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  1. Inaktiver User

    AW: Wart Ihr durch Nichtwissen glücklicher?

    Was mich auch am meisten verletzte war der Vertrauensbruch. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen das Sie fähig ist mich über Wochen anzulügen und ein Paralellleben führen kann. Als ich es erwähnte das etwas nicht stimmt, habe ich mich noch schlechter gefühlt. Sie brauche mehr Zeit für Sich.
    Als ich herausfand das Sie in 3 Wochen 2 Männer getroffen hat,auch wenn es noch nicht zu Berührungen kam, hat dieser Vertrauensbruch mein ganzes Fundament aufgwühlt. Das ist leider erst seit 2 Monaten her. Sie, und Ich, sind nicht mehr die gleichen Menschen, es ist wie schizophrenia, eine Sekunde fühlt sich alles normal an, und dann kommen wieder diese Bilder des Betrugs.
    Bin in einer Metamorphose, würde aber gerne das Rad retour drehen. Ja, möchte ich.

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    AW: Wart Ihr durch Nichtwissen glücklicher?

    Somit kann ich es nicht beurteilen. Generell kann ich mir eine Beziehung, in der man solche Dinge über längere oder gar lange Zeit verheimlicht nicht vorstellen, ich denke bei uns würde es beiden relativ sofort auffallen, dafür leben wir zu intensiv miteinander. Somit kann ich nicht beurteilen, wie es ist so etwas nicht zu wissen.
    Ich finde da liegt der Untschied zwischen es ahnen und es tatsächlich wissen, also es vom Partner bestätigt bekommen.

    Bei mir war es so, dass ich im ersten Moment, als mein Mann mir beiläufig erzählt hat, dass er "sie" als gute Freundin von einem Freund zufällig mit diesem zusammen getroffen habe, wußte, dass da irgendwas ist, obwohl er sich da - angeblich - nicht mal an ihren Namen erinnern konnte. Als ich sie dann auf einem Bild sah, war mir alles klar. Denn ich kenne meinen Mann, weiß, welche Frauen ihm gefallen und wie seine Stimme sich verändert, wenn er versucht möglichst beiläufig zu klingen.

    Zum wirklichen "Wissen" war dann aber noch ein langer Weg, was vor allem daran lag, dass es nur wenige, meist kurze Treffen gab, die fast immer hinter einem tatsächlichen Termin lagen und diesen nur um ein oder zwei Stunden verlängert haben. Außerdem hat er als gute Freundin eines Freundes, die ihm auch sympatisch ist, immer mal von ihr gesprochen und auch in meinem Beisein mit ihr telefoniert, sie manchmal auch mit der ganzen Clique zusammen getroffen.
    Ich war eifersüchtig auf sie, er hat mir aber - zeitweise erfolgreich - eingeredet, dass das mein Fehler sei. Meine Eifersucht und die daraus resultierenden Streits hat er dann übrigens auch genutzt, um sie zu treffen, unter dem Vorwand, allein sein zu müssen, um über alles nachdenken zu können. Leider habe ich ihm auch den Gefallen getan, nach einem Streit zu einer Freundin zu fahren, was ihm wiederum die Chance gegeben hat, sie ohne mein Wissen zu treffen.
    Mein Mann hat mir darüber hinaus immer sehr viele, sehr liebe SMS geschickt, wenn er mit ihr unterwegs war und sogar das ein oder andere Mal das Restaurant etc. verlassen, um mich anzurufen.

    Es kann also durchaus sein, dass man in einer sehr engen Beziehung lebt und es trotzdem über einige -begrenzte- Zeit nicht weiß. Bei mir ist es aber auch in so fern ein besonderer Fall, dass es nie um Gefühle, nie um Zärtlichkeit ging, sondern nur um eine Freundschaft mit gelegentlichen sexuellen Handlungen, alles andere hätte ich vielleicht noch stärker geahnt.
    Die Geschichte, dass man sogar mit Mann und der Geliebten an einem Tisch sitzt, ohne was zu merken, ist mir völlig unerklärlich.

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    AW: Wart Ihr durch Nichtwissen glücklicher?

