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    AW: Wo fängt Betrug an?

    Zitat Zitat von elli
    Appetit holt man/frau sich draussen, gegessen wird daheim
    Genau den Spruch hab ich schon immer gehasst. Ich hab da einen vor Augen, der geifernd und speichelnd hübsche Mädchen beobachtet, seine Erektion mit viel Kraft nach Hause rettet und da dann "seine" beglück, weil er bei den Appetithäppchen ohnehin keine Chance hätte.
    Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.

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    AW: Wo fängt Betrug an?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Santera,

    dann kann ich davon ausgehen, dass du "solche Gedanken" niemals hattest und haben würdest?

    Führst du das auf einen Willensakt zurück (also mußt du dich da selber disziplineren), oder ist es einfach deine Persönlichkeit, die das so gar nicht hat/kennt?

    Hallo Lunalux,

    nein, es geht nicht um einen Willensakt, das wäre "erzwungen" und würde einer Vergewaltigung meiner selbst gleich kommen. - Es liegt wohl an meiner Persönlichkeit, da ich mich schon seit ca. 30 Jahren, also schon als Jugendliche, mit diversen "tiefsinnigen" Fragen beschäftige. Mag man mich "konservativ" nennen, ist mir egal, ich bin nun mal so.
    Wenn ich solche Gedanken mal haben sollte, wie Du sagtest, hinterfrage ich einfach, wo die Ursache ist und - wie vorhin schon gesagt - konzentriere ich mich lieber darauf, wie ich das "Normal-Gewordene" wieder reanimiere sozusagen. Und diese Gefühle, die ich dabei habe, sind nicht gleichzusetzen mit einem kurzen Prickeln bei einer anderen Person, die mir eigentlich fremd ist. Ich sehe so etwas als normale Reaktion des Körpers bzw. in diesem Fall des Geistes - es gibt immer ein Warnsignal, wenn ich etwas ändern soll. Wenn mir der linke Arm schmerzt und ein Herzanfall droht, renne ich auch nicht zur nächsten Transplantationsmöglichkeit, sondern versuche, wieder "auf den richtigen Weg" zu kommen und meine Betrachtungs- und Verhaltensweise ggf. zu korrigieren.

    That's me - und ich habe gelernt, mit mir selbst zu kommunizieren. Das heisst, ich bin ehrlich zu mir und das war nicht immer einfach. Aber es ist zwischenzeitlich in Fleisch und Blut sozusagen übergegangen und ich fühle mich absolut wohl damit.

    Liebe Grüße
    Santera

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    AW: Wo fängt Betrug an?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ..wo Betrug anfängt, fühlt jeder selbst. Manchmal auch zu spät..
    Absolut korrekt.
    Wie schon mehrfach gesagt - es kann jeder immer nur für sich selbst sprechen. Und das Recht steht auch jedem zu, keine Frage. Aber darüber reden, sich austauschen in der Meinung und Ansicht ist doch okay denke ich. Deswegen bin ich ja ziemlich bemüht, dass sich nicht jeder gleich persönlich angegriffen fühlt. Auch wenn das nun mal eine nur allzu menschliche Reaktion ist, wenn man sich selbst nicht sicher ist.
    .. Meine Meinung ..

  4. Inaktiver User

    AW: Wo fängt Betrug an?

    Zitat Zitat von Santera
    Nun fühlst Du Dich also doch angegriffen. Schade.
    Quod erat demonstrandum.

    Ich hatte mich schon gewundert, dass Du so schnell auf meinen doch etwas längeren Text geantwortet hast

    Und abschliessend: es geht mir nicht darum, wie "alt" ein Spruch ist. Aber lassen wir das mal lieber. - Nicht dass Du heute nacht noch von mir träumst

    Viele Grüße
    Nein, ich fühle mich nicht angegriffen. Du hast einfach eine andere Meinung als ich, was ja auch i.O.

    Meine Erfahrungen sind ganz einfach anders als Deine und daher leben mein Mann und ich das evtl. anders aus, als Du in Deiner Partnerschaft.

