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    Und ich war doch nur eine Affaire... so fühlt die "Geliebte"

    Hallo!

    Ich versuche mich kurz zu halten, auch wenn ich hier meine Story ewig lang beschreiben könnte:

    Ich habe mich in einen verheirateten Mann verliebt. Ich wusste von Anfang an, dass er vergeben ist – und aus diesem Grund zögerte ich zunächst. Er suchte die Gespräche, erklärte mir bis ins kleinste Detail, dass seine Ehe am Ende sei. Es auf Trennung hinauslaufen würde, aber bis zu meinem Auftauchen noch kein Anlass bestanden hätte. Er nannte es „die scheinbar intakte Komfortzone“....

    Es dauerte Wochen, mit Hoch und Tiefs. Er sprach von Liebe zu mir, machte Zukunftspläne, blablabla...ich warf im regelmäßigen Abstand die Vase auf den Boden, machte den Sturm im Wasserglas. Verlangte Entscheidungen. Daraufhin bestand er immer auf Gespräche, Treffen und nach jeder Diskussion mit ihm hatte ich das Gefühl, dass wir "vorwärtskommen".

    Ich fiel drauf rein...bis ich am Freitag, sprich vorgestern, endgültig und ohne Hintertürchen die Sache beendet habe. Er versuchte es selbstverständlich wieder mit lieben Worten, Schmeicheleien und Versprechungen - doch ich reagierte anders als sonst, blieb hart und wurde dann (aufgrund einer ironischen Bemerkung von mir) von ihm "abgefuckt". Er war böse.

    Am Tag darauf, sprich gestern, kommt eine SMS von seiner Frau. Sie weiß, dass es mich gibt - sie rief mich bereits vor Wochen mal "testweise" an.
    SMS lautete: "Du hast gewonnen".

    Ich war hin und hergerissen.... Schwankte zwischen Hoffnung und Wut. Hatte er jetzt endgültig den Schlussstrich unter seine Ehe gezogen - jetzt, wo ich hart geblieben bin? Warum gewonnen? Ich habe das nie als Wettstreit gesehen. Lt. seiner Aussage war alles zwischen ihm und seiner Frau geklärt, nur noch keine Einigung über den Verlauf der Zukunft (finanziell, Kinder...). Und Sieger sehe ich leider keine...

    Also fasste ich meinen ganzen Mut zusammen und rief sie an. Fragte, was passiert sei? Wieso diese SMS?

    Wir telefonierten. 30 Minuten lang. Waren beide höflich zueinander und haben Tacheles geredet, verglichen, uns ausgetauscht. Sie wollte es so - ich wollte es.
    Sie erfuhr über Freunde, dass ihr Mann nicht nur mit mir "spricht". Das war der Grund ihrer SMS. Von meinem - wenigen Stunden zuvor erfolgten Abgang - wußte sie nichts.

    Wir redeten also. Natürlich war ich Thema in ihrer Ehe - doch er hat mich "abgewiegelt". Beide wollten an ihrer Ehe arbeiten - dass er regelmäßig zu mir ins Bett kroch wußte sie nicht. Und das ist nur ein Bruchteil der Wahrheit.

    Sie liebt ihren Mann - doch sie weiß nicht, ob sie ihm verzeihen kann. Sie denkt über Trennung nach... aber wer weiß, was die Zukunft bringt?!

    Dass seine Frau und ich jetzt in Kontakt stehen, sie mich fragt, ob ER sich bei mir schon gemeldet hat, ist nur eine Facette des ganzen Dilemmas. Ich weiß, dass er nun bei ihr auf Gespräche drängt, zu denen sie NOCH nicht bereit ist. Will ich das wissen? Denn ich ahne, worauf Gespräche mit ihm hinausführen...

