu bereinigen.
Ist es nicht ihre Aufgabe darüber nachzudenken, wie es weiter gehen könnte, und ob sie einen Neuanfang mit veränderten Vorzeichen beginnen will.
Offenbar ist sie sich deiner viel zu sicher, sie weiss wohl, dass Du sowieso zur Verfügung stehst.
Womöglich wäre es hilfreich, ihr einmal von deinen Verletzungen über ihre Lügen zu berichten, und ihr auch zu sagen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Du bei ihr bleibst, ohne entsprechende Bemühungen ihrerseits.
Ein alter Spruch lautet: "Willst Du etwas gelten, dann zeig dich selten."
Denke mal drüber nach, sei mal nicht immer für sie da, sondern mache mehr für dich selbst, gib ihr einmal die Chance dich zu vermissen.
Und sage ihr, dass Du die Gründe für ihre Lügen und den Betrug wahrheitsgetreu wissen willst, damit ihr darüber reden könnt, um es zukünftig besser machen zu können.
lg bujo
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19.03.2010, 00:00
AW: Meine Frau liebt mich nicht mehr - wie kann es weitergehen?
Pflegeleichtes Exemplar.Du reflektierst dein eigenes Verhalten (....) . Du suchst Fehler bei dir und erkennst sie, bist bereit für Veränderungen.
Ansonsten stimme ich bujo völlig zu.
PrijonDie wahre tiefe Liebe ist eine Entscheidung
Gelesen und für gut befunden bei AnaPaula
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19.03.2010, 08:22Inaktiver User
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23.03.2010, 06:38
AW: Meine Frau liebt mich nicht mehr - wie kann es weitergehen?
Hallo Raphaela,
ich glaube mit deiner Erfahrung triffst du wahrscheinlich doch ins Schwarze. Das musste ich mir nun schmerzlich bewusst machen.
Nach dem es anfänglich wieder etwas besser lief, hat sich meine Frau etwas Zeit genommen und ihre Gedanken geordnet. Herausgekommen ist nun, dass sie eigentlich nicht daran glaubt, dass sich ihre Gefühle wieder hervorzaubern lassen. Sie denkt, dass eine Trennung unausweichlich ist. Und obwohl ich damit eigentlich unbewusst gerechnet hatte, hat es mich doch ziemlich getroffen. Keine Hoffnung mehr auf ein Leben zu zweit. Alles vorbei...
Ich muss mich wohl damit abfinden, dass es so kommen wird. Einen Termin beim Therapeuten haben wir, nur wird das nun wohl auf eine Trennungsberatung hinauslaufen. Aber auch die werden wir brauchen, um vor allem den Umgang mit dem Kind (wie sagen wir es dem Kind?) einigermaßen geregelt zu bekommen. Sei weiß noch von nichts und hängt sehr an uns beiden. Das wird nicht leicht werden, ihr die Situation klar zu machen. Dazu kommt noch die Frage, wie geht es nun mit uns beiden weiter? Wie lebt man in so einer Situation zusammen? Wie plant man das Leben allein mit Kind (wir werden uns beide wie bisher in die Betreuung reinteilen müssen)? Dauernd bei einem und nur zu Besuch beim anderen oder tageweise mal hier mal dort? Wie plant man die räumliche Trennung mit Haus und Kind?
Fragen über Fragen und ich werde vor lauter Nachdenken ganz kirre im Kopf. Das ist schon hart, die Trennung die man nie haben wollte mit planen zu müssen. Ich bin merkwürdigerweise nicht wütend über die Situation sondern wie gelähmt. Da ist so viel Leere und Unsicherheit über die Zukunft. Ich komme mir zur Zeit vor wie zu Besuch im eigenen Haus wegen dem eigenen Zimmer. Manchmal ist es erholsam, einfach abschalten zu können, aber oft fühlt es sich dann ziemlich einsam an...
Wenigstens kam ich nun doch wieder dazu, hier zu schreiben - nach ein paar Tagen Forum-Pause zum Nachdenken. Tut gut, das alles aufzuschreiben. Ist auch einfacher hier zu schreiben als ein Tagebuch anzufangen. Hier bekommt man gute Ratschläge, auch wenn man die zuerst nicht hören will, helfen sie sicher trotzdem.
Und in den Ferien werde ich mal allein wegfahren. Vielleicht Wandern? Oder einfach losfahren und schauen wo man ankommt? Mal sehen was mir dann so einfällt. Vielleicht kommt ja jemand aus dem Forum mit auf eine Tour
?
Vielleicht sollte ich mit dem Thema umziehen in das Trennungs-Forum
Sternenschweif
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23.03.2010, 10:46
AW: Meine Frau liebt mich nicht mehr - wie kann es weitergehen?
