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  1. User Info Menu

    AW: fremdgegangen.....und nun?

    genau- nicht zu Kreuze kriechen, dass meine ich auch so. "Ihr Mann würde nicht verstehen...", das ist gut möglich- aber ein "Schuldeingeständnis"- und "Gründe" zu benennen, geht irgendwie nicht, und trägt nicht zu einem "Verstehen" bei. Es sind Emotionen- die sind nicht rational zu erklären- für beide. Und es ist kein Mechanismus, der so funktioniert:- weil dies und das so ist- darum bin ich fremdgegangen. Es klingt immer nach Rechtfertigung- und ein Ablehnen der eigenen Verantwortung. "Hier stehe ich- ich kann nicht anders, ich habe es getan- es ist nicht ungeschehen zu machen. Möchtest Du unter diesen oder jenen Voraussetzungen weiter eine Beziehung mit mir führen?" Das ist die Diskussion aus meiner Sicht, nach meinen Erlebnissen.
    Geändert von ernesto_01 (16.09.2008 um 10:18 Uhr)
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  2. Inaktiver User

    AW: fremdgegangen.....und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Versetz dich mal in den Ehemann der TE - der ist verletzt, der sieht die Schuld bei seiner Frau - und ja sie ist schuld an der Misere, sie ist ausgebrochen aus dieser Ehe. Das kann man schönreden oder dazu stehen. - hier aber steht ein Mann der von seiner Frau betrogen wurde.

    Dharma
    Nach Aussen hin mag dies die "Wahrheit" sein !

    Von "Innen" betrachtet gährte es aber schon eine Weile und ihr Mann trägt (nicht offen ersichtlich) seinen Teil dazu bei. Das hat NICHTS,aber auch gar nichts mit Schuldzuweisungen,sondern Ursachenforschung zutun.

    Darauf müssen sie sich verständigen. Denn dann ist ein neues Fundament zu bauen möglich. Diese Schiene,"das war,vergessen wir´s" oder ähnlich ,bringt überhaupt nichts.

    Ein gemeinsames Aufarbeiten der aktuellen Lage und des Weges dahin ,müsste erfolgen.

  3. User Info Menu

    AW: fremdgegangen.....und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nach Aussen hin mag dies die "Wahrheit" sein !

    Von "Innen" betrachtet gährte es aber schon eine Weile und ihr Mann trägt (nicht offen ersichtlich) seinen Teil dazu bei. Das hat NICHTS,aber auch gar nichts mit Schuldzuweisungen,sondern Ursachenforschung zutun.

    Darauf müssen sie sich verständigen. Denn dann ist ein neues Fundament zu bauen möglich. Diese Schiene,"das war,vergessen wir´s" oder ähnlich ,bringt überhaupt nichts.

    Ein gemeinsames Aufarbeiten der aktuellen Lage und des Weges dahin ,müsste erfolgen.
    nur so kann man wieder Vertrauen aufbauen und verhindern dass es wieder "passiert".
    Ich habe den K(r)ampf mit den deutschen Artikel(n) aufgegeben!

  4. Inaktiver User

    AW: fremdgegangen.....und nun?

    Wow, hier war ja richtig was los in meiner Abwesenheit.
    Dann mal los:
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ich ging von aus dass war diese Beziehung..sorry
    Macht nichts. Blöd erzählt. Das war bei meiner ersten Ehe. Daher kann ich aus eigener Erfahrung sagen, daß sowas noch mehr Distanz schafft.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    und du hattest die Nachrichten noch im Handy? Wolltest du auffliegen? Nicht gleich Nein sagen, denk mal drueber nach...
    Nein. Ich hatte sie vergessen zu löschen. Warum man sowas vergisst, wenn man unter keinen Umständen auffliegen will? Ich weiß es nicht. Ich denke, es war einfach das Schicksal, das entschieden hat.

    Zitat Zitat von ernesto_01
    Nein, wahrscheinlich kannst Du das nicht. Ich würde mich auch nicht mit einem "warum" unter Rechtfertigungsdruck setzen lassen. Es ist wie es ist, weil Du so bist wie Du bist.
    Ich würde es nicht "Gründe" nennen, sondern eher Auslöser. Und ich sehe es nicht als Rechtfertigung. Er hat Antworten verdient.
    Und es ist nicht so einfach, daß es so ist wie es ist und ich so bin. Denn so bin ich nunmal nicht. Und so kennt er mich auch nicht. Deswegen ist er auch so enttäuscht.