    Ich bin von mir enttäuscht....Ich war nur eine Affaire - und obwohl er und ich tausendmal darüber gesprochen haben, er von Liebe sprach und meine Bedenken jedesmal mit großem Aufwand zur Seite gewischt hat, gibt es nun für mich nur einen Namen "Die Geliebte".

    Diesen Status verfluche ich gerade. Denn während seine Frau ihn vor der Nase hat, mit ihm reden darf und kann, ihn zur Rechenschaft zieht, ihm Sachen an den Kopf werfen kann (und dass nicht nur verbal!), sitze ich hier in meinen vier Wänden und weine. Ich warte auf ein Lebenszeichen von ihm...einen Versuch, mit mir zu reden (wie tausendmal zuvor!). Ich will Antworten - von ihm. Will ihn mit meiner Trauer, meiner Wut und Enttäuschung, meinen Gefühlen konfrontieren und seine Reaktion sehen!
    Und das Wissen, dass ich die "hoffnungslosere Baustelle" bin, tut weh. Denn deswegen wird er sich bei mir nicht mehr melden.

    Sie hat mich gefragt, ob ich ihn noch will? Ich wußte keine Antwort drauf. Ein Teil von mir schreit ja - und dann schreit ein anderer Teil (ich nenne das jetzt mal VERSTAND!) laut und grell NEINNN!!!
    Vielleicht empfindet sie ähnlich. Ist evtl. auch hin- und hergerissen zwischen Emotionen und Vernunft.

    Doch ich möchte mich mit ihr nicht verbrüdern. Ich weiß, dass wir beide an der Sache knabbern, aber jeder auf seine Weise. Schließlich hat ihr Mann sie betrogen. Auch sie wird mir Dinge neiden, die ich mit ihm erlebt habe.
    So neide ich ihr gerade den Status "Ehefrau". Weil sie - auch entgegen aller Vernunft - auf etwas hoffen darf. Sogar auf eine Versöhnung...

    Das einzige, was mich aufbaut, ist die Tatsache, dass ich die Beziehung - nein stopp...AFFAIRE! - beendet habe, bevor das nun mit seiner Frau rauskam. Ich habe es beendet, weil ich mich verleugnete und nicht mehr zufrieden war.
    Und trotzdem hat es unendlich wehgetan, als seine Frau mir erzählte, dass er just in dieser Nacht im Bett nach ihrer Hand greifen wollte...

    Meine kurze Geschichte...wollte sie nur mal loswerden. In Worten sehen... Wer will, kann sie gerne kommentieren.
    Freue mich über jede Art von Denkanstoss..Kritik, positiv oder negativ! Danke im voraus! Grüße
    Geändert von Phoebe34 (19.10.2008 um 15:10 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Und ich war doch nur eine Affaire... so fühlt die "Geliebte"

    Es auf Trennung hinauslaufen würde...

    ...Verlangte Entscheidungen...Ich habe das nie als Wettstreit gesehen.....und meine Bedenken jedesmal mit großem Aufwand zur Seite gewischt hat...Denn während seine Frau ihn vor der Nase hat, mit ihm reden darf und kann, ihn zur Rechenschaft zieht, ihm Sachen an den Kopf werfen kann (und dass nicht nur verbal!), sitze ich hier in meinen vier Wänden und weine.
    Ach Quatsch. Du wusstest ganz genau was Sache ist..ansonsten haettest du nicht Entscheidungen verlangt und Bedenken gehabt. Und nun ist dein Spiel mit der letzten Drohung nicht aufgegangen. Und du bist in der umgekehrten Situation.. jetzt sitzt sie am laengeren Hebel und du wartest was mit ihnen besprochen wird, so wie du vorher die Situation genossen hast hinter ihrem Ruecken ihn glaubtest manipulieren zu koennen.

    Nein, du hast es nicht als Wettstreit angesehen weil du nicht wusstest dass sie von dir wusste. Du hast geglaubt du zerrst ohne Konkurrenz an ihm rum dabei haben sowohl er als auch sie dich manipuliert. Ich wuerde mal sagen..Pech gehabt.

