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  1. Inaktiver User

    AW: Ehefrau und Familie von Geliebten kennengelernt - und nu?

    Zitat Zitat von Schussel
    Ich möchte nicht moralisch über Dich urteilen, das steht mir nicht zu. Aber wie würdest Du Dich denn als Ehefrau fühlen, gerade wenn Du ihm so etwas niemals zutrauen würdest? Du weißt, was gespielt wird, seine Ehefrau leider nicht. Und wenn sie es erfährt bricht für sie doch eine Welt zusammen.
    Ich glaube, dass sie das weiß und genau aus diesem Grund wird sie ja auch der Ehefrau nichts sagen.

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    AW: Ehefrau und Familie von Geliebten kennengelernt - und nu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich glaube, dass sie das weiß und genau aus diesem Grund wird sie ja auch der Ehefrau nichts sagen.
    Ich würde es auch nicht richtig finden, wenn die TE die Ehefrau aufklären würde. Mir ging es mehr um Empathie......

  3. Inaktiver User

    AW: Ehefrau und Familie von Geliebten kennengelernt - und nu?

    Ernstgemeinte Frage, bitte - falls dazuinterpretiert - den spöttischen Unterton streichen.
    ot.. ich habe mir abgewoehnt mir "Toene" in Forumspostings dazuzudenken. Wir sind erwachsene Menschen, da sollte das geschriebene Wort ausreichen. Wer glaubt Toene zu hoeren hoert dasselbe Posting uebermorgen anders..

    gibt es DIE Regeln des zwischenmenschlichen Zusammenseins? Und WER hat die definiert?
    Ja, die gibt es. In jeder Kultur, in jeder Religion, in jedem Staat, in jeder Familie.

    Sie sind im groben das was wir im westlich-chruistlichen Bereich die 10 Gebote nennen, aber in anderen Kulturbereichen heissen sie anders und es gibt einige davon die leicht abgeaendert wurden.

    Sie lassen sich im wesentlichen auf den einen Satzt reduzieren: "Was du nicht willst was man dir tut....."
    Sie bestehen seit Jahrtausenden, werden immer wieder mal verfeinertt oder negiert aber im Endeffekt kommt man immer wieder auf diesselben zurueck.
    Du hattest vorhin Rom erwaehnt.
    Das " Sittenbild" des Spaetroms ist selbst heute fuer uns kein Erstrebenswertes und es war fast unumgaenglich dass danach extrem starre Regeln propagiert wurden. Ob eine Gesellschaftsschicht lebbare Sitten entwickelt hat oder nicht siehst du im grossen Bild der Geschichte erst im Nachhinein. Auf starre Regeln folgt der Ausbruch. Dann ist lange Zeit mehr oder weniger Liberalitaet. Dann kippt es und es wird so egozentrisch dass die Gesellschaft daran zerbricht. Die drauffolgenden Generationen werden dann wieder starrer.
    Geändert von Inaktiver User (23.09.2008 um 15:15 Uhr)

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    AW: Ehefrau und Familie von Geliebten kennengelernt - und nu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich war mehrere Jahre die Geliebte eines verheirateten Mannes.

    Selbst wurde ich von zwei Männern perfide betrogen.
    Hm. Ich wurde nie betrogen (oder habe zumindest davon nichts mitbekommen). Insofern kann ich nicht nachvollziehen, wie sich das anfühlt.
    Ich habe nicht gesagt, dass jeder Fremdgeher "mieser, verrohter Abschaum" wäre,
    Dann hab ich Dich wohl missverstanden. Deine Antwort wirkte so auf mich, als sei es für Dich ganz einfach und klar zu beurteilen, was richtig und falsch ist.


    sondern es geht in Deinem Strang darum, mit der Ehefrau eine freundschaftliche Bindung aufzubauen und bei ihr am Tisch zu sitzen.

    Dass der Ehefrau anzutun finde ich verroht, ja. Regelrecht brutal.
    Was genau tue ich ihr denn damit an? Jegliche Kontaktaufnahme ging von ihr aus - und jedesmal wenn das so war, hab ich regelrecht "vergessen", dass ich ja eigentlich die Geliebte ihres Mannes bin, so gut verstehen wir uns.

