Hallo, liebes Forum,
nachdem ich unter "Trennung & Scheidung" schon die sehr lange Geschichte unserer Ehe geschrieben habe, versuche ich jetzt, mich hier kürzer zu fassen!
Mein Mann(42) hat mich (43) vor 5 Wochen verlassen. Ich fragte ihn, ob er mich eigentlich noch liebt und seine Antwort war Nein . Noch am selben Tag ist er zu seinem Freund und dessen Freundin gezogen und wohnt dort nach wie vor, will sich aber wohl eine eigene Wohnung suchen. Seine Begründungen: er erträgt mein Wesen nicht mehr, er könne mir sowieso nichts recht machen, er habe das Gefühl, mein Tempo nicht halten zu können, unsere Interessen seien zu unterschiedlich, man würde doch gar nicht merken, wenn er nicht mehr an meiner Seite wäre,er habe seit 2-3 Jahren das Gefühl, dass er mir immer unwichtiger wurde.(Genau zu dieser Zeit ging die Firma, in der er arbeitete in die Insolvenz und er war 13 Monate arbeitlos). Alles, was wir uns in den gemeinsamen Jahren aufgebaut haben, sei ihm egal. Lob, Anerkennung, Liebe und Komplimente ließ er nicht mehr an sich heran, wurde immer zynischer mit sich selbst.
Wir haben ein sehr zeitaufwendiges gemeinsames Hobby, dass er aber mit mir weitermachen will, ich soll ihn jederzeit anrufen, wenn ich etwas brauche, er würde mir die Einkäufe erledigen etc.
Sein Schrank sieht nach 5 Wo aus, als ob er für ein paar Tage verreist ist. Als er das letzte Mal hier war, nahm er gar keine Klamotten mit.
Ich liebe ihn und habe es ihm auch gesagt, dass ich seine Frau bleiben möchte und mit ihm alt werden will, dass er der Mensch ist, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen möchte. Als ich ihm sagte, dass ich immer für ihn da sein werde, egal, was geschieht, sagte er"Ich für dich doch auch!". Was soll ich aus seinem Verhalten und seinen Worten machen, bin zwischen Hoffnung und Verzweiflung gefangen! Wer hat Ähnliches schon erlebt??
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12.01.2009, 11:45
Aus und vorbei nach 22 Jahren???
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12.01.2009, 12:13
AW: Aus und vorbei nach 22 Jahren???
Klingt nach Trennung light. Das würde ich nicht mitmachen.Wir haben ein sehr zeitaufwendiges gemeinsames Hobby, dass er aber mit mir weitermachen will, ich soll ihn jederzeit anrufen, wenn ich etwas brauche, er würde mir die Einkäufe erledigen etc.
Sein Schrank sieht nach 5 Wo aus, als ob er für ein paar Tage verreist ist. Als er das letzte Mal hier war, nahm er gar keine Klamotten mit.
Prijon
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12.01.2009, 13:34
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12.01.2009, 13:43
AW: Aus und vorbei nach 22 Jahren???
Keine Ahnung. Vielleicht schämt er sich oder fühlt sich schuldig?
Prijon
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12.01.2009, 13:55
AW: Aus und vorbei nach 22 Jahren???
Damit ich besser mit der Situation umgehen lerne (so weit bin ich noch lange nicht), habe ich mir einen Therapeuten gesucht. Der meinte, dass aufgrund der Lebensgeschichte meines Mannes (Elternhaus, Jobverlust, Krankheit etc.) sich etwas bei ihm aufgestaut u. entwickelt hat, was ihn jetzt "wegrennen" ließ. Er müsse jetzt sehen, was er vom Leben will, aber dass er sich anscheinend noch nicht sicher ist, endgültig zu gehen.
Ich weiß nicht, woran ich es erkennen könnte, dass ich hier nicht gegen Windmühlen kämpfe!Das ist es, was mich verzweifeln lässt! Liebe und Hoffnung ist da, aber auch Verzweiflung und Mutlosigkeit!
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12.01.2009, 21:12
AW: Aus und vorbei nach 22 Jahren???
Du hast ihm alles gesagt, hast ihm gesagt, dass du ihn liebst und mit ihm alt werden willst.
Jetzt lasse ihn erst mal in Ruhe. Er kommt im Moment nicht mit sich klar und projiziert alles auf dich(meine Meinung). Klar, du wirst dich auch durch die ganzen Umstände verändert haben, aber im großen und ganzen warst du doch für ihn da!
Lasse ihm die Zeit, über sich nachzudenken, vielleicht bittest du ihm drum, sich ebenfalls therapeutische Hilfe zu suchen. Obwohl ich glaube, dass Männer da häufiger ein Problem haben, dies als hilfreich zu sehen!
Aber im großen und Ganzen dränge dich nicht mehr auf. Ziehe dich zurück, lenke dich ab, um nicht die ganze Zeit zu denken.
Mache dich rar, stehe ihm nicht mehr zur Verfügung, wenn ihm danach ist.
Er soll spüren, wie es ohne dich ist!Claudi
"Fürchte Dich nicht vor Veränderungen, fürchte Dich vor dem Stillstand!"
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13.01.2009, 19:56
AW: Aus und vorbei nach 22 Jahren???
Er hat mich aufgefordert, mich bei ihm zu melden, wenn ich etwas brauche (Einkäufe etc.). Dieses Angebot habe ich nur sehr widerstrebend angenommen (Stolz? Verletzheit? Ihm nicht noch das schlechte Gewissen beruhigen?). Eigentlich müsste er sich bei mir melden, wenn er seine Sachen holen will. Bloß passiert da bisher nicht viel.... Ich habe ihn nur ein einziges Mal angerufen, weil wichtige Post für ihn da war!
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13.01.2009, 23:23
AW: Aus und vorbei nach 22 Jahren???
Guten Abend,
ich schliesse mich der Meinung meiner Vorredner/in an. Allerdings klingt für mich in diesem
etwas unbestimmtes.er erträgt mein Wesen nicht mehr,
Berührt Ihr Euch? Und wie fühlt sich das an? Wie ist die "Energie"?
Das Versorgen ist ein Entgegenkommen von ihm. Aber ist es das, was Du wirklich brauchst?
Wie wäre es denn auf das Versorgen zu verzichten und mit Spannung zu sehen, was dann ist. Was wäre, wenn Du für eine Weile NICHT am gemeinsamen Hobby teilnimmst?
Alles Gute

jameway
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14.01.2009, 08:35
AW: Aus und vorbei nach 22 Jahren???
Das ist leider aus organisatorischen Gründen nicht möglich, aber ich habe bereits Aufgaben abgegeben, um mich etwas zurück zu ziehen . Seite an Seite mit ihm zu arbeiten, wenn wir es nicht als Paar sondern als "Kollegen" machen, schaffe ich nicht. Wir haben diese Arbeit immer mit viel Liebe gemacht. War sozusagen "unser Baby"!
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14.01.2009, 11:26
AW: Aus und vorbei nach 22 Jahren???
>Wir haben ein sehr zeitaufwendiges gemeinsames Hobby, dass er
>aber mit mir weitermachen will
und was willst DU? darum sollte es doch jetzt mal gehen . . .
warum kannst du dich aus organisatorischen gruenden nicht zurueckziehen? glaueb mir, kein mensch ist unersetzbar.
haengst du denn sehr an diesem hobby? wenn nein, ueberlege doch, mal etwas anderes zu machen . .
wenn ja, es gibt sicher auch andere vereine (ich nehme an ihr seid zusammen in einem verein) . .LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH


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