Ich möchte auf keinen Fall, daß er auszieht. So seh ich das auch, daß nur zusätzlich eine Distanz entsteht, die nicht gut ist.
Und ich sage ihm auch, wieviel er und unsere Ehe mir bedeutet und daß ich kämpfen will.
Warum ich letztendlich frendgegangen bin? Nun, es war zu der Zeit, in der ich einen Burn-Out erlitten habe. Ich war nicht ich selbst. Hört sich blöd an, ist aber so. Ich habe mich selbst nicht wiedererkannt. Ich war so, wie ich es niemals war. Unzufrieden mit unserer Situation, daß wir das Haus als einzige Gemeinsamheit hatten. Und unzufrieden mit mir selbst, weil ich nicht wußte, was mit mir los war.
Warum ich weine? Weil ich ihn liebe und ihn nicht verlieren möchte. Weil es mir unendlich leid tut, daß ich ihn so enttäuscht habe. Daß ich ihm so weh getan habe.
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Thema: fremdgegangen.....und nun?
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15.09.2008, 12:55Inaktiver User
AW: fremdgegangen.....und nun?
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15.09.2008, 13:21Inaktiver User
AW: fremdgegangen.....und nun?
Welche Gemeinsamkeit habt ihr jetzt?Unzufrieden mit unserer Situation, daß wir das Haus als einzige Gemeinsamheit hatten
Wenn er erst einmal bleibt werdet ihr weiter renovieren.. vielleicht solltet ihr gerade euch unabhaengig vom Haus neu entdecken..und du hast Zeit deine Probleme zu loesen.
Wenn er gehen will kannst du ihn nicht aufhalten.
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15.09.2008, 13:29Inaktiver User
AW: fremdgegangen.....und nun?
Nein, Reisende sollte man niemals aufhalten... aber grundsätzlich denke ich, dass man so etwas am besten gemeinsam lösen sollte und zwar zumindest die sowieso schon entstandene Entfernung nicht noch mehr vergrößern sollte, sondern die gemeinsame Nähe und Basis wiedersuchen sollte. Diese Trennungen auf Zeit haben meiner Meinung und Erfahrung nach mehr Bezeihungen zerrüttet als gekittet. Wie gesagt, wenn er gehen will, kannst du daran nichts ändern, dann muss auf anderem Wege versucht werden die Nähe wieder herzustellen. Halte ich für schwieriger, aber auch nicht unmöglich....
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15.09.2008, 13:31
AW: fremdgegangen.....und nun?
Du wolltest ihm nicht weh tun, Du bist nicht "fremd gegangen" um ihm Leid zuzufügen.
Zitat von Inaktiver User
Aber er leidet jetzt- und jetzt kannst Du ihm helfen, zu verstehen. Zeige ihm, dass nicht Du Dich verändert hast, ihn nach wie vor liebst. Aber stehe auch dazu, dass es nun ein Teil Deiner/Eurer Vergangenheit ist."Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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15.09.2008, 17:27Inaktiver User
AW: fremdgegangen.....und nun?
@alyssumsaxatile
ja, nun haben im Moment keine Gemeinsamkeit mehr.Wir hatten nur das haus als Gemeinsamkeit, weil wir in ihm nebeneinander her gelebt haben.
Was die Renovierungen angeht, hat das nun tatsächlich vorerst ein Ende. Die letzte richtig große Sache ist erledigt. Und meine eigenen Probleme habe ich recht gut im Griff.
@AnnieT65
Klar. Wenn er will, geht er. Das kann ich ihm nicht verbieten. Ich versuche nur, ihm klar zu machen, daß ich daß, wie die meisten hier, für nicht besonders förderlich halte. Er hats aber auch nicht mehr erwähnt...... Mal sehen.
@ernesto
Klar habe ich es nicht mit "Absicht" getan, ihm weh zu tun. Aber ich habe es getan und ich weiß, daß er sehr, sehr leidet. Ich will was tun, aber ich weiß nicht, was. Ich habe das Gefühl, daß alles, was ich tun oder sagen will, falsch ist. Nähe? Abstand? Reden? Schweigen? Ich suche seine Nähe. Er wehrt sie zumindest nicht ab. Klar, deswegen wiege ich mich nicht in "Sicherheit".
Zitat:"Zeige ihm, dass nicht Du Dich verändert hast, ihn nach wie vor liebst."
Er ist der Meinung, daß ich mich verändert habe. Das will ich nicht unbedingt abstreiten. Wir haben uns beide verändert. Ja, ich zeige ihm, daß ich ihn liebe. Und ich weiß, daß ein Teil nun Vergangenheit ist. Aber vieles ist leider schon länger Vergangeheit gewesen. Das habe ich versucht, ihm klar zu machen. Was ich vermisse. Wie ich unsere Ehe empfinde. Aber er konnte es nicht nachvollziehen. Für ihn hat sich nichts geändert. Und wenn, dann war das eben der lauf der Zeit, der Alltag, der sich nunmal einstellt.
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15.09.2008, 17:33Inaktiver User
AW: fremdgegangen.....und nun?
deswegen hab ich gefragt.ja, nun haben im Moment keine Gemeinsamkeit mehr.Wir hatten nur das haus als Gemeinsamkeit, weil wir in ihm nebeneinander her gelebt haben.
