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    AW: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?

    Hast Du eigentlich schon Deine kleinen weissen Flügelchen?

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    AW: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das ist ganz einfach Schwachsinn.

    Die meisten Fremd****** die ich kennenlernen konnte (Männlein und Weiblein),
    waren genadu die, die bei einem möglichen Fremdgehen des Partners härtenst vorgehen. Ohne große Diskussion.

    Da ist das auf einmal ganz schlimm und böse................

    (Die Blödis, die nicht fremdgehen sind meistens die Blödis, die die Situation mit dem Partner aufarbeiten wollen, sich gar schuld geben.)
    Das ist absolut richtig. Mein fremdgehender Ex hatte mich mal im Verdacht, dass ich fremdgegangen sein könnte (was ich nicht bin).
    Bei jeder Gelegenheit hat er drauf hingewiesen, dass es für ihn ganz ganz schlimm sei, Vertrauen mißbraucht, ich bösartiger Mensch, man könne mir doch nicht trauen.
    Er machte einen auf tiefenttäuscht und völlig geschockt.
    Aber was er getan hatte war natürlich was völlig anderes.

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    AW: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?

    Zitat Zitat von corvus
    Ich kann nicht nur bellen sondern auch beissen.
    Wadenbeissen. Super.

    Zitat Zitat von corvus
    Ich erkannte, daß Selbstgerechtigkeit ein Suhlen in Arroganz ist.
    Warum läuft Dir eigentlich so der Geifer bei diesem Thema?
    Hast Du Dein eigenes kleines Waterloo erlebt? Napoleon wäre nicht besiegt worden, hätte er den Krieg nicht angefangen.
    Du hast das Thema nicht begriffen. Es wird ja gerne mal angebracht, dass die, die sich über Fremdgehen beschweren, selbst moralisch ja nicht so ganz einwandfrei sind.
    Nett. Die einen vera** ihren Partner und die anderen kriegen gesagt, ja aber du hast ja auch bestimmt irgendwo eine Macke..
    Das ist Kindergartenniveau. Kritik nicht annehmen zu können und direkt auf den anderen zu zeigen und den gleich mitzunehmen ins Boot der Anschuldigungen, das ist ja wirklich ganz grosses Tennis.
    Mit Selbstgerechtigkeit hat das wenig zu tun, wenn ich sage, ich möchte von meinem Partner nicht belogen und betrogen werden und zwar nicht nur hinsichtlich der Ausschliesslichkeit in Sachen Sex sondern es geht auch darum, dass ich sonst nicht von meinem Partner angelogen werden möchte.
    Das ist eine Frage von Vertrauen - Vertrauen kann aber nicht existieren wo es keine Basis dafür gibt.


    Zitat Zitat von corvus
    Die Gründe, welche zum Fremdgehen führen, reichen von Trieb bis Verzweiflung.
    Wenn dich der freundliche Wertpapierhändler deines Vertrauens übers Ohr haut - interessiert dich dann noch ob er aus Trieb oder Verzweiflung gehandelt hat?
    Geändert von Inaktiver User (16.10.2008 um 17:15 Uhr) Grund: Beitrag entschärft

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    AW: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?

    Zitat Zitat von corvus
    Hast Du eigentlich schon Deine kleinen weissen Flügelchen?
    Die sind schon alle an die fremdgehenden Menschenelendsbeseitiger vergeben.

  5. gesperrt

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    AW: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?

    Lieber Wadenbeisser als Arschkriecher.

    Aber kleffen kannst Du auch nicht gerade schlecht. Muss Dich ganz schön mitgenommen haben.

    Auch weisses Federvieh hat Flügel.

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    AW: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?

    Zitat Zitat von corvus
    Aber kleffen kannst Du auch nicht gerade schlecht. Muss Dich ganz schön mitgenommen haben.
    Da fehlt ein Ä

    Zitat Zitat von corvus
    Auch weisses Federvieh hat Flügel.
    Offensichtlich.

  7. gesperrt

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    AW: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?

    Ich schenke Dir gerne ein ä. Ein kleines. Wenn schon denn schon.
    Ich hätte auch noch ein Poliertuch, um die Erbsen von innen auf Hochglanz zu bringen.

  8. Inaktiver User

    AW: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?

    Zitat Zitat von Belisama
    Darum ging es hier in dieser Teilthread-Diskussion nicht. Sondern allein um die Tatsache, dass hier sich erhoben wird über andere, sich selbst für ein "besserer" Mensch gehalten wird - von vielen hier so literarisch praktiziert - da wird geschrieben man könne Fremdgänger nicht "achten", sie würden "eine Lüge leben" und seien "charakterlich schwache" Menschen.

