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    AW: Umfrage/Sammlung von Begründungen: Warum gehst Du fremd?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Was denn? Muss ich wahrscheinlich noch beim fremdgehen herausfinden. Hilfe! Ich wollte nur Spaß und dann das. Nein, ich will besser gar nichts tiefgreifendes mehr rausfinden derzeit. Es reicht schon so.
    Schade..

  2. Inaktiver User

    AW: Umfrage/Sammlung von Begründungen: Warum gehst Du fremd?

    Zitat Zitat von Divino
    Das kommt doch dem Punkt schon viel eher nahe, warum die Affäre eingegangen wird. Zwei Menschen, die sich gegenseitig nicht geben, was sie brauchen, aber dennoch irgendeinen Grund dafür haben, warum sie ihr Leben in der gleichen Wohnung verbringen wollen. Die Frage danach, warum man diese Lebensvariante gewählt hat, ist letztlich der Schlüssel zu der Frage, warum man dieses Defizit ausserhalb der "Partnerschaft" zu kompensieren versucht. Anderenfalls würde man sich ja trennen. Aber auch diese weitergeführte Hauptbeziehung hat ja seinen Zweck, sonst bräuchte man sie nicht.
    Nein, Divino, eben NICHT NUR. Mein Beispiel ist nur EIN Grund dafür, sich auf etwas Neues einzulassen.

    Bei mir hatte die Beziehungsarbeit mit meinem Mann ein Ende. D.h. wir waren an einem Punkt, an dem ich - nach Jahren versuchtem Reden, versuchten Drängen zur Paartherapie - selber zu einer Coacherin/Psychologin ging (er wollte partout NICHT reden). Wir haben zwei Kinder und es war für mich ein ganz gewichtiger Grund, die Familie zu erhalten.
    Wir haben uns dann auf eine offene Beziehung geeinigt. Ging allerdings nach hinten los, denn innerhalb von 3 Jahren war ich so dick und fett verliebt und konnte nicht mehr in der Ursprungsbeziehung verbleiben, weil es mich innerlich zerrissen hat.
    Getrennt habe ich mich von meinem Mann übrigens OHNE jede Option auf einen neuen Partner, denn ich bin in eine Zweitbeziehung geraten, die eben "nur" für die Ergänzung zuständig sein sollte.

    Mein Mann und ich haben dann noch 1,5 Jahre als WG weitergelebt. Es ging aber nicht mehr. Heute ist er mir dankbar, dass ich den Schnitt zog. Es war für uns alle keine gute Zeit.

    Ich kenne dennoch auch Menschen, die Affären haben wegen anderer Neigungen, hier war ein Beitrag dazu. Ihren Partner aber dennoch lieben und in einer guten Ehe (oftmals mit Kindern) leben.

    Genauso gibt es Menschen, die von ihrem Partner - auch Frauen - sexuell links liegen gelassen werden. Und die DENNOCH ihren Partner lieben. Mir ist eine Frau bekannt, die fast wahnsinnig wird darüber, aber nicht fremd geht. Ob sie das später nichtmal bitter bereut? Sie steckt in der Blüte ihres Lebens, ü40 und leidet massivst und gibt die Liebe für ihren Mann (und die Familie) nicht auf. Ich finde das - für mich - kein anzustrebendes Heldentum, aber ich respektiere es.

    Ich bin heute - manchmal - so weit, dass ich überlege, ob mein Weg der bessere für mich gewesen ist (und die Frage nach den Kindern drängt sich immer wieder auf, Schuldkomplexe lassen grüßen), aber dann muss der Himmel schon sehr düster sein.

    Ich mag nur diese Pauschalaburteilungen nicht, daher meine Wortmeldung.
    Geändert von Inaktiver User (06.10.2008 um 21:35 Uhr)

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    AW: Umfrage/Sammlung von Begründungen: Warum gehst Du fremd?

    Da kann ich vieles nachvollziehen.



    Prijon

  4. Inaktiver User

    AW: Umfrage/Sammlung von Begründungen: Warum gehst Du fremd?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich bin heute - manchmal - so weit, dass ich überlege, ob mein Weg für der bessere für mich gewesen ist (und die Frage nach den Kindern drängt sich immer wieder auf, Schuldkomplexe lassen grüßen), aber dann muss der Himmel schon sehr düster sein.

    Ich mag nur diese Pauschalaburteilungen nicht, daher meine Wortmeldung.
    Ich finde das gut, was Du schreibst und in der Tat kann ein Therapie, eine offene Beziehung und ein Sprung und dann vielleicht eine echte Liebe eine Entscheidung herbeiführen und eine Verstrickung lösen und vielleicht ist dann dieser erarbeitete und schon offene Übergang nachvollziehbarer und klarer.
    Ich glaube aber, dass man als getrenntes Paar trotzdem den Kindern ein sehr gutes Elternpaar sein kann, wenn das alles verarbeitet ist. Besser vielleicht als so weiterzuleben und im Unglück zu verharren und das den Kindern vorzuleben.

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    AW: Umfrage/Sammlung von Begründungen: Warum gehst Du fremd?