    Deswegen muß ich auch Dharma05 recht geben.
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn dass ihre Anwort für ihren Mann wäre, würde ich an seiner Stelle aber davon ausgehen, dass sie das was sie getan hat, jederzeit wiederholen würde weil sie "ist wie sie ist"

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich gebe dir Recht. Aber aus den Posts der TE entnehme ich, der Mann ist verletzt und wohl zur Zeit keiner ruhigen Aussprache gegenüber offen. (Das interpretiere ich jetzt einfach mal so heraus)

    Ich wollte auch nicht sagen, dass die TE nun "zu Kreuze kriechen" soll und für den Rest ihres Lebens "Schuldgefühle" haben soll.

    Nur hattest du geschrieben, das keine "Aufarbeitung" erwartet werden kann, weil das nach schlechtem Gewissen machen klingt oder nach Schuldzuweisung - und nur hier widerspreche ich dir.

    Sicher müssen beide erkennen, was dazu geführt hat, aber ganz am Anfang hat die TE schon geschrieben ihr Mann würde nicht verstehen, wieso sie dann "gleich fremdgeht" und jetzt auch noch sagen, ich bin schuldlos, und ich spreche nicht über die Gründe, fände ich eben falsch - dann würde ich an Stelle des Mannes echer "dicht" machten, als der Ehe noch eine Chance zu geben.
    Ja, er ist sehr verletzt und enttäuscht. Und ich mache einen großen Unterschied zwischen Schuldzuweisungen und Aufarbeitung. Letzteres MUß sein, damit so etwas nie wieder passiert. Durch Schuldzuweisungen würden wir nur noch mehr kaputt machen. Sicher hat jeder etwas dazu Beigetragen. Aber Schuld oder Vorwürfe aussprechen sollte man nicht.
    Ich bin wirklich bereit, mit ihm alles aufzuarbeiten und mit ihm reden. Und ihm Zeit geben, die er braucht.
    Auch mir tut das alles weh, vor allem zu sehen, wie ich IHM wehgetan habe.

    Zitat Zitat von ernesto_01
    genau- nicht zu Kreuze kriechen, dass meine ich auch so. "Ihr Mann würde nicht verstehen...", das ist gut möglich- aber ein "Schuldeingeständnis"- und "Gründe" zu benennen, geht irgendwie nicht, und trägt nicht zu einem "Verstehen" bei. Es sind Emotionen- die sind nicht rational zu erklären- für beide. Und es ist kein Mechanismus, der so funktioniert:- weil dies und das so ist- darum bin ich fremdgegangen. Es klingt immer nach Rechtfertigung- und ein Ablehnen der eigenen Verantwortung. "Hier stehe ich- ich kann nicht anders, ich habe es getan- es ist nicht ungeschehen zu machen. Möchtest Du unter diesen oder jenen Voraussetzungen weiter eine Beziehung mit mir führen?"
    Genau so sehe ich das auch. Das spricht mir aus der Seele.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Von "Innen" betrachtet gährte es aber schon eine Weile und ihr Mann trägt (nicht offen ersichtlich) seinen Teil dazu bei. Das hat NICHTS,aber auch gar nichts mit Schuldzuweisungen,sondern Ursachenforschung zutun.

    Darauf müssen sie sich verständigen. Denn dann ist ein neues Fundament zu bauen möglich. Diese Schiene,"das war,vergessen wir´s" oder ähnlich ,bringt überhaupt nichts.

    Ein gemeinsames Aufarbeiten der aktuellen Lage und des Weges dahin ,müsste erfolgen.
    Das hast Du so toll gesagt!!!!!
    Ja, das Fundment ist nun total kaputt. Vertrauen. Nun müssen wir ein neues Fundament errichten, bzw. es ist ja eigentlich ein weiteres wichtiges Fundament noch da, nämlich LIEBE. Zumindest von meiner Seite, wenn er das nicht von sich selbst momentan behaupten kann. Was sehr weh tut, was ich aber nachvollziehen kann. Jedenfalls müssen wir auf diesem Fundament alles andere wieder aufbauen. Vor allem Vertrauen. Es wird wohl nie wieder so sein wie früher. Das ist mir klar. Vor allem wird es sehr lange dauern und ich hoffe so sehr, daß wir es schaffen und er nicht aufgibt.

    Wir waren heute bei einer Eheberaterin. Ich denke, es war eine gute Entscheidung. Mein Mann ist eigentlich nur auf meinen Wunsch hin mitgekommen, aber letztendlich hält er das doch denk ich auch für gut. Als es um einen neuen Termin ging, sagte er, rein vom Gefühl her würde er am liebsten gleich morgen wieder hin. Das finde ich sehr positiv und ich freue mich darüber.
    Wir haben beide "Fehler" in der Vergangenheit gemacht. Und unser großer Fehler dabei war, das wurde heute klar, daß wir Vorwürfe dem anderen gegenüber daraus gemacht haben. Das hat sie und heute ganz deutlich und einfach gezeigt.