Hallo Sternenschweif,
du bist nicht alleine! Ich bin in der selben Situation wie du - meine Frau liebt mich schon lange nicht mehr. Sagte, sie ist nur des Friedens Willen geblieben um mir nicht weh tun zu müssen. Vor ca. 4 Monaten, warf sie mir das dann an den Kopf - und ich liebte sie überalles.
Kurz zu mir, bin 41, meine NOCH Frau auch, haben 2 Kinder(22 u. 11). Waren 18 Jahre zusammen und davon 16 Jahre verheiratet. Es wäre jetzt zu lange, dies zu schreiben, was bei uns die letzten Jahre alles passiert ist. Sicher, wir beide sind daran schuld, dass es jetzt soweit gekommen ist.
Kurz, was bei uns passierte.
Meine Frau leidet an starken Depressionen und kam im Oktober09 nach einem Suizidversuch in eine Klinik. Ich fand sie, ich war fertig ohne Ende. Im Dezember09(in der Klinik) sagte sie mir dann, sie liebt mich nicht mehr - und das schon lange. Das ganze Kosenamen rumwerfen, küssen, Sex, Händchen halten - alles nur Lügen :-( Sie werde nicht mehr Nachhause kommen und mit userem Sohn zu einer Freundin vorübergehend ziehen(Tochter bereits ausser Haus) bis sie einen Job und Wohnung gefunden hat. Im Januar2010 dann eröffnete sie mir, sie habe in der Klinik(unterbrach diese auf Eigenverantwortung) jemanden kennen gelernt und Wohne bereits schon bei ihm. Mich hat das umgehauen, sie kam nicht mal mehr nach Haus. Ich lebte seit 4 Monaten mit userem Sohn alleine, ich musste mich um alles kümmern. Und sie flieht in eine andere Beziehung ein paar hundert Kilometer weiter weg von uns zu Hause. Ich war und bin fertig ohne Ende, aber ich bin gefasst, emotionslos gegenüber ihr - zeige keine Schwäche. Dann fing das holen unseres Sohnes an. Er ist total durcheinander - ich sagte "weis du, die Mama hat den Papa nicht mehr lieb, aber der Papa hat die Mama schon noch lieb". Er - weinte bitterlich. Ihm geht es gar nicht gut dabei. Auf alle Fälle kam es, wie es kommen musste - sie merkte "sie brauche ihren Sohn" und sie da nicht glücklich werde, wo sie jetzt ist/war. (Gedanke von mir im Januar, 2 psychisch kranke Menschen ergeben keinen Gesunden). Sie beendete die Beziehung und kam wieder in unsere Stadt und zog bei ihrer Freundin ein. Unser Sohn machte aber keine anzeichen zu Mama zu gehen, er fühlte sich bei mir sicher, geborgen. Er hatte sich in den letzten Monaten von meiner Frau entfernt - das ist klar, wir beide kämpften ja schon fast 5 Monate schon alleine. Er hat Verlustängste gegenüber mir! Nun passierte das, was ich vermutete - sie brach wieder nervlich zusammen und kam wieder (mitte Februar2010) in eine Klinik.
Es kam vor ca. 3 Wochen ein Anruf aus der Klinik - "Duuu Roberto, gilt das Angebot noch, dass für mich bei dir Zuhause eine Türe noch offen steht?". Ich sagte ja, ich weis, normal hätte ich NEIN sagen müssen, aber ich wusste meine Frau ist psychisch Krank und ich der letzte wäre, einen "Menschen" an dem einen etwas liegt sitzen zu lassen. Ich holte sie vor 14 Tagen in der Klinik ab - und ist nun wieder Zuhause. Ich bin nach unten in die Wohnung eingezogen, wo vorher meine Eltern wohnten(sie stand leer). Wir beide gehen uns nicht aus dem Weg, reden das wir schon lange nicht mehr getan hatten, aber sie ist einfach kompett nervlich am Ende. Weint ständig, bezeichnet sich als Versagerin, hat nichts erreicht, ihr gehöre nichts, keine perspektiven mehr. Ziele - ja Ziele hat sie schon - als ertes die SCHEIDUNG!!!
Ich fühle mich so - als sei ich in der Hölle gelandet - schlimmer kanns da auch nicht sein. :-((
Ich muss bald mal ein paar Tage raus - weg von hier - Birne frei bekommen. 18 Jahre Beziehung in eine Schachtel werfen und im Kopf verräumen ist nicht ganz einfach für mich. Sie hat das bereits getan.
Ich wünsche uns allen, diese Zeit bestens zu überstehen!
LG
Roberto
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23.03.2010, 16:03
AW: Meine Frau liebt mich nicht mehr - wie kann es weitergehen?
Hallo Roberto,
das hast du ja ganz schön ws durchmachen müssen...