Warum willst du dann dass er bei dir wohnt, wenn du selber keine Gemeinsamkeit mehr siehst?
Vielleicht es es gerade der Alltag der eure Beziehung hat einschlafen lassen und wenn er jetzt weiter bei dir wohnt aendert sich langfristig nichts daran. Vielleicht muesstet ihr euch wieder neu entdecken? Euch verabreden wenn ihr euch sehen wollt. Du nen Babysitter engagieren damit du mal in seiner Bude uebernachten kannst. Und von der neu geschaffenen Basis dann euren Alltag neu definieren.
Die Affaire ist doch nicht alles. Du wolltest schonmal ausziehen. Also zweimal Ausbruch in 4 Jahren Ehe. Das ist nicht gut.
Einfach so weitermachen bringt euch nicht weiter.
Hast du eigentlich deine Affaire beendet? oder laeuft die noch?
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15.09.2008, 17:40
AW: fremdgegangen.....und nun?
ok, ich hätte vielleicht schreiben sollen, dass Deine Einstellung, Deine Liebe sich nicht geändert hat.
Zitat von Inaktiver User
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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15.09.2008, 18:17
AW: fremdgegangen.....und nun?
Meine Güte, warum beichtest du das auch???
Ich hätte das genossen und gut ist.
Sicherlich hat es dir auch gefallen, sonst hättest du es mit dem anderen Kerl nicht gemacht. Und was einem gefällt muß man doch nicht immer erzählen. Wenn du ein schlechtes Gewissen hast, so lasse dich das nächste Mal nicht mehr drauf ein und lass es.
Aber niemals beichten, das schafft nur Probleme.
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15.09.2008, 18:25
AW: fremdgegangen.....und nun?
Das ist sicherlich in manchen Fällen besser.
Zitat von laufeboli
Ansonsten würde ich ihr raten, von der 'ich-bin-so-ein-böses-Mädchen-Nummer' runterzukommen.
Sie hatte Gründe und sie wollte es. Weil ihr vermutlich etwas fehlte. Und genau das gilt es, offensiv zu thematisieren.
VanDyck
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15.09.2008, 19:34Inaktiver User
AW: fremdgegangen.....und nun?
@alyssumsaxatile
ich glaube, Du hast etwas falsch verstanden. Was, weiß ich nicht genau. Ich wollte noch nie ausziehen. Wir sind jetzt seit über 5 Jahren zusammen und immer glücklich gewesen, bis uns die Arbeit am Haus "aufgefressen" hat.
Es war ja uch nicht so, daß wir gar nix mehr miteinander gemacht haben. Aber ja, der Alltag hat sich zu der vielen Arbeit eingeschlichen. Und ja, ich will, daß wir uns neu entdecken und unsere Gemeinsamkeiten wiederfinden. Aber so, wie Du es beschreibst, würde es nicht gehen. Eine richtige eigene Wohnung können wir uns nicht leisten. Und wenn er in die Wohnung meiner Mom zieht, ist es immerhin ne guuuuute dreiviertelstunde Fahrt. Und babysitter kosten nunmal auch Geld. Das ist alles, was man bedenken muß. Abgesehen davon, daß ich eben bedenken hätte, daß wir uns noch mehr voneinander entfernen.
Es war ja noch nicht mal ne Affaire. Es war nur einmal. Und das ist ne Weile her.
@ernesto
Okay, ich verstehe, was Du meinst. Naja, nachdem es mir nun passiert ist, sieht es ganz danach aus, daß sich meine Einstellung geändert hat, oder??? Ich habe immer gesagt, ich gehe NIE fremd. Wenn sich sowas anbahnt kann ich damit umgehen und es verhindern. Ich bin stark genug. Und wenn, dann beichte ich sofort.....
Tja.
@laufeboli
Nunja. "Dumm gelaufen". Er hat eine SMS entdeckt. Erst habe ich noch versucht zu leugnen, aber dann konnte ich ihn nicht länger anlügen.
@vandyk
Was meinst Du mit "von der ich-bin-so-ein-böses-mädchen-nummer runterkommen"?
Zitat:"Sie hatte Gründe und sie wollte es. Weil ihr vermutlich etwas fehlte. Und genau das gilt es, offensiv zu thematisieren."
Tja. Gründe.....kann man so nennen? Es war ja nicht "geplant". Ja, ich habe mich nicht gewehrt. Das ist richtig.
Mir etwas gefehlt? Ja.......das ist wohl so. Trotzdem rechtfertigt es das nicht.
Und ich denke, daß werden wir thematisieren. Wenn die zeit dazu gekommen ist. Ich denke, erstmal müssen wir wieder aneinander ran kommen. Und dann alles, was fehlte, aufarbeiten.
Übrigens danke ich euch allen weil ihr euch so rege "an meinem Problem beteiligt". Ihr habt MIR Mut gemacht, daß man als Paar so einen Rückschlag überwinden kann. Ich hoffe, mein Mann sieht es genauso.
Heut Abend wollen wir übrigens mal rüber zur Kerb gehen....


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