  5. User Info Menu

    AW: fremdgegangen.....und nun?

    Denn so bin ich nunmal nicht. Und so kennt er mich auch nicht. Deswegen ist er auch so enttäuscht.
    Ent-täuscht ist man, wenn man sich lange Jahre in jemandem getäuscht hat. Wenn das Bild, das man sich von ihm gemacht hat, dann doch mit der Realität nichts zu tun hat.

    Das ist hier so. Denn: DU bist so. Definitiv.

    Prijon

  6. Inaktiver User

    AW: fremdgegangen.....und nun?

    Nein. Nein, Prijon. So bin ich nicht. Ich hasse mich dafür. Wirklich. Ich würde ALLES tun, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte und diesen Fehler nicht zu machen. ALLES.

  7. User Info Menu

    AW: fremdgegangen.....und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nein. Nein, Prijon. So bin ich nicht. Ich hasse mich dafür. Wirklich. Ich würde ALLES tun, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte und diesen Fehler nicht zu machen. ALLES.
    Ja, aber dennoch bist Du es- mir allem, was Du bist- auch damit. Vielleicht findest Du es jetzt nicht mehr richtig, was war. Aber Du solltest dennoch zu Dir stehen- die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft hast Du in der Hand.
    Wer sollte zu Dir stehen können, wenn Du nicht selbst zu Dir stehen kannst? Du musst ja deshalb nicht gleich alles gut toll finden, wie Du gehandelt oder empfunden hast, aber es ist eine Erfahrung, die Du gemacht hast. Daraus kannst Du einiges mitnehmen.

    Er sagt, er will bei mir bleiben
    ... bei Dir bleiben- nicht bei einem ausgewählten Teil von Dir. Es wäre Verdrängung und das geht nicht lange gut.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  8. User Info Menu

    AW: fremdgegangen.....und nun?

    Ja, aber dennoch bist Du es- mir allem, was Du bist- auch damit. Vielleicht findest Du es jetzt nicht mehr richtig, was war. Aber Du solltest dennoch zu Dir stehen- die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft hast Du in der Hand.
    Wer sollte zu Dir stehen können, wenn Du nicht selbst zu Dir stehen kannst? Du musst ja deshalb nicht gleich alles gut toll finden, wie Du gehandelt oder empfunden hast, aber es ist eine Erfahrung, die Du gemacht hast. Daraus kannst Du einiges mitnehmen.
    Kann ich endlich mal ernesto zustimmen. Zu 100 Prozent. Den mir besonders wichtigen Passus habe ich mir erlaubt, hervorzuheben. Es IST gewesen, da kannst Du Dir wünschen, was Du willst.

    Prijon

  9. Inaktiver User

    AW: fremdgegangen.....und nun?

    In der Hinsicht kann ich einfach nicht zu mir stehen, weil ich es nicht war. Hört sich blöd an, aber es ist so. Ich litt stark unter einem Burn Out. Hört sich vielleicht harmlos an, aber das ist es bei weitem nicht. Ich hatte mich verändert, ja. Aufgrund des Bur Outs. Ich habe lange nicht gewußt, was mit mir los war, ich kannte mich selbst nicht mehr. Ich war plötzlich schnell agressiv. Gleichgültig. Die leichtesten Dinge fielen mir so unendlich schwer. Ich habe nichts mehr gegessen bis ich auf 45 kg runter war. Bis ich die Diagnose knallhart bekommen habe. Dann erst konnte ich an mir arbeiten und konnte wieder "normal" werden. Das hört sich alles bekloppt an, und zu der Zeit habe ich auch wirklich gedacht, daß ich irre geworden bin.
    Könnt ihr es nun nachvollziehen, wenn ich sage, daß war ICH nicht? So bin ich nicht?
    Ich mein klar habe ich es so entschieden. Ich wußte ja, was geschieht. Aber es war alles so irreal.
    Nein, es soll keine Entschuldigung sein. Nur eine Ursache....
    Geändert von Inaktiver User (16.09.2008 um 20:31 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: fremdgegangen.....und nun?

    Und ich war neulich mal wieder besoffen und habe wieder mal meine Frau verprügelt.

    Aber das war ich gar nicht. Seil ich ja so nicht bin. Eigentlich.

    Prijon

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