  3. Inaktiver User

    AW: Und ich war doch nur eine Affaire... so fühlt die "Geliebte"

    Vielleicht empfindet sie ähnlich. Ist evtl. auch hin- und hergerissen zwischen Emotionen und Vernunft.
    Nicht nur vielleicht, sondern sehr wahrscheinlich.

    Auch wenn´s Dich im akuten Schmerz nicht sehr trösten wird.
    Sei froh und dankbar, daß Du jetzt für Dich mit der Verarbeitung starten kannst.
    Für sie ist die Situation ungleich schwieriger, ER sitzt neben ihm im gemeinsamen Nest. Du hast Dein zu Hause als Burg.


    Halte die nächsten Wochen eine Kontaktsperre ein (auch wenn´s Dich quält) und sorge dafür, daß es Dir gut geht. Suche Ablenkung bei/mit Freunden und blende ihn weg so gut es geht.

    Ich habe mich in einen verheirateten Mann verliebt. Ich wusste von Anfang an, dass er vergeben ist – und aus diesem Grund zögerte ich zunächst. Er suchte die Gespräche, erklärte mir bis ins kleinste Detail, dass seine Ehe am Ende sei. Es auf Trennung hinauslaufen würde, aber bis zu meinem Auftauchen noch kein Anlass bestanden hätte. Er nannte es „die scheinbar intakte Komfortzone“....
    Wenn Dir das das nächste Mal passiert, soll sich der Kerl erst trennen, dann die Beziehung verarbeiten und vielleicht irgenwann später über etwas mit Dir verhandeln.

    Sei froh, daß es so und nicht anders gelaufen ist - wenn er von der Ehe in eine Beziehung mit Dir gestlopert wäre hättest Du doch vermutlich zweifeln können, wir beziehungsfähig er wirklcih ist.

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    AW: Und ich war doch nur eine Affaire... so fühlt die "Geliebte"

    @alyssumsaxatile
    In einer Sache hast Du recht: ich ahnte, was Sache ist. Sonst hätte ich nicht so oft Entscheidungen verlangt. Wollte nicht verlieren, sondern durch Druck Lösungen fordern.

    Falsch liegst Du mit der Annahme, dass ich es genossen habe. So easy wars leider nicht.

    Und falsch ist auch, dass "ich nicht wusste dass sie von mir wusste"
    Wir wußten beide voneinander (seit Wochen) - nur ahnte keiner genau, was der andere dem Mann bedeutet bzw. was jeweils passierte, wenn man mit ihm alleine war.

  5. Inaktiver User

    AW: Und ich war doch nur eine Affaire... so fühlt die "Geliebte"

    Falsch liegst Du mit der Annahme, dass ich es genossen habe. So easy wars leider nicht.
    Du wirst einige Postings lesen (müssen - oder auch drüberlesen), die in Dir (einer Frau, die einen verheirateten Mann zur Untreue ermutigt hat) die personifizierte Bosheit sehen oder Dir zumindest mal Deinen Schmerz einfach mal schadenfreudig gönnen.

    "ironiemodus an"
    Wie konntest Du auch nur!
    "ironiemodus aus"

    Ist halt passiert, lern was draus.
    Wärst Du nicht gewesen, wäre ER über irgendwann über eine andere Frau gestolpert...

  6. Inaktiver User

    AW: Und ich war doch nur eine Affaire... so fühlt die "Geliebte"

    nur ahnte keiner genau, was der andere dem Mann bedeutet bzw. was jeweils passierte, wenn man mit ihm alleine war.
    Phoebe.. sei doch nicht so naiv. Sie ist seine Frau. Glaubst du ernsthaft sie hat sich vorgestellt ihr zwei spielt Monopoly?
    Du warst diejenige die nicht wusste dass die beiden wohl noch eine Ehe haben. Und jetzt rufst du sie auch noch an? Glaubst dass sie sich da in die Karten hat schauen lassen? Sie hat dir das gezeigt was du sehen sollst.