    @narrare: auch von mir - *ausspreche Hochachtung*

    Grüsse, Belisama

  6. Inaktiver User

    AW: Umfrage/Sammlung von Begründungen: Warum gehst Du fremd?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich glaube aber, dass man als getrenntes Paar trotzdem den Kindern ein sehr gutes Elternpaar sein kann, wenn das alles verarbeitet ist. Besser vielleicht als so weiterzuleben und im Unglück zu verharren und das den Kindern vorzuleben.
    Ja, das versuchen wir und wir sind auf einem guten Weg. Vielleicht auf dem Weg, wirklich Freunde zu werden. Als Mensch mag ich meinen Mann immer noch sehr und unsere Kinder spüren unsere Kooperation. Und sie haben das Glück, BEIDE Eltern zu erfahren und im Hintergrund zu spüren.

    An meinem Ex-LG habe ich genau das andere kennen gelernt und dessen Kinder tun mir unendlich leid. Hineingeraten in eine Schleife von Hass und Manipulation auf ihren zerbrechlichen Rücken, weil die Eltern die Paarebene nach nunmehr 2,5 Jahren Trennung immer noch mißbrauchen. Aber das ist wieder ein anderes Thema und - zum Glück - nicht mehr meines.

    Danke! An alle, die sich heute mit mir ausgetauscht haben auch "drüben" im "Gebrauchten-Forum".

    Ich hab' mir heute den Mund fusselig geschrieben (kinderfrei und ein bißchen nebenher gearbeitet), tat gut. Ich arbeite wohl einiges ab.

    Gute Nacht.

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    AW: Umfrage/Sammlung von Begründungen: Warum gehst Du fremd?

    Ich arbeite wohl einiges ab.
    Tun viele hier. Und nicht nur ab. Ist okay, oder?

    Prijon

  8. Inaktiver User

    AW: Umfrage/Sammlung von Begründungen: Warum gehst Du fremd?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ja, das versuchen wir und wir sind auf einem guten Weg. Vielleicht auf dem Weg, wirklich Freunde zu werden. Als Mensch mag ich meinen Mann immer noch sehr und unsere Kinder spüren unsere Kooperation. Und sie haben das Glück, BEIDE Eltern zu erfahren und im Hintergrund zu spüren.
    Dir auch eine gute Nacht. Man ist gemeinsamen Kindern das quasi schuldig, dass man den anderen noch mag und gut mit ihm kooperiert und auch mal was Positives über den Ex sagt oder sich nett mit ihm unterhält. So ganz normal sollte das sein. Mich macht alles andere auch traurig und zum Glück habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Ex. Ich erzähl sogar manchmal meinen Kind, was wir zusammen schönes unternommen haben, wie Reisen etc..

  9. Inaktiver User

    AW: Umfrage/Sammlung von Begründungen: Warum gehst Du fremd?

    Zitat Zitat von Prijon
    Tun viele hier. Und nicht nur ab. Ist okay, oder?

    Prijon
    Du meinst auch "auf"? Wenn das so ist, ist das sehr okay, ich merke schon bei mir ein paar Dinge, die Stück für Stück aufbrechen bzw. mich zwingen NOCH deutlicher hinzusehen.

    Aber ich bin - mal wieder - erst am Anfang.
    Mittlerweile habe ich den Eindruck, es gibt so "Schübe" im Leben, Erfahrungsschübe, wie man das auch immer nennen mag. Wenn das Leben plötzlich, warum auch immer, aus den Fugen gerät und man gezwungen ist, sich den Dingen zu stellen, die man lange von sich gewiesen hat. *philosophier*...

  10. Inaktiver User

    AW: Umfrage/Sammlung von Begründungen: Warum gehst Du fremd?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Dir auch eine gute Nacht. Man ist gemeinsamen Kindern das quasi schuldig, dass man den anderen noch mag und gut mit ihm kooperiert und auch mal was Positives über den Ex sagt oder sich nett mit ihm unterhält. So ganz normal sollte das sein. Mich macht alles andere auch traurig und zum Glück habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Ex. Ich erzähl sogar manchmal meinen Kind, was wir zusammen schönes unternommen haben, wie Reisen etc..
    Ob man ihn mögen muss, je nachdem was vorgefallen ist, ich weiß nicht, ob dazu jeder Mensch in der Lage ist. Aber diese Paarebene aufzuheben bzw. zu trennen von der Elternebene, dazu sollte man, wie tief es auch verletzt (hat), irgendwann wieder fähig sein. Indem man den Ex-Partner vor den Kindern (auch non-verbal) zutiefst verachtet und das auf Jahre nach der Trennung, demonstriert man dem Kind ständig, dass auch ein Teil seinerselbst "schlecht" ist. Die Folgen, die sich daraus lebenslang für diese Kinder ergeben sind nicht abzusehen.
    Ich kenne eine Frau, die sich zum Lebensinhalt gemacht hat, das "neue" Leben ihres Ex zu torpedieren, damit er ja nicht glücklich ist und immer schön die Kinder dazu benutzt hat. Ihre eigenen. Mich macht das fassungslos, aber, wie schon gesagt, anderes Thema, andere Baustelle, nicht mehr meine.

    Schön, dass es bei Dir/Euch so klappt. Es ist so wichtig für unsere Kinder! Viel Glück weiterhin,

    narrare.

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