    Aber SELBST in anderen Bereichen Lügen und Betrügen geht "okay"....
    Für mich "geht das nicht okay". Auch wenn jeder von uns tagtäglich lügt, ist mir Ehrlichkeit extrem wichtig. Das macht mich unbequem und durchaus eckig. Ich fasse mir lieber ein Herz und sage etwas, das nicht unbedingt höflich ist, aber Klarheit für meine Beziehungen bringt.

    Ich sage Dir, wie ich reagieren würde: (kann nur aus der Theorie sprechen, Betrug war in meinen festen Beziehungen nie existent) - ich wäre vermutlich verletzt DARÜBER. Aber ich würde ihn nicht deswegen als miesen Menschen mit schlechtem Charakter sehen.
    Woher willst Du das wissen, wenn Du praktisch in der Situation noch gar nicht warst?

    Die Theorien, die ich "vorher" hatte, hatten mit meinen Empfindungen beim tatsächlichen Ernstfall herzlich wenig zu tun. Niemand von uns weiss, wie er in einer emotionalen Ausnahmesituation reagieren wird.

    Ich erinnere mich gut an Deine und die Argumentation Deines "Helden", der eifrig beschrieb, dass es ja letztlich nur dem Glück seiner Partnerin diene, sie unmündig wie ein Kind zu halten, um seine eigene Bequemlichkeit nicht zu gefährden.

    Achtung, jetzt kommen sehr ehrliche, eckige, emotionale und persönliche Worte: Ich könnte wirklich k..., wenn ich so etwas lese. Die Arroganz, die aus dieser bigotten, doppelzüngigen Haltung spricht, empfinde ich als verachtend, abwertend und pervers. Eine Beziehung, die auf diese Weise gelebt und geführt wird, strotzt nur so vor doppelten Botschaften. Welchen Schaden dies in den beteiligten Kindern anrichtet, darüber darf jeder gern bei Gelegenheit nachlesen. Es ist absurd anzunehmen, die Kinder wüssten nichts von den Familiengeheimnissen.

    Der "Hammer" für mich war nicht der Sex, sondern der Betrug, die Lüge, insbesondere auch deshalb, weil ich vom ersten Moment an wusste, was da lief. Es war demütigend, es dennoch meinem Partner auf den Kopf zusagen zu müssen. Ich hätte ihm damals mehr Format zugetraut, mehr Standing und Mut, selbst und aus eigenem Antrieb zu sprechen.

    Dieser Betrug war es, der uns beinahe den Hals gebrochen hätte, weil er die Basis unserer Beziehung torpedierte.

    Ich werde niemals akzeptieren, dass ein anderer Mensch sich anmasst, für mich Entscheidungen zu treffen.

    Mit dem, was IST, kann ich umgehen, auch wenn das Sex mit einer anderen Frau (mehreren anderen Frauen.. anderen Männern) ist. Da lassen sich Regelungen finden. Aber Lüge und Betrug empfinde ich als das Letzte - ich möchte über Veränderungen, die uns beide betreffen, informiert werden, und zwar aus dem Munde meines Partners. Mein Bauch sagt mir sowieso, was Sache ist, aber das ist nicht der Punkt. Es ist für mich ein Zeichen von Respekt und Beziehung auf Augenhöhe, einander mit Offenheit und Ehrlichkeit zu begegnen. Wo dieser Respekt fehlt, gibt es keine Basis.

    Sondern den "Betrug" (wobei ich mich immer noch frage, ob es menschlich überhaupt über Jahrzehnte "richtig", "sinnvoll" und "möglich" ist, monogam zu sein bzw. den Wert einer Beziehung allein daran festzumachen erscheint mir doch sehr oberflächlich) als etwas sehen, was mit uns, mit unserer Beziehung zu tun hat, an der Beziehung an der ich auch Anteil habe.
    Geschenkt. Das ist für mich selbstverständlich. Eine Beziehung ist keine Einbahnstrasse. Aber wie soll ich meinen Teil dieser Beziehung vollumfänglich mitgestalten, wenn mir wichtige Informationen vorenthalten werden? Die Chance dazu wird jedem Menschen, der belogen und hintergangen wird, genommen. Und wenn ich lese, welch "edle" Motive angeblich dahinter stecken, kann ich nur den Kopf schütteln.