    Du bist nicht nur von ihm manipuliert worden sondern wirst es jetzt auch noch von ihr. Ich persoenlich finde sie hat alles Recht dazu, denn du hast dich da eingemischt. Trotzdem solltest du fuer dich um dieses Wissens da ganz schnell deine Konsequenzen draus ziehen. Selbst wenn er jetzt zu dir kommt weil sie ihn rausschmeisst.. sie wird weiter dein Leben ganz gewaltig bestimmen und er weiter luegen. Hat er ja schonmal in Bezug auf dich gemacht.

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    AW: Und ich war doch nur eine Affaire... so fühlt die "Geliebte"

    Zitat Zitat von Phoebe34
    Hallo!


    Ich habe mich in einen verheirateten Mann verliebt. Ich wusste von Anfang an, dass er vergeben ist – und aus diesem Grund zögerte ich zunächst. Er suchte die Gespräche, erklärte mir bis ins kleinste Detail, dass seine Ehe am Ende sei. Es auf Trennung hinauslaufen würde, aber bis zu meinem Auftauchen noch kein Anlass bestanden hätte. Er nannte es „die scheinbar intakte Komfortzone“....

    Grüße
    Verbuche diese Erfahrung unter: LERNEN FÜRS LEBEN,
    das war scheinbar die falsche Reihenfolge, nicht jede Frau, die in die Rolle der "Geliebten" hineinrutscht, steckt das einfach so weg.

    Wobei ich mir denken könnte, die nächste Kandidatin, für den Herrn in der scheinbar intakten Komfortzone, steht schon in den Startlöchern
    "Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“

    Abraham Lincoln

  8. Inaktiver User

    AW: Und ich war doch nur eine Affaire... so fühlt die "Geliebte"

    Wärst Du nicht gewesen, wäre ER über irgendwann über eine andere Frau gestolpert...
    Also die Geliebten hier als Stolperstein zu betrachten ueber die ein verheirateter Mann mal hinfaellt und sich die Nase blutig hauen ist nun auch nicht gerade schmeichelhast.

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    AW: Und ich war doch nur eine Affaire... so fühlt die "Geliebte"

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Also die Geliebten hier als Stolperstein zu betrachten ueber die ein verheirateter Mann mal hinfaellt und sich die Nase blutig hauen ist nun auch nicht gerade schmeichelhast.

    OOOOchh, alyssum...... bei dem Frauenüberschuss, da fällt Mann schon in die eine oder andere Dame rein
    "Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“

    Abraham Lincoln

  10. User Info Menu

    AW: Und ich war doch nur eine Affaire... so fühlt die "Geliebte"

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du wirst einige Postings lesen (müssen - oder auch drüberlesen), die in Dir (einer Frau, die einen verheirateten Mann zur Untreue ermutigt hat) die personifizierte Bosheit sehen oder Dir zumindest mal Deinen Schmerz einfach mal schadenfreudig gönnen.
    Ja, das werd ich wohl. War mir klar, als ich den Button
    "neues Thema eröffnen" gedrückt habe. Zum "Abschuss" freigegeben sozusagen.
    Und ich selber bin nicht schuldlos. An dem ganzen Chaos. Das weiss ich. Aber lassen wir die Kirche mal im Dorf: ich habe ihn nicht verführt, noch gezwungen, noch sonstwas. Und zu meiner Rechtfertigung muss ich - wenn auch kleinlaut - sagen: es gab viele Anzeichen dafür, dass die beiden tatsächlich seit längerer Zeit nur noch eine "Ehe auf Papier" führen. Das dem nicht so war...jo...das weiß(!) ich spätestens jetzt auch!

    Aber ich habe auch nur das geschrieben, was ich JETZT fühle. Aber danke für die wahren Worte...

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