    Ich habe beides erlebt.
    Beim ersten Mann war ich jung, habe aber durchaus gespürt, dass was schief läuft, habe auch nachgefragt und wurde belogen.
    Irgendwann habe ich es ihm auf den Kopf zugesagt, auch da hat er noch geleugnet...er wurde aber gesehen und ich bin dieser Person heute noch dankbar, dass sie mir dies erzählt hat. Für mich ist damals eine Welt zusammengebrochen und ich habe mich lange gefragt, ob ich es vielleicht nicht sehen wollte (ich denke es stimmt zum Teil).
    Ich habe 6 Jahre gebraucht um mich von diesem Schlag zu erholen, wir reden heute kein Wort mehr miteinander, zu tief sitzt die Respektlosigkeit (zumal er mich auch noch angerufen hat und erzählt hat wie sehr ich ihm fehle, weinend).
    Er war absolut feige und respektlos, ich habe mich jahrelang gefragt, ab wann eigentlich alles gelogen war. Leider haben auch meine Erinnerungen keinen positiven Wert mehr, es bleibt der schale Geschmack von vorne bis hinter verarscht worden zu sein.
    Mir wäre damals eine offene Aussprache (bevor er Sex mit ihr hat) schon lieber gewesen. Ich denke ich wäre verletzt gewesen, hätte es aber auch verstehen können.

    Beim zweiten Mann haben wir vereinbart ehrlich zueinander zu sein. Er hat genug Mumm gehabt zu komme und zu sagen:"Es tut mir sehr leid und ich weiss dass es Dir weh tut, aber ich habe mich verliebt"...ja es tat verdammt weh, aber diesen Mann respektiere ich heute noch, wir sind immer noch befreundet und ich wünsche ihm alles Glück der Welt.

    Beim Mann Nr. 1 durfte ich mich dann hinterher noch 6 Wochen fragen, ob ich mir nicht unwissentlich was eingefangen habe....war eine superklasse Zeit *ironieaus*.

    Ich merke gerade, es macht mich immer noch wütend und das nach numehr 10 Jahren....

  4. Inaktiver User

    AW: Wart Ihr durch Nichtwissen glücklicher?

    Zitat Zitat von Josi28
    Ich finde da liegt der Untschied zwischen es ahnen und es tatsächlich wissen, also es vom Partner bestätigt bekommen.

    Bei mir war es so, dass ich im ersten Moment, als mein Mann mir beiläufig erzählt hat, dass er "sie" als gute Freundin von einem Freund zufällig mit diesem zusammen getroffen habe, wußte, dass da irgendwas ist, obwohl er sich da - angeblich - nicht mal an ihren Namen erinnern konnte. Als ich sie dann auf einem Bild sah, war mir alles klar. Denn ich kenne meinen Mann, weiß, welche Frauen ihm gefallen und wie seine Stimme sich verändert, wenn er versucht möglichst beiläufig zu klingen.

    Zum wirklichen "Wissen" war dann aber noch ein langer Weg, was vor allem daran lag, dass es nur wenige, meist kurze Treffen gab, die fast immer hinter einem tatsächlichen Termin lagen und diesen nur um ein oder zwei Stunden verlängert haben. Außerdem hat er als gute Freundin eines Freundes, die ihm auch sympatisch ist, immer mal von ihr gesprochen und auch in meinem Beisein mit ihr telefoniert, sie manchmal auch mit der ganzen Clique zusammen getroffen.
    Ich war eifersüchtig auf sie, er hat mir aber - zeitweise erfolgreich - eingeredet, dass das mein Fehler sei. Meine Eifersucht und die daraus resultierenden Streits hat er dann übrigens auch genutzt, um sie zu treffen, unter dem Vorwand, allein sein zu müssen, um über alles nachdenken zu können. Leider habe ich ihm auch den Gefallen getan, nach einem Streit zu einer Freundin zu fahren, was ihm wiederum die Chance gegeben hat, sie ohne mein Wissen zu treffen.
    Mein Mann hat mir darüber hinaus immer sehr viele, sehr liebe SMS geschickt, wenn er mit ihr unterwegs war und sogar das ein oder andere Mal das Restaurant etc. verlassen, um mich anzurufen.

    Es kann also durchaus sein, dass man in einer sehr engen Beziehung lebt und es trotzdem über einige -begrenzte- Zeit nicht weiß. Bei mir ist es aber auch in so fern ein besonderer Fall, dass es nie um Gefühle, nie um Zärtlichkeit ging, sondern nur um eine Freundschaft mit gelegentlichen sexuellen Handlungen, alles andere hätte ich vielleicht noch stärker geahnt.
    Die Geschichte, dass man sogar mit Mann und der Geliebten an einem Tisch sitzt, ohne was zu merken, ist mir völlig unerklärlich.