    Mir geht es auch nur darum, andere Menschen akzeptieren zu können und ganz ehrlich glaube ich, dass Menschen auch schon immer mal andere als ihre Partner in ihrem Kopf hatten, ohne dass dahinter eine Unzufriedenheit mit dem aktuellen Partner steckt. Ich halte das für natürlich und menschlich.

    Gruß
    Anne

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    AW: Wo fängt Betrug an?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Entwickeln sich Menschen nicht weiter - ob positiv oder negativ? Ist der Mann von damals nicht vielleicht schon längst verloren und nicht mehr wieder zu finden?? Evtl. arbeitet man sich kaputt???
    Ich bin bei meiner Aussage davon ausgegangen, dass "alles noch stimmt", ausser vielleicht die körperliche Anziehung, das Prickeln und die Tatsache, dass der Sex immer nach dem gleichen Schema abläuft.

    Wenn der Mann, wie Du sagst, schon längst "verloren" ist, nehme ich an, Du meinst, dass er als Wesen, also mit all seinen Eigenschaften und Charakterzügen, sich verändert hat.
    Klar ist das eine andere Situation. Und sich kaputt arbeiten daran ist schon gar nicht der Sinn des Ganzen. Im Gegenteil, wenn man das Gefühl hat, sollte man schnellstens die Notbremse ziehen. In der Form, dass man sich selbst hinterfragt, ob man ihn noch liebt mit allen Facetten, die irgendwann mal da waren, oder ob sich das Ganze reduziert hat auf ... ja, auf Gewohnheit.
    Und wieder ist es die Entscheidung des Einzelnen. Ich kann nur für mich und meine eigene Ansichtsweise sprechen ...
    Ich suche grundsätzlich die Ursache, und reagiere nicht auf Aus-Wirkungen. Vielleicht hat man zuviel "schleifen" lassen und hat den anderen, sich selbst und die Partnerschaft an sich zu lange "aus den Augen verloren". Weil es so bequem, so sicher, so "normal" war. - Ich würde in Gesprächen danach suchen, wie "er" darüber denkt. Entweder wir würden gemeinsam nochmal versuchen, das Ruder "herumzureissen" oder aber sich für eine Trennung entscheiden. Das hängt ganz davon ab, wie gesprächsfähig beide Partner überhaupt noch sind. Und wie ehrlich. - Vor allem.
    Man kann hier nichts pauschal sagen. Aber auf keinen Fall würde ich beginnen, eine Art Doppelleben zu führen. Das wäre wohl das sichere Ende.

    Wie gesagt, es gibt sehr viele Situationen, die man aus Deiner Frage heraus darstellen könnte.
    Aber eines ist immer für mich das oberste Gebot: ich muss mich wohlfühlen bei jeder Entscheidung, die ich treffe - vor allem muss ich mir selbst dabei noch gerade in die Augen sehen können. Und das heisst nun mal, ehrlich sein. Zu sich und dem anderen. Wenn er es nicht kann - sein Problem. Aber ich werde es nicht zu meinem werden lassen. Lieber gehe ich auf Abstand und gebe ihm somit noch eine Chance, an das Fundament "Ehrlichkeit" anzuschliessen. - Da werfe ich konsequent die rechte und die linke Gehirnhälfte in eine Waagschale.

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    AW: Wo fängt Betrug an?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nein, ich fühle mich nicht angegriffen. Du hast einfach eine andere Meinung als ich, was ja auch i.O.

    Meine Erfahrungen sind ganz einfach anders als Deine und daher leben mein Mann und ich das evtl. anders aus, als Du in Deiner Partnerschaft.

    Mir geht es auch nur darum, andere Menschen akzeptieren zu können und ganz ehrlich glaube ich, dass Menschen auch schon immer mal andere als ihre Partner in ihrem Kopf hatten, ohne dass dahinter eine Unzufriedenheit mit dem aktuellen Partner steckt. Ich halte das für natürlich und menschlich.

    Gruß
    Anne
    Anne, ich habe nichts anderes gesagt ..
    Wichtig ist doch nur, dass jeder sich wohlfühlt und das jeden Tag. Und vor allem - zu seiner Meinung steht.