    Ich stelle keine Ansprüche an ihren Mann und habe auch nicht vor, ihn ihr "wegzunehmen".

    Oder mal andersherum gefragt:

    fremdgehen scheint für dich okay zu sein, aber freundlich mit der Ehefrau reden ist verroht? Wo ziehst Du die Grenze?

    Sex ist okay, aber blos von der Ehefrau fernbleiben? Ähm. Erscheint mir aber auch sehr doppelmoralisch - zumal Du selbst mehrere Jahre in der Rolle der Geliebten warst.

    Wie gesagt - ich habe noch keine Meinung zu der ganzen Sache mit ihr. Ich bin einfach nur erstaunt, dass ich mich freundschaftlich mit ihr unterhalten kann, mit ihr Spass haben kann - und dennoch weiterhin mit ihrem Mann schlafe. Das ist so verrückt.

    Aber vermutlich suche ich hier nach einem Etikett, was es einfach nicht gibt.

    Grüsse, Belisama

  5. Inaktiver User

    AW: Ehefrau und Familie von Geliebten kennengelernt - und nu?

    Zitat Zitat von Schussel
    Ich würde es auch nicht richtig finden, wenn die TE die Ehefrau aufklären würde. Mir ging es mehr um Empathie......
    Du meinst jetzt, wo sie sie so nett findet und diese Familie so erhaltenswert, sollte sie nach 5 Jahren Schluss machen und was ist, wenn der Mann dann auf einmal ganz unzufrieden wird und das an seiner Frau auslässt?

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    AW: Ehefrau und Familie von Geliebten kennengelernt - und nu?

    Zitat Zitat von Belisama
    ... Kann irgendjemand meine Situation nachvollziehen oder kennt / war in einer ähnlichen? ...
    Ja, kenn ich. Sehr ähnliche Erfahrungen hab ich gemacht. Mit ner Geliebten vor einigen Jahren - und ich war mehrmals bei ihr zu Haus und versteh mich mit ihrem Mann gut und er weiß bis heute nichts, was einmal war.

    Kann ich nachvollziehen was du meinst, mit 'es fühlt sich richtig' an, als du in Kontakt mit seiner Frau warst.

    Und du bist KEIN schlechter Mensch. Es ist alles okay. Sorg dafür, dass nichts auffliegt, damit es okay bleibt! Für alle Beteiligten!


    VanDyck


    P.S.: Vergeude deine Zeit nicht mit Leuten und ihren Statements, die nur immer und immer wieder das schöne in den Dreck ziehen wollen.

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    AW: Ehefrau und Familie von Geliebten kennengelernt - und nu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ot.. ich habe mir angewoehnt mir "Toene" in Forumspostings dazuzudenken. Wir sind erwachsene Menschen, da sollte das geschriebene Wort ausreichen. Wer glaubt Toene zu hoeren hoert dasselbe Posting uebermorgen anders..
    dann is ja gut (ich nehme an, Du wolltest "ab-gewöhnt" schreiben) Wollte nur vermeiden, dass meine Frage spöttisch rüberkommt.

    Sie lassen sich im wesentlichen auf den einen Satzt reduzieren: "Was du nicht willst was man dir tut....."
    Dann wäre das ja ganz einfach zu lösen. Denn wenn ich mir vorstelle, an ihrer Position zu sein, eine -so wie ich denke und empfinde - friedliche, harmonische Ehe mit einem Mann, der mich auf Händen trägt, zwei tolle Kinder - dann würde für mich der Grundsatz gelten "was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss".

    Ich denke nicht, dass ich es "wissen wollte". Weil es meinen Bereich, meine Beziehung mit ihm, meine Familie nicht betreffen und berühren würde.

    Also ist es dann okay, wenn es für mich okay ist?

    Ich denke mal, worauf Du hinauswillst, ist mehr der kategorische Imperativ (wer war das noch? Kant?) --> runtergebrochen: wäre das was ich tue, auch okay, wenn alle so handeln würden?