    Mir stinkt dieses "ich bin ja besser als Du gehabe". Ich möcht gar nicht wissen, wieviele Menschenleben mein Geliebter im Sudan, in Äthiopien und in anderen Kriegsgebieten bereits gerettet hat. Er spricht nicht darüber, aber er tat es. Und über so jemand meint sich ein selbstgerechter Mensch zu stellen? Weil er nicht nach dessen Moralbegriffen lebt, glaubt ein völlig fremder Mensch, "besser" zu sein als er? Oder als ich?
    So what? Jeder Mensch tut Dinge, die lobenswert und gut sind, und andere, die er lieber unter den Teppich kehren würde. Das eine relativiert nicht das andere. Ein Mensch, der Gutes tut, sammelt dadurch keine Punkte, die ihm gestatten, an anderer Stelle Schwein zu sein.

    Warum fällt es Dir so schwer zu akzeptieren, dass ein Mensch, der Gutes tut, auch Idiot, Missbraucher und Betrüger sein kann, und im Falle Deines "Geliebten" ist? Beides gehört zu ihm. Es wäre nur nett, wenn er langsam mal erwachsen werden, beide Seiten anerkennen und dazu stehen könnte. Das würde in meinen Augen Grösse zeigen, Affäre hin oder her.

    Im letzten Monat sass ich nächtelang am Bett einer sterbenden Frau, deren 4(!) Kinder - alle aus "guten Familien", in denen "Fremdgehen" selbstverständlich auch nicht vorkommt, wo jeden Sonntag schein-heilig in die Kirche gegangen wird sich nicht EINER in den letzten Lebenstagen seiner Mutter bei ihr blicken liess. Da die Mutter immer wieder danach fragte, rief ich sie einen nach dem andern an und bekam zur Antwort "keine Zeit", "sie sind ja da", "mich ekelt der Tod an" und (top of the pops) "ich muss mich um den Nachlass kümmern".
    Was hat das nun wieder mit Betrug zu tun? Mir scheint, hier könnte tatsächlich viel eher so etwas wie Ehrlichkeit im Spiel sein. Weisst Du, was diese Mutter ihren Kindern ggf. angetan hat? Ich verrate Dir etwas: Ich werde ganz sicher nicht am Sterbebett meiner Mutter sitzen, auch dann nicht, wenn mich jemand wie Du, der keine Ahnung von unserer Familiengeschichte hat, anruft. Dieser Jemand wird dann genau wie Du über mich denken.

    Er weiss nicht, was meine Mutter getan hat, als ich selbst klein und hilflos war. Er weiss nicht, dass ich in meinem Kontaktabbruch zu meiner Mutter als Erwachsene etwas EHRLICHES getan, und unsere Beziehung geklärt habe.

    Macht es Dich eigentlich nicht stutzig, dass offenbar ALLE Kinder so agieren?

    Mich macht "das" ebensowenig zu einem "guten" oder "besseren" Menschen wie mein Geliebtendasein mich zu einem "schlechteren" Menschen macht. Ich tu das auch nicht für Anerkennung oder dergleichen.
    Schön, dass Du aufhörst, das eine mit dem anderen zu verquicken.

    Aber mich widert es mittlerweile wirklich an, dass Menschen sich anhand eines Aspektes über einen anderen Menschen erheben und meinen, sie seien "besser" und "wertvoller" und "achtenswerter". Selbst aber in anderen Bereichen sich wirklich mies verhalten und -wenn man mal genau hinsieht - ebenfalls "lügen" und "betrügen".
    Ich halte mich nicht für besser. Aber ich halte mich für ehrlicher und respektvoller als jemand, der zu dem, was er tut, nicht stehen kann, der es verbergen, verschleiern, und andere über sein Wesen im Unklaren lassen muss. Damit bin ich gleichzeitig unbequemer, eckiger, möglicherweise verletzender. Was ist besser, was ist schlechter? Darüber darf sich gern jeder sein eigenes Urteil bilden.


    Grüssle
    Seawasp
    Geändert von Inaktiver User (16.10.2008 um 17:05 Uhr)

  9. gesperrt

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    AW: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?

    Jetzt musste ich gerade in mein Taschentuch schneuzen. So ergriffen bin ich.

  10. Inaktiver User

    AW: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?

    Zitat Zitat von corvus
    Jetzt musste ich gerade in mein Taschentuch schneuzen. So ergriffen bin ich.
    Und? Denkst Du, das interessiert wen?

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