    Dann haben wir ja alles geklärt
    Freut mich. Schön, dass wir uns "kennen gelernt" haben (setze ich in Anführungszeichen, weil das ein seeehr dehnbarer Begriff ist, aber ich hoffe, Du weisst, wie ich es meine)

    Viele Grüße
    Santera

  7. Inaktiver User

    AW: Wo fängt Betrug an?

    Zitat Zitat von Santera
    Ich bin bei meiner Aussage davon ausgegangen, dass "alles noch stimmt", ausser vielleicht die körperliche Anziehung, das Prickeln und die Tatsache, dass der Sex immer nach dem gleichen Schema abläuft.

    Wenn der Mann, wie Du sagst, schon längst "verloren" ist, nehme ich an, Du meinst, dass er als Wesen, also mit all seinen Eigenschaften und Charakterzügen, sich verändert hat.
    Klar ist das eine andere Situation. Und sich kaputt arbeiten daran ist schon gar nicht der Sinn des Ganzen. Im Gegenteil, wenn man das Gefühl hat, sollte man schnellstens die Notbremse ziehen. In der Form, dass man sich selbst hinterfragt, ob man ihn noch liebt mit allen Facetten, die irgendwann mal da waren, oder ob sich das Ganze reduziert hat auf ... ja, auf Gewohnheit.
    Okay, "Gewohnheit"... Warum sollte man die liebe Gewohnheit einfach so aufgeben? Das macht man wahrscheinlich nur dann, wenn ein neuer Lebensabschnitt, neues Glück in greifbarer Nähe erscheint...

  8. Inaktiver User

    AW: Wo fängt Betrug an?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Okay, "Gewohnheit"... Warum sollte man die liebe Gewohnheit einfach so aufgeben? Das macht man wahrscheinlich nur dann, wenn ein neuer Lebensabschnitt, neues Glück in greifbarer Nähe erscheint...
    Das ist dann aber meist "nur" ein Absprungpartner. Habe selten erlebt, dass das gut dann länger hält.

    Ich halte es für sinnvoller mit einer Sache vollkommen abzuschließen, bevor man etwas neues startet, man muss ersteinmal wieder zu sich selbst finden.

  9. Inaktiver User

    AW: Wo fängt Betrug an?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das ist dann aber meist "nur" ein Absprungpartner. Habe selten erlebt, dass das gut dann länger hält.
    Ich habe auch oft gehört, dass "Absprungpartner" genau die richtige Wahl waren... In meinem Bekanntenumkreis sogar 2 Paare, die sehr glücklich sind mit den alten Partnern gebrochen zu haben...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich halte es für sinnvoller mit einer Sache vollkommen abzuschließen, bevor man etwas neues startet, man muss ersteinmal wieder zu sich selbst finden.
    Habe ich selbst so gemacht und es war damals absolut richtig und wichtig für mich.

  10. User Info Menu

    AW: Wo fängt Betrug an?

    Ich finde, es macht auch einen Unterschied, wie das Verhältnis zu der Person ist, mit der der "Fehltritt" (wenn man es überhaupt so nennen kann) passiert ist.

    Küsst der Partner eine andere Frau, aus einer beschwipsten Laune heraus, so ist das für mich kein Betrug. Es ist unschön, aber ich würde es nicht Betrug nennen.

    Schläft er mit dieser Frau, würde ich es Betrug nennen, wenn die Betrogene es erst hinterher erfährt, und vorausgesetzt, das Paar führt keine >offene< Beziehung.

    Schläft er mit einer Prostituierten, würde ich es gar nicht Betrug nennen, sondern irgendwie anders.

    Küsst er eine Frau, für die er -trotz Beziehung- sehr viel empfindet, beginnt der Betrug schon hier, solange die Partnerin erst im Nachhinein davon erfährt.

    Ansonsten ist natürlich noch alles mögliche andere als Betrug zu bezeichnen, aber ob das der Sinn der Frage war? Ich dachte, er war auf das sexuelle oder deren Vorläufer bezogen, nicht auf Gedanken, die man mit dritten teilt?

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