    Du sprichst mir aus der Seele, er hatte es ja auch immer erzählt, wo er soundso kennengelernt hat (ich weiß wann, somit kann es auch nicht schon vorher und länger gelaufen sein), auf einmal: soundso die macht dies, soundso die macht das, darum war ich von Anfang an hellhörig und wußte es sofort. Als ich dann mehrer Dinge zusammengereimt hatte, bin ich auf Augenscheinliches gestossen und wie gesagt, danach wurde es ja auch bestätigt von ihm. Dass es nicht unmöglich ist, dass so etwas passiert, ist mir auch klar. Nur dass man es ewig nicht merkt und vor allen Dingen mit dem/derjenigen an einem Tisch sitzt ohne es zu merken, oh no, das hört man dann tatsächlich....

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    AW: Wart Ihr durch Nichtwissen glücklicher?

    Leider ist es ja auch so, dass der/die Betrügende wohl häufig auch nicht daran spart den Betrogenen noch mehr zu verunsicheren und herab zu würdigen, indem ( ist ja auch häufiger in der Bricom der Fall ) interessanterweise dem Betrogenen die "Schuld" an allem gegeben wird.
    Ich finde das aus meinem jetztigen Blickwinkel eine sehr unreife Art zu agieren.
    Insbesondere, da sie bei meinem NoMa ( Scheidung läuft ) immer noch anhält.
    Sich trennen, wenn eine Beziehung für einen nicht gut läuft, gut und schön- Sich via "Liane" ausklinken und den anderen, außer, dass man ihm den Boden unter den Füßen weg zieht, auch noch mit Schuldzuweisungen zu überhäufen ist doch fragwürdig.
    Viele der neuen PartnerInnen sollten sich doch mal fragen, ob sie nicht irgendwann genauso dastehen und dann sind sie eben die "Schuldigen".
    Eine gewünschte Veränderung läßt sich nicht so einfach mit einer neuen Beziehung herbeiführen, wenn man selbst immer in der gleichen Weise weitertickt. Auch diese Beziehung wird mal zwei, drei oder mehr Jahre dauern und was dann?
    Ich denke die Ehrlichkeit sollt man nicht nur dem ( Ex- ) Partener gegenüber zeigen sondern auch sich selbst gegenüber.

    Liebe ist keine Bank, auf der man sich ausruhen kann bis sie zusammenbricht

  6. Inaktiver User

    AW: Wart Ihr durch Nichtwissen glücklicher?

    ich habe mich jahrelang gefragt, ab wann eigentlich alles gelogen war. Leider haben auch meine Erinnerungen keinen positiven Wert mehr, es bleibt der schale Geschmack von vorne bis hinter verarscht worden zu sein.

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    AW: Wart Ihr durch Nichtwissen glücklicher?

    Zitat Zitat von wolkennavigator
    I.
    ich habe mich jahrelang gefragt, ab wann eigentlich alles gelogen war. Leider haben auch meine Erinnerungen keinen positiven Wert mehr, es bleibt der schale Geschmack von vorne bis hinter verarscht worden zu sein.
    Das, denke ich, wird oft unterschätzt (nicht zuletzt vom Betrüger selber): daß ein Betrug (zumindest für mich) auch alles entwertet, was vorher war.
    Unsere Konflikte, der Streit während der Affairenzeit waren weiß Gott nicht angenehm, aber wenigstens authentisch. Die Momente, bei denen mir noch im nachhinein die Galle hochkommt, waren die (vermeintlich) "harmonischen" und "intimen". Ich knabbere immer noch daran, ihm (und mir) die guten Dinge zu verzeihen und bin sehr froh, daß es wenigstens keine parallelen sexuellen Beziehungen zu "ihm" und "ihr" gab

    PS: Ein Hauptbeweggrund, "es" früher wissen zu wollen, wäre für mich, mit weniger Erinnerungen an diese "schönen" Momente leben zu müssen
    Geändert von Bauschundbogen (26.09.2008 um 17:02 Uhr) Grund: Ergänzung

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    AW: Wart Ihr durch Nichtwissen glücklicher?