    Hm. Ich glaube, dann gäbe es viel harmonischere Ehen. Und viele glückliche Geliebte.

    *lach*

    wie man es dreht und wendet. Ich verstehe Deine Argumentation.
    Und dennoch zeigt sich in der Gesellschaft immer wieder ein gelebtes Bild abseits der definierten Ge- und Verbote. Und nicht alle Verstösse gegen diese Regeln sind "falsch". Der Papst ist auch gegen Scheidung oder Homosexualität, weil in den Geboten eben nicht verankert.

    Gut und Richtig anhand einfacher Regeln festzulegen - schön wäre es.

    In dem Philo-Besteller "Wer bin ich und wenn ja warum so viele" (oder so ähnlich) beschreibt der Autor zwei Situationen:

    1) Auf zwei parallelen Gleisen sind Gleisarbeiter am Arbeiten. Auf Gleis a ca. 15 Personen, auf Gleis b nur 2 Personen. Ein herannahender Zug kommt und wird unweigerlich die töten, dessen Gleis er befährt. Wenn Du die Weiche betätigen kannst und somit entscheiden könntest, welches Gleis er befährt, welches würdest Du wählen?

    Fast alle sagen hier spontan "Gleis B". Und den meisten erscheint das richtig,weil 15 Menschenleben ja "mehr wert" zu scheinen als lediglich zwei. Was aber, wenn auf Gleis b eine der zwei Personen Dein Bruder/Schwester/Tochter/Sohn/Mann/Frau ist? Wie würden dann die meisten spontan entscheiden?


    Situation 2)
    Du stehst auf einer Brücke. Vor Dir ein dicker Mann. Unten siehst Du auf dem Gleis 10 Kinder spielen, die den herannahenden Zug nicht bemerken. Es besteht die Chance, wenn du den dicken Mann von der Brücke auf die Gleise stösst, dass der Zug vor den Kindern anhält.

    Was wäre hier falsch und richtig?

    Okay. Vergleiche wohl gerade Äpfel mit Birnen, verzeih. Ich denke eben, so ganz klar umreissen kann man das mit der moralischen "Wahrheit" eben nicht.

    Grüsse, Belisama (jetzt wirklich wieder arbeiten muss - schönen Tag noch wünsche)
    Geändert von Belisama (23.09.2008 um 15:27 Uhr)

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    AW: Ehefrau und Familie von Geliebten kennengelernt - und nu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du meinst jetzt, wo sie sie so nett findet und diese Familie so erhaltenswert, sollte sie nach 5 Jahren Schluss machen und was ist, wenn der Mann dann auf einmal ganz unzufrieden wird und das an seiner Frau auslässt?
    Stimmt! gar nicht dran gedacht. belisssima isst eigentlich mehr karitativ unterwegs.
    As the small talk ebbs away the silence is awkward. The Streets

  9. Inaktiver User

    AW: Ehefrau und Familie von Geliebten kennengelernt - und nu?

    Zitat Zitat von proper-gander
    Stimmt! gar nicht dran gedacht. belisssima isst eigentlich mehr karitativ unterwegs.
    *lach* Genau. Sie ist sicher einer der wesentlichen Punkte, warum er seine Frau aus schlechtem Gewissen heraus gern auf Händen trägt und auf der anderen Seite geht er dann wieder fremd, weil er eben zu viel getragen hat.

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    AW: Ehefrau und Familie von Geliebten kennengelernt - und nu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du meinst jetzt, wo sie sie so nett findet und diese Familie so erhaltenswert, sollte sie nach 5 Jahren Schluss machen und was ist, wenn der Mann dann auf einmal ganz unzufrieden wird und das an seiner Frau auslässt?
    Ich hatte es zwar nicht so ironisch gemeint wie Du es jetzt darstellst, aber ich wollte einfach mal anregen, sich in die Rolle der Ehefrau hineinzuversetzen. Gerade wenn sie jetzt nicht mehr die Unbekannte ist, sondern eine sympathische Frau.

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