Ich stelle mir das schon schwer genug vor, unter den jetzigen Umständen zusammen zu leben. Aber erst allein zu leben und dann doch wieder zusammen ist ja noch schwieriger. Ich wünsche dir viel Kraft, die Zeit durchzuhalten.
Liebe Grüße
Sternenschweif
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23.03.2010, 16:25
AW: Meine Frau liebt mich nicht mehr - wie kann es weitergehen?
@Roberto:
Bei allem Verständnis für Deine Situation, aber die Erklärung, die Du Deinem Sohn gegeben hast, ist unter aller Sau.
Auch wenn es mir vielleicht nicht zusteht darauf hinzuweisen... das hier ist der Thread von Sternenschweif. Wie wäre es, wenn Du einen eigenen aufmachen würdest?
Sorry, aber das musste ich loswerden.
downieWer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
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23.03.2010, 18:35
AW: Meine Frau liebt mich nicht mehr - wie kann es weitergehen?
@downie
unter aller Sau, kann möglich sein - deine Ansicht - aber, wenn dich dein Sohn frägt, was los ist zwischen uns beiden - du nicht vorbereitet bist auf diese Frage - und schon gleich drei mal nicht die Birne frei hast um eine vernünftige Antwort zu geben. tja...
Meine Frau wollte, dass ich zu unseren Sohn sagen sollte "Ich wünsche mir Alexander, das du zu Mama gehst".
Das ist unter aller...
Hab einen Thread eröffnet.
LG
Roberto
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23.03.2010, 22:09
AW: Meine Frau liebt mich nicht mehr - wie kann es weitergehen?
Ich bin's mal wieder...
Mir gehen wieder mal so viele Geanken durch den Kopf. Einer davon ist...warum will sie die einerseits die Trennung und bleibt andererseits beim alten? Sie hätte ja nichts dagegen einzuwänden, wenn ich mit im Ehebett schlafe - jeder auf seiner Seite
Ich müsste mir überlegen, ob ich das will. Komisch fand ich das schon. Ich bin dann doch lieber direkt von mir aus ins Dachgeschoss gezogen. Das ehemalige Gästezimmer hatte ich mir vorher schon hübscher gemacht (ihr gefällt's auch gut
). Ein Bad habe ich da auch für mich. So ist es irgendwie einfacher mit der Trennung umzugehen - auch wenn die Abende allein schon gewöhnungsbedürftig sind.
Heute wieder so etwas... Sie nimmt beim Spaziergang meine Hand. Ich war etwas irritiert, wusst das nicht zu deuten, wollte sie aber auch nicht harsch zurückweisen und meine Hand zurückziehen. Hat sich ja auch irgenwie gut angefühlt. Aber kapieren kann ich das trotzdem nicht so richtig.
Sie hat mit der jetzt ausgesprochenen Trennung keine Probleme. Für sie ist es anscheinend wie früher - wir zwei gemeinsam nur nicht mehr als Paar. Ich bin nun derjenige, der sich manchmal zurückzieht und traurig und betrübt im Zimmer sitzt. Sie ist dagegen befreiter. Ich hoffe, dass ich mich damit auch irgendwann abfinden kann
Ein paar Fragen habe ich noch. Wir sind ja bald bei der Therapeutin.
Das Thema beim Erstgespräch wird erst einmal sein, was für uns vom Termin versprechen (also welche Antworten wir am Ende haben wollen). Dazu gehört für uns zum einen der Umgang mit dem Kind (wie sagt man es) sowie die Planung der räumlichen Trennung (Kind nur bei einem Elternteil oder Wechsel zwischen beiden; das Haus versuchen zu halten um die Umgebung zu belassen der beide umziehen).
Für mich ist das Thema noch nicht wirklich greifbar. Habt ihr nicht ein paar Tipps, wie man mit der Situation umgehen kann? Erfahrungen was geht und was nicht? Wäre schön, wenn ihr mir mit Tipps weiterhelfen könntet. Vielleicht finden sich ja noch andere Wege. Zumindest hätte ich ein paar Vorstellungen davon und könnte das Thema gezielter bei der Therapie angehen.
Spannend ist auch die Frage, wann man es den Eltern sagt. Sie wohnen (zum Glück in der Situation) weit weg. Aber der Zeitpunkt eines Besuchs wird kommen. Spätestens wenn unser Kind es weiß, wird sie es ja am Telefon direkt erzählen.
Ich glaube ich mache mir zu viele Gedanken, oder? Einfach kurz und schmerzlos raus mit der Wahrheit
? Da bringt der Osterhase aber tolle Überraschungen...
So, ist nun doch wieder so viel Text geworden. Ich hoffe, ihr seid noch munter genug, um das alles zu lesen
LG
Sternenschweif



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