    Hallo Dieclou,

    diesen Teil deines Beitrags finde ich beim zweiten Lesen sehr interessant.

    Zitat Zitat von Dieclou
    Die Frage finde ich interessant - glaube aber nicht, dass es darauf allzu viele ehrliche Antworten geben wird. Ich habe manchmal den Eindruck, dass es eine Reihe von Betrogenen hier im Forum gibt, die am liebsten den Status Quo vor Auffliegen zurückhaben wollen und sich lieber (noch) nicht damit auseinandersetzen, dass die Affäre auch für irgendetwas steht. Und sei es nur für eine charakterliche Seite des Betrügers, welche die Gesamtrechnung aber erheblich verändert.
    Glaubst du, daß es auch manche Frauen als ehrenrührig erachten würden zuzugeben, daß sie sich dem Wissen (und den daraus u.U. folgenden Konsequenzen) aktuell oder auch dauerhaft nicht gewachsen fühlen?
    (was ich durchaus z.T. nachvollziehen kann, fühte ich mich doch durch das "Auffliegen" zu einem Zeitpunkt zur Auseinandersetzung genötigt, an dem ich dazu eigentlich gar nicht fähig war)

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    AW: Wart Ihr durch Nichtwissen glücklicher?

    Liebe Anni,

    nicht, dass wir uns missverstehen: Ich hatte es so gemeint, wie Du. In einer Beziehung, in der sich zwei Menschen nahestehen, ist es auch nach meiner Auffassung nicht möglich, dass eine (wie auch immer geartete) emotionale Beschäftigung des Partners mit einem anderen Menschen über längere Zeit unbemerkt bleibt, bis man quasi von außen darauf gestoßen wird. Das Realisieren, die Konsequenzen, ist dann kontextabhängig. Ich glaube aber, dass in so einem Fall die Frage gar nicht steht, ob es besser gewesen wäre, nichts zu wissen. Das ist eine Frage für Menschen, die einfach im Status Quo verharren wollen - unabhängig davon, ob beide immer noch den gleichen Blick auf den Status Quo haben. Das sind Menschen, die stabile Beziehungen gelebt haben und denen das gereicht hat. Und die sich dann auf die Gelegenheitsstruktur fokussieren. Wäre er/sie nicht gewesen, wäre alles so weitergegangen wie bisher. Aber ist das wünschenswert?

    Es gibt in der Konfliktforschung einen negativen und einen positiven Friedensbegriff. Ersterer meint schlicht die Absenz militärischer Konflikte, letzterer bezieht ein paar mehr Faktoren ein, die sich unter dem Strich mit Bedürfnisbefriedigung zusammenfassen lassen. So ähnlich ist das in Beziehungen auch. Man kann sie als "gut" definieren, wenn unerträgliche Zustände wie Gewalt, Alkoholmissbrauch, eine unterschwellig aggressive Stimmung fehlen. Oder man legt ein paar mehr Maßstäbe an. Und wie gesagt: In dem Falle stellt sich die Eingangsfrage nicht.

    Die Nähe zwischen Menschen wird zweifelsohne durch die räumliche Distanz beeinflusst. Aber die grundsätzliche Ursache für Entfremdung scheint mir stets zu sein, dass man eine Beziehung fraglos als gegeben hinnimmt. Als Zustand. Nicht als Prozess.

    Beste Grüße
    Babette
    Geändert von Dieclou (26.09.2008 um 17:37 Uhr)

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    AW: Wart Ihr durch Nichtwissen glücklicher?

    Liebe Bauschundbogen,

    ja, das kann ich mir vorstellen. Ich werte das nicht. Das steht mir nicht zu. Ein solches konfliktvermeidendes Verhalten sagt aber zwangsläufig etwas über das Machtverhältnis innerhalb der Beziehung aus. Das kommt ja nicht über Nacht. Dann verstehe ich auch die Fokussierung auf den/die Geliebte, die dazu zwingt, sich mit den Dingen auseinanderzusetzen. So sehe ich das im Kontext der häufigen Aussage: "Was hat er/sie denn, die Beziehung war doch gut". Das stelle ich fundamental in Frage. (Wobei ich ausdrücklich hinzufügen möchte, dass eine "ungute" Beziehung kein Freifahrtsschein für den Seitensprung ist. Gute Konfliktbewältigung sieht anders aus.)
    Beste Grüße
    Babette

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